Zusammenfassung
Qualitätskriterien von Unterricht (S.230-249) aus Apel/Sacher Studienbuch
Schulpädagogik 2.Auflage (2005)
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kann
Schulunterricht tatsächlich den Qualitätsanforderungen genügen, die
gesellschaftlich an ihn herangetragen werden
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bedeutsames
Ziel des Bildungswesens sei, notwendiger Voraussetzungen (Wissen,
Einstellungen, Motivation) für erforderliche technolog. Entwicklung zu schaffen
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Vision der
Wissensgesellschaft; lebenslanges Lernen; überfachliche Kompetenzen:
Informationsfindung, Wissenskonstruktion, kritische Informationsbewertung,
interpersonelle Kompetenzen (sozial/kommunikativ)
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Individualisierung
(aktive Gestaltung der eigenen Biografie; geringe Beeinflussung von außen) und
Pluralisierung (Ausdifferenzierung einer großen Vielfalt von Lebensstilen)
einer Gesellschaft
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qualitative
Einschätzung ist abhängig davon, welche Personengruppe auf der Basis welcher
Wertvorstellungen/Gesellschaftsbildern beurteilt, welche Ziele das
Bildungswesen vorrangig erreichen soll
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Ziel der
Lehr-Lern-Forschung ist Beschreibung, Erklärung, Optimierung der
Lehr-Lern-Prozesse/ Schwerpunkt auf Lehren und Lernen unter Bedingungen des
institutionalisierten Unterrichts
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Erwerb
überfachlicher Kompetenzen durch Unterricht; wichtig sind eigenverantwortliches selbst
gesteuertes Lernen sowie Fähigkeit komplexe Probleme zu lösen-> Zeichen für
guten Unterricht
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Lernmotivation der Schüler; guter Unterricht
soll intrinsische Motivation/Interesse an jeweiligen Inhalten
unterstützen/fördern; Unterstützung der Leistungsmotivation
(Bereitschaft/Fähigkeit sich für Lernziele anzustrengen)
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Lehr-Lern-Forschung
arbeitet mit empirischen Forschungsmethoden; v.a. quantitative Erhebungs- u. Auswertungsverfahren
sowie qualitative (Prozess-Produkt-Forschung: empirische Klärung des
Zusammenhangs bestimmter Merkmale der
Unterrichtsgeschehens/Unterrichtsergebnisse); Merkmale d. Unterrichts: Lehrer-
u. Lernervoraussetzungen, Verhalten, Kontextvariablen
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TIMS-Studie
(mathemat./naturwiss. Leistungsvergl.); PISA (Kompetenzen am Ende der
Pflichtschulzeit- dt. Schulsystem durch soziale Disparitäten gekennzeichnet)
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TIMS und
PISA als entscheidende Anstöße für empirische Wende in Analyse der
Bildungsqualität
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hohes
Kompetenzniveau und geringe Leistungssteuerung sind möglich, v.a. internat.
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fächerübergreifende
Kompetenzen
(erlernte Fähigkeiten, zur Bewältigung bestimmter Anforderungen aus Alltags-
oder Arbeitsumgebung)- Medien-, Sozial-, Kooperations- und interkulturelle
Kompetenz; v.a. Problemlösungen u. selbstgesteuertes Lernen
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Lernen muss
immer selbst ausgeführt werden und durch Motivation in Gang gesetzt und
aufrechterhalten werden; schulisches Lernen ist v.a. durch externe Faktoren
motiviert (Lernen v.a. für Wiedergabe in Prüfung-> behindert eigenständiges
und auf Verständnis orientiertes Lernen)- Schüler vergleichen Bildungsangebote
mit eigenen Interessen; Schüler zeigen meist wenig Interesse; dieses nimmt
stets ab
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drei für
Bildungsqualitäten relevante Ebenen: 1) Bedingungen des Schulsystems; 2)
Einzelschulen und deren Merkmale; 3) Einflüsse bei Unterrichtsgeschehen
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1)
Schulsystem:
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dt.
Schulsystem ist stark durch staatl. Vorgaben reguliert
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Inputorientierung;
Vorgabe der Unterrichtsinhalte/Zeiten durch Lehrpläne, Lehrmittel
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BRD
zahlreiche, detaillierte curriculare Vorschriften; intendiertes Curriculum
(offizielle Lehrpläne/Prüfungsvorschriften) weicht von implementiertem (in
Schule behandelte Inhalte) erheblich ab
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Kritik an
Curricula in Bezug auf Unterrichtsqualität: zu große Stofffülle (nur
oberflächliche Behandlung), starke Orientierung an sachlogischer Systematik-
Wissen weist andere Struktur u. innere Logik als in außerschul. Kontexten auf-
bessere Anwendungskontexte der Inhalte gefordert, Vernachlässigung
übergreifender Kompetenzen, zu geringe Verknüpfung zwischen Inhalten ->
Einführung von Standards; beschreiben keine Inhalte, sondern Kompetenzen, die
Schüler zu bestimmter Zeit zeigen sollen
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2)
Einzelschule:
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Schulleitungen als entscheidende Einflussgröße
auf Arbeitsqualität der Gesamtorganisation; zentrales Kriterium guter
Schulleistungen ist Unterstützung von Entwicklung von Zielvorstellungen für
pädagog. Arbeit sowie Anregung einer darauf bezogenen Kooperation
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Lehrer
sollten sich Verantwortung für gutes Schulleben (Schulklima) und gute
Lehr- und Lernbedingungen zuschreiben/ Leistungsorientierung am Wissens- und
Kompetenzzuwachs der Schüler/ eigne Stärken bzw.
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Lerngemeinschaft (Gemeinschaft von Personen, die
begleitend zu ihrer professionellen Tätigkeit u. in Zusammenarbeit mit anderen
Personengruppen ihre eigenen Kompetenzen weiterentwickelt)- geeignetes Leitbild
für Lehrer: Lerngemeinschaften sind durch intensive Kommunikation in Bezug auf
gemeinsames Arbeiten- Teilung von Wissen; Mitglieder haben großen Einblick in
Tätigkeit der anderen; Fehler bei Ausübung der Tätigkeit bieten Anlass zur
Suche nach besseren Lösungsmöglichkeiten; enger/intensiver Austausch innerhalb
der Gruppe; - Lehrer sind gegenwärtig meist Einzelgänger
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3) Unterrichtsgeschehen:
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Erwerb von
Kompetenzen/Wissen sowie Unterstützung der Motivation hängt davon ab, mit
welchen didaktischen Konzepten (Gestaltung/Strukturierung) agiert wird
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guter
Unterricht muss
von Seiten der Schüler aus gedacht werden (bislang starke Fokussierung auf
Frage, mit welchen Methoden/Medien bestimmter Inhalt unterrichtet werden
soll-> Anregung/Unterstützung der Lernprozesse wurde vernachlässigt)
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Welche
Prozesse müssen Schüler durchlaufen, damit sie diesen Inhalt möglichst gut
verstehen und sich motiviert damit auseinandersetzen?
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