Zur Bestätigung der zweiten Hypothese, dass Frauen Schokolade in trauriger und Männer in fröhlicher Gemütslage besser bewerten, erwarten wir ein signifikantes Ergebnis hinsichtlich der Interaktion zwischen den Haupteffekten Geschlecht x Gemütslage (WW Geschlecht*Emotionsqualität signifikant, siehe Abb. 2)
Abbildung 1: Haupteffekt Geschlecht
Abbildung 2: Interaktion Geschlecht x Gemütslage
Wir erwarten keine signifikante zweifache Interaktion zwischen den Haupteffekten Geschlecht x Darbietungsreihenfolge und Emotionslage x Darbietungsreihenfolge und keine dreifache Interaktion zwischen den drei Haupteffekten.
Hinsichtlich der AV 5, den affektiven Reaktionen, vermuten wir gemäß unserer Hypothese, dass sich Schokolade unabhängig von der induzierten Emotion auf Männer affektiv anregender auswirkt als auf Frauen, somit einen signifikanten Haupteffekt Geschlecht. Die Gemütslage wird mithilfe einer bipolaren Ratingskala erhoben, niedrige Werte bedeuten eine affektiv beruhigende Wirkung, hohe Werte eine anregende Wirkung (siehe Abbildung 3).
Abbildung 3: Affektive Reaktionen
Wiederum vermuten wir, dass die unterschiedlichen Darbietungsreihenfolgen und Emotionsqualitäten zu keinem unterschiedlichen Ergebnissen hinsichtlich der affektiven Reaktionen führen, da wir nicht glauben, dass Schokolade in der Bedingung joy affektiv anders wahrgenommen wird als in der Bedingung sadness.
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Eine Rekrutierung mittels Coverdruck auf der Rückseite von Schokoladetafeln der Marke Ritter Sport bringt den Vorteil, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wirklich nur die Leute angesprochen werden, die keine Allergien gegen die Inhaltsstoffe haben. Außerdem wird vermieden, dass Personen an der Untersuchung teilnehmen, die Schokolade allgemein nicht gerne mögen, somit wird eine mögliche Verzerrung der Ergebnisse vermieden. Ein Problem mit dem Aufdruck ist jedoch, dass das Vorhaben, extra Verpackungen mit Coverdruck nur für den Raum Graz herstellen zu lassen, mit Sicherheit schwierig umzusetzen ist, wenn die Untersuchung an der KFU Graz durchgeführt wird. Die Variante des Aufdrucks wäre für eine österreichweite Untersuchung vorteilhafter als in unserem Fall, da nicht mit vielen Versuchspersonen außerhalb von Graz zu rechnen ist. Es wäre somit von Vorteil, den Coverdruck durch mit Information bezüglich unserer Untersuchung enthaltenen Aufklebern zu ersetzen. Es ist uns bewusst, dass eine Zusammenarbeit mit Rittersport schwer umsetzbar ist, alternativ müsste man auf Inserate in verschiedenen Zeitungen zurückgreifen.
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Zu den verwendeten Filmclips ist zu erwähnen, dass sie zwar bezüglich ihrer Wirkung überprüft und bestätigt wurden, es jedoch möglich wäre, dass diese aufgrund des zeitlichen Wandels und damit verbunden einer Änderung des allgemeinen Humors an Wirkungskraft verloren haben oder die gewünschten Emotionen sogar ganz ausbleiben. Dieser Kritikpunkt kommt aber nur dann zur Sprache, falls der Manipulationcheck keine Wirkung der Filme aufzeigt.
Wir erfassen unserer abhängigen Variablen Appetit, Geschmack und Affektive Reaktion jeweils mittels einer Frage. Hier ist zu überlegen ob dieses eine Item wirklich valide das erfasst, was wir messen wollen.
Weiters wäre es auch interessant die Untersuchung als eine unabhängige Messung durchzuführen, um carry over Effekte besser zu kontrollieren bzw. zur Gänze ausschließen zu können. Jedoch hätte man auch hier wieder mit neuen Problemen zu kämpfen, zum Beispiel, dass wenn ein Unterschied hinsichtlich der Bewertung von Schokolade gefunden wird, dieser Unterschied nicht nur unbedingt auf das Geschlecht oder die Emotion zurückzuführen ist, sondern auch auf große interindividuelle Unterschiede.
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Literaturverzeichnis
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Macht, M., Roth, S. & Ellgring, H. (2002). Chocolate eating in healthy men during
experimentally induced sadness and joy. Appetite, 39 (2), 147 - 158.
Polivy, J., Coleman, J. & Herman, C. P. (2005). The Effect of Deprivation
on Food Cravings and Eating Behavior in Restrained and Unrestrained Eaters.
International Journal of Eating Disorders., 38 (4), 305-309.
Internetquellen
Dunkle Schokolade: Anti-Aging-Effekt durch Flavanole und Polyphenole (2005). Journal Med. Online: URL: http://www.journalmed.de/newsview.php?id=8183 [Stand 2006-06-14]
Schokolade. Die süße Versuchung (1999). Ego-net.de. Online: URL: http://www.berlinx.de/ego/ernaehr/ernart.php?id=11 [Stand 2006-06-14]
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