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EWS Psychologie Bereich I Lehren und Lernen Inhaltsverzeichnis­ 1.Grundbegriffe und Definitionen S. 2 1.1 Psychologie S. 2 1.2 Lernen S. 2 1.3 Gedächtnis S. 4 2. Behavioristische Lerntheor
Zusammenfassung: Teildisziplinen der Psychologie und ihre Forschungsmethoden­, Gollwitzer Modul B.A. → Modulprüfung Ziel der Psychologie: Verhalten beschreiben, erklären, vorhersagen + kon
Biologische Psychologie II Prof. Dr. Weiss (http://www.biolog­ische-psychologie.­de/) Do, 11.03.2010 · Lernen und Gedächtnis: Ø Gedächtnis: bezeichnet die Information, die mehr oder weniger d
F – 5 – 1 –
3: Diagnostik von Leistungsängstlichkeit
·Verfahren: Physiolog. Messungen. Interviews. Standardisierte
Fragebögen. Beobachtung und Fremdeinschätzung (z. B. durch Eltern oder Lehrer).
·Sarason (1984) will vier Faktoren erfassen, nämlich „worry“
(während der Prü-fung an Misserfolg denken), „irrelevante Gedanken“ (auch
während der Prü-fung), „Anspannung“ und „körperliche Symptome“. à Sehr unsystematischer Ansatz.
·Die Differenzielle Leistungsängstlichkeitsdiagnostik nach
Rost und Schermer (1997) testet
(a)die Angstauslösung (aufgaben-, wissens- oder sozialbezogen?)
(c)die Angstverarbeitung (Gefahren-, Situations- und Angstkontrolle,
Angst-unterdrückung)
(d)die Angststabilisierung (internale und externale
Bewältigungsstrategien).
F – 5 – 1 – 4: Empirische Belege / Korrelationen zur Leistungsängstlichkeit
·Intelligenzkorrelation: Hochängstliche leisten in fast
allen Schulfächern weniger.
Vgl. zur Informationsverarbeitungskapazität das
Yerkes-Dodson-Gesetz: Bei zu hoher emotionaler Aktiviertheit sinkt die
Informationsverar-beitungskapazität.
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·Mädchen sind anfälliger für Leistungsängstlichkeit,
empfinden schulische Leistungssituationen als angstinduzierender, gestehen aber
Leistungsängstlich-keit auch eher ein.
·Ein niedriger Sozialstatus begünstigt tendenziell die
Leistungsängstlichkeit.
·Leistungsängstliche tendieren zu einer misserfolgsorientierten
Attribuierung ihrer Leistung.
F – 5 – 1 – 5: Prävention und Modifikation
·Lehrer und Schule:
(a)Reduzierung von Unsicherheiten.
(b)Prüfungsgestaltung: Faire Fragen, Eher leichter Einstieg,
Berechenbarkeit, Transparenz, prüfungsanaloge Übungsphasen, Infos über das
Stoffgebiet der Prüfung geben.
(c)Leistungsbewertungsprozess: Transparente, objektive, reliable und valide
Bewertungskriterien anlegen. Elemente prozessorientierter und
individual-orientierter Bewertungen einbauen, z. B. durch mündliche Noten.
(d)Aufbau von erfolgsorientierten, aber realistischen Leistungserwartungen.
(e)Emotional warmes Klassenklima. Entspannungsmomente einbauen.
Ver-trauensklima schaffen durch emotionale Zuwendung.
(f)Bedingungsloses Wertschätzen, Akzeptieren und Empathie gegenüber den
Schülern. Kritik sachlich und nicht persönlich formulieren.
(g)Kongruenz und Echtheit des Lehrerverhaltens.
(h)Entschärfung von typischen Krisensituationen (besonders Schulwechsel).
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·Schülerpersönlichkeit:
(a)Nach den behavioristischen Theorien:
Expositionsbehandlung: Konfrontation mit dem
Angstreiz, erst in der Vor-stellung, dann im Alltag, ggf. schrittweise als
systematische Desensibili-sierung.
Positive Verstärkung bei der Bewältigung angstauslösender Situationen,
dadurch Optimierung von Bewältigungskompetenzen.
(b)Nach dem Modell-Lernen:
Reales Training mit wenig ängstlichen
Modell-Personen.
(c)Nach den kognitivistischen Theorien:
Maßnahmen zum Erwerb von Arbeits- und Lerntechniken (da
Leistungs-ängstlichkeit oft mit mittelmäßigen Leistungen verbunden ist). Ziel:
Er-folgserlebnisse wahrscheinlicher machen.
Motivänderung, Veränderung in der Selbstattribuierung.
·Elternhaus:
(a)Kooperation zwischen Elternhaus und Schule.
(b)Passung der elterlichen Anforderungen an den Entwicklungsstand und die
Ressourcen des Schülers.
·Das Maßnahmenbündel von Strittmatter (1993) belegte eine im
Vergleich zu einer Kontrollgruppe abnehmende Leistungsängstlichkeit. Er verbesserte:
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·Def.: Schulphobie gehört zu den schulvermeidenden
Verhaltensweisen, die sich im Spannungsfeld innerer Konfliktlagen und sozialer
Sanktionierung be-wegen. Sie ist von Nachbarphänomenen scharf abzugrenzen:
F – 5 – 2 – 1: Genese der Schulphobie
·Frühe Kindheit:
(a)Veränderungsängstliches Kind, Stubenhocker.
(b)Sehr starke Bindung zu nahen Angehörigen und Nahestehenden unter den
Erwachsenen. à
Primär-sozialisatorische Orientierung.
(c)Wenig Kontakt zu Gleichaltrigen.
·Kindergartenzeit:
(a)Anklammerungstendenzen.
(b)Somatoforme Störungen.
(c)Schädlich: Elternintervention mit übertriebener Härte oder
überprotektiver Haltung.
·Krisensituation Einschulung: Einem schulphoben Kind fehlen
alterstypische Verhaltensweisen. à
Anklammerungs- und Rückzugstendenzen.
F – 5 – 2 – 2: Erscheinungsformen von Schulphobie
·Schulphobie tritt gehäuft (aber nicht nur) in der
Einschulungszeit, in der Grundschulzeit und beim Wechsel auf eine
weiterführende Schule auf.
·Sie tritt vermehrt am Wochenbeginn und nach Ferien auf, am
stärksten morgens beim Aufwachen. Vermehrtes Auftreten nach
Kränkungserfahrungen im Schulgeschehen.
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Insgesamt panische Gestimmtheit.
·Auftreten von sekundären Verhaltensauffälligkeiten:
Rückzug, Weinerlich-keit, Initiativverarmung, Kommunikationsreduzierung,
Zwangshandlungen.
F – 5 – 2 – 3: Maßnahmen gegen Schulphobie
·Staatliche Sanktionierungsbemühungen (vgl. Schulpflicht!) können
hilfreichen Ansätzen im Weg stehen.
·Die Maßnahmen müssen individualpsychologische Aspekte des Kindes
mit schulischen, familiären und verhaltensmodifikatorischen Gesichtspunkten
ver-binden.
·Maßnahmen:
(a)Stärkung von Autonomie, Selbstkonzept.
(b)Unterstützung von Trennungskompetenzen.
(c)Wiedereingliederungshilfen in die Schule, ggf. zeitlich befristetes
Aus-setzen der Notenvergabe.
(d)Notlösung: Medikamentöse Behandlung: tranquillisierende oder
antide-pressive Medikamente.
F – 5 – 3: Suizid und Suizidalität im Jugendalter
(Quelle: Oerter / Montada S. 359f)
F – 5 – 3 – 1: Fakten zum Suizidverhalten
·Suizidale Verhaltensweisen gründen in Identitätskrisen, sind bei
der Mehrheit der Jugendlichen weniger stark ausgeprägt und stellen i. d. R.
keine exis-tenzbedrohenden Krisen dar.
·Suizid ist bei deutschen Jugendlichen die zweithäufigste
Todesursache.
·Suizidverteilung in Deutschland: Männer 3:2 Frauen (USA 3:1)
·Verteilung der Suizidversuche in Deutschland: Männer 1:2 Frauen
(USA 1:3)
·Etwa 80 % der suizidalen Akte werden vorher angekündigt.
·Etwa 25 % wiederholen einen Suizidversuch innerhalb der nächsten
2 Jahre.