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Psychologie Kompakt .doc

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Social Science
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Psychology
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University, School
Universität Augsburg
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Psycho kompakt

Hinweise für die Beantwortung der Fragen der Psycho-Prüfung, feierlich ver-kündet bei der Psycho-Info-Veranstaltung vom 8. 12. 2005:

·         Zuerst: Brainstorming, dann Material gliedern und auch gegliedert in einem Fließtext (der höchstens ausnahmsweise Stichpunktaufzählungen enthält) zu Papier bringen.

·         Empfohlen sind kurze, prägnante Kapitelüberschriften, fakultativ kann auch eine Gliederung vorangestellt werden. à In den Gliederungspunkten sollten sich – bei mehreren Fragen – die Einzelfragen gut erkennbar wiederfinden.

·         Keine Einleitung schreiben. Medias in res! Substanz schreiben.

·         Auch wenn man nichts zu einer Einzelfrage weiß, sollte man trotzdem etwas zur Frage schreiben.

·         Konsequent auf die Prüfungsfragen eingehen, zentrale Begriffe des Themas erfassen und kurz definieren.

·         Grundlegende Autorennamen müssen genannt werden, ebenso grundlegende Experimente und empirische Belege.

·         „Mut zur Lücke“ gilt nur für die Vorbereitung, nicht für die Prüfung J

Abkürzung: HPP = Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, hrsg. von D. Rost

Januar 2006

Gebiet A: Pädagogische Psychologie

des Lehrens und Lernens

 

A – 1: Grundbegriffe

 

 

A – 2: Behavioristische Lerntheorien

 

A – 2 – 1: Assoziatives Lernen (Quelle: Edelmann, S. 57-58 / Lukesch)

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·         Def.: Assoziation ist in der Lernpsychologie allgemein das Herstellen kogni-tiver Verbindungen oder von Verbindungen zwischen einem Wissen und einer Emotion bzw. einem physiologischen Zustand.

·         Die asoziative Verbindung kann entweder willentlich aufgebaut werden (wie beim „Knoten im Taschentuch“) oder ganz oder teilweise unwillkürlich (wie beim klassischen Konditionieren).

·         Die Assoziationstheorie geht zurück auf:

(a)     Die Assoziationsgesetze des Aristoteles: Assoziationen entstehen durch Ähnlichkeit (Gesetz der Ähnlichkeit), durch Gegenteiligkeit (Gesetz des Kontrastes) oder dann, wenn zwei Sachverhalte irgendwann einmal ge-meinsam in unserem Bewusstsein waren (Gesetz der zeitlichen oder räumlichen Berührung oder der Kontiguität).

(b)     John Locke: Gedächtnisinhalte rufen sich aufgrund von Verknüpfungen wechselseitig auf.

(c)     Die deutsche Assoziationspsychologie (Ebbinghaus, Müller).

Ebbinghaus suchte nach empirischen Grundlagen für die seit Locke gäng-ige Assoziationstheorie (experimentelles Paradigma). Ebbinghaus lernte sinnlose Silben auswendig und erfasste statistisch seinen Lernerfolg.

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(d)     Die russische Reflexologie (Sechenow, Pawlow)

(e)     Dörner beschrieb 1976 die Elementarprozesse des Assoziationslernens: Hemmen, aktivieren, verknüpfen, entknüpfen.

·         Arten der Assoziation:

(a)     Paarassoziation: Aßà B

(b)     Assoziationskette: Aßà B ßà C ßà D

(c)     Assoziationskomplexe: A, B, C, und D sind untereinander vernetzt.

·         Den Lernprozessen förderlich ist es, wenn mit Lerninhalten positive Asso-ziationen verknüpft werden können.

·         Enthalten die Assoziationen Angstauslöser, dann wirken sie (Ausnahme: beim mechanischen Lernen) lernhemmend.

·         Lerninhalte sollten von den Schülern möglichst auch mit einer emotionalen Valenz bzw. Attraktivität assoziiert werden. à Erhöhung der Motivation.

A – 2 – 2: Reiz-Reaktions-Lernen

(Quelle: Edelmann S. 59-70 / Prof. Schneider VL)

·         Alternative Begriffe (mit nur schwachen Bedeutungsnuancen) sind: Signal-lernen, S-R-Lernen (Stimulus-Reaktions-Lernen), Klassisches Konditionieren, Klassisches Bedingen, Reaktives Lernen, Assoziatives Lernen.

A – 2 – 2 – 1: Klassisches Konditionieren bei Pawlow

·         Geht auf etwa um das Jahr 1900 durchgeführte Experimente des russischen Physiologen Iwan Petrowitsch Pawlow zurück.

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Auf einen Glockenton zeigt der (unkonditionierte) Hund zunächst keine Reaktion. Dies ist für ihn ein neutraler Reiz.

·         Wenn mehrmals der Glockenton unmittelbar vor der Fütterung ertönt, wird aus dem neutralen Reiz „Glockenton“ ein konditionierter Reiz.

Es kommt zur Speichelsekretion schon alleine bei einem Glockenton, weil mit der Zeit die Koppelung von „Glockenton“ mit „Futter“ weggefallen ist.

·         In einer anderen Variante führte Pawlow eine Säure in das Maul des Mundes, die er ausspie, nachdem er ausreichend Speichel im Maul hatte. (unkonditio-nierter Reflex, angeborene Verhaltensweise).

Danach löste Pawlow immer vor der Einführung der Säure einen Glockenton aus, bis schließlich alleine der Glockenton ausreichte, um den Speichelfluss auszulösen (konditionierter Ref-lex, später als konditionierte Reaktion bezeichnet).

·         Ausschlaggebend ist, dass der zunächst neutrale Reiz des Glockentons in einer zeitlichen und räumlichen Nähe zum aversiven Reiz der Säureeinführung stand (Kontiguität).

Dadurch konnte der neutrale Reiz zu einem Signal für den aversiven Reiz werden.

·         Klassisches Konditionieren liegt dann vor, wenn Kontiguität zweier Reize vorliegt und ein Reiz eine Signalfunktion für einen anderen erhält.

Es kommt zur Reizsubstitution. à Lernen durch Reizsubstitution.

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A – 2 – 2 – 2: Weiterentwicklung von Pawlows Modell:

Respondentes Lernen bzw. Reiz-Reations-Lernen

·         Anfang der 1920er-Jahre übernahm Watson und die Schule der Behaviorsten das Pawlowsche Modell und übertrug es auf den Menschen.

In (ethisch fragwürdigen) Experimenten konditionierte Watson z. B. den „kleinen Albert“, indem er den aversiven und angstauslösenden Reiz „Krach“ mit dem zunächst noch neutralen Reiz „mit der Ratte spielen“ verband. Schließlich wandelte sich die Freude des 1-jährigen Albert an der Ratte in Angst gegenüber Kleintieren (Es fand hier zusätzlich eine Reizgeneralisation statt.) Damit übertrug Watson den Konditionierungsansatz auf das menschliche Lernen.

·         In der Lernpsychologie setzte sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Reize auch in der Vorstellung gegeben sein können (und nicht nur in physi-kalisch-chemischen Außenweltereignissen).

·         Außerdem erkannte man, dass Reize nicht zwangsläufig ein bestimmtes Verhalten auslösen müssen, sondern, dass sie auch zu einem bestimmten Erleben führen können. (Angst muss nicht zwangsläufig zu Flucht führen, sie kann sich auch in einem Gefühl der Ängstlichkeit äußern.) Der Begriff Re-aktion schließt neben dem Verhalten im engeren Sinne auch das Erleben ein.


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