Grundannahme – psychoanalytische Theorie
è Grundlegende Begriffe sind das Unbewusste und das Vorbewusste.
·
nur ein geringer
Teil der seelischen Vorgänge, die in uns ablaufen, ist bewusst
·
die meisten
Vorgänge gehen unter die Oberfläche des Bewusstseins und spielen
sich im Vorbewussten / Unbewussten ab.
·
Seelische
Vorgänge, die man nicht/nicht mehr weiß à nicht bewusstseinsfähig sind, aber Erleben
& Verhalten maßgeblich beeinflussen à als unbewusst bezeichnet!
Bsp.: Frau Mustermann hat als Kind mehrmals
beobachtet, wie ihr Vater ihre Mutter zu sexuellen Handlungen zwang. Daran kann
sie sich nicht mehr erinnern, es hat jedoch ihr Sexualverhalten beeinflusst, da
sie Probleme hat sich einem Mann hinzugeben.
·
Um unbewusste Vorgänge
handelt es sich nur, wenn diese außer durch therapeutische Methoden
(freies Assoziieren) von allein nicht mehr ins Bewusstsein
kommen-egal wie stark
·
Latente Vorgänge, die dem Bewusstsein
wieder zugänglich gemacht werden können à bewusstseinsfähig sind, bezeichnet Freud als „vorbewusst“.
Bsp.: Hr. Mustermann weiss nicht mehr, dass sein
Lehrer ihn in der 9. Klasse mal unsanft vor die Tür gesetzt hat, da er
schwänze. Nach längerer Unterhaltung mit einem Klassenkamerad erinnert er sich
wieder daran.
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Ø Unbewusst,
seelische Vorgänge, die nicht od. nicht mehr ins Bewusstsein dringen, bewusstseinsunfähig,
jedoch Erleben & Verhalten beeinflussen!
· Grundannahme der Psychoanalyse ist à bestimmte seelische Vorgänge, innere Kräfte (verbotene
Wünsche, unangenehme Erlebnisse)- dem Bewusstsein verborgen (unbewusst),
sich jedoch auf das individuelle Verhalten & auf die Persönlichkeitsentwicklung
nach bestimmten Gesetzmäigkeiten auswirken!
· Unbewusste Inhalte drücken sich oft in
Verhaltensweisen/formen ausà Fehlleistungen : sich versprechen, verlesen, verschreiben,
verhören, etwas verlieren..oder in Träumen, welche unbewusste
Vorgänge/Prozesse in verschlüsselter Form, in symbolischer Verkleidung „erkennen“
lassen.
o Fehlleistungen sind „Kompromissbildungen“
zw. Bewussten Ansichten und unbewussten Vorgängen!
Best. seelische Vorgänge
bewusstseinsunfähig, verborgen, unbewusst à wirken sich
jedoch erheblich auf Erleben/Verhalten aus
Verhalten durch Triebe erzeugt,
gesteuert. Seelischen Kräfte (Libido, Destrudo) und Motive, die Verhalten
steuern, i.d.R. unbewusst.
Jedes Verhalten eine best. Ursache
(Gesetz der Kausalität)
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Definitionen:
Bewusst
Dem Bewusstsein stetig zugängliche Gefühle/Gedanken, die das Ich gerade
im Moment besitzt
Vorbewusst
Dem Bewusstsein auf Abruf zugängliche Gefühle/Gedanken etc. (Gedanken
und Erinnerungen), sie sind bewusstseinsfähig
Unbewusst
Dem Bewusstsein nur mithilfe eines Therapeuten zugängliche Erlebnisse
etc. die „innere“ Barriere kann nur durch best. Methoden überwunden werden und
somit können sie nur dann dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden
Psychischer Determinismus
Annahme, dass jedes Erleben/Verhalten eine Ursache hat.
Fehlleistungen
Bewusste Absicht und unbewusster psychischer Vorgang treffen
aufeinander (sind nicht miteinander kongruent)
Triebfrustration
Das Erleben einer Enttäuschung, die auftritt, wen die Befriedigung
wichtiger Bedürfnisse fortwährend verhindert wird.

è Psychoanalytische
Theorie geht davon aus, dass der Mensch ein Wesen ist, das von verschiedenen
Energien gesteuert wird!
è Freud
sieht Mensch als Wesen, dessen Verhalten durch Triebe erzeugt u. gesteuert
wird!
o
Wenn Mensch aktiv wird, geht dies immer auf einen Trieb
zurück.
o
Um diese umfassend zu befriedigen, wird das Verhalten
in eine bestimmte Richtung gelenkt
o
Menschliches Verhalten ist darauf ausgerichtet à Triebwünsche zu befriedigen, Spannungen
zu vermindern
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è Verhaltensweisen
(krankhaft, normal) à sind durch
seelische Prozesse bedingt & festgelegt!
o
Bestimmte Symptome (niemals beliebig!)à hängen mit erlebten Ereignissen zusammen und durch
diese „determiniert“ (bestimmt, festgelegt)
o
Freud bezeichnet dies als „psychischen Determinismus“
à meint damit die Annahme, dass Erleben
u. Verhalten eine Ursache hat.
o
Diese Prozesse sind nicht immer offen zu erkennen à meist nur aus der individuellen
Lebensgeschichte zu erschließen!

ES
·
Elementarste Schicht
·
Seit der Geburt
·
Triebwünsche auf best. Objekt
gerichtet
·
Kein log. Denken, keine Wertungen
·
Blindes Streben nach
Triebbefriedigung à lustvolle Entspannung
Instanz der Triebe, Wünsche, Bedürfnisse
à Lustprinzip
ICH
·
Befriedigung nicht immer möglich,
von Realität abhängig
·
Wird sich seiner Grenzen bewusst,
durch Realität
·
Außenwelt steht sofortiger
Bedürfnisbefriedigung im Weg
·
Aus ES entwickelt sich ICH:
9 Bewusste Auseinandersetzung mit Umwelt
§ Leben und Wahrnehmen
§ Denken, Handeln, Planen, Fühlen, Wählen, urteilen, werten
§ Erkennen, Vorstellen, kognitiven Prozesseà Aufnahme,
Verarbeitung, Speicherung,
§ Sprach- Lernfähigkeit, Wahrnehmung
§ Gesteuerte Organisation à besonnen,
vernünftig handeln
Instanz, welche bew. Auseinandersetzung
mit der Realität leistet
ÜBER – ICH
·
Bewusstsein, was richtig, was
falsch
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·
Wert- Normvorstellungen
·
Bewertung der Triebwünsche à zugelassen oder nicht?!
·
Moralitätsprinzip
·
Moralvorstellungen der
Gesellschaft
è Träger des ICH – IDEALS à an ihm
misst sich das ICH à Leit- und Denkbild
ÜBER-ICH
·
Repräsentiert gesellschaftliche, anerzogene Normen (ethischer und
moralischer Natur), vermittelt durch Bezugspersonen
·
Träger des Ich-Ideals
·
Führt Ich-Verhalten im Sinne der geltenden Moral
·
Bewertet Triebwünsche des ES
ICH
·
Mit Umwelt, Realität (Realitätsprinzip) integriert (bewusste
Auseinandersetzung mit Realität)
·
Hier treffen die Wünsche/Bedürfnisse des ES, Vorstellungen des
ÜBER-ICHs zusammen
·
Vermittlerfunktion und Realität überprüfen
·
Bewusstes Leben, Denken, Wahrnehmen, Handeln, Fühlen, Wollen
·
Kognitive Fähigkeiten /zur Anpassung an die Umwelt à Intelligenz, Gedächtnis
·
Kompromiss suchend
·
Handelt vernünftig und besonnen
·
Entwickelt sich wegen Einflüsse von außen aus dem ES heraus.
ES
·
Reservoir der Lebensenergie, enthält individuelle Triebe (Libido,
Thanatos, Eros, Destruando)
·
Elementarste Schicht –alle Babies sind „ES“
·
Vom ersten Lebenstag vorhanden
·
Triebe, Bedürfnisse, Wünsche
·
Zielgerichtet (Objekt/Person)
·
Keine Logik/Wertungen/kein Gut und Böse/keine Moral
·
Nur ein Zielà blinde
Streben nach Befriedigung
·
Kündigt Bedürfnisse etc. beim ICH an
·
Lustvolle Entspannung
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