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Biomedical Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Protozoa:

Stamm: Metamonada

Familie: Diplomonadiae

Gattung: Giardia

Bedeutung: Dünndarmparasit, welcher weltweit verbreitet ist in Wirbeltieren und dem Menschen (Zoonose).

Biologie: 1-Wirtig und Vermehrung durch Längsteilung; extrazellulär

Unterscheiden von Trophozoiten und Cysten.

Trophozoit: In Schleimhaut und Lumen des Duodenums

Cysten: Infektiös; Ausscheidung 4-5 Wochen; Aussenwelt (feucht, warm) lang infektiös

Symptome: Häufig symptomlose Infektion. Bei Jungtieren chronischer (auch akut) katarrhalischer Durchfall.

Diagnose: Nachweis von Cysten im Kot (Flotationsverfahren).

Therapie: Mit Benzimidazolpräparaten bei chronischen Durchfällen (Akut selbstlimitierend)

Stamm: Amoebozoa

Amöben

Allgemein: Haben eine variable Gestalt.

Fortbewegung durch Pseudopodien.

Verbreitung durch Cysten (ähnlich Giardia)

Familie: Entamoebidae

Entamoeba histolytica

Bedeutung: Erreger der Amöbenruhr (Tropenkrankheit Mensch, ev. Hund, Katze betroffen)

Infektion: faeko-oral

Pathologie: Eindringen in die Darmmucosa, Transport im Blut zu anderen Organen (Leberabszesse)

Symptome: Schwäche, Bauchschmerzen Diarrhoe; Tod möglich

Diagnose: Cysten-Nachweis im Kot

 

Entamoeba invadens

Bedeutung: Reptilien betroffen, Symptome der Amöbenruhr ähnlich

Therapie: Mit Nitroimidazol-Präparaten

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Stamm: Alveolata

Unterstamm: Apicomplexa

Allgemein: Alle Vertreter sind meist intrazelluläre Parasiten. Sie befallen spezifische Zellen und entwickeln sich in Vakuolen (Eimerien) oder im Cytoplasma (Babesien).

Sie sind monoxen oder heteroxen.

Die beweglichen Stadien besitzen einen Apikalkomplex (spezifische Organellen) am Vorderende und einen Apicoplast (Plastid-ähnliches Organell).

Entwicklung: Generationswechsel von Merogonie zu Gamogonie.

Sporozoit ist infektiös und entwickelt sich in der Wirtszelle zu einem Meront. Daraus entstehen Merezoiten, welche sich zu Gamonten entwickeln. Diese sind geschlechtlich determiniert.

Durch Fusion entsteht eine diploide Zygote. Es werden Oozysten oder Kineten gebildet, welche über eine ungeschlechtliche Phase zu Sporozoiten werden.

Klasse: Coccidea

Allgemein: Zystenbildende Kokzidien

Endwirte scheiden Oozysten mit 2 Sporozysten und je 4 Sporozoiten aus

Ausscheidung unsporulierter Oozysten (Toxoplasmitidae) oder sporulierter Oozysten (Sarcocystidae)

Im ZW entstehen aus intrazellulärer ungeschlechtlicher Vermehrung von Tachyzoiten langlebige Gewebezysten mit vielen Bradyzoiten

 

 

Ordnung: Eimeriida

Familie: Eimeriidae

Gattung Eimeria

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Eimeriose Rind (pathogen v.a. E. bovis und E. zuernii)

Vorkommen: Weltweit, vor allem in Massentierhaltungen ein Problem.

V.A. Jungtiere betroffen (bis 18 Monate).

Pathologie: Epitheliale Dünndarmschäden wie auch Dickdarmschäden (Epithelzellen besiedelt, erweiterte Gefässe, Abheben der Epithelien, Granulationsgewebe, Resorptionsstörung).

Symptome: Durchfall (grün-braun, schleimig, stinkt, ev. Schleimhautfetzen), Inappetenz,

Durst, geblähter Leib, eingefallene Flanken, Schwäche, Gewichtsverlust, Hautturgor vermindert, Schleimhäute blass, Herzschlag erhöht, Tod möglich.

Diagnose: Auf Grund Anamnese und Symptomen, Kotuntersuchung (Oozysten).

Therapie: Mit Toltrazuril, Gamogonie mit Sulfonamiden verzögern.

Prophylaxe: Aufnahmeverhinderung von Oozysten (Hygiene).

Eimeriose kleine Wiederkäuer

(Schaf: E. bakuensis, E. ovinoidalis, E. crandallis; Ziege: E. arloingi)

Bedeutung: Lämmer im Alter von 4-8 Wochen betroffen.

Symptome: Durchfall (grünlich, blutig), Anorexie, Gewichtsverlust, Exsikkose, Tod möglich.

Diagnose: Kotuntersuchung ab Mai.

Therapie: Sulfonamiden und Toltrazuril.

Prophylaxe: Getrennter Weidegang von Lämmern und Alttieren.

 

 

Eimeriose Pferd und Schwein (Pferd: E. leuckarti)

Bedeutung: Geringe Pathogenität der Parasiten.

Bei Schweinen Ursache von Leistungsminderungen (DD: Isospora suis).

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Eimeriose Kaninchen (E. stiedai (Gallengang))

Bedeutung: Bedeutender Parasit (wirtschaftlich).

Pathologie: Vorkommen von Darmkokzidiosen und Leber- und Gallengangskokzidiose.

Häufig Mischinfektionen.

Darm: Darmentzündung katarrhalisch mit Zottenverkürzung, hohe Mortalität

Gallengang: Zerstörung des Epithels, Verdickung der Gallenwände, ev. Veränderung bis in Leber (Lebervergrösserung), hohe Mortalität.

Symptome: Verdauungsstörung, Schwäche, Appetitlosigkeit.

Diagnose: Oozystennachweis (Flotation).

Therapie: Mit Toltrazuril.

Prophylaxe: Saubere Ställe.

Eimeriose Nutzgeflügel (E. tenella („Kückenruhr“), E. necatrix (Dünndarmkokzidiose))

Bedeutung: Bedeutender Parasit v.a. in Intensivhaltungen

Dünndarm-/Dickdarm- und Blinddarmkokzidiosen möglich.

Artdifferenzierung wichtig für Bekämpfung.

Alle Altergruppen empfänglich, aber v.a. Jungtiere in Mastperiode.

Infektion: Perorale Aufnahme sporulierter Zysten.

Keine chronische Form, sondern dauernde Neuinfektion.

Pathologie: Merontenzerfall in Lamina propria führt zu grossen Schäden (Gewebe, Kapillaren), was zu Plasmaproteinverlust führt.

Immunität: Artspezifisch und nicht immer vollständig (v.a. Antigene der 2. Merontengeneration).

Symptome: Unterschiedlich: Darmkatarrh, Leistungsabfall, Durchfall (schleimig, blutig), Tod.

Diagnose: Sektion und Veränderungen patho- und histologisch, spezielle Labortests.

Therapie: Nicht möglich.

Prophylaxe: Hygienemassnahmen, Antikokzidia, Immunisierung.

 

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Gattung: Isospora

Isosporose Schwein

Bedeutung: Weltweiter Durchfallerreger mit vermindertem Wachstum der Ferkel.

Biologie: Monoxene Entwicklung.

Ausscheidung von unsporulierten Oozysten, welche oral wieder aufgenommen werden. Ausscheider sind v.a. junge Ferkel, adulte Tiere als Reservoir.

Vermehrung im Dünndarm (asexuell und sexuell).

Pathologie: Entzündung (katarrhalisch, fibrinös-nekrotisierend) des Dünndarms, Mikrovilliatrophie.

Symptome: Durchfall (gelblich, stinkt)

Immunität: Nach durchgemachter Infektion.

Diagnose: Oozystennachweis im Kot.

Therapie: Mit Toltrazuril oder Sulfonamiden.

Prophylaxe: Hygienemassnahmen, Toltrazuril ab 3. Tag nach Geburt.

Isosporose Hund und Katze

Bedeutung: Weltweiter Durchfallerreger.

Biologie: Monoxene Entwicklung.

Vermehrung im Dünndarm (asexuell, sexuell)

Ausscheider v. A. Welpen, in Zwingern problematisch.

Infektion: Orale Aufnahme von sporulierten Oozysten (monatelanges überleben) oder Aufnahme von mit Dormozoiten befallen Zwischenwirten (Dormozoiten überleben lange im ZW).

Symptome: Durchfall (wässrig, ev. blutig), Fieber, Inappetenz, Apathie, ev. Tod möglich.

Immunität: Nach durchgemachter Infektion.

Diagnose: Oozystennachweis im Kot (Sedimentation-Flotation)

Therapie: Mit Toltrazuril oder Sulfonamiden.

Prophylaxe: Hygienemassnahmen, Fleisch erhitzen oder gefrieren von Verzehr.

 

 


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