Protozoa:
Stamm:
Metamonada
Familie: Diplomonadiae
Gattung: Giardia
Bedeutung:
Dünndarmparasit, welcher weltweit verbreitet ist in Wirbeltieren und
dem Menschen (Zoonose).
Biologie:
1-Wirtig und Vermehrung durch Längsteilung; extrazellulär
Unterscheiden
von Trophozoiten und Cysten.
Trophozoit:
In Schleimhaut und Lumen des Duodenums
Cysten:
Infektiös; Ausscheidung 4-5 Wochen; Aussenwelt (feucht, warm) lang infektiös
Symptome: Häufig
symptomlose Infektion. Bei Jungtieren chronischer (auch akut) katarrhalischer
Durchfall.
Diagnose:
Nachweis von Cysten im Kot (Flotationsverfahren).
Therapie:
Mit Benzimidazolpräparaten bei chronischen Durchfällen (Akut selbstlimitierend)
Stamm:
Amoebozoa
Amöben
Allgemein: Haben eine variable Gestalt.
Fortbewegung
durch Pseudopodien.
Verbreitung
durch Cysten (ähnlich Giardia)
Familie:
Entamoebidae
Entamoeba histolytica
Bedeutung:
Erreger der Amöbenruhr (Tropenkrankheit Mensch, ev. Hund, Katze betroffen)
Infektion:
faeko-oral
Pathologie:
Eindringen in die Darmmucosa, Transport im Blut zu anderen Organen
(Leberabszesse)
Symptome:
Schwäche, Bauchschmerzen Diarrhoe; Tod möglich
Diagnose:
Cysten-Nachweis im Kot
Entamoeba invadens
Bedeutung:
Reptilien betroffen, Symptome der Amöbenruhr ähnlich
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Stamm:
Alveolata
Unterstamm:
Apicomplexa
Allgemein: Alle
Vertreter sind meist intrazelluläre Parasiten. Sie befallen spezifische Zellen
und entwickeln sich in Vakuolen (Eimerien) oder im Cytoplasma (Babesien).
Sie
sind monoxen oder heteroxen.
Die
beweglichen Stadien besitzen einen Apikalkomplex (spezifische Organellen) am
Vorderende und einen Apicoplast (Plastid-ähnliches Organell).
Entwicklung:
Generationswechsel von Merogonie zu Gamogonie.
Sporozoit
ist infektiös und entwickelt sich in der Wirtszelle zu einem Meront. Daraus
entstehen Merezoiten, welche sich zu Gamonten entwickeln. Diese sind
geschlechtlich determiniert. Durch Fusion entsteht eine diploide Zygote. Es
werden Oozysten oder Kineten gebildet, welche über eine ungeschlechtliche Phase
zu Sporozoiten werden.
Klasse:
Coccidea
Allgemein: Zystenbildende Kokzidien
Endwirte
scheiden Oozysten mit 2 Sporozysten und je 4 Sporozoiten aus
Ausscheidung
unsporulierter Oozysten (Toxoplasmitidae) oder sporulierter Oozysten
(Sarcocystidae)
Im
ZW entstehen aus intrazellulärer ungeschlechtlicher Vermehrung von Tachyzoiten
langlebige Gewebezysten mit vielen Bradyzoiten
Ordnung: Eimeriida
Familie:
Eimeriidae
Gattung
Eimeria
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Problem v.a. bei Jungtieren (hämorrhagischer Durchfall). Überstandene Infektion
führt zu Immunität.
Eimeriose Rind (pathogen v.a. E.
bovis und E. zuernii)
Vorkommen:
Weltweit, vor allem in Massentierhaltungen ein Problem.
V.A.
Jungtiere betroffen (bis 18 Monate).
Pathologie:
Epitheliale Dünndarmschäden wie auch Dickdarmschäden (Epithelzellen
besiedelt, erweiterte Gefässe, Abheben der Epithelien, Granulationsgewebe, Resorptionsstörung).
Symptome: Durchfall
(grün-braun, schleimig, stinkt, ev. Schleimhautfetzen), Inappetenz,
Durst,
geblähter Leib, eingefallene Flanken, Schwäche, Gewichtsverlust, Hautturgor vermindert,
Schleimhäute blass, Herzschlag erhöht, Tod möglich.
Diagnose:
Auf Grund Anamnese und Symptomen, Kotuntersuchung (Oozysten).
Therapie:
Mit Toltrazuril, Gamogonie mit Sulfonamiden verzögern.
Prophylaxe: Aufnahmeverhinderung
von Oozysten (Hygiene).
Eimeriose kleine Wiederkäuer
(Schaf: E. bakuensis, E. ovinoidalis, E.
crandallis; Ziege: E. arloingi)
Bedeutung:
Lämmer im Alter von 4-8 Wochen betroffen.
Symptome:
Durchfall (grünlich, blutig), Anorexie, Gewichtsverlust, Exsikkose, Tod
möglich.
Diagnose:
Kotuntersuchung ab Mai.
Therapie:
Sulfonamiden und Toltrazuril.
Prophylaxe:
Getrennter Weidegang von Lämmern und Alttieren.
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Eimeriose Pferd und Schwein (Pferd: E.
leuckarti)
Bedeutung:
Geringe Pathogenität der Parasiten.
Bei
Schweinen Ursache von Leistungsminderungen (DD: Isospora suis).
Eimeriose Kaninchen (E. stiedai
(Gallengang))
Bedeutung:
Bedeutender Parasit (wirtschaftlich).
Pathologie:
Vorkommen von Darmkokzidiosen und Leber- und Gallengangskokzidiose.
Häufig
Mischinfektionen.
Darm:
Darmentzündung katarrhalisch mit Zottenverkürzung, hohe Mortalität
Gallengang:
Zerstörung des Epithels, Verdickung der Gallenwände, ev. Veränderung bis in
Leber (Lebervergrösserung), hohe Mortalität.
Symptome:
Verdauungsstörung, Schwäche, Appetitlosigkeit.
Diagnose:
Oozystennachweis (Flotation).
Therapie:
Mit Toltrazuril.
Prophylaxe:
Saubere Ställe.
Eimeriose Nutzgeflügel (E.
tenella (Kückenruhr), E. necatrix (Dünndarmkokzidiose))
Bedeutung: Bedeutender
Parasit v.a. in Intensivhaltungen
Dünndarm-/Dickdarm-
und Blinddarmkokzidiosen möglich.
Artdifferenzierung
wichtig für Bekämpfung.
Alle
Altergruppen empfänglich, aber v.a. Jungtiere in Mastperiode.
Infektion:
Perorale Aufnahme sporulierter Zysten.
Keine
chronische Form, sondern dauernde Neuinfektion.
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Immunität:
Artspezifisch und nicht immer vollständig (v.a. Antigene der 2.
Merontengeneration).
Symptome: Unterschiedlich:
Darmkatarrh, Leistungsabfall, Durchfall (schleimig, blutig), Tod.
Diagnose:
Sektion und Veränderungen patho- und histologisch, spezielle Labortests.
Therapie:
Nicht möglich.
Prophylaxe:
Hygienemassnahmen, Antikokzidia, Immunisierung.
Gattung: Isospora
Isosporose Schwein
Bedeutung:
Weltweiter Durchfallerreger mit vermindertem Wachstum der Ferkel.
Biologie:
Monoxene Entwicklung.
Ausscheidung
von unsporulierten Oozysten, welche oral wieder aufgenommen werden. Ausscheider
sind v.a. junge Ferkel, adulte Tiere als Reservoir.
Vermehrung
im Dünndarm (asexuell und sexuell).
Pathologie:
Entzündung (katarrhalisch, fibrinös-nekrotisierend) des Dünndarms,
Mikrovilliatrophie.
Symptome:
Durchfall (gelblich, stinkt)
Immunität:
Nach durchgemachter Infektion.
Diagnose:
Oozystennachweis im Kot.
Therapie:
Mit Toltrazuril oder Sulfonamiden.
Prophylaxe:
Hygienemassnahmen, Toltrazuril ab 3. Tag nach Geburt.
Isosporose Hund und Katze
Bedeutung:
Weltweiter Durchfallerreger.
Biologie:
Monoxene Entwicklung.
Vermehrung
im Dünndarm (asexuell, sexuell)
Ausscheider
v. A. Welpen, in Zwingern problematisch.
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