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Protokoll der 3.Stunde Literary studies .docx

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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Wolf
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Karl-Franzens-Universität Graz / Institut für Anglistik

LWE Wolf WS 2009/2010

Protokoll

Der 4.ten Sitzung

vom 12.November 2009

Protokollantin: Ramona Umfahrer

Tagesordnung:

Wiederholung der letzten Stunde

4. Besonderheiten der Literatursprache

4.2/3 Besonderheiten der Referentialität literarischer Texte

4.3 Besonderheiten literarischer Sprachfunktionen (Jakobson)

4.4 Formen und Funktionen des literarischen „foregroundings“

4. Besonderheiten der Literatursprache

4.2/3 Besonderheiten der Referentialität literarischer Texte

Eine Darstellung wie sich die Referenz erklären lässt:


Heteroreferenz:

In literarischen Werken wird zu 99% Heterorefernz verwendet, zum Beispiel im Werk von Edmund Spenser, Sonett no.75: „strand“

Mit „strand“ ist die irische Küste gemeint, Spencer selbst kam aus Irland.

Zeichnung:

Selbstreferenz:

Selbstreferenz findet man auch außerhalb der Literatur, zB in Architektur oder Musik.

In der Literatur bezieht sie sich auf einen Teil des Textes, der selbst Teil des Textes ist.

Symbolisch dargestellt:

Unser Beispielgedicht weist dies vor durch:

·         Parallelismus in den ersten vier Zeilen

·         Reime, strand-hand

·         und Alliterationen in der letzten Zeile (our love shall live, and later life renew)

 

Allgemeine Selbstreferenz

Kommt vor in:

·         Literatur

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3 Formen der Selbstreferenz in der Literatur:

·         Ähnlichkeit (Reime)

Wie schon oben angeführt „strand“->“hand“

·         Kontrast

Das Verbindungsglied der Wörter sind nicht Reime, sonder Kontraste.

·         (geordnete) Reihung

Hier wird als wichtiges rhetorisches Stilmittel der „Klimax“ verwendet.

Die Verwendung allgemeiner rhetorischen Stilmittel ist schon Jahrhunderte alt und wird auch noch fortlaufend verwendet.

Generell sagt man, dass die Literatur und Kunst zur „Überstrukturierung“ neigt, gut zu sehen ist dies beim Sprechen (Politiker) oder vor allem in der Werbung.

In unserem Beispielgedicht:

4-mal „l“ im Text:

·         Überstrukturierung (Ähnlichkeit)

·         Sprachmelodie ist weg

·         Formale Ähnlichkeiten können zueinander geschweist werden (love, live, later, life gehören jetzt zusammen) es wird ein Mehrsinn gestiftet

·         Durch Überstrukturierung wird auch gezeigt was wichtig ist

Metareferenz:

Wie schon oben in der Darstellung erwähnt, regt die Metareferenz den Rezipient zum Nachdenken über das Medium an.

Warum ist Literatur fiktiv?

·         Extension unserer Vorstellungen (etwas scheinbar Unreelles scheint nahe)

·         Distanz von Realität gewinnen

·         Grenzen überschreiten (Satire über Politiker)

·         Relevanz wird ermahnt

 

Sehr bekannt ist das „sekundär-modelbildendes System“ von Lotman, seine Grafik ist sehr bekannt und trägt auch zur Verständlichkeit bei:

 

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4.3 Besonderheiten literarischer Sprachfunktionen

Jakobson entwickelte 6 Sprachfunktionen:

·         Emotive-function hier ist die Meinung des Senders (Autors) gemeint, wie er zu dem Thema steht und wie er darüber schreibt

·         Conative-function ist empfängerbezogen

·         Referential-function gibt Informationen

·         Metalingual-function betrifft den Code

·         Phatic-function Kommunikation zwischen Sender und Empfänger klären, auch die Aquivalenz ist wichtig

·         Poetic-function der ästhetische Aspekt des Textes wird in den Vordergrund gestellt

Paradigma = Gruppe von Gleichen

Syndagma = Anordnung von Wörtern die einen Satz ergeben, kann Musik, Gebäude usw. sein.

Zeichnung:

Rekurrenzen:

(= sind das wiederholte Auftrete gleicher sprachlicher Formen in einem Text)

Arten von Rekurrenzen:

·         Auf lautlicher Ebene

·         Auf inhaltlicher Ebene

·         Auf syntaktischer Ebene

Und semantische Rekurrenzen: (= Isotopie)

Isotopienanalyse anhand unserers Beispielgedichtes von Spenser:

Wasserbox:

·         Ssrand

wWaves

·         tide

Lovebox:

·         love

·         virtues

·         glorious name

Metabox:

·         I wrote

·         hand

·         my verse

·         write

Mortality:

·         wiped out

·         die

·         pain

·         decay

·         mortal

·         immortalize

·         dust

·         death

·         subdue

Life:

·         live

·         life

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·         immortalize

Religion:

·         heaven

·         immortalize

Bei „immortalize“ kreuzen sich alle Boxen!

Texte sind nach Oppositionen strukturiert!

4.4 Formen und Funktionen des literarischen „foregroundings“

Es gibt fore- und backgrounding. Hiermit meint man das Vorder- und Hintergrundwissen, dass bei literarischen Texten von Bedeutung ist.

Abweichungen vom System sind immer sinnvoll, da sie den Leser daraufhinweisen genauer hinzusehen.

Foregrounding

·         Abweichen von einem fixen Muster->mischen von Reimen

·         Meer an Ordnung (wie viele Absätze)->Layout

·         Semantische Abweichung (im selben Satz zwei Begriffe verwenden, einen +, einen -)

·         Parallelismus (1-4 Zeile)

·         Alliteration (letzte Zeile)


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