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Noch nie wurde Propaganda so viel Bedeutung zu Teil, wie
zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Hitler und sein Reichspropagandaleiter Joseph
Goebbels fluteten das Land mit Plakaten, Zeitungen, Filmen, Flugblättern, die
Deutschland und vor allem Hitler als Allmächtigen darstellten.
1930 wurde Goebbels von Hitler zum Reichspropagandaleiter
ernannt und hielt von nun an Reden um so die Menschen von Hitlers Idee zu
überzeugen. Er engagierte die sogenannten Reichsredner, die ebenfalls
propagierende Reden vor Massen abhielten.
Als Adolf Hitler 1923, auf Grund des Hitlerputsches,
verhaftet wurde und im Gefängnis saß, schrieb er seine Autobiographie „Mein
Kampf“, in dem er sein Weltanschauung kund gab. „Mein Kampf“ skizziert
erschreckend den Werdegang des Deutschen Reichs.
Hitler beschreibt den Anschluss Österreichs an
Deutschland, die Judenverfolgung, die Ausbreitung des deutschen Reiches auf die
Tschechoslowakei, das Bündnis von Deutschland und Italien (später Achse
Rom-Berlin) und das System des Nationalsozialismus.
Nur ein paar Jahre später wurden
Hitlers Vorstellung wahr. Es entstand eine Rassenideologie wie sie es noch nie
gab. Das Bild des reinrassigen Ariers wurde als das Ideal angesehen, Ausländer
und vor allem Juden wurden verfolgt. Die NSDAP bekam seit 1925 immer mehr
Anhänger, so dass sie bald zu einer großen Partei aufstieg.
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Hitler setzte in dieser Zeit auf leichte Parolen mit
wenigen Schlagworten, die nicht auf den Verstand, sondern mehr auf das Gefühl
der Menschen gerichtet waren, um so mehr Menschen von seiner Sache zu
überzeugen.
3.1 NS-Propaganda vor 1933
Nach dem gescheiterten Hitlerputsch im Jahre 1923
brauchte die NSDAP eine neue Taktik um an die Macht zu kommen. Von nun an baute
die NSDAP auf der Legalitätstaktik auf und versuchte somit auf legalem Weg an
die Regierungsmacht zu kommen.
Das Bild der radikalen Putschpartei musste weichen, damit
die NSDAP sich eine große Masse an Anhängern verschaffen konnte.
Zur Mobilisierung der Massen setzten sie auf Propaganda.
Einfache und leicht zu merkende Parolen standen im Vordergrund, die sich auf
wenige, einfach zu verstehende Themen und Schlagwörter beschränkten, die
ständig wiederholt wurden.
Nach der Machtübernahme 1933 wurde das Reichsministerium
für Volksaufklärung und Propaganda von Hitler ins Leben gerufen und Goebbels
zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt.
3.1.1 „Mein Kampf“
Adolf Hitler schrieb sein politisches Grundlagenwerk
„Mein Kampf“ in seiner Haft im Jahre 1924. Neben seiner Biographie, arbeitete
er seine Weltanschauungen und sein politisches Programm für Deutschland mit
ein.
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Hitler schreibt auch über die Abschaffung des Parlaments
und über die Schaffung eines Führerstaats.
Hitler definiert Propaganda so, dass sie nicht an den
Verstand, sondern an die Gefühle der Menschen appellieren soll.
3.2 Strategien der Reichspropaganda:
·„Führer befiel, wir
folgen!“: Hitler wurde zu
einer Führer-Figur stilisiert.
Er wurde als unnahbar, erhaben dargestellt.
Seine Vergangenheit wurde verschleiert oder durch positive Erfahrungen
verschönert. Hitler wurde auf der einen Seite als Übermensch dargestellt, auf
der anderen Seite aber als „Mensch, wie Du und ich.“
·Rhetorik und Sprache: Die Reden der Nationalsozialisten, vor allem die
Hitlers, waren gespickt mit aggressiven Angriffen auf politische Gegner und
Schimpfwörter, wie beispielsweise „Parasiten“ oder „Ungeziefer“.
Weiters wurden früher negativ bedeutende Wörter, als
positiv dargestellt. „Rücksichtslos“ war fortan ein Synonym für „zielstrebig“
und „energisch.“
·Die nationale Bewegung: Eine große Rolle
in der NS-Propaganda spielten Massenveranstaltungen, bei denen die Ideologie
der NSDAP an möglichst viele Menschen auf einmal weitergegeben werden konnte.
Diese Veranstaltungen schufen eine pseudoreligiöse Form eines Massenkults.
Parolen wurden von tausenden von Zusehern nachgesprochen und Hitler und dessen
Worte wurden von ihnen gefeiert.
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Das Volk sollte zusammenhalten und zeitgleich alle anderen
ausschließen, die nicht dem idealen Bild entsprach. Die Deutschen wurde
Eigenschaften wie Stärke, Disziplin, eiserner Wille und Kampfesmut
zugeschrieben.
·Juden-Feindlichkeit –
Antisemitismus: Die Juden wurden
für den Verfall der deutschen Kultur verantwortlich gemacht, moderne Kunst als
Schandbilder dargestellt.
Das Judentum wurde zum Feinbild schlechthin in der
NS-Zeit.
·Rassismus: Auf Grund von pseudowissenschaftlichen Theorien wurde das
Bild der „deutschen Rasse“, des „nordischen Ariers“ geschaffen und als
hochwertig gegenüber anderen Rassen dargestellt.
Die NSDAP behauptete, dass die
deutsche Rasse zum Führen bestimmt sei und die anderen Rassen sich ihr
unterwerfen müssten.
3.4 Joseph Goebbels
Joseph Goebbels wurde am 29.Oktober 1897 im heutigen
Mönchengladbach
geboren. In der NSDAP agierte er als Propagandaminister
und war einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit.
1930 wurde er von Hitler zum Reichspropagandaminister
ernannt. Goebbels hielt Massenveranstaltungen ab, bei denen entweder er als
Redner fungierte oder die von ihm organisierten Reichsredner, die unter
ständiger Beobachtung standen.
Goebbels verachtete seine Zuhörer und wunderte
sich, wie leicht man Menschen beeinflussen konnte.
Neben seiner Tätigkeit als Propagandaminister, leitete
und förderte er die SA (Sturmabteilung).
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In demselben Jahr wurde der Volksempfänger
hergestellt, der mit einem Preis von 36 Reichsmark für jeden erschwinglich war.
Damit sollte gewährleistet sein, dass Hitlers Reden in allen Winkeln des
deutschen Reiches hörbar war.
Umgangssprachlich wurde der später produzierte DKE38
(Deutscher Kleinempfänger 1938) auch Goebbelsschnauze genannt.
Goebbels kontrollierte die Filmindustrie so weit, dass
kein Film mehr ohne sein Einverständnis gedreht werden durfte. Er selbst
beteiligte sich oft an der Herstellung von Drehbüchern und am Schnitt des
Filmes.
1937 gelang es ihm die Ufa (Universum Film-AG) in
Staatsbesitz zu bringen.
1940 wurde Goebbels der Herausgeber der Wochenzeitung „Das
Reich“, in der er u.a. Reden von Parteisammlungen veröffentlichte, die den
Glauben an den Endsieg aufrechterhalten sollten.
Das Reich
wurde zur zweitgrößten Zeitung des deutschen Reiches. 1944 hatte es eine
Auflage von rund 1,4 Millionen Exemplaren.
Als Paradebeispiel für Propaganda gilt Goebbels Sportpalastrede
vom 18.Februar 1943, nachdem Deutschland die Schlacht um Stalingrad verloren
hatte.
Goebbels stellte Deutschland, trotz der Niederlage, als
stark dar. Er forderte die Menschen auf, den Krieg weiterzuführen und die
Kriegsgegner (vor allem die Sowjetunion und Großbritannien) zu bekämpfen.
Weiters wetterte er gegen die Juden und den Bolschewismus.