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Propaganda im 2.Weltkrieg .doc

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Abendgymnasium Lichtenfels
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2009
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3.  Der 2.Weltkrieg

Noch nie wurde Propaganda so viel Bedeutung zu Teil, wie zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Hitler und sein Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels fluteten das Land mit Plakaten, Zeitungen, Filmen, Flugblättern, die Deutschland und vor allem Hitler als Allmächtigen darstellten.

1930 wurde Goebbels von Hitler zum Reichspropagandaleiter ernannt und hielt von nun an Reden um so die Menschen von Hitlers Idee zu überzeugen. Er engagierte die sogenannten Reichsredner, die ebenfalls propagierende Reden vor Massen abhielten.

Als Adolf Hitler 1923, auf Grund des Hitlerputsches, verhaftet wurde und im Gefängnis saß, schrieb er seine Autobiographie „Mein Kampf“, in dem er sein Weltanschauung kund gab. „Mein Kampf“ skizziert erschreckend den Werdegang des Deutschen Reichs.

Hitler beschreibt den Anschluss Österreichs an Deutschland, die Judenverfolgung, die Ausbreitung des deutschen Reiches auf die Tschechoslowakei, das Bündnis von Deutschland und Italien (später Achse Rom-Berlin) und das System des Nationalsozialismus.

Nur ein paar Jahre später wurden Hitlers Vorstellung wahr. Es entstand eine Rassenideologie wie sie es noch nie gab. Das Bild des reinrassigen Ariers wurde als das Ideal angesehen, Ausländer und vor allem Juden wurden verfolgt. Die NSDAP bekam seit 1925 immer mehr Anhänger, so dass sie bald zu einer großen Partei aufstieg.

 

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Hitler setzte in dieser Zeit auf leichte Parolen mit wenigen Schlagworten, die nicht auf den Verstand, sondern mehr auf das Gefühl der Menschen gerichtet waren, um so mehr Menschen von seiner Sache zu überzeugen.

3.1 NS-Propaganda vor 1933

Nach dem gescheiterten Hitlerputsch im Jahre 1923 brauchte die NSDAP eine neue Taktik um an die Macht zu kommen. Von nun an baute die NSDAP auf der Legalitätstaktik auf und versuchte somit auf legalem Weg an die Regierungsmacht zu kommen.

Das Bild der radikalen Putschpartei musste weichen, damit die NSDAP sich eine große Masse an Anhängern verschaffen konnte.

Zur Mobilisierung der Massen setzten sie auf Propaganda. Einfache und leicht zu merkende Parolen standen im Vordergrund, die sich auf wenige, einfach zu verstehende Themen und Schlagwörter beschränkten, die ständig wiederholt wurden.

Nach der Machtübernahme 1933 wurde das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda von Hitler ins Leben gerufen und Goebbels zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt.

3.1.1 „Mein Kampf“

Adolf Hitler schrieb sein politisches Grundlagenwerk „Mein Kampf“ in seiner Haft im Jahre 1924. Neben seiner Biographie, arbeitete er seine Weltanschauungen und sein politisches Programm für Deutschland mit ein.

 

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Hitler schreibt auch über die Abschaffung des Parlaments und über die Schaffung eines Führerstaats.

Hitler definiert Propaganda so, dass sie nicht an den Verstand, sondern an die Gefühle der Menschen appellieren soll.

3.2 Strategien der Reichspropaganda:

·      „Führer befiel, wir folgen!“: Hitler wurde zu einer Führer-Figur stilisiert.

Er wurde als unnahbar, erhaben dargestellt. Seine Vergangenheit wurde verschleiert oder durch positive Erfahrungen verschönert. Hitler wurde auf der einen Seite als Übermensch dargestellt, auf der anderen Seite aber als „Mensch, wie Du und ich.“

·      Rhetorik und Sprache: Die Reden der Nationalsozialisten, vor allem die Hitlers, waren gespickt mit aggressiven Angriffen auf politische Gegner und Schimpfwörter, wie beispielsweise „Parasiten“ oder „Ungeziefer“.

Weiters wurden früher negativ bedeutende Wörter, als positiv dargestellt. „Rücksichtslos“ war fortan ein Synonym für „zielstrebig“ und „energisch.“

·      Die nationale Bewegung: Eine große Rolle in der NS-Propaganda spielten Massenveranstaltungen, bei denen die Ideologie der NSDAP an möglichst viele Menschen auf einmal weitergegeben werden konnte. Diese Veranstaltungen schufen eine pseudoreligiöse Form eines Massenkults. Parolen wurden von tausenden von Zusehern nachgesprochen und Hitler und dessen Worte wurden von ihnen gefeiert.

 

 

3.3 Themen der NS-Propaganda

 

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Das Volk sollte zusammenhalten und zeitgleich alle anderen ausschließen, die nicht dem idealen Bild entsprach. Die Deutschen wurde Eigenschaften wie Stärke, Disziplin, eiserner Wille und Kampfesmut zugeschrieben.

·      Juden-Feindlichkeit – Antisemitismus: Die Juden wurden für den Verfall der deutschen Kultur verantwortlich gemacht, moderne Kunst als Schandbilder dargestellt.

Das Judentum wurde zum Feinbild schlechthin in der NS-Zeit.

·      Rassismus: Auf Grund von pseudowissenschaftlichen Theorien wurde das Bild der „deutschen Rasse“, des „nordischen Ariers“ geschaffen und als hochwertig gegenüber anderen Rassen dargestellt.

Die NSDAP behauptete, dass die deutsche Rasse zum Führen bestimmt sei und die anderen Rassen sich ihr unterwerfen müssten.


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Bilder deutscher Rassen

Rassenschande
(Aufruf gegen sexuellen Kontakt mit ‚Nicht-Ariern’)

3.4 Joseph Goebbels


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Joseph Goebbels

Joseph Goebbels wurde am 29.Oktober 1897 im heutigen Mönchengladbach

geboren. In der NSDAP agierte er als Propagandaminister und war einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit.

1930 wurde er von Hitler zum Reichspropagandaminister ernannt. Goebbels hielt Massenveranstaltungen ab, bei denen entweder er als Redner fungierte oder die von ihm organisierten Reichsredner, die unter ständiger Beobachtung standen.

Goebbels verachtete seine Zuhörer und wunderte sich, wie leicht man Menschen beeinflussen konnte.

 

Neben seiner Tätigkeit als Propagandaminister, leitete und förderte er die SA (Sturmabteilung).

 

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In demselben Jahr wurde der Volksempfänger hergestellt, der mit einem Preis von 36 Reichsmark für jeden erschwinglich war. Damit sollte gewährleistet sein, dass Hitlers Reden in allen Winkeln des deutschen Reiches hörbar war.

Umgangssprachlich wurde der später produzierte DKE38 (Deutscher Kleinempfänger 1938) auch Goebbelsschnauze genannt.

Goebbels kontrollierte die Filmindustrie so weit, dass kein Film mehr ohne sein Einverständnis gedreht werden durfte. Er selbst beteiligte sich oft an der Herstellung von Drehbüchern und am Schnitt des Filmes.

1937 gelang es ihm die Ufa (Universum Film-AG) in Staatsbesitz zu bringen.

1940 wurde Goebbels der Herausgeber der Wochenzeitung „Das Reich“, in der er u.a. Reden von Parteisammlungen veröffentlichte, die den Glauben an den Endsieg aufrechterhalten sollten.

Das Reich wurde zur zweitgrößten Zeitung des deutschen Reiches. 1944 hatte es eine Auflage von rund 1,4 Millionen Exemplaren.


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Sportpalast 18.02.1943

Als Paradebeispiel für Propaganda gilt Goebbels Sportpalastrede vom 18.Februar 1943, nachdem Deutschland die Schlacht um Stalingrad verloren hatte.

Goebbels stellte Deutschland, trotz der Niederlage, als stark dar. Er forderte die Menschen auf, den Krieg weiterzuführen und die Kriegsgegner (vor allem die Sowjetunion und Großbritannien) zu bekämpfen. Weiters wetterte er gegen die Juden und den Bolschewismus.

 


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