3. Der 2.Weltkrieg Noch nie wurde Propaganda so viel Bedeutung zu Teil, wie zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Hitler und sein Reichspropagandale­iter Joseph Goebbels fluteten das Land mit Plakat
Geschlechtergeschi­chte: 1968 Beginn der Frauengeschichte Frauen kämpften anders als Männer Women Studies(USA) Geschichte folgt männlichen Methoden Soziale Beziehung zw. Geschlechtern mus
Der 1.Weltkrieg war der Beginn der Hochkonjunktur der
Propaganda. Noch nie zuvor wurde so gezielt für das Heimatland und gegen die
Kriegsgegner propagiert wie in dieser Zeit.
Neben Flugblättern, der Presse und Plakaten wurde zum ersten
Mal der Film als Propagandamittel genutzt.
3.1 Propaganda im Deutschen Reich
Im Deutschen Reich wurde zwischen 1914 und 1917 drei
Propagandabehörden gegründet:
·Zentralstelle für
Auslandsdienst
·Militärische
Stelle des Auswärtigen Amtes (MAA)
·Bild- und
Filmamt (BUFA)
Im Deutschen Reich ging die Propaganda hauptsächlich
gegen England.
Die Parole Gott strafe England wurde so populär, dass
sie die Deutschen so begrüßten, die gängige Antwort war Er strafe es!.
Diese Worte waren der Schlachtruf der deutschen Armeen
und fanden sich auch auf Plakaten, Postkarten (s. Abb. 001) und sogar auf
Gebäuden (s. Abb. 002) wieder und stammten von dem deutschen Dichter Ernst
Lissauer.
Lissauer schrieb einige Gedichte gegen England, darunter
auch Hassgesang gegen England von 1914, in dem er schrieb: Wir haben nur einen einzigen Hass, wir lieben vereint,
wir hassen vereint, wir haben nur einen einzigen Feind.
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Familie und Freunde gratulierten dem
Soldaten und verabschiedeten ihn voller Freude am Bahnhof.
Die Soldaten wurden als stark propagiert und ihnen wurde
für die Verteidigung der deutschen Grenzen gedankt.
3.2 Propaganda in Österreich-Ungarn
In Österreich-Ungarn war das K.u.K.
Kriegspressequartier für die Propaganda zuständig. Künstler, wie Egon
Schiele und Alfred Kubin, wurden engagiert um die Propagandamittel herzustellen
und zu verbessern.
Auch Literaten wurden eingestellt, um propagierende Texte
über den Krieg und den Erfolg der Soldaten zu verfassen. Darunter befand sich
anfänglich auch Stefan Zweig, bis er 1915 durch eine persönliche
Kriegserfahrung seine Einstellung änderte und Pazifist wurde.
In Wien gab es 1916 die erste Kriegsausstellung, in der
beispielsweise verschiedene Arten von Schützengräben ausgestellt wurden.
Weiters
wurden Filme gezeigt, Theaterstücke vorgeführt und Schießbuden errichtet, in
denen man Figuren, die mit den Uniformen der Gegnern bemalt waren, abschießen
konnte.
Die allgegenwärtigen Schlachtrufe in Österreich-Ungarn
waren Serbien muss sterben. (s. Abb. 003) oder Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoß ein Franzos, jeder
Tritt ein Britt, jeder Klaps ein Japs.
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3.3 Propaganda in Großbritannien
In Großbritannien gab es ebenfalls drei Behörden, die für
die Propaganda zuständig waren:
·War Propaganda
Bureau
·Parliamentary
Recruiting Committee
·Parliamentary
War Savings Committee
Da Großbritannien keine allgemeine Wehrpflicht hatte,
mussten sie vor allem am Anfang des Krieges ein großes Augenmerk auf die
Mobilisierung von Soldaten legen.
In den ersten fünf Monaten des Krieges wurden rund 1,2
Millionen Plakate mit verschiedenen Werbeslogans gedruckt. Slogans wie Whos
absent? Is it you? (z.dt.: Wer ist abwesend? Bist du es?) prägten die
Plakate (s.
Abb. 004).
Auch wurden Frauen aufgefordert, männlichen Zivilisten
eine weiße Rose zu geben, als Zeichen für ihre Feigheit nicht in den Krieg zu
ziehen.
Ab Mitte des Krieges legte die britische Regierung der
Schwerpunkt der Propaganda auf die Dämonisierung der Gegner. So sollte der
Wille der Soldaten gestärkt werden, das Land vor den Feinden zu schützen, die
als Barbaren dargestellt wurden.
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3.4 Propaganda in den USA
In den USA war die Committee on Public Information die zuständige Behörde für Propaganda.
Plakate, wie das berühmte I want you for U.S. Army-Plakat
(s. Abb. 004), das später auch im 2.Weltkrieg Verwendung fand, wurden
gefertigt.
Auch wurden berühmte Schauspieler engagiert Reden auf
öffentlichen Plätzen zu halten, um die Menschen für die Army zu werben.
Die Alliierten, vor allem aber die Amerikaner zielten vor
allem gegen die Deutschen und stellten sie als brutale, grausame Menschen dar,
die Gefangene und Freiwillige quälen und foltern.
Wie
sie ihre Gefangenen behandeln Auspeitschung von griechischen Freiwilligen durch
die Deutschen steht auf
einem Plakat der Franzosen unter einer Zeichnung, auf der deutsche Soldaten
einen griechischen Freiwilligen auspeitschen.
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