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Prognose der Zinsstruktur .doc

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Faculty
Economics
Discipline
Accountancy
Document category
Interpretation
University, School
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden - HTW
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2010, Böhm
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Zusammenfassung Buchführung
Betr. ReWe: Vorgänge und Tatbestände innerhalb eines U, sowie zw. U und Umwelt werden mengenmäßig und/oder wertmäßig erfasst (Auswertung+Aufber­eitung von Daten) Externe ReWe: Finanzbuchhaltung (e


Notizen Steuerrechtliche Bestimmungen
Doppelte Gewinnermittlung: 1) G+V 2) Bilanz End-Eigenkapital - Anfangs-Eigenkapit­al + Privatentnahme/ –Privateinlage Tagesgewinn Steuern in Österreich: 10%, 20%, 12%, 19%, 0%

1.1.1         Prognose der Zinsstruktur

Zu den Vorraussetzungen einer optimalen Asset Allokation, gehören einerseits die anlegerindividuellen Vorgaben des Investors, sowie andererseits Prognosen für die künftige Entwicklung der entscheidenden Einflussgrößen der gewählten Assetklassen.[1] Prognosen geben Aussagen über zukünftige Entwicklungen und Trends.

Sie basieren hauptsächlich auf Vergangenheitsdaten sowie auf Annahmen und Schätzungen der zugrundeliegenden Variablen. Jedoch bergen die Prognosen, aufgrund von Schätzungenauigkeiten, die Gefahr von hohen Abweichungen in sich. Verlässliche beziehungsweise punktgenaue Vorhersagen sind daher in der Praxis nahezu unmöglich.

Sie geben lediglich eine ungefähre Einschätzung über die künftige Entwicklung der Prognostizierten Marktparameter. Wegen des enormen Umfangs die eine Aussagekräftige Prognose in sich birgt, soll lediglich eine allgemeine Einschätzung über die künftige Entwicklung des Zinsniveaus gegeben werden.

Im Falle der Asset Allokation für die KBB ist die Prognose der Zinsstruktur bezogen auf die gewählten Assetklassen maßgebend. Die Entwicklung des Leitzinses ist dabei von hoher Bedeutung, da dieser das Zinsniveau am Geldmarkt und damit die Anlagebedingungen für einen Investor entscheidend beeinflusst.

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Die entscheidenden Parameter welche die EZB demzufolge in Betracht ziehen, sind die Entwicklung der Konjunktur und die Teuerungsrate. Ein Instrument zur Steuerung dieser, stellt insbesondere die Veränderung des Hauptrefinanzierungszinssatzes dar. So kann davon ausgegangen werden, dass während einer wirtschaftlichen schlechten Phase eine expansive Geldpolitik berieben wird.

Um das Wirtschaftswachstum indirekt zu stimulieren, wird die EZB den Hauptrefinanzierungszinssatz senken, um Kredite attraktiver zu machen und damit die Investitionen zu fördern. Wie am aktuellen Beispiel des Konjunktureinbruchs im Zuge der Finanzkrise ersichtlich ist. In wirtschaftlich guten Phasen ist die EZB geneigt den Leitzins zu erhöhen um die konjunkturellbedingt steigende Inflationsrate einzudämmen.

Um die Zinsentwicklung am Markt zu Prognostizieren, muss folglich eine Einschätzung über die künftige Entwicklung der Konjunktur sowie über die Inflationsrate getroffen werden.

Kurzfristig, auf die Sicht von circa 24 Monaten, kann davon ausgegangen werden, dass der Leitzins auf dem aktuellen Niveau belassen wird beziehungsweise nur minimale moderate Steigerungen zu erwarten sind.

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Forscher der Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft (WiFo) bestätigen, dass weder von der Nachfrage- noch von der Lohnentwicklung ein Inflationsdruck ausginge. Mittelfristig bestünde allerdings, aufgrund der massiven Ausweitung der Verschuldung einzelner Mitgliedsstaaten sowie der expansiven Geldpolitik der Notenbanken, die Gefahr einer "hohen bis sehr hohen" Inflationsrate.[3] Aktuell wurde die Teuerungsrate von Juli 2010 auf 1,7 Prozent vorausgeschätzt, im Vormonat hatte diese noch 1,4 Prozent betragen.

Sollte sich dieser Trend in Zukunft bestätigen, wäre die logische Konsequenz, dass die EZB ihr im EG- Vertrag verankertes wirtschaftspolitisches Hauptziel verfolgt und intervenierende Maßnahmen ergreift. Um die überschüssige Liquidität vom Markt nehmen und damit die Preisniveaustabilität wiederherzustellen, wäre die Zentralbank gezwungen den Leitzins entsprechend dieser Entwicklung zu erhöhen.

In beide Szenarien, sowohl bei einer wirtschaftlichen Erholung, als auch durch die drohende Inflation, ist kurzfristig mit keiner, beziehungsweise lediglich mit einer minimalen moderaten Anhebung der Leitzinsen zu rechnen.

Mittelfristig ist in beiden Fällen jedoch eine Steigerung des Hauptrefinanzierungszinssatzes sehr Wahrscheinlich.

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März 2010 ereichten historischen Tiefpunkt (0,634 Prozent p.a) auf aktuell (05.08.2010) 0,9 Prozent an.[4] Die aktuell gehandelten Terminsätze für Dreimonatsgeld (Vgl.

Abbildung 11) untermauern, das es sich um eine nachhaltige anhaltende Steigerungsrate handeln könnte. Diese sind zwar keine Garantie, dass diese Steigerung tatsächlich so eintrifft, sie spiegeln aber die Aktuelle Einschätzung der Marktteilnehmer über den zukünftigen Zinsverlauf für Dreimonatsgeld wider.

Unabhängig davon, dass der Leitzins sich auf einem historisch niedrigen Niveau befindet und schon deshalb eine Steigerung sehr Wahrscheinlich ist, deuten alle betrachteten Zinsbeeinflussenden Faktoren auf eine mittelfristige Steigerung des Zinsniveaus hin.

Weiterhin untermauern diese Einschätzung die Indikatoren, wie beispielsweise die aktuell gehandelten Terminsätze. In Folge dessen sollten die Prognosen, trotz der Gefahr einer abweichenden Entwicklung, bei der Auswahl der Asset berücksichtigt werden und die Gewichtung der ?Fristigkeiten? entsprechend angepasst werden.



[1] Vgl. Achleitner (2002), S. 639

[2] Vgl. Allianz Economic Research (2010)


[3] Vgl. Wirtschaftsblatt (2010)

[4] Vgl. Deutsche Bundesbank, (2010)


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