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Problemlösen und Transfer .doc

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Social Science
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Psychology
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Ludwig-Maximilians-Universität München - LMU
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Zusammenfassung Zimbardo Psychologie Inhalt: 1. Gegenstand und Ziele.. 7 Merksatz Gegenstand der Psychologie: 7 Merksatz Ziele: 7 Merksatz Beschreiben (erstes Ziel): 7 Merksatz Erklären (zwei


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James W. Kalat – Biological Psychology Kapitel 3 Kapitelschwerpunkt­e: 3.1 Konzept der Synapse: Bestandteile der Synapse, IPSP, EPSP, Neuron als Entscheidungsfinde­r 3.2 Chemische Vorgänge


Zimbardo
Psychologie Zimbardo Kapitel 1: Mental = Arbeit menschlichen Geistes (private, innere Ereignisse) Kogitionswissensch­aft = gehört Psychologie dazu Sozialwissenschaft­ = Prozesse im Gehir

Ludwig-Maximilians-Universität München

Department für Psychologie und Pädagogik

Sommersemester 2010

Vorbereitung auf das Staatsexamen Psychologie

Dozent: Christopher Frank

Problemlösen und Transfer

 

1. Definitionen

1.1 Problemlösen: Denkvorgänge, die auf die Lösung bestimmter Probleme gerichtet sind und die sich mit Hilfe einer Menge mentaler Operationen von einem Anfangszustand auf einen Zielzustand hin bewegen. (nach Zimbardo 2005, 371)

Beim Lösen eines Problems verringern wir die Diskrepanz zwischen dem, was wir bereits wissen, und dem, was wir an Wissen benötigen, indem wir einen Weg finden, wie wir an die fehlenden Informationen gelangen können. (Zimbardo 2005, 371f.)

1.2 Problem


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Ein Problem ist durch drei Komponenten gekennzeichnet:

à unerwünschter Anfangszustand

à erwünschter Zielzustand

à Barriere, die die Überführung des Anfangszustandes in den Zielzustand im Augenblick verhindert

1.3 Aufgabe vs. Problem

Ein Problem unterscheidet sich von einer Aufgabe dadurch, dass für seine Bewältigung etwas Neues geschaffen werden muss. Bei einer Aufgabe hingegen sind für die Bewältigung schon zielführende Methoden bekannt.

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2. Unterschiedliche Arten von Problemsituationen

2.1 Klar definierte Probleme: eindeutiges Ziel und für die Lösung relevante Infos liegen vor, es gibt nur eine richtige Antwort (Mietzel 2007, 301); Anfangszustand, Zielzustand, Operatoren sind eindeutig spezifiziert (Zimbardo 2005, 372)

2.2 Unklar definierte Probleme: Ziele lassen sich nicht eindeutig bestimmen, hohe Unsicherheit über den Lösungsweg, die Lernenden müssen bei ihrer Lösungssuche immer wieder Vermutungen anstellen, die sie zu rechtfertigen haben (Mietzel 2007, 302f)

3.Problemlösungsstrategien (Edelmann 2002, 211ff)

3.1 Versuch und Irrtum

Lösung wird weder durch reines Nachdenken, noch durch Aufzeichnen eines Graphen erreicht. Es wird vielmehr solange herumprobiert, bis die Bedingung erfüllt ist.

3.2 Problemlösen durch Umstrukturieren

Lösung des Problems wird durch mehrfaches Umstrukturieren erreicht. Umstrukturieren heißt, die Elemente der Problemsituation werden in neuen Zusammenhängen gesehen. („Aha-Erlebnis“)

à Problemlösung erfolgt in vier Stufen, in der die Problembestandteile und ihr Verhältnis zueinander je anders gesehen werden. Das Problem wird (im Idealfall) so lange umstrukturiert, bis die Lösung gefunden wird.

 

à Gegenpol zu Problemlösen durch Versuch und Irrtum

 

Prozess der Umstrukturierung in vier Abschnitten (nach Duncker 1935)

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à Das allgemeine Lösungsprinzip (Funktionalwert)

à Entwicklung eines Suchmodells

à Mittelaktualisierung

Auch bekannt als:

à Problemlösen als Klärungsprozess

à Problemlösen durch Einsicht

3.3 Problemlösen durch Anwenden von Strategien

Der Strategiebegriff lässt sich besonders dann auf Denkvorgänge anwenden, wenn das Denken in einer Abfolge von äußerlich sichtbaren Tätigkeiten und Entscheidungen beobachtet werden kann.

Der Begriff der Strategie beinhaltet die Planung und Durchführung eines Gesamtkonzeptes

Begriff der Strategie wird in zweierlei Bedeutung gebraucht:

-          Epistemische Regel (Wissen), Algorithmus à Abfolge ganz bestimmter Handlungsschritte festgelegt. Lösung garantiert.

-          Heuristische Regel (Problemlöseverfahren) à Suchanweisung, die die zu treffenden Entscheidungen in einem gewissen Rahmen festlegt. Lösung nicht garantiert.

3.4 Problemlösen durch divergentes Denken

Lösungen durch divergentes Denken zeichnen sich dadurch aus, dass gedanklich weit voneinander entfernt liegende Elemente so verknüpft werden, dass das Ergebnis als subjektiv neu empfunden wird.

à Sie sind häufig durch zwei Merkmale ausgezeichnet:

Ideenfülle & seltene (originelle, ungewöhnliche) Einfälle

 

Verschiedene Phasen des Problemlösen durch divergentes Denken

 

1.      Problematisierung

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3.      Inkubation

4.      heuristische Regression

5.      Elaboration

6.      Diffusion

3.5 Problemlösen durch Systemdenken

Lineares Denken vs. Systemdenken:

-          lineares Denken: Denken in einfachen Wenn-dann-Beziehungen. Neben- und Fernwirkungen werden nicht bedacht.

-          Systemdenken: komplexes Denken in Netzen, das bei komplexen, intransparenten, vernetzten, eigendynamischen, offenen und polythetischen Problemsituationen nötig ist.

Schwerpunkte des Systemdenkens:

-          Zielpräzisierung

-          Strukturwissen

-          Schwerpunktbildung

-          Planung von Eingriffen

3.6 der IDEAL Problemlöser (Mietzel 2007, 303)

*I* dentifikation eines Problems
*D* efinition der Ziele und Repräsentation des Problems
*E *xplorieren möglicher Strategien
*A* ntizipieren von Ergebnissen und Vorgehensweisen
*L* ernen aus der Rückschau


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4. Problemlöseprozess

Vier Phasen des Problemlöseprozesses:

-          Problemraum

-          Situationsanalyse

-          Suchraum

-          Lösung und Evaluation

5. Unterrichtliche Maßnahmen zur Förderung des Problemlösens

Problemsituationen in einem natürlichen Kontext

Donald Cunningham: „Lernen sollte sich in wirklichkeitsnahen Situationen vollziehen und auf die Lösung solcher Probleme gerichtet sein, mit denen sich Schüler in ihrem Leben wirklich auseinander zu setzen haben.“

Entwicklung von Problem-und Prozess-Schemata:

Assoziative Verknüpfungen zwischen Problem-und Prozess-Schemata beschleunigen die Aufgabenbewältigung

 

Konkretisieren von Textaufgaben

Umsetzung von Textaufgaben in bildliche Darstellungen

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Umwandeln von Textaufgaben in konkrete Situation

Darstellen einer Vielzahl ausgearbeiteter Beispiele

Aufgaben mit Lösungsweg vorstellen (Musterlösung)

ð Dann ähnliche Aufgaben selbst lösen

Verbessern der Qualität von Verständnisfragen

Fragen als Voraussetzung für tieferes Verständnis

(Mietzel 2007, 316-331)

6. Transfer

6.1 Arten des Transfers

Definition: „Transfer ist der Prozess, durch den die Anwendung von Wissen auf neue Situationen erfolgt.“ (Greeno et al., 1996)

-positiver Transfer: Das vorangegangene Lernen erleichtert und verbessert das nachfolgende Lernen.

-negativer Transfer: Das vorangegangene Lernen verzögert oder erschwert das nachfolgende Lernen. (Edelmann 2000, 226)

-automatischer Transfer: spontaner automatischer Transfer hochgradig geübter Fertigkeiten, ohne jegliche Notwendigkeit des Nachdenkens

-bewusster Transfer: explizite bewusste Formulierung einer Abstraktion in einer Situation, die es erlaubt, eine Verbindung zu einer anderen herzustellen

-vorwärts gerichteter Transfer/Rückwärts gerichteter Transfer

(Mietzel 2007, 332ff)

6.2 Unterrichtliche Maßnahmen zur Förderung des Transfers

 

Maßnahmen dem trägen Wissen entgegenzuwirken:

 

Förderung tieferer Verarbeitung unterrichtlicher Inhalte:


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