Preispolitik im vollkommenen Markt
Der Marktpreis ist für den Anbieter im vollkommenen Markt
eine gegebene Größe. Er muss sie hinnehmen. Er hat nur die Möglichkeit, eine
Angebotsmenge zu wählen, bei der sein Gewinn maximal ist. Somit ist er ein
Mengenanpasser. Er erreicht bei proportionalem Verlauf der variablen Kosten
seinen Maximalgewinn, wenn er an der Kapitätsgrenze produziert.
Darstellung im Koordinatensystem

Der rote Graph stellt die Erträge dar, der blaue Graph steht
für die Kosten.
Man errechnet den Gewinn, indem man die Kosten von den
Erträgen subtrahiert, also abzieht.
Wenn der rote Graph unter dem blauen Graph liegt, so sind
die Erträge geringer als die Kosten. An dem Punkt, wo die beiden Graphen sich
kreuzen sind die Kosten gleich den Erträgen. Diesen Punkt bezeichnet man als
den Break-Even-Point. Danach, wo also der rote Graph im Koordinatensystem über
dem blauen liegt, sind die Erträge höher als die Kosten.
Alles, was in diesem Bereich liegt, ist der Gewinn des
Unternehmens.
Die Berechung des Gewinnes lässt sich mittels der folgenden
Formel berechnen:
G(x) = E(x) K(x)
Gewinn, Erträge und Kosten sind jeweils abhängig von x.
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Ein weiterer Faktor sind die Kosten. Hierzu zählen einmal
die fixen Kosten und die variablen Kosten. Kostenfaktoren wie Energie und Miete
sind fixe Kosten und können nicht gesenkt werden. Es können allerdings
Einsparungen z.B. bei den Rohstoffen, Betriebsstoffen und Hilfsstoffen, also
bei allem was zur Herstellung des Produktes dient, gemacht werden.
Preisbildung im unvollkommenen Markt
Der vollkommene Markt ist eher ein theoretisches Modell. Es
ist in der Praxis normalerweise nicht anzuwenden, denn
-
die angebotenen Güter stimmen in ihrer Art, in ihrer Aufmachung, in der
Qualität nicht völlig überein; sie sind unterschiedlich
-
die Käufer haben Vorlieben räumlicher, zeitlicher und persönlicher Art
-
der Markt lässt sich nicht vollständig überblicken
-
die Marktteilnehmer reagieren auf Änderungen mit zeitlicher Verzögerung
Auf dem unvollkommenen Markt versucht der Anbieter, den
einheitlichen Markt für ein Gut durch Leistungsdifferenzierung aufzuspalten und
sich monopolistische Teilmärkte zu schaffen.
Der Anbieter versucht auf dem unvollkommenen Markt sein
Produkt von den anderen hervorzuheben. Er setzt sich das Ziel, sein Produkt so
zu gestalten, dass es von den Kunden bevorzugt wird. Dies erreicht er
beispielsweise durch eine besondere Verpackung.
Funktionen des Marktpreises
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Hohe Marktpreise signalisieren einem Unternehmer, wo sich
Gewinnchancen bieten und auch, wo sich Marktlücken befinden.
Es gibt Unternehmen, die mit der wirtschaftlichen
Entwicklung nicht mithalten können. Dies kann verschiedene Gründe haben. Es
kann zum Beispiel sein, dass sie im Preis von ihrer Konkurrenz unterboten
werden und somit keine große Absatzmenge haben.
Es gibt außerdem die so genannten Grenzanbieter.
Grenzanbieter sind die Anbieter, die sich bei einem
bestimmten Marktpreis gerade noch in der Lage sind, oder gerade noch bereit
sind, auf dem Markt zu bleiben.
Die Preisbildung sorgt dafür, dass angebotene und
nachgefragte Menge einander entsprechen.
Ein Angebotsüberhang wird durch sinkende Preise und
verringerte Güterproduktion erzeugt.
Ein Nachfrageüberhang hingegen wird durch das Gegenteil,
also durch steigende Preise und gleichzeitig erhöhte Güterproduktion erzeugt.
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