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Praktikumsversuch Doppelrohrwärmetauscher .doc

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Faculty
Engineering Sciences
Discipline
Process engineering
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University, School
GSO-Hochschule Nürnberg
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Praktikumsbericht Diplomstudium Verfahrenstechnik
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Prüfungsvorbereitung­ Produktionslogistik,­ -organisation
Lernmodul 1 – Fertigung planen Voraussetzungen für die Fertigung Werdegang eines Produktes Produktforschung und Entwicklung Ablauf der Produktfindung Ablaufplan der Produktionsplanung­ - gem. VDI

Praktikum - Versuch:

Wärme- und Stoffübertragung - Doppelrohrwärmeübertrager

Inhaltsverzeichnis

1 Theoretische Grundlagen

1.1 Allgemeines zu Wärmeübertragern

2 Aufgabenstellung

3 Versuchsdurchführung

3.1 Aufbau der Versuchsanlage

3.2 Durchführung der Messungen

4 Versuchsauswertung

4.1 Auswertung der 1. Versuchsreihe

4.2 Auswertung der 2. Versuchsreihe

4.3 Berechnung von aus den Messwerten

4.4 Berechnung von

5 Zusammenfassung

6 Anhang

Anhang 1: Tabelle aller Messergebnisse

Anhang 2: Schematische Darstellung des verwendeten Wärmetauschers

1 Theoretische Grundlagen

1.1  Allgemeines zu Wärmeübertragern

In einem Wärmeübertrager wird Wärme von einem Fluid hoher Temperatur auf ein Fluid niederer Temperatur übertragen. Dabei ergibt sich eine Temperaturänderung der Fluide im Wärmeübertrager, die wiederum für jede Bauart des Wärmeübertragers charakteristisch ist.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten wie man Wärmeübertrager technisch realisieren kann. In rekuperativen Wärmeübertragern wird kontinuierlich Wärme von einem heißen Fluid an ein kälteres Fluid übertragen.

Regenerative Wärmeübertrager werden diskontinuierlich betrieben, d.h. die Wärme vom Fluid wird zunächst an eine feste Speichermasse übertragen, von der sie in einem zweiten Schritt an das andere Fluid abgegeben wird. Zu den gebräuchlichsten Bauarten der rekuperativen Wärmeübertrager zählen zum Beispiel Rohrbündelwärmeübertrager, Kreutzstrom-wärmeübertrager, Doppelrohrwärmeübertrager oder der Plattenwärme-übertrager.

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Abb. 1 zeigt einen Doppelrohrwärme-übertrager im Gleichstrombetrieb.

Abb. 1: Doppelrohrwärmeübertrager im Gleichstrombetrieb

Der Wärmeübertrager kann nicht nur im Gleichstrom, wie in Abb. 1 gezeigt, sondern auch im Gegenstrom betrieben werden. Bei den jeweiligen Betriebsarten ergeben sich die in Abb. 2 unten dargestellten grundsätzlichen Temperaturverläufe.

Abb. 2: Temperaturverläufe im Gleich- und Gegenstromübertrager

Entsprechend der allgemein gebräuchlichen Konvention sind in der Abbildung die Temperaturen der eintretenden Fluidströme mit einem Strich und die der austretenden Fluidströme mit zwei Strichen gekennzeichnet. Außerdem wird für das warme Fluid, wie allgemein üblich, der Index 1 und für das kalte Fluid Index 2 verwendet.

Der übertragene Wärmestrom hängt von der Übertragungsfähigkeit des Wärmeübertragers und der mittleren treibenden Temperaturdifferenz zwischen dem warmen und kalten Fluid ab.

Somit ergibt sich für den Wärmestrom die Formel:

Die Übertragungsfähigkeit selbst setzt sich aus der wärmeübertragenden Fläche A des Apparates und dem im Wärmeübertrager gültigen Wärmedurchgangs-koeffizienten zusammen.

 

 

2 Aufgabenstellung

 

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Für vier verschiedene Massenströme sollen die Austrittstemperaturen der beiden Fluidströme gemessen und der jeweils übertragene Wärmestrom bestimmt werden.

Eine zweite Versuchsreihe dient dem Vergleich von Gleich- und Gegenstrom. Hierzu werden bei jeder Betriebsart vier Versuche bei unterschiedlichen Massenströmen durchgeführt. Bei jedem Versuch soll der warme Fluidstrom jeweils genauso groß wie der kalte Fluidstrom sein.

3 Versuchsdurchführung

3.1 Aufbau der Versuchsanlage

Der Doppelrohrwärmeübertrager (schematische Darstellung als Anlage 2) besteht aus zwei hintereinender geschalteten Doppelrohren aus Kupfer. Sie besitzen jeweils eine wirksame Länge von 1,5 m. Das Innenrohr hat einen Außendurchmesser von 22 mm und eine Wandstärke von 1mm, das Außenrohr hat einen Außendurchmesser von 35 mm und eine Wandstärke von 1,5 mm.

Die Temperaturen beider Fluidströme werden am Eingang und am Ausgang sowie jeweils in der Mitte des Apparates gemessen. Die beiden Volumenströme werden über Rotameter angezeigt. Die Messung erfolgt rechnerunterstützt mit Hilfe von LABVIEW, die Daten werden zur Weiterverabeitung in ein EXCEL-Programm (ein Ausdruck der Messergebnisse liegt im Anhang 1 bei) eingelesen.

Die beideneintretenden Fluidströme werden durch

 

geeignete vorgeschaltete Apparate auf konstanten Temperaturen von 45°C bzw. 15°C gehalten.

 

 

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Bei allen 12 durchgeführten Messungen wird der warme Fluidstrom im Ringspalt zwischen Außen- und Innenrohr geführt, der kalte Fluidstrom im Innenrohr.

Bei der ersten Versuchsreihe wird der Wärmetauscher im Gegenstrom betrieben. Dabei nimmt der Innenstrom für die ersten vier Messungen 9 kg/min an, wobei der Außenstrom zwischen 3 kg/min und 12 kg/min variiert wird.

Für die zweite Versuchsreihe werden in den Messungen 5 bis 8 die beiden Fluidströme im Gegenstrom jeweils gleich groß gehalten und wiederum zwischen 3 kg/min und 12 kg/min eingestellt. Anschließend wird der Versuchsapparat auf Gleichstrombetrieb umgestellt und analog zu den Messungen 5 bis 8 vorgegangen.

Die komplette Messung liegt im Anhang 1 bei.

4 Versuchsauswertung

4.1 Auswertung der 1. Versuchsreihe

In Abb. 3 wurden die Austrittstemperaturen beider Fluide in Abhängigkeit von den variierenden Massenströmen aufgetragen. Dabei steigen die Austrittstemperaturen der beiden Fluide, mit Erhöhung des Massenstroms, stetig.

Dies ist auf die steigende Geschwindigkeit des warmen Massenstroms zurückzuführen. Bei steigender Strömungsgeschwindigkeit kann mehr Wärme an den kalten Massenstrom abgegeben werden. Die mittlere treibende Temperaturdifferenz nimmt mit steigender Geschwindigkeit zu und es ist ein verbesserter Wärmeübergang möglich.

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Abb. 3: Ausgangstemperaturen in Abhängigkeit vom Massenstrom

Betrachtet man den mittleren übertragenen Wärmestrom im Bezug auf den Massenstrom, so ergibt sich die in Abb. 4 gezeigte Kurve. Der mittlere übertragene Wärmestrom steigt dabei kontinuierlich mit zunehmenden Massenstrom an.

Außerdem steigt die mittlere treibende Temperaturdifferenz und somit erhöht sich der Wärmedurchgangskoeffizient (Abb. 5) schwächer im Vergleich zum Wärmestrom. Das bedeutet aber auch, dass sich bei schwächer steigendem Wärmestrom der Wärmedurchgangskoeffizient stärker vergrößert.

Abb. 4: Übertragener Wärmestrom in Abhängigkeit vom Massenstrom

Abb. 5: Gem. Wärmedurchgangskoeffizient in Abhängigkeit vom Massenstrom

4.2 Auswertung der 2. Versuchsreihe

In der zweiten Versuchsreihe sollen die Temperaturverläufe über die Länge des Doppelrohrwärmeübertragers dargestellt werden. Das soll jeweils für Gleich- und Gegenstrombetrieb geschehen.

In Abb. 6 ist der Temperaturverlauf aus Messung-Nr. 5 im Gegenstrombetrieb dargestellt.

Abb. 6: Temperaturverlauf im Gegenstrombetrieb

Es ist sehr deutlich zu erkennen, dass bei Abkühlung des warmen Massenstroms sich der kalte Massenstrom dem entsprechend erwärmt. Dies ist ebenfalls auf alle anderen eingestellten Durchflüsse zutreffend.

 

Im Gleichstrombetriebt ergibt sich aus Messung Nr. 8 der in Abb. 7 ersichtliche Temperaturverlauf. Der sich wie folgt darstellen lässt:

 

Abb. 7: Temperaturverlauf im Gleichstrombetrieb


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