Praktikumsbericht
Die Kindertagesstätte
Wellerscheid ist eine „teiloffene“ Einrichtung mit der Qualifikation zum
Bewegungskindergarten. Teiloffen bedeutet, dass jedes Kind in eine Stammgruppe
eingeteilt ist, sich aber Mittags frei bewegen kann und in andere Gruppen gehen
kann.
Die Besonderheit der
Tagesstätte ist, dass es im gesamten Kindergarten sehr viel Wert auf Bewegung
gelegt wird, da dadurch nicht nur die Motorik, sondern auch die Sprache
gefördert wird.
Der Wellerscheider
Kindergarten, in der Nähe von Much ist sehr „naturnah“ gelegen und von Wald und
Wiesen umgeben. Diese kindgerechte Lage ermöglicht Waldtage, an denen die
Kinder die Tier und Pflanzen entdecken können.
Der Betrieb setzt sich aus
drei Gruppen mit jeweils 20-30 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren
zusammen. Er verfügt über sieben Erzieherinnen, einschließlich der Leitung,
einer Konditorin und einer Haushaltshilfe.
Der Kindergarten Wellerscheid
bietet eine Ganztagsbetreuung von 7:15h bis 16:15h.
Als Bewegungskindergarten
kooperiert die Tagesstätte mit dem TSV Much, der Tanz- und Turnaktivitäten am
Nachmittag anbietet. Außerdem können die Eltern ihre Kinder für Yoga, sowie
Musikunterricht anmelden.
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In jeder Gruppe ist eine
Küche, ein Nebenraum, eine Puppenecke, ein Mal- und Basteltisch, sowie eine
Leseecke vorhanden.
Eigene Tätigkeit
Meine Arbeitszeit im
Kindergarten umfasste täglich sechs Stunden, von 8:00h bis 14h. Ich wurde in
die Mondgruppe, die 23 Kinder umfasst eingeteilt und arbeitete mit zwei Erzieherinnen
zusammen.
Zu Beginn meines zweiwöchigen
Sozialpraktikums klärte mich die Leiterin des Kigas Wellerscheid im
Personalraum über die Schweigepflicht und das Infektionsschutzgesetz auf.
Nachdem ich einer Gruppe
zugeordnet wurde und meine neuen Kolleginnen kennen gelernt hatte, stellte ich
mich den Kindern meiner Gruppe in einem allmorgendlichem Stuhlkreis vor. Danach
sangen wir ein Osterlied und die Kinder führten mir ein einstudiertes
Fingerspiel vor. In dem Stuhlkreis wurde außerdem nach ihren Wochenenderlebnissen
gefragt.
Im Verlauf meines Praktikums
übernahm ich immer mehr Aufgaben innerhalb meiner Gruppe. Der typische
Tagesablauf sah wie folgt aus: Nachdem wir darauf warteten, dass alle Kinder
von ihren Eltern in den Kindergarten gebracht wurden, überprüften wir die
Anwesenheit.
Die Zeit bis zum täglichen
spielen im Hof wurde zum Frühstücken und spielen genutzt.
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Gegen Mittag, nachdem alle
Kinder gefrühstückt hatten half ich den Kindern beim Umziehen bevor wir nach
draußen auf den Hof gehen konnten. Dabei war es wichtig das sich die Kinder
wettergerrecht anzogen.
Auf dem Hof, trafen nach nach
einer Weile auch die anderen Gruppen mit ihren Erzieherinnen ein. Den Kindern
standen dort viele Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben
Klettergerüsten, einer großen Schaukel konnten sie auch zwischen verschiedenen
Fahrzeugen wie Bobbicras oder kleinen Träkers wählen.
Um diese Zeit wurden schon
einige Kinder von ihren Eltern abgeholt, die nicht zum Mittagessen blieben.
Pünktlich um halb 1 wurde zum
Mittagessen geläutet. Je nachdem ob die Kinder kalt oder warm aßen versammelten
sie sich in unterschiedlichen Gruppenräumen nachdem sie ihre Hände gewachsen
und sich umgezogen hatten. Meine Aufgaben war es das Kalte Mittagessen in der
Mondgruppe mit zu beaufsichtigen.
Die Kinder die noch nicht
abgeholt wurden waren konnten ihre Zeit nach dem Mittagessen nun weiterhin
meist eigenständig gestalten. Einige Kinder gingen nach dem Mittagessen gerne
in den Nebenraum, da sie sich dort austoben konnten ohne die anderen Kinder,
die vielleicht noch nicht fertig waren mit dem Essen zu stören.
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Während meiner gesamten
Arbeitszeit stand mir täglich eine halbe Stunde Pause zu, die ich zeitlich frei
wählen konnte. Meistens legte ich sie auf den Mittag, da dann schon einige Kinder
abgeholt wurden waren und es in den Gruppen ruhiger wurde.
In der ersten Woche meiner
Praktikumszeit gingen wir Donnerstags nach dem Frühstück in den Wald. Dort
konnten die Kinder den Wald als Spielraum nutzen. Ich half ihnen dabei Höhlen
zu bauen, balancierte mit ihnen über Baumstämme, spielte mit ihnen verstecken
und entdeckte mit ihren die Tiere und Pflanzen des Waldes. Später versammelten
wir uns auf einen aus Ästen selbst angelegten Kreis der als Sitzecke genutzt
werden konnte und sprachen mit den Kinder über ihre Erlebnisse. Zum Abschluss
wurden Bonbons verteilt.
Wegen der anstehenden
Hochzeit einer der beiden Gruppenleitungen und der anstehenden Osterfeier
feierten wir meinen Abschied in der zweiten Woche schon Mittwochs. Zum Abschied
backte ich Muffins für die Kinder und die Kinder übergaben mir im Stuhlkreis
ein Abschiedsgeschenk. Außerdem schlugen sie mögliche Berufe für mich vor wie
z.B.: Ärztin, Kindergärtnerin oder Rennfahrerin.
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Für die Osterfeier am Freitag
bastelte ich mit jedem Kind während den beiden Wochen eigenständig Osterkörbchen,
Hühner für die Fenster und bemalte mit ihnen Ostereier.
Am Freitag, mein letzter Tag
bereiteten wir ein großes Osterfrühstück mit den Kindern vor. Später las die
Gruppenleitung ein Hasenbuch vor und einige Vorschulkinder spielten uns eine Ostergeschichte
vor. Später suchten die Kinder in den Gruppenräumen nach gefüllten
Osterkörbchen, die der Osterhase für sie versteckt hatte. Nachdem jedes Kind
sein selbstgebasteltes und von uns Praktikantinnen gefülltes Osterkörpchen
gefunden hatte wünschten wir uns alle ein schönes Ostefest und natürlich auch
schöne Osterferien.
Berufsbild Erzieherin
Als Erzieherin betreut man
Kinder und Jugendliche und fördert sie in ihrer individuellen und sozialer
Entwicklung.
Man arbeitet hauptsächlich in
kommunalen oder kirchlichen Kindergärten, in Kinderkrippen und Horten, in
Kinderheimen, in Jugendzentren oder Beratungsstellen.
Wichtige Eigenschaften als
Erzieherin sind Konfliktfähigkeit und Einfühlungsvermögen, da man Streit schlichten
muss und auf Tränen oder Wutausbrüche angemessen reagieren sollte. Dabei
berücksichtigt man die kindliche Gefühls- und Erlebenswelt.
Auch die
Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, nicht nur im Umgang mit den Kindern,
sondern auch mit den Erziehungsberechtigten.
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