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Plebiszit (Pro und Kontra) .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Political Studies
Document category
Term paper
University, School
Mannheim
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2010 Lautenbach
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Political Studies

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Schulart/Klasse:

 

TGT 12

27 SchülerInnen

Lehrplaneinheit:

 

Jahrgangsstufe 1 / 3 / Partizipation an der Herrschaft / Plebiszitäre Elemente S. 11

Stundenthema:

Mehr Plebiszit? – Mehr Demokratie?

Einsatz des neuen Mediums:

Name des Einreichers/der Einreicherin:

Vogt Natascha

Anlagen:

 

 

M1: Karikatur

M2: Fallbeispiel: FDP-Gesetzesvorschlag

M3: Am Anfang war das Misstrauen.

M4: Soll der Volksentscheid ins GG?

M5: Wahlplakat NSDAP

M6: Karikatur zu M3

Groblernziel:

Die SchülerInnen sollen den Demokratiebegriff in Bezug auf Deutschland problematisieren.

 

Lernziele:

Die SchülerInnen sollen..

LZ1: MK: das Schaubild beschreiben und interpretieren können.

LZ2: FK: .. das dargestellte demokratische Problem erkennen (Hypothesen aufstellen).

LZ3: SK .. sich in Abstimmung mit ihrer Gruppe einigen auf einen, der präsentiert, der die Arbeitsergebnisse visualisiert und auf eine Version.

LZ4: MK .. ihre Arbeitsergebnisse visualisieren.

LZ5: MK: .. Argumente aus dem Text herausarbeiten und mit eigenen Worten wiedergeben können.

LZ6 FK: ... die Problematik des Volksentscheids erklären und beurteilen können.

 

Phase / Zeit / Ziele

Inhalt

Methode

Medien/Material

Sozialform

Bemerkungen

Begrüßung und Vorstellen

 

2 Min.

(43)

 

 

 

Plenum

lehrerzentriert

 

Einstieg – Motivation

 

3 Min.

(40)

Karikatur (M1):

Die Schüler sollen die Karikatur beschreiben und über dargestellte Problem Hypothesen anstellen.

 

[Ziel: Mehr politische Mitbestimmung (direkte)

Mittel: Plebiszit]

 

Bildbeschreibung

 

OHP

Folie

 

 

Tafel / Überschrift

 

Plenum

schülerzentriert

 

 

 

Überschrift an die Tafel:

Mehr Plebiszit? – Mehr Demokratie?

Erarbeitung I

 

10 Min.

(30)

Die SchülerInnen sollen in der Gruppe den Gesetzesvorschlag seitens der FDP zu mehr politischer Mitbestimmung lesen (M2) und ein Schaubild entwerfen, das den Ablauf von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheid nach den Forderungen der FDP visualisiert.

Visualisierung eines Textes

Text

Präsentationsfolien

 

Gruppenarbeit:

6 x 4er-Gruppen

1x3er-Gruppe

4 Gruppen erhalten M3

3 Gruppen M4

Die Aufgabe steht zusätzlich auf dem Text.

Sicherung I

 

8 Min.

 

(22)

Zwei Schaubilder sollen von den Schülern präsentiert werden

 

Überleitungsfrage:

Warum ist das Volksentscheid so problematisch? Das wollen wir beantworten

2 Präsentationen

OHP

Folie

Plenum

schülerzentriert

 

Erarbeitung II

10 Min.

(12)

Die SchülerInnen sollen in der bestehenden Gruppe anhand der Texte (M3 + M4) Pro- oder und Kontra-Argumente herausarbeiten

 

Texte

 

schülerzentriert

Bin mir noch nicht sicher, ob ich den Schülern M5 und M6 dazulege.

Sicherung II

8 Min.

Die Arbeitsergebnisse werden im Plenum besprochen.

 

Frage entwickelnd

 

Evt. Diskussion einiger Thesen

Tafelbild

Pro- und Contra

 

Folie Demagogie / Wahlplakat NSDAP (M5)

 

Weitere Karikatur: mündiger Bürger (M6)

Plenum

 

Lehrer-Schüler-Gespräch

 

 

 

Leider werden wir keine Zeit haben, M5 und M6 angemessen zu würdigen.

 

Diskussion

3 Min.

Die SchülerInnen sollen Stellung zu den Argumenten nehmen. Ermittlung ihrer Position: Für oder gegen Plebiszit.

 

 

Plenum

 

Lehrer-Schüler-Gespräch

 

Zur Klasse:

...

Materialien und Quellen:

M2

Mehr Macht dem Volk! – Was fordert die FDP? IN: RAAbits. Mitbestimmung in der Demokratie. August 2008, Material 19


Grafiken wurden automatisiert entfernt

M3

Am Anfang war das Misstrauen

Heribert Prantl

Am Anfang war das Misstrauen und es dauert bis heute: Die Autoren des Grundgesetzes trauten den Menschen nicht, für die sie das Grundgesetz schrieben. Sie konnten und wollten ihnen nicht verzeihen, dass sie einst Adolf Hitler gewählt und ihm bis zum Ende die Treue gehalten hatten.

Deshalb beschränkten sie die Möglichkeiten des Volks, seinen Willen wirksam zur Geltung zu bringen, auf das absolute Minimum - auf die alle vier Jahre fällige Neuwahl des Bundestages. Das Grundgesetz gab dem Volk kein Mittel in die Hand, die einmal gewählte Volksvertretung vorzeitig abzuberufen. Es gab ihm keinerlei Initiativrecht zur Gesetzgebung, es untersagte sogar die Direktwahl des Staatsoberhaupts.

Abgrundtief war die Angst vor neuen Demagogen, der Anfälligkeit des Volkes und davor, dass die Volksabstimmung als Hebel gegen die junge Demokratie missbraucht werden könnte. Deshalb gaben die Mütter und Väter des Grundgesetzes dem Plebiszit keinen Millimeter Raum. Anlass zum Nachdenken darüber, ob dies ein Dauerzustand bleiben dürfe, hatte man nicht: Das Grundgesetz war ja schließlich nur als vorläufige Ordnung, als Provisorium, geschaffen.

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Diese Menschen sind nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch lediglich begrenzt geschäftsfähig, das heißt: Ihr Wille ist, in ihrem eigenen Interesse, nur teilweise wirksam.

Die Demokratie hat sich gefestigt. Eigenartigerweise festigte sich aber gleichzeitig auch der anti-plebiszitäre Pessimismus. Er tut so, als bestehe das Volk aus Halbidioten, die man vor sich selber schützen müsse.

Weil sich diese Betrachtungsweise auch auf das allgemeine Wahlrecht erstrecken müsste, gesteht man dem Volk alle vier Jahre ein lucidum intervallum zu - einen lichten Augenblick just dann, wenn es um die Bestätigung seiner Repräsentanten geht. (..)

(aus: Süddeutsche Zeitung, 22./23.6.1991)

Arbeitsanregungen:

Arbeiten Sie aus dem Text heraus:

  1. Worauf gründet sich nach Ansicht des Autors das Misstrauen gegen den Volksentscheid, das die Väter des Grundgesetzes dem Plebiszit entgegengebracht haben?
  2. Mit welchen Argumenten plädiert er für eine Kehrtwendung bei dem herrschenden anti-plebiszitären Pessimismus?

Quelle: http://www.teachsam.de/geschichte/ges_deu_weimar_18-33/wrv/wrv_txt_3.htm

 

M4

Soll der Volksentscheid ins Grundgesetz?

Franz Möller

 

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Man kann nicht einfach mit Ja oder Nein etwa über den Aufbau der neuen Bundesländer abstimmen. Und Volksentscheide über Einzelfragen fügen sich nicht in eine abgestimmte politische Gesamtkonzeption. Zudem fiele der in einer Demokratie notwendige Kompromiss nahezu aus. Der politische Entscheidungsprozess würde emotionalisiert.

Demagogen hätten leichtes Spiel, wenn es zum Beispiel um die Todesstrafe geht. Bestimmte Bereiche müssten vom Plebiszit generell ausgenommen werden. Wer würde schon für Steuererhöhungen stimmen, wenn er selbst davon betroffen wäre?
Die plebiszitären Erfahrungen in den Ländern und Gemeinden sind nicht auf den Bund übertragbar.

Weil deren Verhältnisse weniger komplex sind. Werden plebiszitäre Möglichkeiten dort erst einmal genutzt, stehen meist Interessenverbände oder politische Parteien dahinter. Plebiszite können gar ein Weniger an Demokratie bedeuten, wenn nämlich die Beteiligung der Bevölkerung an einem Volksentscheid gering ist und so letztlich Minderheiten entscheiden.
Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben deshalb ganz bewusst auf den Volksentscheid verzichtet und dadurch die politische Stabilität unseres Staates gefestigt.

(aus: focus, 12/1993, S.44)

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Arbeitsanregungen:

Arbeiten Sie aus dem Text heraus:

  1. Womit begründet der Autor seine Ablehnung des Volksentscheids?

 

M5: Wahkplakat NSDAP

Kochendörfer, Jürgen: Geschichte Geschehen. Berufliche Oberstufe. 1. Aufl., Leipzig 2003, S. 410

Karikaturen:

M1

Alle vier Jahre ein Kreuz machen – ist das Demokratie?


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Leger, Peter: Die Macht des Wählers. IN: Mitbestimmung in der Demokratie. Hrsg. RAAbits, August 2008

M6


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Der mündige Bürger lebe hoch!

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