Physiologie
1. Wie entsteht das Ruhepotential einer Zelle?
Die Ionen sind im Intra- und Extrazellulärem Bereich
unterschiedlich verteilt, dadurch entsteht ein Konzentrationsunterschied
(Membranpotenzial). Das Innere einer Zelle weist dabei gegenüber dem extrazellulären
Raum eine negative Ladung auf (Ruhepotenzial). So ist die Kaliumkonzentration
intrazellulär ca. 35-mal größer als extrazellulär, als Anionen überwiegen
innerhalb der Zelle Proteine.
Extrazellulär überwiegen Natriumionen und als
negative Gegenionen Chloranionen. Die Anreicherung von K+- Ionen im
Inneren der Zellen ist eine spezifische Leistung fast jeder Zelle und stellt
einen der wichtigsten aktiven Transportprozesse dar. Diese ,,Ionenpumpe’’
transportiert K+- Ionen in die Zelle hinein und im Gegenzug Na+-Ionen
heraus. Die Zellmembran ist für Ionen undurchlässig, daher gibt es für Na+,
K+, und Cl- Membranporen (Kanäle), nicht jedoch für
Proteinanionen. Während des Ruhepotenzials sind die K+-Kanäle häufig
offen, während die Na+- und Cl- -Kanäle meist geschlossen
sind.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Der Ausstrom bereits weniger Kaliumionen lässt an der Innenseite der
Zellmembran die negativ geladenen Gegenanionen (Proteinanionen) zurück, wodurch
das Zellinnere negativ gegenüber der Umgebung geladen ist. Der Ionenausstrom
durch Membranporen ist unabhängig von der Na+-K+- Pumpe.
2. Wodurch wird das Ruhepotential konstant gehalten?
Der Ausstrom von K+ -Ionen im Ruhepotenzial
begrenzt sich, indem der zunehmend negative Ladungsüberschuss an der
Zellinnenseite durch einen weiteren K+ -Ausstrom verhindert wird, da
mit steigendem evtl. Ungleichgewicht ein K+ -Rückstrom eintritt. Es
stellt sich ein Gleichgewichtszustand ein, bei dem der K+ -Einstrom
genau so groß ist wie der K+ -Ausstrom à Gleichgewichtspotenzial.
3. Beschreiben sie die Entstehung und den Ablauf eines
typischen Aktionspotentials im
Nervengewebe!
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Bei Erreichen des kritischen Membranpotentials (Schwelle -50mV)
gehen spannungsabhängige Na+ -Kanäle aufàNa+ gelangt nach innen. Dadurch entsteht ein
Überschuss an positiven Ionen innen, eine so genannte Depolarisation mit
Potentialumkehr (Overshoot). Nach 0,2 msek schließen sich die Na+ -Kanäle
und K+ -Kanäle öffnen sichàK+
-Ausstrom (Repolarisation zum Ruhepotential). Danach stehen die K+ -Kanäle
immer noch offen (Hyperpolarisation). Dann gehen die K+ -Kanäle zu
und die Natriumionen müssen unter Energieaufwand über die Ionenpumpe aus dem
Zellinneren entfernt werdenàRuhepotential
wird wieder erreicht.
4. Was ist die Refraktärzeit beim Aktionspotential?
Eine Membran ist refraktär, wenn sich alle Na+ -Kanäle
in einem geschlossenen und nicht aktivierbaren Zustand befinden.
∙Absolute: keine Na+ -Kanäle aktivierbar
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5. Wie geschieht die Erregungsübertragung an den
chemischen Synapsen?
Prinzipiell gibt es 2 verschiedene Arten von Synapsen: die
elektrischen und die chemischen.
Die chemische Synopse zählt zur Hauptmenge aller beim
Menschen vorkommenden Synapsen. Die zweite Zelle wird dadurch erregt, dass die
erste Nervenzelle einen chemischen Stoff =Transmitter abgibt. VentilfunktionàRichtung vorgegebenàlangsamer je nach Synapsentyp 0,3-5 ms. Im
Bereich der präsynaptischen Membran weist das Axon häufig eine kolbenförmige
Verdickung auf, den synaptischen Endkopf, in dem zahlreiche Vesikel, so
genannte synaptische Bläschen, enthalten sind. Trifft ein Aktionspotential am
synaptischen Endkopf ein, werden die in den Vesikeln gespeicherten Transmitter
durch aktive Soffausscheidung in den synaptischen Spalt ausgeschüttet.
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6. Was sind erregende und hemmende Synapsen?
Bindung des Transmitters an den Rezeptor führt
∙entweder zu einer Depolarisation der
postsynaptischen Membranàerregende
oder exzitatorische
Synapseàerregendes postsynaptisches
Potential= EPSP
allgemein: Weiterleitung der Erregung
durch Azetylcholin und Glutamat
∙oder zu einer Hyperpolarisation der postsynaptischen
Membranàhemmende oder
inhibitorische Synapseàinhibitorisches
postsynaptisches Potential= IPSP
allgemein: Hemmung der Weiterleitung
durch Glycin und γ-Aminobuttersäure
7. Was ist eine kontinuierliche und saltatorische
Erregungsleitung?
Je nach Myelinisierung unterscheidet man:
∙ A- Fasern= markhaltige Nervenfasern ~ 100 m/s
∙ B- Fasern= markarme Nervenfasern ~10 m/s
∙ C- Fasern= marklose Nervenfasern ~ 1 m/s
A- + B- Fasern: sprunghafte= saltatorische
Erregungsfortleitungàschneller und
verbraucht
Weniger Energie
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