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Physiognomische Besonderheiten Graz .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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Physiognomische Besonderheiten Graz

Der Grazer Schloßberg


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Naturnahe Vegetation (Zimmermann, 1994)

Der überwiegende Teil des Schloßberges (ca. 8 Hektar) ist heute mit einem

geschlossenem Mischwald bedeckt, der 47 heimische Baum und Straucharten

beherbergt. Dieser Bestand wurde um 1840 durch eine außerordentlich

standortkundige Initialpflanzung von Freiherr von Welden angelegt. Daraus hat sich

bis heute bereits ein sekundäres ökologisches Gleichgewicht herausgebildet, das

im Jungwuchs für die entsprechende Auslese sorgt. Die Nordseite ist mit

submontanem Laubmischwald mit der dominierenden Rotbuche (Fagus sylvatica)

bedeckt, während an der Ost-, Süd- und Westseite ein wärmeliebender

Laubmischwald mit Feldahorn (Acer campestre) überwiegt. Erwähnenswert sind

neben einigen Wiesenflächen noch wenige Reste einer interessanten Fels- und

Mauerflora (Bergfenchel-Felsflur mitSeseli austriacum und Mauerrauten-Flur mit

Asplenium ruta-muraria).

Etwa 5 Hektar der Bergfläche werden als gärtnerisch überprägte Vegetation

eingestuft, die aus ökologischer Sicht eine geringere Bedeutung hat. Darunter

befinden sich aber einige interessante “ exotische” Gehölze, wie z.B.: einen unter

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Gehölze wie die Feige (Ficus carica) oder den Granatapfel (Punica granatum).

Generell wird in der Vegetationsstudie gefordert, die naturnahen Bereiche ihrer

eigendynamischen Entwicklung zu überlassen, in Teilbereichen den Fremdbestand

an Gehölzen vorsichtig zu reduzieren (z.B.: flächige Cotoneaster horizontalis

Bestände im Bereich des Kriegssteiges) und die zentralen, intensiv genutzten

Bereiche weiterhin gärtnerisch zu betreuen.


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Vogelwelt (Brunner, 1996)

Während der etwa zwei Jahre dauernden Beobachtungsphase wurden auf dem

Schloßberg 46 Vogelarten festgestellt, von denen 33 ständig oder fallweise brüten.

Dies stellt einen für inner-städtische Verhältnisse überdurchschnittlich reichen

Artenbestand dar. Auch im Vergleich mit anderen städtischen Grünflächen

Österreichs und Mitteleuropas erscheint die Vogelwelt des Schloßberges äußerst

vielfältig. Dieser relative Artenreichtum ist darauf zurückzuführen, daß der

Schloßberg mit seinen naturnahen Lebensräumen den zahlreichen Vogelarten

geeignete Strukturen und Ressourcen bietet. Als Resümee wird festgehalten, daß

bleiben sollen, um die naturnahen Bereiche als wichtige Ruhe-, Nahrungs- und

Bruträume für Vögel zu erhalten.

 

 

 

Käferwelt (Neuhäuser-Happe und Fritz, 1996)

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Im Zuge der Ausarbeitung dieser Untersuchung über die Käferwelt des

Schloßberges konnten 288 Käferarten aus 56 Familien nachgewiesen werden.

Dazu zählen auch einige spektakuläre Funde wie jener des Pilzstaubkäfers

Symbiotes gibberosus, der in der Steiermark bereits als ausgestorben galt. Auch

andere Arten der Roten Liste und gesetzlich geschützte Arten, sowie Erstnachweise

einiger Käferarten für die Steiermark, Österreich und Mitteleuropa wurden

beobachtet. Allgemein wird festgestellt, dass die zahlreichen Käfer- und

Insektenarten sehr unterschiedliche Lebensraumstrukturen benötigen und diese

auch auf dem Schloßberg vorfinden. Blüten, Gräser, Sträucher, Moos, morsches

Holz, Steine, Laubstreu, Detritus, Sandflächen, sonnig-heiße und schattig-feuchte

Lagen, u.a. bieten für viele Arten geeignete Lebensräume. Als Hauptkriterium für

ein Pflegekonzept aus der Sicht der Käferwelt wird der Erhalt und die Verbesserung

des Strukturreichtums genannt.

Die Mur


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Die Mur fließt durch Österreich, Kroatien und Slowenien und bildet die Grenze zwischen Kroatien und Ungarn.

In Kroatien wird das Gebiet das zwischen der Mur und der Drau, in welche die Mur mündet, als „ Zwischenmurland“ oder im deutschen auch als Murinsel bezeichnet.

 

 

 

 

 

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Daten

Lage

Österreich, Slowenien, Kroatien

Länge

453 kmdep1

Quelle

Radstädter Tauern
47° 7′ 48″ N, 13° 20′ 49″ O

Quellhöhe

1.898 m ü. A.

Mündung

Drau


46° 17′ 54″ N, 16° 53′ 9″ O

Mündungshöhe

130 mVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt

Höhenunterschied

1770 mdep1

Abfluss über

Donau

Einzugsgebiet

13.824 km²dep1

Rechte Nebenflüsse

Kainach, Sulm

Linke Nebenflüsse

Lungauer Taurach, Liesing, Mürz

Großstädte

Graz

Mittelstädte

Judenburg, Knittelfeld, Leoben, Bruck an der Mur

Kleinstädte

Tamsweg, Murau, Kalsdorf bei Graz, Leibnitz, Bad Radkersburg

Einwohner im Einzugsgebiet

~ 500.000 EW

Der Verlauf

Die Mur entspringt südöstlich des Murtörls (2260 m) in der so genannten Schmalzgrube auf einer Höhe von 1,898 m in den Niederen Tauern (an der Grenze zu denHohen Tauern)im Salzburger Lungau, fließt weiter als Hauptfluss durch die Steiermark und ihre Hauptstadt Graz.

In der Südsteiermark bildet sie die Grenze zu Slowenien. Sie mündet nach 453 km bei Legrad an der kroatisch-ungarischen Grenze in dieDrau. Kurz davor mündet der Principaliskanal in sie ein, der die Zala mit der Mur verbindet.


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Die Umwelt

Schon an ihrem Oberlauf in Österreich zählte die Mur bis in die späten 1980er-Jahre vor allem durch Abwässer der an ihren Ufern und Zuflüssen angesiedelten Papierindustrie inPöls, Niklasdorf und Gratkorn sowie der Schwerindustrie (Voestalpin Donauwitz) zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Österreichs.

Heute ist die Mur in ihrem langsam fließenden steirischen Bereich südlich von Graz weitgehend saniert und weist eine zufriedenstellende Gewässergüte auf auf, wie die Rückkehr einiger sensibler Fischarten (z. B. der Äsche) beweist.

2001 wurde die Mur von der Steirischen Landesregierung zum Fluss des Jahres gekürt.


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Nutzung

Der Fluss wird in der Steiermark durch zahlreiche Wasserkraftwerke für die Stromerzeugung genutzt.

In der Steiermark verläuft neben der Mur auch ein 340 km langer Radweg, der sogenannte Murradweg.

Schiffsmühlen auf der Mur

In der Mur befinden sich heute noch drei der inzwischen selten gewordenen Schiffsmühlen, auf dem Wasser schwimmende und zum Ufer hin vertäute Kähne, die als Doppelrumpf durch Balken miteinander verbunden sind und zwischen denen ein Wasserrad von der Flussströmung unterschlächtig angetrieben wird.

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Die zweite Mühle findet man stromabwärts in Slowenien in der Nähe von Verzeij. Als „Babič-mlin“ bekannt, ist sie eine im Original erhaltene Mühle, deren Wasserrad mit Getriebe auf dem Wasser schwimmt, während das Mühlenhaus am Flussufer steht.

Die Kraftübertragung zum Land hin erfolgt über einen Seiltrieb. Die Mühle wird in Privatbesitz betrieben und ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus der Umgebung.

Die dritte Schiffsmühle ist ein authentischer Nachbau von einem Typ, wie er häufig an der Mur zu finden war. Sie liegt etwas stromaufwärts im Länderdreieck von Slowenien, Kroatien und Ungarn am kroatischen Ufer. Wie in Mureck trägt der landseitige Ponton das Mühlenhaus während der stromseitige Schwimmer das Gegenlager des Mühlrades aufnimmt.

Es gibt noch eine weitere Schiffsmühle auf der Mur, allerdings als Wrack im Trockenen auf dem Gelände des Thermalbades in Lendava, Slowenien.

Das Grazer Becken


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Das Grazer Becken; 1 Schloßberg, 2 Graz/ Thalerhof, 3 Plabutsch, 4 Laßnitzhöhe,

5 Schöckel

Foto: Lazar

Das Grazer Becken liegt am Ostrand der Alpen am Mittellauf der Mur.

Namensgebend ist die dort gelegene zweitgrößte Stadt Österreichs Graz, die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Steiermark.


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