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Physikalisches Pendel Versuch .doc

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Physics
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HTWG Konstanz - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung
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2008
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Physikalisches Pendel

Bestimmung von Massenträgheitsmomenten

20. November 2008

WS08/09


Inhalt

1 Theorie. 1

1.1 Aufgabenbeschreibung des Laborversuches. 1

1.2 Theorie. 1

1.2.1 Bestimmung des Massenträgheitsmoments. 1

1.2.2 Der Steinersche Satz. 2

Herleitung des Satzes. 2

1.2.3 Die Schwingungsdauer 3

2 Versuch. 4

2.1 Versuchsaufbau. 4

2.2 Beschreibung der Versuchsdurchführung. 5

2.3 Messmittel und deren systematische Fehler 5

2.4 Messwerte. 5

2.4.1 Masse und Länge. 5

2.4.2 Messreihen. 6

3 Auswertung. 6

3.1 Auswertung der eigenen Messreihen. 6

3.1.1 Werte aus Excel 6

3.1.2 Berechnung der Schwingungsdauer [T] 6

3.1.3 Berechnung des Massenträgheitsmomentes JA und JS. 7

3.2 Fehlerrechnung. 7

3.2.1 Fehlerfortpflanzung für JA. 7

3.2.2 Fehlerfortpflanzung für JS. 8

3.2.3 Fehlerauswertung. 8

3.3 Darstellung der Messergebnisse (t,T,JA,JS) 8

3.4 Ergebnisse der anderen Gruppen. 9

4 Erkenntnisse. 9

4.1 Warum ist der Fehler der Zeit beim Hammer größer als bei der Felge?. 9

4.2 Warum ist der Fehler des Meterstabes beim Tennisschläger größer als bei der Felge? 10

4.3 Welcher Fehler für die Zeit ist richtig?. 10

4.4 Wie kann man den Fehler der Felge unter 10% bringen?. 10

4.5 Wie kann man den Fehler beim Hammer unter 10% bringen?. 10

4.6 Was sind Gewichtsfaktoren?. 11

4.7 Differenz gleich großer Zahlen. 11

5 Anhang. 12

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1.2 Theorie

  • Je höher das Massenträgheitsmoment, desto mehr Kraft wird benötigt den Körper in Drehung zu versetzten.
  • Schwere Körper mit gleicher Geometrie lassen sich schwerer in Drehung versetzen wie leichte
  • Kompakte Körper mir ähnlicher Masse lassen sich leichter in Drehung versetzen
  • Bei den meisten Körpern ist die Leichtigkeit der Drehung stark abhängig von der gewählten Drehachse
  • Je weiter die Drehachse vom Schwerpunkt weg ist desto schwerer die Drehung

 

1.2.1 Bestimmung des Massenträgheitsmoments

Das Massenträgheitsmoment lässt sich über ein Volumenintegral bei bekannter Symmetrie und Material des Körpers berechnen

m: Masse

I: Trägheitsmoment

r: Abstand der Drehachse zum Schwerpunkt

Durch messen der Winkelgeschwindigkeit und dem Moment eines in Drehung versetzten Körpers kann man experimentell das Massenträgheitsmoment über die Beziehung

bestimmen.

M Betrag des Momentes um den Körper in Drehung zu versetzen

aω Winkelbeschleunigung

JA Massenträgheitsmoment um die Drehachse A, J im Allgemeinen ist die Bezeichnung für das Massenträgheitsmoment

Gerade wenn sich die Winkelgeschwindigkeiten bei Drehbewegungen ändern treten Momente und Kräfte auf.

 

 

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Dieser Satz lässt sich aus der Definition des Trägheitsmomentes direkt herleiten.

Diese lautet:

J_0 = \sum l^2 \quad \Delta m

und beschreibt die Summe aller Massepunkte, multipliziert mit ihrer quadrierten Entfernung zur Rotationsachse.

Herleitung des Satzes

Für die folgende Betrachtung legen wir fest, dass die Rotationsachse, sowie die Schwerpunktachse, auf die wir uns beziehen, parallel zur Z-Achse im Koordinatensystem liegen.
Damit gilt:

l = \sqrt {x^2 + y^2}

Ferner setzen wir a so an, dass entlang der X-Achse des Systems verschoben wird. Dann ergibt sich als Abstand zwischen der Rotationsachse Raund Massepunkt Δm:

u = \sqrt{(a-x)^2+y^2} \\ u^2 = (a-x)^2+y^2

und somit als neues Trägheitsmoment:

Dabei verdienen die drei Teilterme Ja1, Ja2 und Ja3 besondere Beachtung.

Der erste Term, Ja1, ist nichts anderes als das bekannte Trägheitsmoment bezüglich der Schwerpunktachse R0:

J_{a1} = \sum (x^2+y^2) \quad \Delta m \\<br />
J_{a1} = \sum l^2 \quad \Delta m \\<br />
J_{a1} = J_0

Der dritte Term, Ja3, beschreibt eine Summierung aller Massepunkte. Das ist selbstverständlich exakt die Gesamtmasse M des Objektes, so dass sich ergibt:

J_{a3} = a^2 \sum \quad \Delta m \\<br />
J_{a3} = a^2 M

Der zweite Term, Ja2, ist leichter zu begreifen, wenn man sich noch einmal vor Augen hält, dass er sich auf die Schwerpunktachse bezieht. Jede beliebige Achse um die Schwerpunktachse beherbergt eine ebenso hohe Masse in positiver Richtung, wie in negativer.

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J_{a3} = - 2a\sum x \quad \Delta m \\<br />
J_{a3} = -2a * 0 = 0

folgt. Zusammengesetzt ergibt sich:

J_a = J_{a1} + J_{a2} + J_{a3} \\<br />
J_a = J_0 + 0 + a^2M \\<br />
J_a = J_0 + a^2M

.

JS Massenträgheitsmoment um Drehachse S, (geht durch den Schwerpunkt und ist parallel zu A)

Ja Abstand zwischen den Achsen A und S

Bei beliebig geformten Körpern treten die Achsen mit dem kleinsten und größten Massenträgheitsmoment bezüglich der Drehung um den Schwerpunk hervor. Dies sind die Hauptträgheitsachsen des Körpers. Es existiert zusätzlich noch eine dritte Hauptträgheitsachs welche senkrecht zu den anderen beiden ist.

Mit Hilfe des Steinerschen Satzes und den bekannten Massenträgheitsmomenten um die drei Hauptträgheitsachsen lässt sich nun jede beliebige Drehachse berechnen.

1.2.3 Die Schwingungsdauer

 

Herleitung der Formel:

(1)

(2)

(2) in (1):

wenn man die Formel JA = JS + m ∙ a2 für sehr große a betrachtet, ergibt sich:

In (1): (l=a)

2 Versuch

2.1 Versuchsaufbau

Ein ideales Pendel würde aus einer Masse m welche an einer Schnur der Länge l hängt bestehen. Für diesen Fall wird die Schnur als masselos angesehen. Wird die Masse nun aus Ihrer Ruhelage um einen Anfangswinkel ausgelenkt und sich dann selbst überlassen, führt sie periodische Schwingungen (T) aus.

Diese Schwingungsbewegung wird in unserem Versuch erfasst und untersucht.

 

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Um die gewünschten Messwerte zu erhalten, wird die Felge in beiden Lagen pro Messung jeweils 20mal von einem beliebigen Startpunkt aus schwingen gelassen. Diese Messung wird in jeder Lage 8mal wiederholt.

Bild 1: senkrechte Aufhängung Bild 2: waagrechte Aufhängung

2.2 Beschreibung der Versuchsdurchführung

Erster Schritt ist die Bestimmung der Hauptträgheitsachsen und des Schwerpunktes. Für die spätere Versuchsauswertung muss die Felge gewogen werden. Die Schnurlänge an der die Felge hängt wird beliebig gewählt. Der Abstand des Aufhängepunktes zum Schwerpunkt wird jeweils möglichst genau gemessen.

Nach Abschluß der Vorbereitungen wird die Felge beliebig weit ausgelenkt und losgelassen. Mittels einer Stoppuhr wird die Zeit für exakt 20 Schwingungen gemessen und dokumentiert. Dieser Vorgang wird 8mal wiederholt.

2.3 Messmittel und deren systematische Fehler

Als Messmittel vorhanden:

·         eine Stoppuhr, mit einer Genauigkeit von 0,2 sec.

·         eine Marktwaage, mit einer Genauigkeit von 1 g

·         ein Zollstock, mit einer Genauigkeit von 5 mm

2.4       Messwerte

2.4.1    Masse und Länge

 

 

Masse m [g]

um [g]

Länge a [mm]

ua [mm]

ut [s]

A 1

1839

1

760

5

0,2

A 2

1839

1

650

5

0,2

2.4.2 Messreihen

 

Aufhängung 1

N

t/s

20

38,4

20

38,8

20

38,6

20

38,6

20

38,6

20

38,6

20

38,8

20

38,7

Aufhängung 2

 

N

t/s

20

33,5

20

33,7

20

33,5

20

33,8

20

33,8

20

33,9

20

33,7

20

33,9

 

 

 


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