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Pflanzengifte und ihre Bedeutung .doc

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Faculty
Natural Science
Discipline
Biomedical Sciences
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University, School
BRG Viktring Klagenfurt
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2005
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Pflanzengifte und ihre Bedeutung

Inhalt

1 Bedeutung des Giftes für Pflanzen.. 2

1.1 Zur Verteidigung. 2

1.2 Zur Arterhaltung. 2

1.3 Der Zufälligkeitsfaktor 2

1.4 Als Abfallprodukte. 3

2 Die Giftigkeit von Pflanzen.. 3

3 Einteilung von Giftpflanzen.. 4

3.1 Stark giftige Pflanzen. 4

3.2 Giftige Pflanzen. 4

3.3 Schwach giftige Pflanzen. 5

4 Die chemische Einteilung der Pflanzengifte. 5

4.1 Die ätherischen Öle. 5

4.2 Die Alkaloide. 6

4.3 Die Aminosäuren. 6

4.4 Die Glykoside. 6

Glossar 7

Anhang. 8

Die Engelstrompete (brugmansia aurea) 8

Atropin.. 9

Anwendung. 10

Wirkungsmechanismus. 10

Nebenwirkungen. 10



1 Bedeutung des Giftes für Pflanzen

Die Frage, warum Pflanzen eigentlich Gifte benötigen und welchen Nutzen ihnen ihr Gift bringt, ist auch für Experten nicht leicht (und nicht immer richtig) zu beantworten. Der oft angeführte Grund, Pflanzen würden ihr Gift nur benötigen, um sich vor Fressfeinden zu schützen, ist zumindenst in einigen Fällen äußerst fragwürdig, denn es gibt noch viele weitere Situationen, in denen eine Pflanze ihr Gift benötigt.

1.1 Zur Verteidigung

Da sich Pflanzen, anders als Tiere und Menschen, nicht fortbewegen können, haben sie im Laufe der Zeit Gifte entwickelt, um ihren Standort vor anderen Pflanzen, die sich ebenfalls dort einnisten wollen, zu verteidigen. So schützt sich der Walnuss-Baum beispielsweise vor anderen Pflanzen, die sich in seiner Umgebung breit machen wollen.

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1.2 Zur Arterhaltung

Ein weiterer Grund wäre das Sichern der Art: Werden Beeren gefressen, bevor der Samen die Samenfähigkeit erreicht hat, ist der Fortbestand der Art gefährdet. Deswegen befinden sich auch in fast allen unreifen Beeren Oxalsäuren und andere Säuren, die während des Reifens der Frucht abgebaut werden.

Dies ist ein Schutzmechanismus um das Aussterben der eigenen Art zu verhindern.

1.3 Der Zufälligkeitsfaktor

Betrachte man nun einmal die Petersilie und den Sadebaum genauer: Petersilie enthält zum Großteil ein ätherisches Öl, das aus p-1,3,8-Menthatrien besteht und hoch begehrt ist. Der Sadebaum hingegen, ebenfalls eine Giftpflanze, enthält auch ein ätherisches Öl, welches zum Großteil aus Sabinen aufgebaut ist.

Sabinen wirken schädlich.

Sabinen und p-1,3,8-Menthatrien

Betrachtet man nun den Aufbau genauer, so stellt man keine großen Unterschiede fest, die Wirkung der beiden Verbindungen jedoch ist sehr unterschiedlich. Viele Pflanzen enthalten solche verschiedenste Verbindungen, die Monterpene genannt werden. Zum Teil sind diese Monterpene giftig, andere wiederum sind begehrte Aromastoffe, so etwa das Limonen aus Zitrusfrüchten, das eher einen geringen Giftcharakter aufweist.

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1.4 Als Abfallprodukte

Pflanzen haben auch nicht die Möglichkeit, Abfallprodukte ihres Stoffwechsels auszuscheiden (außer natürlich den Sauerstoff, der abgegeben wird). Daher gehen Experten davon aus, dass viele giftige Pflanzeninhaltsstoffe schlichtweg Abfallprodukte darstellen.

Hierbei bliebe aber noch zu untersuchen, ob auch ungiftige Pflanzen solche Abfallprodukte ausscheiden, die bisher jedoch unerkannt geblieben sind, da sie keinerlei Einfluss auf menschliche oder tierische Organismen haben.

2 Die Giftigkeit von Pflanzen

Oft hört man von tragischen Vergiftungen durch Pflanzen. Die häufigste Ursache für solche Vorfälle ist das Unwissen über die Giftigkeit oder Genießbarkeit von Pflanzen.

Als „giftig“ werden jene Pflanzen bezeichnet, deren Inhaltsstoffe gesundheitliche Schäden bei Tieren oder Menschen hervorrufen können. Oft ist die Dosis entscheidend, ob ein Pflanzeninhaltsstoff schadet, oder heilend wirkt: Wirkstoffe des Fingerhuts gelten als sehr wirksames Herzmedikament, während eine Überdosis zu schweren Vergiftungen führen kann.

Auch hat nicht jede Pflanze der gleichen Art den gleichen Wirkstoffgehalt. Dieser ist abhängig von Standort, Klima und Wetter, dem Alter, dem Erbgut und der Witterungsperiode, in der sich die Pflanze gerade befindet. Somit kann eine Pflanze sowohl nur zu bestimmten Witterungszeiten giftig sein, oder auch ganzjährig.

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3 Einteilung von Giftpflanzen

Man unterteilt Pflanzen, je nach Giftigkeit, in 3 Gruppen: stark giftig, giftig oder schwach giftig.

3.1 Stark giftige Pflanzen

Diese führen zu gefährlichen und oftmals auch tödlichen Vergiftungen, wie zum Beispiel Sehstörungen, Kreislaufstörungen, Atem- oder Herzstillstand. Bei diesen Pflanzen können schon die kleinste Berührung oder der Verzehr einer kleinen Menge schwerste Schäden verursachen.

Zu der Gruppe der stark giftigen Pflanzen gehören zum Beispiel die beliebte Kübelpflanze Engelstrompete (siehe Anhang), der Eisenhut (dieser wird oft als die giftigste Pflanze Europas bezeichnet, da die gefährlichen Wirkstoffe auch über die Haut in den Körper eindringen können), die Herbstzeitlose und die Tollkirsche.

3.2 Giftige Pflanzen

Sie verursachen schwere Vergiftungen durch Berührung oder Verzehr von ihnen. Die allseits bekannten hierbei sind zum Beispiel Maiglöckchen, Efeu, Fingerhut oder Oleander. Auch Eiben zählen zu dieser Kategorie. Vergiftungen durch sie sind beim Menschen eher selten, doch bei Pferden hingegen reicht oftmals schon die kleinste Menge, um den Tod des Tieres auszulösen.

 

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Unter phototoxischen Pflanzen versteht man diejenigen, die erst bei Berührung in Zusammenhang mit dem UV-Licht der Sonne zu Vergiftungen führen.

Am Häufigsten kommt es zu Vergiftungen durch Vertreter der Gruppe der schwach giftigen Pflanzen. Sie werden häufig mit ungiftigen Pflanzen, häufig verwendeten Nutzpflanzen, verwechselt (z.B. Beeren des Schneeball mit denen der Johannisbeere oder auch Bährlauch mit Maiglöckchen).

Auch eine bei uns weit verbreitete Unart ist oftmals Ursache für Vergiftungen: Das Kauen an Trieben, Blättern oder Stängeln. Dies kann zu Übelkeit, Erbrechen usw. führen.

Von vielen anderen Giftpflanzen jedoch gehen nur selten Vergiftungen aus, da sie schon zu „giftig und unattraktiv“ aussehen.

4 Die chemische Einteilung der Pflanzengifte

Die giftigen Inhaltsstoffe von Pflanzen werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, die in erster Linie auf chemischen Unterschieden beruhn. Hier eine kurze Aufstellung über die verschiedenen Pflanzengifte:

4.1 Die ätherischen Öle

Unter ätherischen Ölen versteht man flüchtige Pflanzeninhaltsstoffe, die auch für den Geruch einer Pflanze verantwortlich sind. Ätherische Öle sind wichtige Bestandteile von Parfums, sie prägen auch den Geschmack und Geruch zahlreicher Kräuter und Gewürze, jedoch können einige dieser ätherischen Öle eine starke Giftigkeit aufweisen.

Ein solches ätherisches Öl wäre beispielsweise das Zimtaldehyd, jener Stoff, der für das typische Zimtarome verantwortlich ist.



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