MENSCHEN DER KIRCHE:
PERPETUA UND MARTIN
PERPETUA: ZU DEN WILDEN TIEREN VERURTEILT
Am 7. März 202 oder 203, dem Geburtstag des Kaisers Geta,
wurden fünf Taufbewerber in Karthago zu Kampspielen in der Arena Raubtieren
ausgeliefert. Eine unter ihnen, Perpetua, konnte ein Tagebuch führen.
Als Perpetua in Untersuchungshaft war, wollte ihr Vater sie
vom Glauben abbringen. Aber sie zeigte ihm ein Krüglein und sagte ihm, dass man
es nur mit seinem Namen benennen kann. Und daher gibt es auch für sie nur einen
Namen, der sagt, was sie ist: Christin. Über diese Antwort war ihr Vater sehr
erzürnt.
In den nächsten Tagen wurde sie getauft und wurde dann in
den Kerker geworfen. Die Diakone erreichten es durch Geld, dass Perpetua und
die anderen sich kurz im besseren teil des Kerkers erholen konnten. Ihr
neugeborenes Kind war die ganze Zeit bei ihr im Kerker.
Perpetuas Vater kam wieder zu ihr und versuchte sie von
ihrem „Starrsinn“ abzubringen. Doch auch diesmal sagte sie nur, dass alle
Menschen in Gottes Macht stehen und so ging ihr Vater betrübt weg.
Am nächsten Morgen wurden sie zum Verhör geschleppt. Ihr
Vater versuchte wieder, Perpetua zum Fall zu bringen, doch sie bekannte vor dem
Statthalter Hilarius, dass sie Christin ist. Als ihr Vater dennoch auf sie
einredete, wurde er weggebracht und mit dem Stock geschlagen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Nachschrift eines Augenzeugen:
Als die Märtyrer ins Amphitheater schritten, gaben sie
Hilarius durch Gebärden zu verstehen, dass er sie zwar richtet, ihn aber Gott
richten wird.
Zuerst mussten Saturus und Revocatus mit den Leoparden
kämpfen und wurden dann noch von einem Bären geschlagen. Saturus wäre lieber
durch einen Biss des Leoparden getötet worden. Aber er wurde vor einen
Eber hingestellt, der aber den Treiber umwarf und nicht Saturus. Der Treiber
starb wenige Tage später. So sollte der Bär Saturus vernichten- dieser kam aber
nicht aus seinem Zwinger. So blieb Saturus beinahe unverletzt.
Zwei nackte Frauen, mit Netzen angetan, wurden vorgeführt.
Das Volk war entsetzt, weil die eine noch ein zartes Mädchen war und die
andere, Perpetua, eben ein Kind bekommen hatte (merkte man an den triefenden
Brüsten). Daher wurden sie mit langen Gewändern bekleidet.
Perpetua wurde niedergeworfen, stand auf und richtete auch
die am Boden liegende Felizitas wieder auf. Auch sie blieben unverletzt.
Gegen Ende des Schauspiels wurde der Leopard herausgelassen
und Saturus war von einem einzigen Biss blutüberströmt. Dann wurde er mit den
anderen an den gewohnten Ort zum Abstechen hingeworfen. Das Volk wollte sehen,
wie sie mit dem Schwert durchbohrt werden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
MARTIN VON TOURS
Das Kind wurde von seinen römischen Eltern (Vater war
Offizier) Martinus (= „kleiner Mars“) genannt, nach dem Kriegsgott des Reiches.
Martinus wurde 316 im Militärstützpunkt Sabaria (im heutigen Ungarn) geboren.
Mit 15 Jahren begann seine Soldatenlaufbahn. Bald wurde er zum Offizier
befördert und war in Gallien stationiert.
Martinus hielt sich nicht an die Rollen „Vorgesetzter“ und
„Untergebener“, sondern wollte brüderlich leben, was für seine Mitmenschen
unbegreiflich war. Er zog seinem Diener sogar die Schuhe aus und aß mit ihm!
Wahrscheinlich kannte er schon damals die Christen und die christlichen
Denkweisen. Ohne bereits Christ zu sein, wollte er nicht mehr so leben, wie
alle lebten.
Einmal begegnete Martin im Winter vor den Stadttoren Amiens einem
notdürftig bekleidetem Armen. Dieser flehte alle Vorübergehenden um Erbarmen
an. Martin trug nur einen Soldatenmantel, da er alles andere schon verschenkt
hatte. So schnitt er den Mantel mit dem Schwert durch und gab die eine Hälfte
dem Armen.
In der folgenden Nacht erschien ihm Christus mit dem
Mantelstück. Der Herr erklärte ihm, dass er im Armen das Gewand bekommen hatte:
„Was immer ihr einem der Geringsten getan, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40).
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Beim Osterfest 344 wurde Martin mit 18 Jahren getauft. Er
blieb weiterhin Soldat, wollte aber Kriegsdienst und Christsein vereinen.
Unterdessen zog Kaiser Julian bei Worms am Rhein ein Heer
zusammen, da in Gallien fremde Stämme eingefallen waren. Er überreichte jedem
Soldaten ein Geschenk, doch Martin nahm es nicht an. Er sagte, dass er ab jetzt
„Soldat Christi“ sein und nur Gott dienen will.
Martin blieb eine Weile bei Hilarius, dem Bischof von Poitiers.
Dann wollte er zu seinen Eltern, fiel aber Räubern in die Hände. Einen der
Räuber beeindruckte er so sehr, dass dieser ebenfalls Christ wurde.
Auch seine Mutter überzeugte er, der Vater blieb aber bei
den römischen Traditionen.
Martin zog sich auf eine Insel im Golf von Genua zurück, um
sich selbst und Gottes Willen besser kennen zu lernen.
Später ging er zu Hilarius zurück und lebte einsam außerhalb
der Stadt. Er wurde ein weiser und gütiger Mann, der viel Ansehen und Einfluss
hatte. Martin wurde Ratgeber und Helfer und viele seiner Taten galten als
Wunder.
Viele junge Männer schlossen sich Martin an, was zur ersten
Klostergründung auf gallischem Boden führte. Er förderte das Mönchtum im
Abendland.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Als er mit 80 Jahren zum Sterben kam, legte er sich im
Kreise seiner Mitbrüder auf Asche und wurde am 11. November 397 in Tours
begraben.
Martin war der erste Nicht-Märtyrer, der als Heiliger verehrt
wurde.
|