1.4
Ursachen
der Krankheit
Trotz intensiver Forschung sind die
Ursachen der parkinsonschen Krankheit noch immer ungeklärt.
Umweltgifte, Stoffwechselprodukte und
auch erbliche Einflüsse kommen nach dem heutigen Wissenstand dafür in Betracht.
Bei Tierexperimenten mit den unterschiedlichsten
Substanzen konnte eine ganz ähnliche Krankheit, wie die Parkinson Krankheit,
bei den Versuchstieren festgestellte werden. Die Substanzen die diese ähnliche
Krankheit ausgelöst haben, sind vergleichbar mit Pflanzenschutzmitteln. Einen
konkreten Beweis dafür, das Pflanzenschutzmittel Auslöser der Parkinson
Krankheit sein können, gibt es aber bis heute noch nicht.
Unser natürlicher Stoffwechsel
produziert neben der gewünschten Energie auch Abfallprodukte, die unter
bestimmten Bedingungen auch Nervenzellen schädigen können. Wie diese
Abfallprodukte in Zusammenhang mit der Entstehung der Parkinsonkrankheit
stehen, ist bis heute noch nicht nachgewiesen wird aber von der Wissenschaft
vermutet.
Die erblichen Einflüsse bei diesem
Krankheitsbild werden sehr gegensätzlich diskutiert, man kann aber sagen, dass
die parkinsonsche Krankheit im engeren Sinne nicht erblich ist. In Familien wo
diese Erkrankung schon häufiger aufgetreten ist, wird das Krankheitsbild
wesentlich schneller erkannt und kann behandelt werden, als in einer Familie wo
diese Krankheit das erste Mal diagnostiziert wird.
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1.5
Verlauf
der Parkinson Krankheit
Sie ist eine langsam fortschreitende
Krankheit, die behandelt werden kann, jedoch ist eine Heilung, beim heutigen
Stand der Wissenschaft, nicht möglich. Bei der medikamentösen Behandlung kommt
es etwa nach drei bis acht Jahren zum Einbruch (die Medikamente werden in ihrer
bisherigen Zusammensetzung und Stärke unwirksam), d.h. eine Neueinstellung der
Medikamente muss vom behandelnden Arzt durchgeführt werden. Danach kann der
Parkinson Patient genauso weiterleben wie vor diesem Wirkungsverlust der
Medikamente. Da die Behandlungsmethoden mittlerweile so gut geworden sind,
wird die Lebenserwartung der erkrankten Person nicht beeinflusst.
2.0 Behandlungsmöglichkeiten
2.1
Medikamententherapie
Mit Hilfe von Medikamenten, hier gibt
es verschiedene z.B. L-Dopa (wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt), Dopamin-
Agonisten (ersetzt die Wirkung von Dopamin), MAO-B-Hemmer (Hemmen den Abbau von
Dopamin), COMT-Hemmer (Hemmen den Botenstoff Acetylcholin), Amantadine (Hemmen
die Überfunktion des Botenstoffes Glutamat) und Budipin (Wirkung noch
ungeklärt) kann der Verlauf der Krankheit beeinflusst und damit für den
Patienten erträglicher gemacht werden.
2.2 Physiotherapie
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2.3 operative
Therapieverfahren
Operative Verfahren, wie die
Platzierung einer Stimulationselektrode im Gehirn, die über einen Schrittmacher
angeregt wird werden erst angewandt, wenn es keine weitere Möglichkeit mehr
gibt, dass der Patient sein Leben Schmerzfrei gestalten kann, also ihm
medikamentös nur unzureichend geholfen werden kann. Die genaue Platzierung,
die Einstellung des Schrittmachers und eine regelmäßige Kontrolle gehören zu
dieser Behandlungsmethode dazu und können sehr Zeitintensiv sein. Eine weitere
Methode wäre eine Transplantation von Körpereigenem oder Körperfremden
Zellgewebe ins Gehirn des Betroffenen, diese Methode wird in Deutschland aber
nicht durchgeführt.
2.4 alternative
Behandlungsmöglichkeiten
Mit Hilfe der Krankengymnastik werden
Fehlhaltungen des Körpers aktiv vorgebeugt bzw. verringert. Der Patient ist
außerdem in der Lage gezielte Übungen auch zu Hause durchzuführen also
Eigeninitiative zu zeigen. Tanzen und rhythmische Bewegungsgymnastik unterstützen
die Beweglichkeit der Patienten (Musiktherapie).
Radfahren, Tennis spielen, Ball
spielen, schwimmen, spazieren gehen oder wandern ist sinnvoll und fördert den
so wichtigen sozialen Austausch zwischen den Betroffenen und gesunden Menschen.
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Durch die ständige Anspannung der
Muskulatur, die typisch für die parkinsonsche Krankheit ist, kann die Entspannungstherapie
den Betroffenen helfen kontrollierte Übungen einzusetzen um die angespannte
Muskulatur zu lockern. Mit der bewussten Entspannung der Muskulatur ist zumindest
zeitweise eine Erholung möglich. Massagen, autogenes Training, progressive
Muskelentspannung oder spezielle Atemübungen können dem Patienten helfen besser
mit seiner Erkrankung um zu gehen.
2.5
Ernährung
Eine ausgewogene und
ballaststoffreiche Ernährung kann der Darmträgheit und der Verstopfung, die bei
Parkinson Patienten häufig auftritt, entgegen wirken. Auch die regelmäßige
Aufnahme von Flüssigkeit sollte gewährleistet sein. Zu beachten ist auch die
Wirkung des Essens auf die Medikamente, dies kann jedoch von Patient zu Patient
unterschiedlich sein und sollte individuell an die Gewohnheiten angepasst
werden.
3.0
Schlussteil mit
eigene Meinung
Einmal im Jahr, meistens im August
besuche ich in Sankelmark ein Wochenendseminar für Parkinson Patienten,
organisiert wird dieses Wochenende vom dpv. Einige ausgewählte Referendare von
Pharmakonzernen und auch einige Professoren (Klinik Neuss oder Helgoland) halten
hier Vorträge über die Krankheit, die Möglichkeiten und das Leben mit dieser
Krankheit.
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vertieft in ihre Arbeit sind, also abgelenkt von ihrer Krankheit, ist kaum
einzittern, ein zucken oder gar schwanken und wippen im Raum zu sehen oder zu
vernehmen. Je länger wir dabei sind etwas zu gestalten, desto entspannter
werden die Patienten und sie können ihren Alltag mit der parkinsonschen
Krankheit für ein paar Stunden vergessen und einfach mal wieder sie selbst
sein. Wir lachen viel, haben Spaß und genießen die Zeit in vollen Zügen und die
Arbeiten sind jedes Jahr wieder faszinierend gut und interessant.
Für mich persönlich ist es jedes Jahr
wieder ein ganz besonderes, interessantes und spannendes Wochenende.
4.0
Literaturverzeichnis
Faller Adolf; Der Körper des
Menschen; 1995; 12 Auflage; Deutscher Taschenverlag
Trenkwalder Claudia, Wittchen
Hans-Ulrich; Parkinson; 1999; Bertelsmann GmbH
www.dpv.de
Stand Juni 2007
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