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Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernen .txt

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Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
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Summary
University, School
Ludwig-Maximilians-Universität München - LMU
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2010, nach Regensburger Skript
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Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernen

1.2 Lernen

EDELMANN: - Jede Verhaltensänderung durch Übung oder Beobachtung

- Aufnahme/ Verarbeitung von Informationen = Wissenserwerb

Phasen: 1.) Vorbereitungsphase (Aufmerksamkeit, Reizunterschiede)

2.) Aneignungsphase (Verknüpfungsprozesse)

3.) Speicherungsphase (Innere Verarbeitung, Kodierung, Speicherung)

4.) Erinnerungsphase ( Abrufen – Dekodierung – Wiedergabe)

intentionelles Lernen

inzidientielles Lernen

programmiertes Lernen

1.2.1 Lernen als Verhaltensänderung

ZIMBADO: = Prozess, der zu relativ stabilen Veränderungen im Verhalten führt

baut auf Erfahrungen auf

nicht direkt zu beobachten

(nicht: angeborene Reaktionstendenzen, Prägung, Alterung, organismische Zustände)

1.2.2 Lernen als Wissenserwerb

LUKESCH: bereichsspezifischer, komplexer, mehrstufiger Prozess

Teilprozesse: Verstehen, Speichern, Abrufen

wenn erfolgreich: Transfer = Gebrauch

Transfer = Übertragung früher gelernter Reaktionen auf eine veränderte oder neue Situation

2. Behavioristische Lerntheorie (messbares, beobachtbares Verhalten)

2.1 Assoziatives Lernen ( = Verknüpfungslernen)

2.2 Klassisches Konditionieren

 

US → UR , NS → keine Reaktion

US → UR , CS → CR keine neue Reaktion, nur neue Reiz-Reaktions-Verbingung

 

Extinktion = Löschung CS wird nicht länger in Verbindung mit UCS dargeboten

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Ersparnis

→schwieriger konditionierte Reaktion zu löschen als zu erwerben

Reizgeneralisierung: ähnlicher Stimuli, obwohl nie mit US gepaart

Reizdiskrimination: Kodidtionierungsprozess → unterscheiden ähnlicher Reize

Konditionierung höherer Ordnung: nach erstem Prozess: NS + CS → CS2

Assoziative Konditionierung: vor erstem Prozess: NS1, NS2 .. CS2 → auch CR

2.2.5 Anwendungsbereiche der klassischen Konditionierung

Konditionierte Furcht : WATSON & RAYNER „ der kleine Albert“

Furchtreaktion kann aus NS + natürlich Furchtauslösendem bestehen

Kontrollphase – Erwerbsphase - Generalisation

Behandlung:

JONES: Gegenkonditionierung (Kanninchen und Kekse)

WOLPE: Systematische Desensibilisierung

(Angsthierarchie, Enspannungstechnik, mental, real)

Schulangst als klassische Konditionierung

Übertragung auf andere Fächer – Konditionierung höherer Ordnung

Maßnahmen:

Klassenzimmer: positive Gefühle, Klassenklima, Misserfolge nicht auf Schule allg. beziehen

2.3 Operantes Konditionieren = Lernen durch Konsequenz von Verhalten

THORNDIKE: „Puzzlebox“ (Katze, Futter, Taste)

→ trial & error

→ law of effect (Reaktion wird durch Belohnung verstärkt, ohne Belohnung geschwächt)

 

→ Stimuli -Reaktions – Verbindung wird erlernt

Verhalten ist Instrument → „Instrumentelle Konditionierung

 

SKINNER: Skinner box (Taube, Futterautomat, Pickplatte, Licht)

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S (Licht) → R (Verhalten) → S+ (Futter)

→ Verhalten ist durch (Lich-) Reiz kontrollierbar

Voraussetzungen : Kontinguität (zeitlich/ räumliche Nachbarschaft S-R-S+)

Kontingenz (zuverlässige Beziehung Reaktion - Konsequenz)

Informativität (diskriminativer Reiz hebt sich von Umwelt ab)

2.3.2.1 Reaktions-Konsequenz- Konstellation

Verhaltensaufbau durch ...

Positive Verstärkung Verabreichung ( Lob)

Negative Verstärkung Vermeiden ( keine Hausaufgaben)

Verhaltensabbau durch...

Positive Bestrafung Verabreichung (Tadel, Strafe)

Negative Bestrafung Vermeiden angenehmer Reiz (kein Taschengeld)

Löschung Ignorieren

Diskriminativer Reiz

Assoziation mit Verstärkung (weisses Licht S ) oder Bestrafung (rotes Licht S )

Generalisierung

Reaktion auch auf Reize, die dem diskriminativen Reiz ähneln

Schule: Jede Frage / Aufforderung entspricht diskriminativem Reiz

keine Reaktion: Evtl. keine differentielle Verstärdung (nur bei Reaktion auf diskri. Reiz)

nicht genügend Informativität → prompts → fading der prompts

2.3.2.2 Allgemeine Möglichkeiten der Verstärkung

Primärer Verstärker ← → Konditionierter Verstärker (NS assoziiert mit primärem V)

 

Verstärkungspläne:

Kontinuierliche Verstärkungsprogramme (immer/nie verstärkt)

Partielle Verstärkungsprogramme → löschungsresistentere Reaktionen

 

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Intervallplan (nach bestimmten Zeitintervallen): Fixiert oder variabel

Shaping = Verhaltensformung (in kleinen Schritten, Verstärkung jedes Element,

dann nur zielnäheres)

Chaining: = Kettenbildung (Einzelreaktionen innerhalb von Kette,

konditionierte V am Ende primärer Verstärker)

Verhaltensaufbau: soziale, materielle Verstärker (→ Token economy)

Aktivität als Verstärker

Informative Verstärker (Erfolgerlebnis selbst)

Konzingenzverstärker (Übereinkommen 2er Parteien)

Verhaltensabbau: → Erlernen von alternativem Verhalten notwendig

positive Bestrafung (aversiver Reiz) → problematisch, Nebeneffekte

negative Bestrafung („humane“)

Privilegienentzug = response – cost – Verfahren

sozialer Ausschluss = time out Verfahren

operante Löschung (Extinktion, Verstärkung erwünschtes Verhalten sinnvoll)

Verstärkung inkompatibles Verhaltens

Stimuluskontrolle

negative Praxis / Sättigung

Verhaltensverhinderung

Verzögerung des Handlungsablaufs

Gedankenstopp

2.4 Gelernte Hilflosigkeit

SELIGMAN & MAIER (Hunde, Elektroschock)

Vortraining: klassische Konditionierung Ton (NS) + Schock (US) → Furcht (UR), CS → CR

Gruppe 2 + operante Konditionierung → Schock ist unvermeidbar aber kontrollierbar

 

Gelernte Hilflosigkeit : Gruppe 2: trial&error, law of effect → operante Konditionierung

 

Kennzeichen erlernter Hilflosigkeit: motivationale Defizite(Verhaltensweisen abrufen)

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kognitive Defizite (wenig neue Lernerfolge)

→ Gegenmaßnahme: Re-Attributierungstraining (Bereich B)

3. Sozial – kognitive Lerntheorie (Modelllernen)

SCHERMER: „Erwerb oder Veränderung von Verhaltensweisen durch Beobachtung eines Modells, real oder symbolisch“

BANDURA: - Aktive Beteiligung am Lernprozess

- Reziproker Determinismus (Interaktion individueller Faktoren, Verhaltensweisen & Umweltreize)

- Beeinflussung durch Einstellungen, Überzeugungen, bish. Lerngeschichte

- Zunutzemachen von Erfahrungen anderer

- Prozesse die Umfang des Imitierens bestimen:

Aufmerksamkeit – Erinnerung – Wiedergabe – Motivation

3.1. Phasen des Beobachtungslernens

Reiz – Verarbeitungsprozess – Reaktion

Verarbeitungsprozess: 1.) Akquisition / Aneingunsphase (Aufmerksamkeit, Gedächtnis)

2.) Performanz / Verhaltensphase (Reproduktion, Motivation)

a) Aufmerksamkeit: Selektion aus dem Reizangebot der Umwelt

bestimmend: Relevanz und Eigenschaften des Modells

Max: Modell = kompetent, freundlich, mächtig

b) Gedächtnis Verhalten ins Gedächtnis transferieren, speichern

symbolische Kodierung

kognitive Organisation

symbolische + motorische Wiederholung

 

c) Reproduktion Körperliche Fähigkeiten, Verfügbarkeit der Teilreaktionen

Selbstbeobachtung + feedback (keine negativen Bewertung!)

 

d) Motivation hiervon hängt ab, ob Verhalten nachgeahmt wird


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