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Faculty
Environmental Science
Discipline
Geo Sciences
Document category
Excursion report
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
Additional information
2008
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Geo Sciences

Periphäre Regionen
Periphere (Regionen) eine Begriffsdiskussion­: Das Wort Region kommt vom lateinischen Wort regio-regionis und bedeutet soviel wie Gegend Gebiet. Unter Region versteht man allgemein einen räu


Physio Proseminar Ossteiermark
Die Ost-Steiermark Inhaltsverzeichnis­:_________________­__________________­_ 1 Methodik 2 Abgrenzung 3 Geologie-Geomorpho­logie 4 Boden 5 Vegetation


Humangeographie 1
1.) Elemente ländlicher Siedlungen im Granit- und Gneishochland Siedlungsformen: Sammelsiedlungen (mit regel- und unregelmäßigem Grundriss), Streusiedlungen Flurformen: Waldhufenflur, Radialwald


Einführung Humangeographie Teil 1
Einführung in die Humangeographie: Ländlicher Raum und Ländliche Siedlung: 1) Geographische ländliche Siedlungen: à Ländliche Siedlungen sind Raumkategorien, welche im ländlichen Raum Knotenpun

Orientierung und Koordinatensysteme:

Erste Station unserer Exkursion am 17.10.2008 war Fuß an der Leber. Wir versuchten anhand von markanten Geländemerkmalen unseren genauen Standpunkt zu bestimmen. Markante Merkmale waren zum Beispiel, dass sich in der Nähe ein Bildstock, ein Bach und eine Wegkreuzung befand.

Weiteres Thema war es, zu versuchen, Geländeformen der Karte mit der Realwelt zu vergleichen. Höhenschichtlinien spielen eine wichtige Rolle um das Relief in die Karte zu übertragen. Eine Karte kann nie, die Gesamtheit einer Landschaft mit allen Details erfassen. Es findet immer eine Selektion statt. Die Detailgenauigkeit ist von Karte zu Karte verschieden und ist unter anderem auch vom Maßstab abhängig.

Wir haben uns auch ein wenig mit der Legende und deren Symbolen beschäftigt.

Ein weiterer Punkt in Bezug auf die Karte waren die Informationen am Blattrand. Hierbei geht es um die unterschiedlichen Bezugssysteme, Koordinatensysteme und Projektionen. Grundsätzlich ist es einmal schwierig die dreidimensionale Realwelt in eine zweidimensionale Ebene zu führen.

Es gehen dabei Informationen verloren. Es kommt je nach Methode zu Verzerrungen der Fläche, der Längen oder der Winkel. Der Bezugskörper kann eine Ebene, ein Zylinder oder ein Kegel sein. Grundsätzlich kann man ein geographisches Netz und ein geodätisches Netz unterscheiden. Das geographische Netz basiert auf Breiten- und Längenkreisen (Meridiane).

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Ein weiteres in Österreich sehr gängiges System, welches gerade umgestellt wird, ist das Bundesmeldenetz (BMN). Bei diesem System werden drei Bezugsmeridiane verwendet, welche als M28, M31 und M34 bezeichnet werden. Der Nullmeridian befindet sich in Ferro 17° und 40' westlich von Greenwich. Über diese drei Koordinatensysteme wird dann noch ein Raster gelegt.

Jedes Koordinatensystem ob M28, M31 oder M34 bildet einen Streifen von 3 Grad (1,5°nach Ost und 1,5°nach West) ab. Dies entspricht jeweils einer Entfernung von 150 Kilometern nach Osten und 150 Kilometern nach Westen, also jeweils einen Streifen von 300 Kilometern.

Das BMN basiert auf einer abgewandelten Form der Gauß-Krüger Projektion und unter Verwendungen des Besselschen Ellipsoids. Es zählt zu den winkeltreuen Zylinderprojektionen. Wobei es zu sagen gibt, dass die Gitternetze nicht rechtwinkelig abgebildet werden. Es handelt sich eigentlich um Kurven die im rechten Winkel schneiden.

Dies führt zu Ungenauigkeiten und daher wird auch jeweils nur ein Streifen von 3° abgebildet. Es handelt sich hierbei um ein auslaufendes Modell und das BEV stellt bis 2010 ihr Kartenwerk auf UTM Koordinaten um.

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Es gibt 20 Felder mit einer Breite von jeweils 8°. Österreich liegt daher in den Feldern T und U. Diese beiden Informationen Zonen und Felder ergeben die UTM Zonenfelder. Für Österreich wären dies die UTM Zonenfelder 32T, 33T und 33 U. Dieses neue System hat für österreichische Karten auch Konsequenzen. Sie werden etwas ungenauer, bilden aber mehr Fläche auf der Karte ab und daher sind nur mehr 191 Karten im Maßstab 1:50000 zur Abdeckung der österreichischen Staatsfläche nötig.

Geographische Koordinaten Ausgangspunkt Fuß Leber:

15°25'östliche Länge

47°9' nördliche Breite

Koordinaten Ausgangspunkt Fuß der Leber nach BMN:

5225000m Hochwert

5680000m Rechtswert

Koordinaten Ausgangspunkt Fuß der Leber nach UTM:

531665m Rechtswert

5222490m Hochwert

Geomorphologie- Geologie:

Ein weiteres Thema welches uns beschäftigte, war die Geologie und typische Geomorphologie in unserem Exkursionsgebiet. Geologisch handelt es sich um ein äußerst interessantes Tal. Im Talbodenbereich finden wir Sedimente, welche vom Bach, der durch das Tal fließt, abgelagert wurden.

Im Bachbett lässt sich erkennen, dass hauptsächlich sehr kleine Sedimente wie etwa Ton, Schluff und Sand vorhanden waren. Der Bach schneidet sich langsam, aber stetig, in den flachen Talbodenbereich ein. Er ist hierbei bestrebt sich dem Höhenniveau des Vorfluters anzupassen. Bei genauerer Betrachtung des Geländes ist aber durchaus erkennbar, dass der Talboden zu früherer Zeit höher gelegen ist.

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Es handelt sich meist um sehr eckige Formen. Das bereits angesprochen Kalkbindemittel ist hierbei mit den Gesteinsstücken verkittet. Wo diese Sedimente nicht verkittet sind, spricht man von Rotschutt.

Beim betrachteten Bereich finden wir hauptsächlich A-C Böden. Der A-Horizont ist relativ schmal. Das Muttergestein grenzt fast direkt an den A Horizont an, dazwischen befinden sich feinere Strukturen der Brekzie. Dies ist in einem Aufschluss im Gelände sehr gut sichtbar.

Im Westen der Leber spricht man vom großflächigen Dolmit- und Sandsteinkomplex der Rannach. Oberhalb der Eggenberger Brekzie befinden sich Dolomite. Hierbei ist teilweise eine Gliederung, von helleren und dunkleren Dolomiten möglich. Es handelt sich hier, um gebankte und plattenhafte Gesteine, die im Devon vor etwa 400 Millionen Jahren entstanden sind.

Im oberen Bereich der Rannach befinden sich zahlreiche weitere Kalkgesteine, wie etwa: Steinbergkalk, Kanzelkalk oder etwa der Kalk des Platzkogels.

Auf der westlichen Seite des Stattegertals befinden sich kleine Kerptälchen. Es handelt sich hierbei um ehemalige Bäche oder um Bäche welche nur bei Starkregen Wasser führen. Sie schneiden sich in den recht steilen Hang ein. Der linienhafte Verlauf dieser Kerptälchen, auch Tobel genannt, ist charakteristisch.

Die Form im Querschnitt gleicht einem V. Je steiler das Gelände ist, desto höher ist auch die Erosionsenergie des Wassers.

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Es finden sich aber auch immer wieder Quarzite, Marmore und Phylite. Eventuelle Fugen im Gestein, können auch durch lehmige Verwitterungsprodukte verunreinigt sein.

Diese Kalke neigen teilweise zu Verkarstungsprozessen. Daraus ergibt sich ein dementsprechender Karstformenschatz. Die Entwässerung erfolgt unterirdisch, dies führt dazu, dass obere Bereich an Wasserarmut leidet. Am Fuße der Täler kommt es teilweise zum Austreten von relativ großen Quellen, siehe Andritz Ursprung.

Das Wasser wird aber hierbei kaum gefiltert. Diese Tatsache macht auch die Verwendung von Karstquellen als Trinkwasser so problematisch. Eventuelle Dünger von landwirtschaftlichen Flächen können bei eventueller Überdüngung leicht in dieses Wasser gelangen.

Die Landschaftsformung erfolgt in solchen Gebieten hauptsächlich durch Lösungsprozesse. Im Gestein befindet sich ein weitläufiges Wassersystem. Es kann in Oberflächenkarst und Tiefenkarst unterschieden werden. Eine weitere übliche Untergliederung ist die Unterteilung in hohlformen-Karst und Vollformenkarst.

Der Vollformenkarst tritt hauptsächlich im tropischen Bereich auf. Wobei mit viel Phantasie, sich auch tropische Karstformen im Bereich des Schöckels finden. Hierbei handelt es sich um einen Vorzeitformenkarst, der zu einer Zeit entstand wo das Klima bei uns noch tropisch war.


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