Orientierung und
Koordinatensysteme:
Erste Station
unserer Exkursion am 17.10.2008 war Fuß an der Leber. Wir versuchten anhand
von markanten Geländemerkmalen unseren genauen Standpunkt zu bestimmen.
Markante Merkmale waren zum Beispiel, dass sich in der Nähe ein Bildstock, ein
Bach und eine Wegkreuzung befand. Weiteres Thema war es, zu versuchen,
Geländeformen der Karte mit der Realwelt zu vergleichen. Höhenschichtlinien
spielen eine wichtige Rolle um das Relief in die Karte zu übertragen. Eine Karte
kann nie, die Gesamtheit einer Landschaft mit allen Details erfassen. Es findet
immer eine Selektion statt. Die Detailgenauigkeit ist von Karte zu Karte
verschieden und ist unter anderem auch vom Maßstab abhängig.
Wir haben uns auch
ein wenig mit der Legende und deren Symbolen beschäftigt.
Ein weiterer
Punkt in Bezug auf die Karte waren die Informationen am Blattrand. Hierbei geht
es um die unterschiedlichen Bezugssysteme, Koordinatensysteme und Projektionen.
Grundsätzlich ist es einmal schwierig die dreidimensionale Realwelt in eine
zweidimensionale Ebene zu führen. Es gehen dabei Informationen verloren. Es
kommt je nach Methode zu Verzerrungen der Fläche, der Längen oder der Winkel.
Der Bezugskörper kann eine Ebene, ein Zylinder oder ein Kegel sein.
Grundsätzlich kann man ein geographisches Netz und ein geodätisches Netz
unterscheiden. Das geographische Netz basiert auf Breiten- und Längenkreisen
(Meridiane).
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
Ein weiteres in
Österreich sehr gängiges System, welches gerade umgestellt wird, ist das
Bundesmeldenetz (BMN). Bei diesem System werden drei Bezugsmeridiane verwendet,
welche als M28, M31 und M34 bezeichnet werden. Der Nullmeridian befindet sich
in Ferro 17° und 40' westlich von Greenwich. Über diese drei Koordinatensysteme
wird dann noch ein Raster gelegt.
Jedes
Koordinatensystem ob M28, M31 oder M34 bildet einen Streifen von 3 Grad (1,5°nach
Ost und 1,5°nach West) ab. Dies entspricht jeweils einer Entfernung von 150
Kilometern nach Osten und 150 Kilometern nach Westen, also jeweils einen
Streifen von 300 Kilometern. Das BMN basiert auf einer abgewandelten Form der
Gauß-Krüger Projektion und unter Verwendungen des Besselschen Ellipsoids. Es
zählt zu den winkeltreuen Zylinderprojektionen. Wobei es zu sagen gibt, dass
die Gitternetze nicht rechtwinkelig abgebildet werden. Es handelt sich
eigentlich um Kurven die im rechten Winkel schneiden. Dies führt zu
Ungenauigkeiten und daher wird auch jeweils nur ein Streifen von 3°
abgebildet. Es handelt sich hierbei um ein auslaufendes Modell und das BEV
stellt bis 2010 ihr Kartenwerk auf UTM Koordinaten um.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Es gibt 20 Felder mit einer
Breite von jeweils 8°. Österreich liegt daher in den Feldern T und U. Diese
beiden Informationen Zonen und Felder ergeben die UTM Zonenfelder. Für
Österreich wären dies die UTM Zonenfelder 32T, 33T und 33 U. Dieses neue System
hat für österreichische Karten auch Konsequenzen. Sie werden etwas ungenauer,
bilden aber mehr Fläche auf der Karte ab und daher sind nur mehr 191 Karten im
Maßstab 1:50000 zur Abdeckung der österreichischen Staatsfläche nötig.
Geographische
Koordinaten Ausgangspunkt Fuß Leber:
15°25'östliche
Länge
47°9' nördliche Breite
Koordinaten Ausgangspunkt Fuß
der Leber nach BMN:
5225000m Hochwert
5680000m Rechtswert
Koordinaten Ausgangspunkt Fuß
der Leber nach UTM:
531665m Rechtswert
5222490m Hochwert
Geomorphologie- Geologie:
Ein weiteres
Thema welches uns beschäftigte, war die Geologie und typische Geomorphologie
in unserem Exkursionsgebiet. Geologisch handelt es sich um ein äußerst
interessantes Tal. Im Talbodenbereich finden wir Sedimente, welche vom Bach,
der durch das Tal fließt, abgelagert wurden. Im Bachbett lässt sich erkennen,
dass hauptsächlich sehr kleine Sedimente wie etwa Ton, Schluff und Sand
vorhanden waren. Der Bach schneidet sich langsam, aber stetig, in den flachen
Talbodenbereich ein. Er ist hierbei bestrebt sich dem Höhenniveau des
Vorfluters anzupassen. Bei genauerer Betrachtung des Geländes ist aber durchaus
erkennbar, dass der Talboden zu früherer Zeit höher gelegen ist.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Es handelt sich meist um sehr eckige Formen. Das bereits
angesprochen Kalkbindemittel ist hierbei mit den Gesteinsstücken verkittet. Wo
diese Sedimente nicht verkittet sind, spricht man von Rotschutt.
Beim
betrachteten Bereich finden wir hauptsächlich A-C Böden. Der A-Horizont ist
relativ schmal. Das Muttergestein grenzt fast direkt an den A Horizont an,
dazwischen befinden sich feinere Strukturen der Brekzie. Dies ist in einem
Aufschluss im Gelände sehr gut sichtbar. Im Westen der Leber spricht man vom
großflächigen Dolmit- und Sandsteinkomplex der Rannach. Oberhalb der
Eggenberger Brekzie befinden sich Dolomite. Hierbei ist teilweise eine
Gliederung, von helleren und dunkleren Dolomiten möglich. Es handelt sich
hier, um gebankte und plattenhafte Gesteine, die im Devon vor etwa 400
Millionen Jahren entstanden sind. Im oberen Bereich der Rannach befinden sich
zahlreiche weitere Kalkgesteine, wie etwa: Steinbergkalk, Kanzelkalk oder etwa
der Kalk des Platzkogels.
Auf der
westlichen Seite des Stattegertals befinden sich kleine Kerptälchen. Es handelt
sich hierbei um ehemalige Bäche oder um Bäche welche nur bei Starkregen Wasser
führen. Sie schneiden sich in den recht steilen Hang ein. Der linienhafte
Verlauf dieser Kerptälchen, auch Tobel genannt, ist charakteristisch. Die Form
im Querschnitt gleicht einem V. Je steiler das Gelände ist, desto höher ist
auch die Erosionsenergie des Wassers.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Es finden sich aber auch immer wieder Quarzite, Marmore und Phylite.
Eventuelle Fugen im Gestein, können auch durch lehmige Verwitterungsprodukte
verunreinigt sein.
Diese Kalke
neigen teilweise zu Verkarstungsprozessen. Daraus ergibt sich ein
dementsprechender Karstformenschatz. Die Entwässerung erfolgt unterirdisch,
dies führt dazu, dass obere Bereich an Wasserarmut leidet. Am Fuße der Täler
kommt es teilweise zum Austreten von relativ großen Quellen, siehe Andritz
Ursprung. Das Wasser wird aber hierbei kaum gefiltert. Diese Tatsache macht
auch die Verwendung von Karstquellen als Trinkwasser so problematisch. Eventuelle
Dünger von landwirtschaftlichen Flächen können bei eventueller Überdüngung
leicht in dieses Wasser gelangen.
Die
Landschaftsformung erfolgt in solchen Gebieten hauptsächlich durch
Lösungsprozesse. Im Gestein befindet sich ein weitläufiges Wassersystem. Es
kann in Oberflächenkarst und Tiefenkarst unterschieden werden. Eine weitere
übliche Untergliederung ist die Unterteilung in hohlformen-Karst und
Vollformenkarst. Der Vollformenkarst tritt hauptsächlich im tropischen Bereich
auf. Wobei mit viel Phantasie, sich auch tropische Karstformen im Bereich des
Schöckels finden. Hierbei handelt es sich um einen Vorzeitformenkarst, der zu
einer Zeit entstand wo das Klima bei uns noch tropisch war.
|