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Organisation Lohnformen Zeitlohn - Berechnen .doc

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Faculty
Economics
Discipline
Business Studies
Document category
Homework
University, School
Hamburg
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2010 Thomas
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Aufgabe 1

Es gibt verschiedene Anreize, die vielfältig klassifiziert werden können. Es lässt sich übergeordnet zwischen den intrinsischen Anreizen und den extrinsischen Anreizen unterscheiden.

Die intrinsischen Anreize ergeben sich aus der unmittelbaren Realisierung der Leistung bzw. der Arbeit selbst, wohingegen die extrinsischen Anreize als Mittel zum Zweck der Bedürfnisbefriedigung dienen. Innerhalb der extrinsischen Klasse kann nach Art des Anreizobjekts zwischen materiellen und immateriellen Anreizen differenziert werden (Quelle).

Als materielle Anreize gelten direkte oder indirekte finanzielle Anreize. Lohnzahlung ist ein Beispiel für einen direkten finanziellen Anreiz. Indirekte finanzielle Anreize sind nicht monetärer Art. Versicherungen oder ein Firmenwagen sind Beispiele hierfür.

Der Einsatz von immateriellen Anreizen ist nötig, wenn die Anwendung von materiellen Anreizen alleine nicht genügt, um alle Bedürfnisse der Mitarbeiter zu erfüllen und um einen hohen Zufriedenheitsgrad bezüglich der Arbeit erzielen zu können.

Immaterielle Anreize haben keine monetären Auswirkungen. Sie werden von Individuen unterschiedlich wahrgenommen und bewertet, was es schwierig machen kann, sie gezielt einzusetzen.

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Aufgabe 2

Zeitlohn

Zeitlohn ist die einfachste und älteste Lohnform.[1] Der Zeitlohn wird nach der Arbeitszeit entlohnt, Die Bemessungsgrundlage erfolgt entweder pro Woche, pro Monat, pro Jahr oder der Arbeitgeber stellt in Stundenlohn an[2], unabhängig von der Leistung.

Die Vergütung des Mitarbeiters ergibt sich aus: Lohnsatz, Zeiteneinheit und Anzahl der Zeiteneinheiten.

Zeithohn = Lohnsatz pro Zeiteneinheit x Anzahl der Zeiteneinheiten

Leistungslohn

Im Gegensatz zum Zeitlohn liegen den Leistungslöhnen kurzfristige und objektive messbare Daten zu Grunde[3].

Ein Beispiel:

Mitarbeiter A: stellt 60 Einheiten her

Mitarbeiter B: stellt 45 Einheiten her

Das Arbeitsergebnis des einzelnen Mitarbeiters oder einer kleineren Gruppe, dient als Bemessungsgrundlage für die Entlöhnung.

Je besser gearbeitet wird, umso höher wird der Lohn ausfallen.[4] Der Leistungslohn lässt sich in zwei Arten unterscheiden: den Akkordlohn und den Prämienlohn.

Akkordlohn Bei den Akkordlöhnen die Berechnung orientiert sich an den tariflichen Mindestlöhnen, die auch bei einer geringeren Leistung des Arbeitnehmers gezahlt werden müssen.

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Geldakkord (oder auch Stückgeldakkord) wird ein fester Geldsatz pro Stück vergütet. Die geleistete Menge pro Stunde wird mit einem Geldfaktor je Mengeneinheit (Stücklohn) multipliziert.

Der Geldfaktor ergibt sich aus der Division des Akkordrichtsatzes pro Stunde durch die Normalleistung pro Stunde. Der Akkordrichtsatz ergibt sich aus einem tariflich garantierten Mindestlohn (dieser wird auch bei geringerer Leistung vergütet) und dem sog.

Akkordzuschlag (15-20 % des Mindestlohns).[5]

Akkordrichtsatz = Mindestlohn + Akkordzuschlag

Um die Normalleistung pro Stunde zu erhalten, wird durch genaue Arbeitszeitstudien die Vorgabezeit ermittelt. Man versucht also herauszufinden, wie lange ein Arbeiter bei durchschnittlicher Leistung für die Erledigung einer Arbeitsaufgabe benötigt.

Normalleistung pro Stunde = 60 : Vorgabezeit

Geldakkord = Akkordlohn = Menge x Geldsatz

Wobei der Geldsatz = (Akkordrichtsatz / 60 min) x Vorgabezeit

Zeitakkord Beim Zeitakkord wird dem Arbeitnehmer eine bestimmte Zeit pro Stück vorgegeben.

Diese Vorgabezeit leitet sich aus der Normalleistung ab und wird als Zeitakkordsatz bezeichnet. Der Zeitakkordsatz gibt an, wie viel Zeit ein Arbeiter bei einer zuvor ermittelten Normalleistung pro Stunde für ein Stück benötigt. Der Stück-Zeitakkord wird häufig in der Industrie angewandt. Beim Einzelakkord wird die Einzelleistung bezahlt.

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Zeitakkordsatz = 60 Minuten/ Normalleistung pro Stunde

Diese vorgegebene Zeit wird dem Arbeitnehmer vergütet, indem sie mit dem sog. Minutenfaktor (Preis/ Minute) multipliziert wird.

Minutenfaktor = Akkordrichtsatz/ 60 Minuten

Gesamtlohn = Stückzahl * Zeitakkordsatz * Minutenfaktor

Prämienlohn Der Prämienlohn ist ein Entlohnungsgrundsatz, bei dem das Entgelt leistungsbezogen differenziert wird.[6] Als Leistungskennzahlen werden vom Menschen beeinflussbare, betriebliche Größen herangezogen, wie z.B.

Mengenleistungen, Qualitätskennzahlen, Materialeinsparung und Maschinennutzung.[7]

Pensumlohn Der Pensumlohn ist ein leistungsbezogener Lohn, Er stellt auch eine erfolgsabhängige Entlohnungsform dar.

Der Pensumlohn besteht aus einem leistungsunabhängigen Teil (Grundlohn) und einem leistungsabhängigen Teil (Pensumanteil). Es gilt also:

Pensumlohn = Grundlohn + Pensumanteil

Es steht aber nicht die gegenwärtig erbrachte tatsächliche Leistung im Vordergrund. Der Pensumanteil bezieht sich auf die zukünftig zu erwartende Leistung.

Der Planungszeitraum beträgt häufig zwei bis drei Monate.[8]

Die Unterschiede zwischen Zeitlohn, Leistungslohn und Pensumlohn wurde knapp in der Abbildung 2 skizziert.

4

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1. Man kann die Qualität der Mitarbeiter in Richtung Selbststeuerung und Eigenverantwortung beeinflussen und verbessern

2. Man kann das Interesse der Mitarbeiter bei dem resultierenden Mehrverdienst wecken.

3. Mehr Flexibilität bei den Personalkosten

4. In schlechten Zeiten ist man krisenresistenter und in Guten profitieren Mitarbeiter vom positiven Trend

5. Man hat Einfluss auf die Mitarbeiter auf die Einschätzung der Ziele der Firm und auf die Intensivierung des unternehmerischen Denkens

6. Verbindung der Interessen von Unternehmen, Eigentümern und Vergütungsempfängern,

Bei einer exzessive Zunahme den variabler Vergütungsbestandteile aus Arbeitgebersicht die Nachteile sind:

1. Ohne genaue Aufklärung, Veränderung bedeutet für Mitarbeiter immer etwas Bedrohliches.

2. Unternehmen ohne nachvollziehbare Führungssysteme verfügen über Intransparenz, wenig motivierende Entgeltsysteme.

3. Es gibt Kein erfolgreiches Führungssystem ohne motivierendes Entgeltsystem so wie Kein motivierendes Entgeltssystem mit schlechter Führungsstruktur.


Zeitlohn

Vorteile

Akkordlohn

Vorteile

Pensumlohn

Vorteile

 

§  Einfache Abrechnung

 

§  Fixer Wochen- oder Monatslohn

 

§  Leistung (Stückzahl) wird nicht Berechnungsberücksichtigt

 

§  Schonung des Menschen durch Vermeidung von Übermüdung bzw. Überanstrengung; Zeitlohn trägt den Sicherheitsbedürfnissen des Menschen Rechnung

 

§  Schonung der Betriebsmittel

 

§  Anreiz zu erhöhter Leistung und zum Mehrverdienst gegeben;

§  Vorteilhaft für die Kostenrechnung;

§  Vorplanung des Arbeitsablaufs und des Arbeitskräfte- und Betriebsmitteleinsatzes möglich.

 

 

§  Kein Leistungsdruck

§  Sicherheit für die nächste Abrechnungsperiode

§  Man motiviert Regelmäßigkeit und konstante Leistung

§  Es gibt weniger Streitigkeiten im Unternehmen

§  Keine kollegiale Leistungszurückhaltung

§  Einen regel-mäßigen Leistungsoutput

Nachteile

Nachteile

Nachteile

 

§  Der Betrieb träg das Risiko der Höhe der Leistung

§  Kein Anreiz zur Leistungssteigerung für leistungsmotivierte Mitarbeiter

§  Eventuell Unzufriedenheit einiger Mitarbeiter

§  Übersteigertes Arbeitstempo (Überbeanspruchung, Unfallrisiko);

§  Risiko der Lohnschwankung für die Mitarbeiter;

§  Unzufriedenheit beim schwächeren Arbeitnehmer

§  Minderung der Qualität;

§  Hoher Aufwand für die Installation und Pflege des Akkordsystems (Vorgabezeiten, Arbeitswerte etc.).

§   Kein direkter Leistungsanreiz

§   Die Produktivität in Gruppe ist abhängig von Führungskraft

§   Man hat eine starke Mitarbeitermotivation, Schulungen der Vorgesetzte sind hier erforderlich

 

 

Abbildung : 1 Unterschied zwischen Zeitlohn, Leistungslohn und Pensumlohn


Literaturverzeichnis

 

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Elšik, Wolfgang (2009): Materielle Anreize, in: Kasper, Helmut / Mayrhofer, Wolfgang: Personalmanagement, Führung, Organisation. 4. Auflage, Wien: Linde, S.516-551

Liebig, Andre; (2007); Informationen zur Lohn und Gehaltabrechnung;

http://www.lohn-info.de/lohnformen.html 17.08.2010

http://www.dozenten-boerse.de/tools/download?dfID=1950



[1] Vgl. Nachbagauer/Riedl 1999; S. 149

[2] Vgl. Berthel/Becker 2007; S. 455

[3] Vgl. Elsik 2009: 2009; S. 518

[4] Vgl. Berthel/ Becker 2007; S. 457

[5] Vgl. Elsik 2009; S. 520

[6] Vgl. Elsik 2009; S. 522

[7] Vgl. Berthel / Becker; S. 459

[8] Informationen zur Lohn und Gehaltabrechnung http://www.lohn-info.de/lohnformen.html

[9] Vgl. Ciesler, Matthias; (2010) Materielle Anreise in BWL Personal

[10] Wolf, Günter, Gestaltung Variabler Vergütung in Consulting Unternehmen


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