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Offentliches Konzertwesen .doc

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Music / Dance
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Friedrich-Dessauer-Gymnasium Frankfurt am Main - FDG
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Öffentliches Konzertwesen

Als öffentliches Konzert wird eine Veranstaltung bezeichnet in der eine musikalische Darbietung den Mittelpunkt bildet. So geschieht eine radikale Musikzentrierung, die Musik ist in diesem Fall absolut.

Entwickelt hat sich die Form des Konzertes primär im Italien, Deutschland und England des 17. Jahrhunderts, die Anfänge wurden von privaten Konzerten in Adelshäusern oder als musikalische Begleitung bei gesellschaftlichen Treffen, in Gaststätten auf Volksfesten oder beim Gottesdienst gebildet.

Langsam verselbstständigte sich die Musik und es entstanden erste Amateur-Vereinigungen in welchen oftmals kirchliche Musiker oder Musiklehrer die Mitgliedschaft bildeten, ein berühmtes Beispiel ist hierzu das Gewandhaus Leipzig.

In der Epoche der Wiener Klassik entwickelte sich auch das Bild des Komponisten von Haydn als angestellter Musiker, über Mozart als „Übergangszustand“ bis hin zu Beethoven, dem ersten freien Künstler.

Auch das Programm der ersten Konzerte war recht starr, zwar gab es musikalisch viel Abwechslung denn kein Stück eines Genres konnte neben einem desselben Genres stehen, doch konnte man oft dieselbe Abfolge auffinden:

Am Anfang eine Ouvertüre, dann eine Arie, ein reines Instrumentalstück und als Abschluss ein Vokalstück.

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Auch die Instrumente an sich waren zu der Zeit besser geworden. Über die Hälfte der gespielten Musik stammte von schon toten Künstlern, diese Musik prägte auch den Begriff „klassische Musik“, weitere beliebte Veranstaltungen waren Virtuosenkonzerte von Paganini, Liszt, Chopin, Hummel und Thalheimer oder Auszüge (Szenen, Arien) aus Opern.

In dieser Zeit kam es zu der Aufspaltung zwischen instrumentalen Konzertgesellschaften und Vokalensembles.

Die Verwaltung entwickelte sich von der Selbstverwaltung durch den/die Musiker über Manager zu Agenten, welche die Musiker vertraten.

Das Fazit dieser Entwicklung ist: Das Konzert wird zu einer allgemeinen Form von Musikrealisierung.

In der Moderne, die ab 1945 gerechnet wird, gab es viele technische Neuerungen wie die Luftfahrt und das Fernsehen die dem Konzert durch Informationsverteilung über große Strecken hinweg den Weg leichter gemacht haben aber auch welche, wie verschiedene Aufzeichnungsmethoden, mit der öffentlichen Musikveranstaltung konkurrierten.

Neue Musik wurde geschaffen und trat in Konflikt mit der Klassik: zwischen 1930 und 1950 entwickelten sich Jazz und Rock, die die Musikgeschichte bis heute maßgeblich geprägt haben, auch diese, zuerst ungewohnte Musik tauchte zuerst als Begleitung in Bars und Clubs auf.

Jazz fand seinen Durchbruch auf der Bühne, in der Carnegie Hall in New York, als Benny Goodman dort am ersten Januar 1938 spielte.

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Elvis Presley glich diese Makel mit theatralischen Elementen aus und machte aus seinen Auftritten Shows. Zwar weiteten die Beatles das populäre Konzert erheblich aus, doch war ihre Erscheinung auf der Bühne nicht anders als die im Club.

Erst in den 1970ern benutzen Led Zeppelin Lichteffekte, Rauch, Nebel und Kostüme welche später elementare Bestandteile des Rockkonzerts wurden.

Das öffentliche Konzert hat 3 Funktionsebenen. Die erste ist die Umsetzung der Musik, geschriebene Musik wird realisiert, wird zu Klang, was der eigentliche Zweck von Musik ist. Doch nur auf den ersten Blick ist es so einfach, denn der Musikprozess wird erst auf der zweiten Ebene vollendet, wo Musik mit dem Auditorium wechselwirkt, interpretiert und verstanden wird.

Die dritte Ebene ist ganz praktisch, sie ist ökonomisch und soll den Lebensunterhalt des Künstlers sichern, was aber vom Publikum abhängt.

Heutzutage gibt es viele Formen des Konzerts wie klassisch-instrumental, Jazzkonzert, Pop/Rock oder Openair Festival.

Auch wird das Konzert mit Theatralischen Elementen kombiniert oder aufgezeichnet und als Live-CD verkauft, denn die Konkurrenz zum mp3-Player ist hoch. Das Konzert droht an Bedeutung zu verlieren doch ist es eine unikale Möglichkeit Kunst lebendig zu machen, greifbar und erlebbar zu werden.

Deshalb sollten wir diese Veranstaltung in Ehren halten und ihr ihren besonderen Platz sichern.

 

 

 

 

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Quellen:

The new grove dictionary of music and musicians

Musik in Geschichte und Gegenwart


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