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Human Science
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University, School
BG/BRG Knittelfeld
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2005
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Neuzeit - Renaissance und Humanismus
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NEUESTE ZEIT

Kommunistische Systeme

UdSSR

Die imperialistische Großmacht Russland war gegenüber den anderen Großmächten im 19. Jahrhundert gesellschaftlich und wirtschaftlich rückständig. Der Gegensatz zwischen der wachsenden Armut in den Städten und dem Reichtum und prunk des zaristischen Hofes führte zur Gründung einer revolutionären Bewegung, die alle Gesellschaftsschichten umfasste.

Aus dieser Bewegung ging am Ende des 19. Jahrhunderts eine sozialdemokratische Partei hervor, die sich 1903 wegen ihrer Uneinigkeit über die zukünftige Parteiorganisation in „Menschewiki“ („Minderheitler“) und „Bolschewiki“ („Mehrheiler) spaltete. Führer der Bolschewiken wurde der Rechtsanwalt Wladimir Iljitsch Uljanow, der den Decknamen Lenin trug.

Nach der verheerenden Niederlage im japanisch-russischen Krieg(Kampf um Korea) verschärfte sich die innenpolitische Situation im Zarenreich. An einem Sonntag im Jänner 1905 kamen friedliche Demonstranten zum Zarenpalais und forderten eine demokratische Volksvertretung, Agrarreformen, die Abschaffung der Zensur und Religionsfreiheit.

Zufällig fiel ein einzelner Schuss, woraufhin die Soldaten wahllos in die Menge feuerten und über 1000 Menschen töteten (=blutiger Sonntag). Als Reaktion auf diesen Blutsonntag kam es in den Städten zu Streiks und Attentaten und auf dem Land zündeten die Bauern Gutshäuser an. Schließlich gewährte der Zar Nikolaus II. die Gewährung der bürgerlichen Freiheiten und die Einberufung eines Parlaments (der Duma), allerdings wurde das Parlament bereits im Juni 1906 wieder aufgelöst, woraufhin Revolutionäre Bombenattentate ausführten und anschließend aufgrund der Polizeiaktionen fliehen mussten.

Daher lebte Lenin im schweizer Exil.

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Im Februar begannen in „Petrograd“ (= umbenannte Hauptstadt) Streiks und Unruhen, daraufhin dankte der Zar ab und Russland wurde Republik. Aber in der Arbeiterschaft der Großbetriebe brodelte es und die Bauernmassen wollten eine grundlegende Bodenreform und die Soldaten and der Front waren kriegsmüde und wollte heim.

Die deutsche Heeresleitung nützte die Situation auf ihre Weise. Sie transportierte Lenin und seinen engsten Kreis aus seinem schweizer Exil in einem plombierten Wagon durch Deutschland nach Schweden, von dort gelangte er ins russische Finnland und übernahm nun die Leitung der revolutionären Bewegung.

Er forderte die Übernahme der Staatsgewalt durch die Räte (Sowjets = Arbeiterräte), die rasche Beendigung des Krieges und die Verteilung von Grund und Boden an die Bauern. Der russische Ministerpräsident Kerenski hatte mit Niederlagen im Krieg und mit den Zarenanhängern zu kämpfen, dass war für Lenin der richtige Augenblick für einen Putsch gegen die Regierung.In der Nacht zum 26. Oktober (bei uns 8. November, in Russland galt noch ein anderer Kalender) wurde das Winterpalais gestürmt, Kalenski flüchtete in den Westen.

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Im März 1918 musste sich das militärisch geschlagene und kampunfähige revolutionäre Russland dem deutschen Friedensdiktat von Brest-Litowsk unterwerfen und verlor im Westen große Gebiete (Finnland, Baltikum, Polen, Ukraine). Unterdessen errichtete Lenin die Diktatur des Proleariats, die sich als Diktatur der von Bolschewiken gegründeten Russischen kommunistischen Partei ausdrückte.

Mit Gewalt wurden Großgrundbesitzern, Fabrikanten, Geschäftsinhaber und Banken enteignet und alle anderen politischen Parteien aus den Sowjets ausgeschlossen. Jedoch waren die Bauern auch schnell enttäuscht von dieser Regierung, da die Grundstücke nicht ihnen sondern den Kreissowjets zugesprochen wurden.

Damit beginnt auch der Bürgerkrieg zwischen der Roten (Truppen Lenins)und der Weißen (adelige Generäle des Zaren + Kriegsgefangene (=Verbündete der westl. Alliierten)) Armee, der mit extremer Härte geführt wurde. Ab Oktober 1919 wendete sich das Kriegsglück langsam zugunsten der Roten Armee unter Trotzki (enger Vertrauter Lenins, maßgebliche Beteiligung am Putsch).

Es dauerte jedoch bis 1921 bis sie den Krieg für sich entschieden. Im Dezember schloss sich die russische Sowjetrepublik mit Ukraine, Weißrussland, Georgien, Armenien und Aserbeidschan zur Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken = UdSSR zusammen. Damit war die Sowjetunion entstanden, die erste kommunistische Großmacht der Welt. Die durch den Bürgerkrieg ausgelöste Wirtschaftskrise veranlasste Lenin zur Proklamierung der Neuen Ökonomischen Politik (NEP). Bauern durften wieder Überschussgüter auf den Markt bringen, Privatpersonen durften im Inland wieder Handel betreiben und ausländische Investoren waren willkommen.

Dadurch wurde die Situation wieder verbessert.

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Ab 1927 war Stalin somit uneingeschränkter Alleinherrscher in der Sowjetunion. Stalin beendete 1928 die NEP-Periode. Von seinen Parteigenossen, die 1934 am „Parteitag der Sieger“ als Delegierte teilnahmen und dort versuchten seine Allmacht zu schmälern wurden 90% in öffentlichen Schauprozessen (Moskauer Prozesse) zum Tode verteilt, darunter auch der Großteil der Funktionäre und Minister (= „Säuberungen“).

Es wurden noch viele weitere Menschen ermordet (ca. 1,5 Mio). Das Ergebnis der Säuberungen war, dass Stalin nach 1938 wirklich die absolute Macht in der Sowjetunion innehatte.

1939 schloss er einen Nicht-Angriffspakt mit seinem Gegner Hitler (Hitler-Stalin-Pakt), der auch ein Geheimabkommen zur Aufteilung Polens und Osteuropas zwischen den beiden Staaten ist. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen marschierte auch die Sowjetunion am 17. September 1939 in Polen, 1940 in Finnland (Winterkrieg), in die Staaten des Baltikums und das östliche Rumänien bis zur Donau ein, die all im Hitler-Stalin-Pakt der Sowjetunion zugesprochen worden waren.

Während des „Großen Vaterländischen Krieges“ (=Zweiter Weltkrieg nach russ. Bezeichnung), nachdem Hitler einen Überraschungsangriff auf die Sowjetunion startete war Stalin auch der Oberbefehlshaber über die Armee. Ihm gelang es durch den Appell an den Patriotismus und die allgemeine Wut auf die deutsche Aggression die Bevölkerung hinter die Partei und sich zu scharen.

1949 bis 1951 kam es erneut zu Säuberungen. Stalin starb 1953. Seine Regierungszeit war von 1924 bis 1953.

 

 

 

 

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China

China war als Siegermacht aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen. Es galt als einer der „Großen Fünf“ und bekam einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Marschall Tschiang Kai-schek regierte das volkreichste Land der Erde mit seiner Kuomintang-Partei autoritär. Das verhinderte nicht, dass die Korruption in Beamtenschaft und Armee nach dem Krieg immer mehr wuchs, während die Bauern, der Großteil der Bevölkerung, vergebens auf eine grundlegende Bodenreform warteten.Auf der Konferenz von Jalta gab man der Sowjetunion die Erlaubnis im Fernen Osten einzufallen, um so die Japaner schneller zum Aufgeben zu bringen.

Die Sowjets fielen in der Mandschurei ein, dadurch wurde diese wichtige Industrieregion der Regierung Kai-scheks entzogen. Die Rote Armee gab die Waffenbestände, die sie den Japanern abnahmen, den chinesischen Kommunisten unter der Führung Mao Tse-tungs. Die USA versuchte vergeblich zu vermitteln, und der Vorschlag demokratischer Wahlen wurde von Kai-schek abgelehnt..

Die GEgnsätze verschärften sich zusehends und im Sommer 1947 grief die „Volksbefreiungsarmee“ (=Kommunisten) die Nationalarmee an. Der Bürgerkrieg begann. Im Jahre 1949 endete der Bürgerkrieg mit der Niederlage der Kuomintang und dem Ausruf der Volksrepublik Chinas unter dem Kommunistenführer Mao Zedong.


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