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Naturkatastrophen .doc

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Naturkatastrophen

Film:

à  vor etwa 10.000 Jahren hat sich das Klima geändert à Temperaturanstieg von 4-5°C und Anstieg des Deuterium und C-13

à vorher in den Donauauen zwischen Ulm und Regensburg Kieferwälder beheimatet, jetzt sind dort Eichenwälder

à abrupter und sehr kurzer Klimaumschwung: vorher Eiszeitleben mit Kaltsteppe (Risenhirsch und Mammut), durch die Erwärmung entstehen Wälder à Riesenhirsch stirbt aus nach letzter Eiszeit

Klimakatastrophen = Lebenskatastrophen

à  Massensterben:

Seit 3,5 Mrd Jahren gibt es Leben

in den letzten 1,5 Mrd. Jahren à mindestens 12 große Lebensänderungen, wo mehr als 50% aller Arten ausgestorben sind

Evolution beschleunigt sich durch Aussterben großer Arten

Nach Spezialisierung: größere Anfälligkeit auf Aussterben

z.B. Flugsaurier starben früher aus als die Dinosaurier, weil sie sehr spezialisiert waren (nur noch Große > 12m)

durch eine Veränderung des Klimas, konnten sie nicht mehr fliegen, weil der Wind zu stark war

à  Muster des Massensterbens:

Leben ist nicht kontinuierlich, sondern es entwickelt sich in Zyklen mit Katastrophen

Klima ist lange Zeit davor ziemlich gleich und kaum verändert. Arten spezialisieren sich und können auf schnelle, plötzliche Veränderungen nicht mehr reagieren

à vor 560 Mio. Jahren – Aussterben der Dinosaurier = Ende der Kreidezeit à sie öffneten neue Nische à Säugetiere streben auf

àEnde der Eiszeit: Großtiere sind mit der Kaltsteppe (eigenes Ökosystem, das so nicht mehr auf der Erde existiert) ausgestorben

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à über 3 km dicker Eiskern wird angebohrt

à Ende der Eiszeit: Veränderung sehr schnell (auch Größe der Schneekristalle)

à Übergang Eiszeit – Nachzeit: Erwärmung 4-5°C in Schritte à sehr schnelle (innerhalb 20 Jahren)

à um Klimaveränderung zu verzögern:

CO2-Emissionen begrenzen (Industrienationen haben sich auf Kosten der Umwelt bereichert)

Begrenzung des Wachstums

Jeder einzelne muss sich einschränken

Planet kann es sich leisten (das wäre nicht die erste Klimaveränderung), allerdings die stark bevölkerte Erde kann es sich nicht leisten.

Heute sterben täglich 50 Tier- und Pflanzenarten aus.

Definitionen:

„Katastrophe“

aus dem griechischen „catastrophi“: entscheidendes, folgenschweres Unglücksereignis

die Gefährdung / Schädigung von:

·                     Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen

·                     natürlicher Lebensgrundlagen

·                     bedeutender Sachwerte

heute je nach Betrachter unterschiedlich definiert:

Katastrophe hängt stark vom „Wertesystem“ (= sozio - ökonomische Grundlage) des Betroffenen ab, ob es für jemanden eine Katastrophe ist oder nicht

Bsp.: Bangladesch Dammbau – das ist für uns ein guter Vorschlag, da die Überschwemmungen tausende von Menschenleben fordern und somit in unseren Augen eine Katastrophe sind, für die Umweltorganisationen hingegen ist der Dammbau ein schrecklicher Eingriff in die Natur, da sie die Überschwemmungen, welche den fruchtbaren Schlamm mit sich bringen als absolut notwendig empfinden

 

Man sieht also, dass es unterschiedliche Wertesysteme gibt

 

„Naturkatastrophen“

laut Mayerlexikon:

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Die Schweizer sind in der Forschung von Naturkatastrophen die Nummer 1 in Europa bzw. weltweit. – daher wurden viele Schweizer Bücher zitiert!

„Extremereignisse“

„seltene Ereignisse, die stark von einem statistischen Mittelwert abweichen. Sie sind nicht unbedingt mit Schäden verbunden.“

Die Gesellschaft orientiert sich bei der Beurteilung von Ereignissen NICHT an statistischen Kriterien, sondern vielmehr an den verursachten materiellen und immateriellen Schäden.

„Naturkatastrophe“

laut Pfister:

„ist ein Schadenereignis, dessen Folgen von den Betroffenen nicht allein bewältigt werden kann. Das gemeinsame Kennzeichen von Naturkatastrophen ist die Hilflosigkeit der Betroffenen (sie benötigen Hilfe von außen)

Naturgefahren:

Natürliche Prozesse und Zustände, die Gesellschaft und Umwelt bedrohen

Risikogesellschaft:

Begriff seit 70er Jahre bekannt:

Unterschiede zwischen Natur- und Technikkatastrophe verwischt

Gesellschaft und Technik stehen in Wechselbeziehung

Bsp: Heuschreckenplagen

Naturgefahren zu begegnen à drohende Gefahr durch Prävention zu verhindern

Kausaltität:

Natural hasard/disaster:

à Anfang: eigentliches Naturereignis

- exogenen Ursprung: Starkniederschlag, Hochwasser

- extraterestrischen Ursprung: Meteoriteneinschläge

- endogenen Ursprung: Plattentektonik (Erdbeben, Vulkanismus)

à Naturgefahr:

Mensch/ Zeit/ Raum/ Gefahr

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à Wiederholereignis ?!?

Naturkatastrophe im Konfliktbereich zwischen human und natürlichen System

Mensch ist in der Lage durch Rückkoppelung diese auch zu beeinflussen (à Video); muss aber nicht unbedingt sein z.B.

Biber à Dammbau; Wühltiere à Holland – Flutkatastrophe (auch Folge des 2.Weltkriegs, keine Gelder zur Pflege der Dämme)

à Bevölkerungswachstum und veränderte Siedlungsaktivität:

Tragfähigkeit der Landschaft z.B. rote Zonen bei Flächenwidmungsplänen werden bebaut

„Technologische Katastrophen“

Bsp: Chemiekatastrophen und Tschernobyl, schleichende Katastrophen à Desertifikation

à Verwundbarkeit

à Risiko

à Coping Capacity

bestimmt wird die Verwundbarkeit von den Faktoren der Exposition des Menschen und der Sachgüter in Bezug auf die Naturgefahr

neue Faktoren:

interne Seite der Verwundbarkeit: externe Seite der Verwundbarkeit (technische Indikatoren:

- Alter - Statik des Gebäudes

- Bildung - Schutz durch andere Bauwerke (Dämme, Rückhaltebecken)

- soziale Stellung Bsp: Gailtal: Pferdezucht wegen saurem Gras (Pferd frisst, Kuh nicht) à Mittelmaß an Regulierung des Flusses unterstützt durch Dämme und Rückhaltebecken; Bauern, die Landwirtschaft führen werden finanziell unterstützt

Ennstal: ähnliche Situation (Heuhütten à Futter zum Vieh, weil Boden zu weich)

 

à die zu erwartenden Verluste der Naturgefahren für bestimmte Gebiete werden in eine

mathematische Gleichung gebracht

soziale und physische Risikowahrnehmung à sozio – ökonomische Betrachtung

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à Restrisiko: BPF

Umfang in dem sich eine Gesellschaft einem Risiko aussetzen kann

Bestrebungen bestehen, Schwellenwerte für schleichende Katastrophen fest zu legen:

Schwellenwert überschritten à führt zur Katastrophe

Größenordnung:

1950 – 2000:

4 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen getötet

66% auf die 10 schwersten Ereignisse aufgeteilt

Bsp: Bangladesch

Im Schnitt steigt es um 6% an

Man ist sich nicht sicher, ob absoluter Anstieg (weil mehr Katastrophen) oder der wegen der

verstärkten Wahrnehmung (mehr Information)

Versicherungswirtschaft:

2001:

36 Mrd. US-Dollar: Volkswirtschaftliche Schäden

versicherte Schäden weniger als 1/3

versicherte Wirtschaft mehr durch Terrorismus belastet

Problematik:

90% der monitären Schäden in Industrieländer

90% der Todesopfer in Entwicklungsländer

Bsp: 1991: Taifun Mireille (Japan)

Versicherter Schaden: 5,4 Mrd US Dollar

Volkswirtschaftlicher Schaden: 10 Mrd US Dollar

50% waren gedeckt

1995: Erdbeben von Kobe (Japan)

versicherter Schaden: 3 Mrd. US Dollar

volkswirtschaftlicher Schaden: 100 Mrd. US Dollar

Das gleiche in Tokyo hätte weltwirtschaftliche Folgen gehabt (könnte durchaus möglich sein)

 

 

11.10.2007

 

1. Hilfswissenschaften (Geophysik, Meteorologie, Glaziologie, historische Quellenforschung, Präventionsforschung, Baugeologie und Bautechnik)


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