Prüfungsfragen vom 3.2.2009 Einführung in die Botanik 2 Blanz Karl-Franzens Universität Graz Allgemein: Es wurden fast oder eigentlich überhaupt keine lateinischen Artennamen gefragt. Darauf brau
Einleitung: Herz( Bedeutung, Aufbau und Funktion) Zentrum des Kreislaufs (Reaktionszentrum)­ große Blutgefäße, Schlagadern und Venen( Transportwege) Kapillaren(Versorg­ungswege) Blutgefäße
Hefen · Hefen allgemein · Biologie der Hefen · Geschichte und Bedeutung · Backhefe Hefen allgemein Die Hefen sind einzellige Pilze, die meist aus der Abteilung der Schlauchpilze stammen. Es werde
Arten
unterscheiden sich neben der Nischenposition auch in der Nischenbreite. Die
Nischenbreite beschreibt die Dimension hinsichtlich der Ressourcen, die von
einer Art genutzt werden. Häufig wird die Nahrung als eine Nischenbreite
eingesetzt, die Nahrungsbreite.
Die Berechnung der Nahrungsbreite kann mit der
Formel von LEVINS (1968) erfolgen:
n
B = 1 / Σ pi 2
i = 1
oder
mit dem SHANNON-WEAVER-INDEX:
n
H = -Σpi log pi
i = 1
Stehen Arten
in Konkurrenz, kommt es zur Nischenüberlappung.
Die
Berechnung der Nahrungsüberlappung erfolgt nach SCHOENER (1970):
n
Cxy
= Σ min (pxi ;pyi)
i
= 1
Bei allen
Rechnungen ist zu beachten:
pi = anteilige Nutzung des Nahrungstyps i im
Verhältnis zu
den anderen Nahrungstypen (Gesamtzahl aller Nahrungstypen
=
n).
Die anteilige Nutzung wird immer auf Anteile von 1 bezogen
(keineProzente !).
Die Werte von B können zwischen 1 und n liegen.
B=1, wenn nur ein Nahrungstyp gefressen wird.
B=n, wenn alle gefressenen Nahrungstypen im gleichen Verhältnis
aufgenommen werden.
1<B<n, wenn die gefressenen Nahrungstypen in ungleichen Verhältnissen
aufgenommen werden.
H kann Werte zwischen 0 (es wird nur eine Ressource genutzt) und
log n (es werden alle Ressourcen im gleichen Verhältnis genutzt) annehmen.
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Bei dem Untersuchungsgewässer
handelt es sich um das Elbe-Ästuar bei Twiehenfleth.
Es wird die
Nahrungszusammensetzung der juvenilen Stadien dieser beiden Arten analysiert,
um die nahrungsökologischen Parameter Füllungsgrad, Häufigkeit und Frequenz der
einzelnen Nahrungskomponenten, Ernährungsbreite und Nahrungsüberlappung der
zwei Arten zu ermitteln.
Dabei stellt
sich die Fragen, ob auf Grund der Ernährungsökologie eine Konkurrenzsituation
der beiden Arten ableitbar ist.
Material
und Methoden
Die für die
Untersuchung benötigten Fische wurden am 5. Mai 2008 mit Hilfe der
Hamenfischerei, bei der von dem im Strom positionierten Schiff links und rechts
die Hamen ins Wasser gesenkt werden, für die Untersuchungen gefangen.
Die Fische
schwimmen gegen den Strom und werden so mit dem Schwanz voran in die Netze
getrieben und sammeln sich in den mehrere Meter langen Netztaschen.
Die Fixierung
der Fische erfolgte unmittelbar nach dem Fang in Ethanol.
Bevor die
Fische zur Untersuchung des Mageninhalts aufgeschnitten wurden, wurden die
Länge in cm und die Masse in g (Gramm) bestimmt. Danach erfolgte das
Herauspräparieren, Wiegen und Entleeren des Verdauungstraktes sowie die
Einschätzung des Füllungsgrades.
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Ergebnisse
Für die
beiden Fischarten wurde jeweils der mittlere Füllungsgrad aller untersuchten
Fische ermittelt. Sowohl der Stint als auch der Kaulbarsch haben einen
mittleren Füllungsgrad von 1,6 (Tab. 3+4).
Tabelle
1: Häufigkeit und Frequenz der Nahrungsorganismen beim Stint und beim
Kaulbarsch.
Die Copepoden und deren Eier machen machen den höchsten Prozent-
satz
bei der Häufigkeit und der Frequenz bei beiden Fischarten aus. Phyllopoden,
Garnelen
und Mysidaceen sind weniger vertreten. Fischlarven, Amphipoden und
Oligochaeten
kommen nur beim Kaulbarsch vor.
Die im Magen
des juvenilen Stintes überwiegend vorhandene Nahrung macht die Unterklasse der
Ruderfußkrebse (Copepoda) mit einer Häufigkeit von 94,3% und deren Eier
aus. Die Frequenz der Copepoden beträgt 100%, was bedeutet, dass sie in allen
untersuchten Fischmägen identifiziert wurden.
Weit weniger vertreten sind die
Phyllopoden und die zur Klasse der Malacostraca gehörenden Garnelen (Crangon
Crangon) und Mysidaceen (Tab.1).
Beim Kaulbarsch
ist eindeutig zu erkennen, dass auch hier die Copepoden und ihre Eier in den
Mägen dominieren. Allerdings gehören des weiteren zu seinem Nahrungsspektrum,
wenn auch nur zu geringen Anteilen, Fischlarven, Amphipoden und Oligochaeten.
Tab.
2: Werte für die Nahrungsbreite für Stint und Kaul-
barsch
nach Levins (BL) und dem
Shannon-Weaver-Index
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Die Berechnung
der Nahrungsbreite nach SCHOENER ergab für den Stint einen Wert von B=1,13. Ist
1<B<n, so wie es hier der Fall ist, bedeutet, dass die verschiedenen
Nahrungstypen in ungleichen Verhältnissen aufgenommen wurden (Tab.2).
Für den Kaulbarsch
wurde für die Nahrungsbreite ein Wert von B= 1,29. Auch hier ist das Verhältnis
von 1<B<n deutlich, woraus man eine Aufnahme der Nahrungstypen im ungleichen
Verhältnis schließen kann (Tab.2).
Für die
Berechnung der Nahrungsbreite nach dem Shannon-Weaver-Index ergab sich für den
Stint ein Wert H = 1,27 und für den Kaulbarsch ein Wert H = 0,48 (Tab.2).
Die
Berechnung der Nahrungsüberlappung ergab einen Wert von Cxy = 1,2.
Diskussion
Die Werte der
Nahrungsbreite B bei Stint und Kaulbarsch unterscheiden sich nicht signifikant.
Bei einer größeren Differenz der Werte hätte daraus gedeutet werden können,
dass der Stint z.B. eher ein Nahrungsspezialist und der Kaulbarsch eher ein
Nahrungsgeneralist ist.
Bei der
Berechnung der Nahrungsbreite mit dem Shannon-Weaver-Index erscheint der Wert H
= 0,48 für den Kaulbarsch realistisch, da er zwischen 0 und log n liegt. Ein
Wert von H = 0 würde bedeuten, dass nur eine
Ressource genutzt wid, ein Wert von H = log n, dass alle Ressourcen im gleichen
Verhältnis genutzt werden.
H
= 0,48 kann man demnach so interpretieren, dass mehr als nur eine Ressource
genutzt wird, jedoch nicht im gleichen Verhältnis.
Beide
Berechnungen berücksichtigen die (un-)gleichmäßige Verteilung der
Nahrungskomponenten.
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Auf
Grund der teilweise sehr geringen Anzahl einiger Nahrungstypen wie die
Garnelen, Oligochaeta und Amphipoda kann es auch hier möglich sein, dass sie
passiv mit der Nahrung aufgenommen wurden und normalerweise nicht zu der
bevorzugten Nahrung der Stinte bzw. Kaulbarsche gehören.
Die
Nischenüberlappung Cxy = 1,2 hat bei den Untersuchungen der beiden
Arten wenig Aussagekraft. Zwar werden die Nahrungskomponenten des Stintes den
Ergebnissen nach zu 100% auch von dem Kaulbarsch genutzt, jedoch zeigt dies nicht,
ob die beiden Arten in um genau diese Nahrungsquellen konkurrieren müssen.
Der
Kaulbarsch macht in dem Gebiet des Elbe-Ästuars nur einen geringen Anteil von
1% aller dort lebenden Arten aus, der Stint hingegen macht mit 70% den größten
Prozentsatz aus.
Die
Untersuchungen fanden in mehreren Gruppen statt, was eine Betrachtung der
individuellen Variabilität bezüglich der Nahrungsselektion nicht zulässt.
Auf
Grund dessen konnte die Bestimmung der Nahrungstypen nicht konsequent verfolgt
werden.
Die
Copepodeneier hätten alternativ mit den Copepoden als ein Nahrungstyp
zusammengefasst werden können. Andererseits wäre es auch möglich gewesen, die
Copepodeneier in der Statistik komplett auszulassen, wenn man davon ausginge,
dass diese passiv mit aufgenommen wurden.
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Laude,
Uwe, Verteilung und Ernährung larvaler und juveniler Stadien von Plötze (Rutilus
rutilus (L.)) und Barsch (Perca fluviatilis L.) im Biomanipulationsexperiment
Feldberger Haussee (Mecklenburg-Vorpommern), Dissertation zur Erlangung des
akademischen Grades doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.) an der Fakultät
Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften der Technischen Universität Dresden (2002).
Anhang:
Tabelle 3+4, erstellt im Kurs Ökologisches Praktikum vom 20.05.08.
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