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Musik im Wandel der Zeit, Barock - Klassik (Page 4).doc

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Arts & Design
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Musicology
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University, School
Engelsburg Gymnasium Kassel
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2008
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Liedanalyse Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
Liedanalyse -Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad- I Musikalische Analyse Die Tonart des -Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad- Liedes ist in A – Dur geschrieben, da es drei Vorzeic

Das Verlangen nach neuer Klangfarbe ist unweigerlich mit der Suche nach Instrumenten, welche die gewünschten klanglichen Effekte äußern können, verbunden.

Der Wunsch nach differenzierterer Dynamik in der Klassik erlaubte dem Pianoforte ein Übersteigen der Grenzen der Generalbassbegleitung. Nach der Ablösung des Cembalos wurde das Pianoforte zum wichtigsten Fundamentalinstrument.

Einen ersten Höhepunkt erfuhr es bereits im Barock dank den Klaviersuiten von J. S. Bach und G. F. Händel; die endgültige Emanzipation findet jedoch während der Wiener Klassik statt. Nicht nur W. A. Mozart und Ludwig v. Beethoven, ebenso die Sohne J. S. Bachs trugen dazu bei.

Die durch individuelles Schaffen angestrebte Klangdiversität im Orchester der Klassik ermöglicht den Einbezug von neuartigen Instrumenten wie der Klarinette und dem Fagott sowie die Etablierung ihrer Bläsergruppen im orchestralen Gesamtbild.

Die Familie Bach – Das musikalische Opfer

Einer der bekanntesten Komponisten des Barock ist wohl Johann Sebastian Bach. Sein musikalisches Schaffen war prägend und wegbereitend im Hinblick auf folgende Musikepochen und ihrer Künstler.

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J. S. Bach galt als durchaus konservativ und an sein barockes Schaffen gebunden. Die Entwicklung der Musik schien ihm unsittlich, folglich fand er keinerlei Gefallen an den Grundzügen der gerade aufstrebenden klassischen Musik. Anders sein Sohn, der als junger Komponist in der Klassik den Nährboden für seine Musik fand.

Der Legende nach begab es sich in den letzten Schaffensjahren J. S. Bachs am Hofe von Friedrich dem Großen, dass man ihn um eine spontane Fuge über ein vorgegebenes Thema bat.

Das entstandene Werk nennt sich heute auch „Musikalisches Opfer“ und vereint alte Form und Voraussicht in ein neues musikalisches Zeitalter. Es ist eine Sammlung verschiedener kontrapunktischer Sätze bezüglich des gegebenen Themas. Jenes wurde wie folgt notiert:

Das Thema ist zunächst durch einen Dreiklang in der Tonika c-Moll, der Sexte und der absteigenden verminderten Septime „rein“ barock. Die darauf folgende Chromatik schließe jedoch jegliche Form einer Engführung aus und erhöht zudem die Schwierigkeit der Kontrapunktbildung.

Sowohl das Kompositionsprinzip des Fugato, als auch die Lehre des Kontrapunktes sind dem Barock zuzuordnen. Die melodisch-thematische Arbeit weist jedoch bei genauerer Betrachtung auf musikalische Trends der Klassik hin.

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Wie bereits festgestellt spannt dieses Werk einen musikalisch theoretischen Bogen vom Barock zur Klassik. J. S. Bach, der ein wichtiger Komponist des Barock und Traditionalist was den schöpferischen Stil anbetrifft ist, deutet durch Verwendung alter Form auf neuartiges musikalisches Denken, welches im Verlauf der musikgeschichtlichen Entwicklung zwischen der barocken und der klassischen Epoche erweckt wird.

Nachwort

Die Epoche der Klassik „übernimmt ein umfangreiches Erbe an Stilformen, Ausdrucksmitteln, Gattungen, Zwecken und Techniken, das sie „fertig“ vorfindet. Sie bewahrt das eine Stück aus diesem Erbe treu und pflegt es als verehrungswürdiges Altertum.

Ein anderes lässt sie allmählich verfallen. Noch andere bildet sie in ihrem Sinne um. Entsprechend vererbt die absterbende Epoche“ des Barock„, was sie geschaffen hat, und überlässt dem veränderten Geist“ des neuen Zeitalters der Klassik„, was sie aus dem Erbe machen wird.“

Dieses Erbe ist nicht ausschließlich eine neue musikalische Mentalität, sondern vielmehr der Steigbügel, der jenes neuartige Musikverständnis zu ermöglichen vermag. Die neue Musik der Klassik steigt über die barocke hinweg, indem sie sich der Vorarbeit bedient.

Formen werden aufgelöst, der Musik einen nunmehr weltlichen Schwerpunkt gegeben und die Musikalische Idee neu strukturiert.

 

 

„Spätestens seit dem 17. Jh. ist Kunst weniger an vorgegebenen Idealen orientiert, sondern interessiert sich für das Neue.“

 

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Quellen

Literatur:

Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Bände 1, 4, 7, 10, 12; dtv

Massimo Mila, „Breve Storia della Musica”; Einaudi

Herbert Baumann, „Die musikalischen Epochen im Überblick“

Otto Schumann, „Handbuch der Klaviermusik“; Heinrichshofen`s Verlag

Charles Sanford Terry, „J. S. Bach – eine Lebensgeschichte”; it 802

G. F. Händel, Sonaten für Violine und Pianoforte

J. S. Bach, drei Partiten und drei Sonaten für Violine solo BWV 1001-1006

J. S. Bach, Musikalisches Opfer BWV 1097

Corelli, Concerto grosso Opus 6 Nr.2, F-Dur

Telemann, sechs kanonische Sonaten für zwei Violinen

Haydn, Sinfonie Nr. 27

Film:

Dominique de Rivaz, „Mein Name ist Bach“

Milos Forman, „Amadeus“

Grafik:

Formschema klass. Solokonzert: Matteo Compagna

Thema „Musikalisches Opfer“: J. S. Bach, Musikalisches Opfer BWV 1097


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