Thema der Seminararbeit:
Mukoviszidose
„Mukoviszidose
zu haben, ist gar nicht so schrecklich, aber manchmal geht es mir auf die
Nerven. Man versucht, so normal zu sein möglich, aber es ist schwierig mit all
der Arbeit, die damit zusammenhängt.
Früher war
wahrscheinlich die Diät das Schlimmste, Kinder mit CF nehmen nur schwer an
Gewicht zu. Heute kann man normal essen, aber man muss sich, mit jeder Mahlzeit
viele Enzymkapseln schlucken.
Dann noch die
Physiotherapie. Ich muss sie zweimal täglich machen. Wenn ich erkältet bin oder
so, noch öfter, bis es auskuriert ist. Das ist ärgerlich, wenn ich bei jemandem
Videos anschaue oder Platten höre, denn ich muss deswegen immer früher nach
Hause. In der Schule geht alles ziemlich normal. Ich besuche eine normale
Schule und kann alles mitmachen. Ich habe viele Freunde und komme mit fast
allen gut aus. Manchmal gibt es die blöden Sticheleien wegen des Gewichtes,
aber man ignoriert sie oder antwortet den Leuten entsprechend.
Von Zeit zu Zeit
muss ich für 14 Tage ins Krankenhaus, was sehr langweilig sein kann. Dort
bekomme ich dann intensive Physiotherapie und intravenöse Infusionen. Ganz so
schrecklich ist das nicht, aber wenn ich wieder in die Schule gehe, muss ich
eine Menge nachholen. Insgesamt macht CF viel Arbeit, aber ich finde es nicht
so schlimm, wie man immer sagt.“
(Harris, Super,
1992, S. 15)
Dies ist ein
Zitat von David, 13 Jahre alt. Er starb 1988 während der Wartezeit auf eine
Herz- Lungen- Transplantation.
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genetischer Defekt, trotz intensiver Forschungsanstrengungen ist Mukoviszidose
bislang nicht heilbar, lediglich die Symptome konnten gelindert werden.
In der
Bundesrepublik haben etwa 8000 bis 10.000 Kinder und junge Erwachsene eine
Mukoviszidose. Statistisch gesehen, trägt etwa jeder 25. Bundesbürger das
kranke Gen in sich, das die Krankheit verursacht. Mukoviszidose tritt bei einem
oder zwei Kindern, auf 4000 Lebendgeburten auf. Jährlich werden ca. 200 bis 300
Kinder in der Bundesrepublik geboren. Die Augenblickliche Zahl der erkrankten
Kinder liegt bei ungefähr 2500.
Doch nur wenn
beide Eltern Erbträger sind und den Gendefekt weitergeben, wird das Kind an
Mukoviszidose leiden. Als Folge dieses Fehlers im "Bauplan" der Zellen
werden alle körpereigenen Sekrete eingedickt produziert. Ein zäher Schleim
verklebt so vor allem die Lunge und die Bauchspeicheldrüse. Schrittweise
verlieren die Organe ihre Funktionstüchtigkeit. Am Ende fehlt den Betroffenen
buchstäblich die Kraft zum Atmen.
Im
medizinischen Bereich auch als Zystische Fibrose bezeichnet, und hat die
Abkürzung CT. Mukoviszidose ist eine erbliche Stoffwechselanomalie, die durch
eine Funktionsstörung aller schleim- und schweißbildenden Drüsen(-zellen)
gekennzeichnet ist.
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Die
Erkrankung führt zum Funktionsverlust der Atemwege und des Verdauungstrakts mit
früher Todesfolge. Die langsame, aber stetige Verschlechterung der
Stoffwechselfunktionen ist nicht aufzuhalten, kann aber durch frühzeitige und
intensive Behandlungsmaßnahmen entscheidend verzögert werden.
Die
Krankheit kann in ihrem Erscheinungsbild variieren. Weiterhin können bei
verschiedenen Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt Symptome vorhanden
sein. Auch der Zeitpunkt des Ausbruches der Krankheit und die späte Diagnostik
können variieren.
Täglich verlieren auch heute noch Mukoviszidose- Betroffene
die Kraft zum Atmen, viel zu früh. Immerhin aber können wir heute damit
rechnen, dass die heute diagnostizierten Mukoviszidose- Kinder im Durchschnitt
30-40 Jahre alt werden. Das ist ein großer Erfolg für die Medizin, schließlich
galt vor 15 Jahren Mukoviszidose noch als reine Kinderkrankheit. Mittlerweile
sind nahezu 50 Prozent der Mukoviszidose- Betroffenen erwachsen, wo vor rund 35
Jahren noch eine Lebenserwartung von 1-5 Jahren realistisch war.
Die Mukoviszidose hat sich also gewandelt, sie hat heute
eine andere Bedeutung als früher. Es stellen sich neue Herausforderungen an die
Ärzteschaft:
Ø
Internisten müssen
sich mit dem Krankheitsbild vertraut machen, um die jungen Erwachsenen
vernünftig versorgen zu können
Ø
Kliniken müssen
sich auf eine ganz neue Gruppe von Mukopatienten einstellen
Ø
Die Betroffenen
müssen sich „ganz selbstverständlich“ mit der Frage der Berufswahl
auseinandersetzen
Ø
Ebenso mit der
Familienplanung und Altersvorsorge
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Die
Hauptursache ist also ein genetischer Defekt am Chromosom 7. Meist liegt die
Veränderung am so genannten Gen CFTR (codiert für einen Chloridkanal) vor und
die häufigste Mutation wird delta F508 bezeichnet. Damit wird der Verlust einer
Aminosäure an der Position 508 im Protein bezeichnet. Das kranke Gen blockiert
den Salztransport in bestimmten Zellen. In der Lunge, den Nasennebenhöhlen, der
Bauchspeicheldrüse, im Darm, in den Gallenwegen, in den Keimdrüsen des Mannes
und in den Schweißdrüsen bilden sich zähe Schleimsekrete mit hohem
Kochsalzgehalt.
Kinder
können nur daran erkranken, wenn das Kind das veränderte Gen von beiden Eltern
erbt (autosomal-rezessive Vererbung). Ist nur ein Elternteil erkrankt, sind
seine Kinder Genträger, ohne selbst zu erkranken. Aber sie können das defekte
Gen später an die eigenen Kinder weitergeben. Ein sehr seltener Fall, da
erkrankte Männer meist steril und die Frauen weniger fruchtbar als gesunde
Frauen sind.
Obwohl
beide Geschlechter gleich häufig betroffen sind, überleben männliche Patienten
länger als weibliche (vgl. Harris, Super, 1991, S. 39).
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Neugeborene:
Ø Der Bauch ist über
längere Zeit aufgetrieben. Das Kind hat Durchfall und Blähungen, seltener
Verstopfung
Ø Auf Grund der
Leberfunktionsstörung leiden die Kinder oft unter Gelbsucht
Säuglinge und
Kleinkinder:
Ø Der Schweiß ist
extrem salzhaltig. Durch Schweißabsonderung kommt es zu Flüssigkeits- und
Elektrolytverlusten. (Zur Erklärung: Salz besteht chemisch betrachtet aus
Natrium- und Chloridionen, die zu den so genannten Elektrolyten zählen.)
Ø Der Stuhl ist oft
massig, glänzt hell und riecht faulig
Ø Neugeborene leiden
unter Verdauungsstörungen und nehmen nicht zu, obwohl sie ausreichend trinken.
Sie wachsen nicht und scheinen unterernährt.
Ø Das Kind hat
keuchhustenähnlichen chronischen Reizhusten. Im Laufe der Zeit entwickelt sich
eine fortschreitende Atemnot. Der vermehrte Schleim der Atemwege ist zäh und
dickflüssig, was zu häufigen bakteriellen Infektionen führt, z.B. zu
Lungenentzündungen, die immer wiederkehren. Verursacher der Lungenentzündungen
sind hauptsächlich die Bakterien Staphylokokkus und Pseudomonas.
Jugendliche
und Erwachsene:
Ø Das Kind hustet mit
Blut vermischten Schleim.
Ø Untergewicht
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