Motivation im Mathematikunterricht,
Einstiege
nach ZECH: „Grundkurs
Mathematikdidaktik“ 1998, Kapitel 7
AUSUBEL sieht
im kognitiven Antrieb (Neugierverhalten)
das wichtigste Motiv schulischen Lernens: ein Wissen und Verstehen wollen, das
nicht erst aufgrund irgendeines Nutzens angekurbelt werden muss, sondern auf
bloßer Neugier basiert.
HECKHAUSEN hat dies sehr griffig als „dosierende
Abweichung vom bereits Vertrauten“ bezeichnet (Inkongruenzprinzip).
Hierbei spricht man auch von der Schaffung von „dosierten Diskrepanzerlebnissen“ (Neugier,
Wissen wollen, Verstehen wollen).
Innermathematisch können
SchülerInnen vor allem durch
Ansprechen dieses Neugiermoments motiviert werden.
Außermathematisch können SchülerInnen vor allem durch
Ansprechen des Lebenszweckmotivs
motiviert werden (L: Das braucht ihr in eurem späteren Leben),
welches auch Antwort auf die häufigste SchülerInnenfrage (S: Warum lernen wir
das?) sein kann.
Von vielen Didaktikern wird vor allem der Lebenszweckgedanke
bei der Motivation von SchülerInnen betont. In diesem Zusammenhang wird auf die
Gefahr der sich letztlich negativ auswirkenden Lebensfremdheit des Unterrichts
hingewiesen. Daher wird empfohlen sich stärker an der Lebenssituation der
SchülerInnen zu orientieren.
Textaufgaben als einfachste Möglichkeit der Anwendung sind
häufig eher demotivierend für SchülerInnen, denn:
-
sie sind oft zu weit von dem Erfahrungsbereich der SchülerInnen
entfernt
-
sie sind oft nicht aktuell
-
sie sind oft schwer verständlich formuliert und
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Es sei aber auch - AUSUBEL frei interpretierend - angemerkt,
dass man sich bei der Vorbereitung des Mathematikunterrichts nicht zu
komplizierte Gedanken bezüglich des Einstiegs in ein Thema/ Stunde macht, da
die Gefahr von eher zweifelhaften ‚Motivationstricks’ hierbei oft besteht.
Erbringt ein/e SchülerIn eine Lernleistung aus persönlicher
Neugier oder Spaß an der Sache, nennt man dies eine intrinsische Motivation.
Ergibt sich die Motivation aus der Erwartung einer positiven
Verstärkung (Lob, Belohnung), aus Angst vor Strafe oder aus Zuneigung zur
Lehrperson, nennt man dies extrinsische Motivation.
In der Regel ist das Lernverhalten sowohl von intrinsischen
als auch extrinsischen Faktoren beeinflusst.
Motivation im Mathematikunterricht
(nach Zech)
Wertschätzung für
Mathematik
-~- Lernschwachen SchülerInnen die Angst nehmen ( →Differenzierung)
(Lied „Das
Addieren von zwei Brüchen“)
(ansprechende
Arbeitsblätter)
Anwendung des
Gelernten im Alltag
-
schülernah, aktuell, lebendig, historische Bezüge
( „Berechnen der Höhe eines Baumes“)
Leistungsmotivation
-~- Erfolg und Misserfolg
(Subjektive Fehlerquellen bei der
Leistungsmessung)
(Erfolg, Selbsttätigkeit, ..)
Dosierte Diskrepanzerlebnisse
-~- Unklarheit, Zweifel
(Band um den Äquator, Schnur
Apfelsine)
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(Achilles und
die Schildkröte,)
-~- Überraschung, Staunen
(Quersummenregel, Geburtstag raten)
-~- Lücken lassen
(Magische
Quadrate, Mona Lisa, Scotland Yard Spiel)
-~- Wechsel, Neuigkeit
(Verpackung, Comics, Geometrie)
-~- Einbezug von fachfremden Lehrsituationen
(Wahrnehmungsübungen Physik, BK)
Soziale Motivation
-~- Wettbewerb, Spiel, emotionale Zuwendung des Lehrers
-
(Spiel „Tic Tac Toe“ 3d Version,
Mathe-Domino,..)
Gedächtnismäßige Verankerung: W-A-L-D-S (chenke)
Bisherige Veranstaltungen
- Merkmale eines guten
Mathematikunterrichts
- WUM
- Grundlagen des neuen
Bildungsplans, Leitideen, Inhalte
- Grundlagen des Übens
5.+ 6.
Unterrichtsplanung (2 Veranstaltungen)
7. Motivation
- Lernpsychologische Grundlagen
9. Bewerten und
Beurteilen
10.
Hausaufgaben; Medien
11. Begriffs-
und Regellernen
12. Kriterien
einer Klassenarbeit
13.
Differenzierung
14. Offene
Unterrichtsformen
15. Spiele
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