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Mobbing .doc

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Social Science
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Pedagogy
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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5. Beziehungsnetzwerke

5.1 Schüler/innen- Schüler/innen

5.1.1 Mobbing

5.1.1.1 Was ist Mobbing?

5.1.1.2 Was ist Schulmobbing?

5.1.1.3 Wann entstand Mobbing?

5.1.1.4 Wer wird zum Mobbingopfer

5.1.1.4.1 Wer wird zum Opfer in der Schule?

1. Schüler

5.1.1.4.2 Wer wird zum Opfer in der Schule?

2. Lehrer

5.1.1.5 Gibt es Warnzeichen?

5.1.1.5.1 Extreme

5.1.1.6 Was kann man dagegen unternehmen?

5.1.1.6.1 Eltern

5.1.1.6.2 Lehrer

5.1.1.6.3 Schüler

5.1.1.6.4 Direktor

5.1.1.7 Ist ein Schulwechsel die Lösung aller Probleme?

5.1.1.8 Quellen


5. Beziehungsnetzwerke

5.1 Schüler/innen- Schüler/innen

5.1.1 Mobbing


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5.1.1.1 Was ist Mobbing?

Der Begriff Mobbing wurde aus dem Englischen übernommen und bedeutet so viel wie über jemanden herfallen, fortgesetzt ärgern, schikanieren, anpöbeln und fertig machen.

In den englischsprachigen Ländern hat sich der Begriff „bullying“ durchgesetzt, was das Gleiche bedeutet.

Mobbing verfolgt nur ein einziges Ziel, nämlich den anderen fertig zu machen. Dabei werden unterschiedlichste Formen von psychischer und physischer Gewalt angewendet.

Es gibt verschiedenste Arten von Mobbing:

- verbal (kann in Form von Beschimpfungen und Beleidigungen sein)

- nonverbal ( betrifft das Vorenthalten von Informationen)

- physisch ( womit Verprügeln und Schlagen gemeint sind)


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Wie erkennt man Mobbingopfer in der Schule? Es sind häufig die mit den billigeren Kleidern bzw. die, die keine Markenkleider tragen, Kinder, die ein nicht so vorteilhaftes Aussehen haben, die eher die Ruhe suchen, sei es wegen Stress in der Familie oder mangelndem Selbstbewusstsein, oder einfach Schüler, die nicht der Norm entsprechen und genau darum leicht zu Opfern mutieren.

Kinder mit auffälligen Gesichtsmerkmalen werden sehr schnell gehänselt und gemobbt. Auch familiäre Hintergründe, Vornamen oder Nachnamen können hier als Gründe genannt werden.


Ein gutes Beispiel für Mobbing außerhalb der Schule liefert der Wahlkampf in der Politik, ganz besonders in den USA, wo man gezielt versucht den gegnerischen Kandidaten zu mobben.

-          Der Kandidat hatte keinen Vater seit dem achten Lebensjahr

-          Der Kandidat ist zu alt

-          Der Kandidat ist Afroamerikaner etc.

All diese Punkte sollen Mankos der einzelnen Personen zeigen, die sie schwächen sollen.

So ein Wahlkampf ist eine erweiterte Form von Mobbing mit dem gleichen Ziel, den anderen fertig zu machen.


Die Opferwahl kann aber auch nach Leistungen getroffen werden. Nehmen wir zum Beispiel eine Klasse an mit einem Übergewicht an so genannten „Strebern“ und einer Minderheit an schlechten Schülern. Da stets die Mehrheit bestimmt, was Norm ist, wird der Rest meist automatisch gemobbt.

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5.1.1.2 Was ist Schulmobbing?

Der Begriff Schulmobbing hat sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Es werden immer mehr Schulpsychologen an Schulen beschäftigt und dies nicht ohne Grund, denn „Schulangst“ und Selbstmordraten von Schülern steigern weiter astronomisch an.

5.1.1.3 Wann entstand Mobbing?

Wie schon oben erwähnt kommt der Begriff Mobbing aus England, auch wenn es dort nur unter dem Begriff „Bullying“ bekannt ist. Mobbing generell gibt es seitdem es die Menschheit gibt. Der Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat 1963 den Begriff „mobbing“(hassen) geprägt. Er bezeichnete ursprünglich damit Gruppenangriffe von Tieren auf einen Fressfeind und untersuchte dabei das Verhalten von Gänsen beim Angriff auf einen Fuchs.

Peter-Paul Heinenmann, ein schwedischer Arzt, befasste sich 1969 intensiv mit dem Thema ‚Mobbing’ im Arbeitsleben und fand heraus, dass Mobbing stets gegen Leute geht, die nicht der Norm entsprechen und einfach anders sind.

Ein aus Deutschland ausgewanderter Psychologe und Arzt Namens Heinz Leymann brachte diesen Begriff erstmals in Verbindung mit der Arbeitswelt.

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(vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/mobbing)


5.1.1.4 Wer wird zum Mobbingopfer



5.1.1.4.1 Wer wird zum Opfer in der Schule?

1. Schüler


Die Opfer in Schulen sind meist leicht zu erkennen. Häufig sind das Kinder, die neu in der Klasse sind, eine andere Sprache sprechen oder sich durch andere, bereits beschriebene, Merkmale von der Masse abheben.

Es ist jedoch schwer voraus zu sagen, ob ein auffallendes Kind schließlich zum Mobbingopfer wird oder nicht. Dabei kommt es stark auf den Charakter des Kindes an bzw. wie es mit Mobbing umgehen kann.

Kinder, die sich leicht provozieren lassen, neigen oft dazu, zu Opfern zu mutieren. Mobbingforscher sind der Meinung, dass die Opfer meist unterwürfiger, ängstlicher und konfliktscheuer sind als andere.

In Klassen gibt es immer eine Hierarchie, die aber von Schülern häufig nur unterbewusst, von Lehrern und Eltern meist gar nicht wahrgenommen wird. Schüler spüren diese Rangliste instinktiv und Kinder die ganz unten stehen oder ihren Platz nicht finden neigen dazu gemobbt zu werden.

Auch Schulnoten spielen dabei eine wichtige Rolle. Kinder mit besonders guten oder besonders schlechten Noten sind potenzielle Opfer. Wer nun gemobbt wird hängt stark davon ab, wer in der Klasse die Oberhand hält: die Schüler mit den besseren Noten oder die mit den schlechten.

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Schwer haben es hier vor allem Kinder, die aus dem Ausland kommen, eine andere Sprache sprechen und dadurch leichte Opfer ausmachen können. Dann merkt man, dass ein instinktiver Rassismus sich hervor spielt. Man muss aber nicht unbedingt aus dem Ausland kommen, um ein potenzielles Opfer zu sein, es reicht oft schon, wenn man nur aus einer anderen Gegend, Region, Bezirk oder aus einem anderen Bundesland kommt.

Der Unterschied zu Ausländern und denen, die aus unserer Heimat kommen: Ausländer werden meist ausgeschlossen und ignoriert, die anderen, nachdem man derselben Sprache mächtig ist, schikaniert.

Diese gerade eben genannten Beispiele sollen nur zeigen, dass Kinder nur einen kleinen Grund brauchen um zu mobben und nur nach Instinkt ihre „Opfer“ aussuchen und nicht ihren Verstand einsetzen.

5.1.1.4.2 Wer wird zum Opfer in der Schule?

2. Lehrer

Bei Erwachsenen ist das nicht viel anders, mit dem einzigen Unterschied, dass Kinder viel direkter sind als Erwachsene. Wie auch bei den Kindern kommt es hier in den meisten Fällen zum horizontalen Mobbing, was soviel heißt wie vom Kollegen gemobbt zu werden (eng. horizontal bullying).


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