Mittelalter
1.VO
Grundprobleme des
Mittelalters:
Augustinos
von Hippo: 354 – 430
ist
Manichäer, 386 hat er Bekehrungserlebnis, verzichtet auf Beischlaf, Ehe und
Beruf
war
zuerst Rhetor in Thagaste, Rom, Kartago und Mailand, ab 395 bis zu seinem Tod
ist er dann Bischof von Hippo Regius.
ist
der Meinung entsprechend der Schöpfung gibt es 6 Weltalter, Christus ist der
Beginn des 6. aetas
Sophronius
Eusebius Hieronymus: 347 – 419
379
wird er zum Priester geweiht, er studiert in Konstantinopel und ist 382-84
Sekretär von Papst Damasus I.
Hieronymus
ist der Verfasser der Vulgata,
einer Bibelübersetzung
in das gesprochene Latein
seiner Zeit
- Vier-Reiche-Lehre: Traum des
Nebukadnezar durchDaniel (Dan. II u. IV)gedeutet. Standbild aus Gold, Silber, Eisen
und Bronze =Assyrer, Perser, Griechen, Römer
Das Bild von der Welt:
1)
Die Scheibenwelt – Kosnas Indikopleustes
Fehlinterpretation
das Erde Scheibe ist, weil Leute falsche Perspektiven hatten, nur 2 D statt 3
D, Leute haben nur Bilder gesehen von Karten, konnten Text nicht lesen.
2)
Kugel:
Johannes de Sacrobosco, war engl. Gelehrter im 13. Jh.,
sein Werk wird zur Standartliteratur an Schulen im Mittelalter, -> tractus
de sphaera
3)
Isidiokarten: Radkarte im T-O-Schema:
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Karten
im MA sind geostet und nicht genordet, Biblisch gedeutet – jeweils 1 Sohn Noas
zugeordnet – sind Urväter der Ureinwohner der Kontinente:
Sem
– Asien, Jafet – Europa, Cham – Afrika
Isidor
von Sevilla: ca. 540 bis 636
Westgote, Kleriker, später Bischof, trägt
Wissen seiner Zeit zusammen, schreibt es in einem Buch auf – Etymologie –
Wikipedia des Mittelalters
bringt auch eine TO Karte in seine Bücher unter
Nachfolger seines Bruders Leander als der
Bischof von Sevilla
1598 heilig gesprochen, 2001 Patron des
Internets
Beatus
Karten:
-
Nach Autor bekannt, in einem Werk darüber
gebracht
-
Beatus von Lievana, Abt in einem Kloster
-
hat bedeutenden Kommentar zu Johannes gemacht
– Apokalypse
-
ist Apostelkarte die in Richtung gehen wo
Apostel Glauben verbreitet haben
-
geostete Karte nach TO Schema
-
Paradies auch eingezeichnet – jeder glaubte
irdisches Gebiert, weit im Osten – Indien soll es sein
Mappae
mundi:
-
Mittelalterliche Universalkarte
-
alles Sammlungen von Informationen der Welt
-
neotechnische Stütze, wenn man über Welt
denkt
-
ist keine richtige Karte, sondern ein Wissen
über die Zeit
Ebsdorf
Karte:
-
12,74 m² groß, 30 verbundene Pergamente, 1943
zerstört worden
-
zeigt das Christus die Welt in der Hand hält
-
Christus = Weltherrscher, auch Wissen in
Karte gebracht
-
immer im Mittelpunkt ist Jerusalem, beim
jüngsten Gericht ist Jerusalem für die Auserwählten bewohnbar
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Hereford
Karte:
-
2. größte und größte die erhalten blieb
-
ende 13. Jh. entstanden
2.
VO
Die Transformation des Imperium
Romanum
Diokletian:
284 – 305
-
Krise im 3. Jh.: Rasch wechselnde Kaiser –
teilt Kaiserreich – führt zu neuen gläubischen (religiösen) Strömen,
griechische Götter – und auch Kulte bis hin zum Christentum
-
Christentum wird toleriert, aber es gibt auch
Christenverfolgungen bis Ende 303
-
Diokletian kommt mit Gewalt an die Macht,
erkennt das Reich so nicht funktionieren kann -> macht Reichsreform – alles
neu – Herrschaft wird aufgeteilt – Tetrarchie: 2 Herrscher – Ost- und
Westkaiser – Caesar (Juniorpartner) steht ihnen zur Seite, Präfekturen
entstehen (Verwaltungsbezirke), Diözesen (kirchliche Verwaltungsbezirke),
Provinzen
-
Modell funktioniert 1 mal, Diokletian zieht
sich zurück – führt dazu das er nochmal eingreifen muss
-
Provinzen aufgeteilt in kleinere Einheiten –
zusätzlich in größere Verwaltungsstrukturen eingefügt
Das Imperium Neu:
Konstantin
der Große:
-
Sohn von Konstancius: kaiserlich – ist
Jugendsünde mit Helena, hat enge Mutterbindung, wichtige Rolle zur Wende des
Christentums, seine Mutter ist dann heilig gesprochen worden
-
306 Cäsar
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-
313 Übereinkunft mit Licinius (ist Kaiser im
Osten) – „Toleranzedikt“ – steht für Religionsfreiheit, Konstantin erkennt
Gottes Allmacht
-
324 besiegte er Licinius in einer Schlacht –
Beginn der Alleinherrschaft
-
325 Konzil von Nicaea: sollte Streit über
Arianismus schlichten
-
baut sich einen neuen Herrschaftsmittelpunkt
– in Konstantinopel
-
stirbt 337 kurz vor Taufe
Konstantinische
Schenkung:
-
hängt mit Taufe Konstantins zusammen, wurde
aber erst am Totenbett getauft
-
hat Traum von Petrus und Paulus – sagen er
soll Silvester, der im Exil lebt zurück holen um wieder Bischof zu sein – er
macht das und Silvester tauft ihn dann – Bekehrung für Konstantin zum
Christentum – er beschließt Rom zu verlassen, geht zu Konstantinopel und
überlässt dem Papst das westliche Reich – URKUNDENFÄLSCHUNG: 750 – 806 – wird
zur Grundlage an Forderungen von Päpsten an Kaiser
Kaiser und Kirche: Eine Symbiose:
Vorteile für die Kirche:
- Kirche
bekommt Sicherheit vor Verfolgung und materielle Förderung, was sie neben
Kaiser und Senatsadel zum größten Grundbesitzer im Reich werden lässt.
- Bei
inneren Konflikten (Häresien) hat sie Unterstützung durch den Kaiser/Staat, was
aber auch eine Einbuße an Autonomie bedeutet.
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Vorteile für den Kaiser:
- Der Kaiser
erlangt Mitsprache in zentralen Personal- und Lehrfragen (Konzilien).
- Das
Kaisertum gewinnt durch die Verehrung durch die Christen stärker an Sakralität,
als es durch den Wegfall der heidnischen Kaiseropfer verlor.
Konstantin
sieht sich als Schützer von allen
Konstantin
lässt Apostelkirche errichten mit 13 Sarkophagen: 12 für die Apostel, 1 für ihn
selber
Konstantin
der Große – Brutalisierung des Strafrechts – Kreuzigung beibehalten
Arianismus:
Arius: 260 – 336: Presbyter aus Alexandria
gerät 318 mit Patriarch Alexander von
Alexandria und Diakon Athanius (später
Patriarch v. Alexandria) in Streit, weil er aufgrund neuplatonischer Überlegungen
behauptet:
- dass der
Sohn (Logos) und der Vater nicht gleichen Wesens seien, sondern nur
wesensähnlich (homoiousios)
- dass der
Sohn ein Geschöpf des Vaters sei – Jesus ist also nicht gleich Gott, sondern
lediglich das vornehmste aller Geschöpfe
dass es eine Zeit gegeben habe, als der Sohn
nicht existierte; Jesus war nicht, bevor er nicht gezeugt wurde (Bestreitung
der Gleichewigkeit von Vater und Sohn)
Trinitarier:
Diakon Athanasius von Alexandria (295-373)
betont die Erlöserrolle Jesu:
- Christus
kann nicht gleichzeitig ein erlösungsbedürftiges Geschöpf Gottes und der Erlöser
sein
- Arianische
Subordination Christi unter Gott raubt den Menschen den Erlöser und wäre Polytheismus
- Gott und
Jesus sind wesenseins (homoousios = consubstantialis)
Arius wird 319 auf lokaler Synode
exkommuniziert und aus Alexandria verbannt
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