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Methoden des Gruppeninterviews .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Sociology
Document category
Homework
University, School
Universität für Bodenkultur Wien - BOKU
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2008
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Gruppeninterviews

Einleitung

Im folgenden Text soll ein Überblick über verschiedene Diskussionsformen in einer Gruppe erläutert werden.

Der Begriff Gruppeninterview wird jedoch in der Literatur nicht einheitlich definiert, z.B. unterscheidet Uwe Flick (1995) die Begriffe Gruppeninterview, Gruppendiskussion und Fokusgruppendiskussion, Jürgen Friedrichs (1990) hingegen unterscheidet diese Begriffe nicht.

Als gemeinsamen Nenner und grobe Annäherung lassen sich aber alle drei Techniken als moderierte Diskussion einer Gruppe zu einem vorgegebenen Thema bezeichnen.

Methodenvergleich

Die oben genannten Methoden werden meist mit einer Teilnehmerzahl von 6-12 Personen durchgeführt (Anordnung siehe Bild 1). Die Zusammensetzung (Homogenität oder Inhomogenität) der Gruppen hängt vom jeweiligen Untersuchungsziel ab, sollte jedoch immer im Zusammenhang mit dem Thema gesehen werden; d.h.

Autofahrer sind zwar eine homogene Gruppe, nur ist dies nicht bedeutsam, wenn das Diskussionsthema „Kindererziehung“ lautet.


Bild 1, Anordnungsschema

Gruppeninterview

Ein Gruppeninterview liegt dann vor, wenn nach einem offenen Konzept der/die Interviewer/in, Fragen in einer Gruppensituation beantworten lässt (vgl. Atteslander 2006:131). Es wird daher nicht eine Person befragt, sondern mehrere gleichzeitig Anwesende. Bei Gruppeninterviews wird auf die Aussagen der einzelnen Gruppenmitglieder großer Wert gelegt. Patton:“

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Die Vorteile eines Gruppeninterview sind die kostengünstige Durchführbarkeit, der Reichtum an Daten, Stimulation der Antworteten und Unterstützung bei der Erinnerung von Ereignissen. Die Nachteile dieser Methode sind eine begrenzte Anzahl von Fragen und die Schwierigkeit während des Interviews Notizen anzufertigen (vgl. Flick 1995:170).

Gruppendiskussion

Eine Gruppendiskussion ist die vom Forscher beobachtete, von ihm höchstens ausnahmsweise durch Fragen beeinflusste, freie Interaktion der Gruppenmitglieder zu einem gestellten Thema (vgl. Atteslander 2006:131). Hierbei ist dem Forscher die Aussage der Gruppe wichtig.

Man untersucht also nicht die Verteilung individueller Meinungen, sondern die Effekte von Gruppenprozessen auf die individuelle Meinungsbildung. Daraus ergeben sich folgende Vorteile: es werden spontane Reaktionen provoziert, es werden Einblicke in die Prozesse der Meinungsbildung geliefert und man kann die Abhängigkeit individueller Meinungen von der Gruppenmeinung sowie deren Wechselwirkung studieren.

Diese wie auch andere Methoden haben neben Vorteilen eine Reihe nachteiliger Konsequenzen: es lassen sich nur bedingt Auswertungen vornehmen, die sich auf das einzelne Gruppenmitglied beziehen, die Quote der „Schweiger“ ist relativ hoch und Eingriffe des Diskussionsleiters müssen standardisiert sein.

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Fokusgruppendiskussion (Fokus- Groups)

Eine Fokusgruppendiskussion ist eine Verbindung der Gruppendiskussion mit der Fokussierung auf eine bestimmte Thematik, die durch einen Informationsinput (z.B. Filmausschnitt, Kurzreferat etc.) in die Gruppe hineingetragen wird (vgl. Morgan 1997 zit. in Flick 1995: 180).

Fokus Groups werden besonders in der Markt – und Medienforschung eingesetzt. Vorteile der Fokus Groups sind: sich im Feld orientieren zu können, Hypothesen auf der Basis der Einsichten von Informationen zu generieren und Interviewleitfäden und Fragebogen zu entwickeln (vgl. Flick 1995:181).

Methodenanwendung in der Landschaftsplanung

Die bisher behandelnden Methoden kommen in der Landschaftsplanung unterschiedlich zum Einsatz. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt von der gewünschten Offenheit ab und ob man eher an den Einzelaussagen oder am Diskussionsverlauf interessiert ist.

Bei z.B. einer Planung eines Parks werden die Anrainer zu Ihren Wünschen und Vorschlägen befragt. Hierbei ist es sinnvoll das Gruppeninterview anzuwenden, da man auf diese Weise die einzelnen Meinungen der Anrainer erfährt. Die Gruppendiskussion und die Fokusgruppendiskussion kommen bei Aushandlungs- oder Problemlösungsprozessen zum Einsatz.

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Literaturverzeichnis

Atteslander Peter, 2006, Methoden der empirischen Sozialforschung, Erich Schmidt Verlag, Berlin

Flick Uwe, 1995, Qualitative Sozialforschung, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 

Friedrichs Jürgen, 1990, Methoden empirischer Sozialforschung, Westdeutscher Verlag, Opladen

http://www.ogg-sg.ch/data/kt/kap6.pdf Letzter Zugriff: 20.11.2008

Bildverzeichnis

Bild 1: Anordnungsschema: http://www.ogg-sg.ch/data/kt/kap6.pdf


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