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auch zu einem gewissen Anteil in Erdgas enthalten.
Eines der verschiedenen Verfahren, die
derzeit entwickelt werden, bietet beim Abbau der Methanknollen über die
Rohstoffgewinnung hinaus noch die Möglichkeit, das Treibhausgas
Kohlenstoffdioxid in den Sedimentschichten in festem Zustand zu lagern. Damit
würde neben der Energiegewinnung gleichzeitig dem Treibhauseffekt
entgegengewirkt.
Allerdings bergen Abbau und Transport
auch diverse Risiken, auf die in der Facharbeit eingegangen wird.
Meine Facharbeit soll die wesentlichen
Aspekte im Zusammenhang mit dem Rohstoff Methanhydrat beleuchten beginnend mit
Aufbau und Struktur des Methanhydrats, Entstehung und Vorkommen, mögliche
Abbau- und Transportmethoden, Nutzungsoptionen bis hin zu Gefahren und Risiken,
die dahinter stecken.
Methanhydrate sind
Einlagerungsverbindungen, so genannte Klathrate.
Sie bestehen zu über 90 Prozent aus Methan und einem Mantel aus einer Eis-ähnlichen
Verbindung. Die Wasserstoffbrückenbindungen bilden einen geschlossenen Käfig um
das Methan. Neben Methan enthalten die Hydrate auch Spuren von
Schwefelwasserstoff, Ethan, Propan und Kohlendioxid, jeweils zu einem relativ
kleinen Anteil. Aufgrund ihrer Eigenschaften kommen sie in bestimmten Tiefen im
Meer oder in Permafrostböden vor, wo sie sich nur unter hohem Druck und
niedriger Temperatur bildeten.
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Methanhydrate bestehen aus 1 Mol
Methan (CH4) und 5,75 Mol Wasser (H2O). Daraus lässt sich
die Formelschreibweise CH45,75H20 ableiten.
Die Dichte des Methanhydrats beträgt 0,9g/cm³. Das Methan ist in den Methanhydraten
so stark konzentriert und gepresst, dass bei Erwärmung von 1m³ Methanhydrat
164m³ Methangas und 0,8m³ Wasser frei werden.
Wissenschaftler, die die Struktur der
Methanknollen analysiert haben, sind bis jetzt auf drei Kristallstrukturen
gestoßen, wobei die Dodekaeder-Form die Häufigste ist.
Das pentagonale Dodekaeder erhält die
Bezeichnung 512, weil der Käfig von zwölf Fünfecken begrenzt wird. Daneben
kommen zwei andere Formen vor. Das vierzehnflächige Tetrakaidekaeder 51262,
das aus zwölf Pentagonen besteht, die zwei parallele, um 60° gegeneinander gedrehte
Hexagone verbinden. Und das Hexakaidekaeder 51264, bei
dem vier Hexagone in tetraedrischer Symmetrie über zwölf Pentagone verbunden
sind.
Die Gashydrate werden schon ab wenigen
Grad Celsius instabil und sind brennbar. Deshalb spricht man auch von
brennbarem Eis oder Espit, einem weißen Würfelgrillanzünder.
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Verfaulen organische Stoffe unter Luftabschluss in Kohlendioxid und Methan
umgewandelt werden (C6H12O6 à
3CH4 + 3CO2). Kohlendioxid reagiert mit dem Gestein zu Calciumcarbonat
und Methan reichert sich an. Kommt es zur Übersättigung dieses Gases, also
übersteigt die Konzentration des Gases einen bestimmten Schwellenwert, so
bilden sich unter bestimmten Umständen Methanknollen.
Wichtigste Bedingungen für die Bildung
der Methanhydrate sind zunächst Druck und Umgebungstemperatur. Zur Bildung sind
ein Druck von mindestens 20bar und dabei eine Temperatur von etwa -8°C oder
noch niedriger erforderlich. 20bar Druck entsprechen einer Meerestiefe von ca. 200m.
Der Druck von 20bar resultiert in dieser Tiefe aus etwa 19bar Wasserdruck und
1bar Luftdruck. In größeren Tiefen herrscht ein deutlich höherer Druck, dabei
entstehen Methanknollen auch bei etwas höheren Temperaturen, in 500m Tiefe zum
Beispiel bei 8°C. Das Zusammenspiel von Tiefe (Druck) und Temperatur ist in Abbildung
Nr. 1 „Phasengrenze“ dargestellt.
Die Bildungstiefe weicht jedoch stark
regional ab. So entstehen Methanknollen im arktischen Ozean aufgrund der
geringen Salinität und der Temperatur bereits ab einer Tiefe von 150m, hingegen
Methanknollen am und um den Äquator erst ab 600m vorzufinden sind und ihre
Schichten bis in große Tiefen reichen.
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Begünstigt wird die Bildung außerdem
durch Vorkommen von Dihydrogensulfid, Kohlenstoffdioxid und höheren
Kohlenwasserstoffen in der Umgebung, die die Hydrat-Gas-Phasengrenze zu höherer
Temperatur und niedrigerem Druck verschiebt. Stickstoff und im Wasser gelöste
Salze bewirken das Gegenteil, sie verschieben die Phasengrenze zu niedrigerer
Temperatur und geringerem Druck.
Es ist aber auch möglich, dass sich durch thermokatalytischer
Umwandlungsprozesse Methanhydrat in noch tieferen Sedimenten bildet, bevorzugt
im Zusammenhang mit Erdölvorkommen.
Methanhydratvorkommen finden sich vor
allem in den großen Ozeanen und Randmeeren. Doch selbst Binnenmeere, die eine
gewisse Tiefe erreichen, besitzen Lagerstätten. Die bei Weitem höchsten Anteile
an Methan sind in den Ozeanen im Bereich der Bruchkanten der Kontinente
vorzufinden, wo durch hohe Planktonproduktion der Ozeane und durch hohe
Sedimentationsraten große Mengen von organischem Material zur Ablagerung kommen
und für die Gasbildung zur Verfügung stehen. Die Methanhydratvorkommen lagern
an diesen so genannten Kontinentalrändern, an denen die Landmassen hunderte
oder gar tausende Meter schroff abfallen. Sie verhindern dort das Abrutschen
der Kontinentalplatten, weil die Methanhydrate wie Zement in den abgelagerten
Sedimentschichten wirken.
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