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MESSEMARKETING

Entwicklung im Messewesen

Ursprung liegt im europäischen Mittelalter

► durch die wiederkehrenden Märkte bei Kirchenfesten

Urtyp der Messe = Tauschmesse, daraus entwickelten sich die

Warenmessen (Waren werden vor Ort verkauft)

●Tauschmesse => Waren gegen Waren

●Warenmesse => Waren gegen Geld

Durch “industrielle Revolution“ Wandel der Warenmesse zu Mustermesse (ab 1894)

Mustermesse

(ab 1894)

Es werden nur Muster gezeigt

Waren und ihre Auslieferung erfolgen nicht immer zeitgleich

Universalmessen

(60er bis 70er Jahre)

Weder Branchen- noch produktspezifische Messen

Exportmessen

(gegründet ca. 1947)

Branchen- und Mehrbranchenmessen

lösten Universalmessen ab

Fachmessen

Titel IV der Gewerbeordnung (GewO) §64 Messen

Eine Messe ist eine zeitlich begrenzte, im allgemeinen regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Ausstellern das wesentliche Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige ausstellt oder überwiegend für gewerbliche Wiederverkäufer, gewerbliche Verbraucher oder Großabnehmer vertreibt.“

1) Veranstaltungsstandorte

Abb. Messestandorte BRD

2) Veranstalter

Dienstleistungsunternehmen

►Vermarktung von

● Messeplatz (Standort)

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● Messebau incl. gesamter Dienstl.

3) Verbände

Aufgaben: (hier AUMA)

● Koordinierung von deutschen Messen

● Koordinierung von Auslandsmesseaktivitäten

● nformation und Beratung von Messe-Interessenten in Bezug auf ihre in- und ausländischen Messebeteiligungen

● Förderung und Unterstützung von Aus- und Weiterbildung

● Aufbau einer umfassenden Bibliothek

● Vergabe von Forschungsaufträgen

=> andere Verbände

FKM (Gesellschaft zur freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen)

FAMAB (Fachverband Messe- und Ausstellungsbau e.V.)

-2-

4) Aussteller

Mit dem Begriff Aussteller werden alle diejenigen Unternehmen, Parteien, Institutionen oder Verbände bezeichnet, die entweder mit einem Stand

oder mit mehreren Ständen auf einer Veranstaltung vertreten sind.

Aussteller können sein:

=> Sachgüterhersteller (Konsum- oder Investitionsgüter)

=> Kommerzielle Dienstleister (Profit-Unternehmen)

(Konsum- oder Investionsgüterdienstleistung)

(Versicherung offeriert eine Lebensversicherung)

=> Nicht kommerzielle Dienstleister (Non-Profit-Unternehmen)

Unternehmen wollen lediglich über ein bestimmtes Angebot informieren

(Bsp. Universitäten u. Fachhochschulen)

5) Besucher (Abb. S. 47)

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und auch auf dem Messegelände tatsächlich präsent sind.

► Ermittlung der Besucherzahlen durch z.B. Zählung der Eintrittskarten

Besucherzahlen zählen als Indikator für Messeatraktivität

Fachbesucher -> teilweise durch Legitimation ihrer Gewerbeanmeldung

(strenge Handhabung)

Privatbesucher-> je nachdem kein Zutritt zu Fachmessen

6) Dienstleister

● Standbauunternehmen

● Architekten, Grafiker, Designer

● Anbieter von Mietmobiliar und Mietbekleidung (???)

● Hostessen, Dolmetscherdienste

● Künstleragenturen

● Marktforschungsinstitute

● Messeconsulter (Berater der Aussteller in puncto Messebeteiligung)

● Dekorations- und Gastronomieservice

● Messespediteure

Messen im Marketing-Mix der Aussteller

Unter Marketing ist die bewusste marktorientierte Führung des gesamten Unternehmens sowie ein marktorientiertes Entscheidungsverhalten der Unternehmensleitung zu verstehen.

Messen- und Produktpolitik

Innovation:

Echte Innovation

Produkt ist für Unternehmen und Markt neu (Marktneuheit)

Unechte Innovation

Produkt ist nur für Unternehmen neu (Betriebsneuheit)

Ideensuche der Unternehmen

=> Unternehmensinterne Ideenquellen

- Kundendienst

- Forschung und Entwicklung

- Marktforschung

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=> Unternehmensexterne Ideenquellen

- Stammkunden

- Produkt- und Marktneuheiten

- Andere Branchen

Messen:

● Direkter Kontakt und Austausch mit bestehenden Kunden

● durch Gespräche bestehende Problemlösungen bzw. Alternativen erstellen

● Marktneuheiten anderer Anbieter aus gleicher Branche

● Messe als idealer Testmarkt zur Überprüfung eines neuen Produkts

Es kann in Erfahrung gebracht werden

- Inwieweit stellt das Produkt eine Problemlösung dar

- Inwieweit wird das neue Produkt akzeptiert

- Welche Bedarfsstrukturen sind vorhanden

=> Präsentation auf Messen besonders kostengünstig

=> Schnelle Reaktion des Herstellers auf gegebenenfalls nachträglich

notwendiger Veränderung

=> Flops können vor der endgültigen Produkteinführung vermieden werden

Gefahr:

Andere Aussteller, Unternehmen oder Besucher können das Produkt kopieren.

Verpflichtung des Ausstellers bzw. Herstellers einer Marktneuheit gegenüber dem Kunden bei der Markteinführung!???

=> Produkt darf nur mit geringen Veränderungen gegenüber dem “Messemuster“

an den Markt gebracht werden

d.h.: “Messemuster“ muss bereits marktfähig sein

=> gravierende Veränderungen

● verärgern die Kunden

● verunsichern die Kunden

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Wenn sich während einer Messe herausstellt, dass:

● Die Bedürfnisse der Abnehmer sich stark verändert haben und oder

● Die Wettbewerber bzw. Konkurrenten bereits optimale Problemlösungen anbieten

Wie wird die Reaktion des Unternehmens sein?

► Zeitpunkt der Produktneueinführung wird verschoben (späterer Termin)

► Weitere Optimierung des Produktes ggf. bis es ausgereift es, dann Neueinführung

Daraus folgt:

=> Messebeteiligung ist eine wichtige Vorraussetzung zur Ermittlung

der Marktakzeptanz und Absatzchancen

=> Messebeteiligung kann die erste Phase der Markteinführung darstellen/beeinflussen

►Besondere Bedeutung für: “Leitmessen“

Leitmessen

(führende Branchenmessen)

z.B. :

CeBIT-Hannover

IMM- Köln

JAA-Frankfurt am Main

(Genfer Autosalon)

● Leitmessen haben Ereignischarakter

● geben den Takt für Innovationen vor

d.h.: für ausstellende Unternehmen bedeutet dies, dass sie auf der jeweiligen Messe Neuheiten präsentieren müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

-6-

Messen- und Produktvariationen

Produktvariation

Veränderung verschiedener Eigenschaften hinsichtlich ;

Gestaltung und Nutzen

Wird erreicht durch:

Formgebung, der Farbe, Material, Verpackung

Sowie Zusatzleistungen

Kundendienst

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