Meaning
Constructure und Mental Spaces nach Evans/Green
Die Mental Space Theory ist
ein kognitiv-semantischer Denkansatz über die Entstehung von Bedeutung
(Meaning).
Nach der Theorie von Fauconnier ist
dies ein konzeptueller Prozess.
Sätze enthalten partielle
Anweisungen (partial instructions) für die Schaffung von hoch komplexen
und komplizierten, befristeten, konzeptuellen Netzwerken, sog. Lattices.
Die entstehenden einzelnen
„domains“, nennt man Mental Spaces. Sie sind untereinander verbunden und beinhalten
sprachliche Elemente, die ebenso untereinander verknüpft sind . Sie ermöglichen
den Sprecher, sich an chains of reference (Bezugsketten) zu halten.
Laut Evens ist Bedeutung (oder
Meaning) weder die Eigenschaft eines Satzes, noch dessen Interpretation in
Relation mit einem objektiv definierten Zustand, wie es in den formal
semantischen Theorien (formal semantics) der Fall ist.
Bedeutungen werden ausgehend von
einem dynamischen Prozesses erkenntlich. Diesen nennt man Konzeptualisierung.
Sätze können laut der Theorie nicht
isoliert vom Kontext analysiert werden und semantische Bedeutung kann nicht
sinnvoll von der pragmatischen Bedeutung getrennt werden.
Meaning Construction ist ein
dynamischer Prozess und untrennbar mit dem Kontext verbunden.
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Ein Mental Space entsteht:
So genannte Spacebuilder
sind linguistische Einheiten und lassen Mental Spaces entstehen.
Das sind: Präpositionale Phrasen
(in 1996, at the shop..), Adverbien, Konjunktionen und Subjekt-Verb
Kombinationen.
Mental Spaces enthalten Elemente (elements).
Das sind: Namen, Beschreibungen
(die Königin, ein Parlamentsabgeordneter..) Pronomen.
Ein Mental Space wird mit anderen,
im Gespräch entstandenen, verbunden.
An jedem Punkt im Gespräch gibt es
eine base. Diese bleibt für Schaffung neuer Spaces zugänglich.
Im Laufe des Gesprächs bilden sich
Netzwerke (lattices) zwischen den Spaces.
Dies geschieht indem mehr Schemen
(konzeptuell) einbezogen und daraus resultierende Spaces vernetzt werden.
Elemente in verschiedenen Mental
Spaces werden untereinander durch Konnektoren verlinkt, welchen Vorgang man
mappings nennt.
Wenn zwei oder mehr Elemente in verschiedenen
Mental Spaces eine verwandte pragmatische Funktion aufweisen, sind das
counterparts.
z.Bsp. James Bond - 007.
Beide Ausdrücke gehören demselben
an und bilden gemeinsam eine chain of reference.
The Access Principle
Ein Konnektor verbindet die counterparts
miteinander.
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Meaning Construction in der formalen Semantik
Wahrheitsbedingungen betreffen
nicht die empirische Wahrheit, sondern hängen mit der Erstellung einer
Bedeutung zusammen. Es ist nicht wichtig ob etwas tatsächlich geschehen ist.
Wichtig ist, dass der Hörer weiß, wie die Welt aussehen müsste, damit der Satz
wahr ist.
A Die Katze hat mein Frühstück
gestohlen
B Die Katze hat nicht mein
Frühstück gestohlen.
A und B stehen im Widerspruch
zueinander.
Objectivistic Thesis:
Sprache stellt ein objektivistisch
definierte, außerhalb liegende Welt dar.
Principle of Compositionality:
Bedeutung des Satzes hängt von
Bedeutung der Wörter und deren grammatikalische Verwendung ab.
Meaning
Construction in der kognitiven Semantik
Formale Semantik beruht nun auf
einer objektivistischen These, die kognitive Semantik auf einer empirischen
Perspektive (experientalist perspective).
Die semantische Darstellung einer
bestimmten Vorstellung ist beschränkt auf ein symbolisches System (gesprochene,
geschriebene oder gezeichnete Zeichen). Inhalt wird darum codiert wiedergegeben
und somit komprimiert. Durch die Sprache wird die Bedeutung codiert. Das
fordert den Hörer dazu auf, reichere Muster von Konzeptualisierung zu
erstellen.
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