Die Azteken töteten die adligen
Opfer zuweilen im rituellen Kampf: dem Opfer, das lediglich einen Lendenschurz
trug und an den Boden gekettet war, gab man eine Waffe und einen Schild und es
musste gegen einen gepanzerten Jaguarritter bis zum Tod kämpfen.
Die Mayas opferten nur vor Kriegen,
zu Dürren und Hungersnöten Menschen.
In der alten Totonaken-Stätte El
Tajin gab es ebenfalls Spiele, worauf der Führer des Verliererteams geköpft
wurde.
Die Christen glauben, wie es im
Neuen Testament geschrieben steht, dass das Selbstopfer von Jesus alle
Menschen- und Tieropfer überflüssig gemacht hat. Das Christentum hält daran
fest, dass die Kreuzigung von Jesus Christus das letzte Menschenopfer,
überhaupt das letzte kultische Opfer war, das es zu bringen galt.
Zumindest für
römische Katholiken wird dieses höchste Opfer in jeder Eucharistiefeier
wiederholt, denn Jesus ist im Wein (Blut) und Brot (Fleisch) gegenwärtig.
Heutzutage werden Menschenopfer in
keinem Land mehr offiziell toleriert. Aber es gibt auch die sog. verborgene
Praxis von Menschenopferungen in einigen traditionellen Religionen:
• bei den Muti-Tötungen in
Afrika
• den Aymara-Indianer im
Bergland Perus
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