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Menschenopfer .doc

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Social Science
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Religious Studies
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Final thesis
University, School
BRG Viktring Klagenfurt
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2006
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Menschenopfer


Inhaltsverzeichnis


1.) Menschenopfer. 1

2.) Opferarten und Opferzwecke. 1

3.) Herkunft 2

4.) Menschenopferungen in versch. Kulturen. 3

4.1.) China. 3

4.2.) Kelten. 3

4.3.) Römisch-Griechische Antike. 3

4.4.) Amerika. 4

5.) Christentum.. 5

6.) Moderne Menschenopfer. 5



1.) Menschenopfer


Menschenopfer sind Opferungen von Menschen, meist im Rahmen einer Religion. Rituelle Tötungen kommen in vielen alten Kulturen vor. Die Opfer wurden oft in prächtige Gewänder gekleidet und mit Juwelen geschmückt, sollten also mit Ruhm und Ehre vor Gott treten.

Oft wurden sie wegen ihrer Jugend und Schönheit ausgewählt (Gott wollte das Beste), dann ertränkt oder lebendig begraben, oder ihre Kehlen wurden durchschnitten, so dass ihr Blut den Boden tränkte, damit er fruchtbar würde, oder den Altar bespritzte. Auch die Kehlen von Stieren, Widdern und Ziegen wurden rituell durchschnitten und ihr Blut auf dem Boden vergossen, um Gott gnädig zu stimmen.

Es wurde aber auch versucht eine Verbindung zwischen Gott und jenen herzustellen, die seine Hilfe suchten. Die Gründe dafür sind sehr vielseitig:

  • Sie können einer geglaubten Gottheit als Nahrung dienen
  • Mit Opferungen den Zorn von Gottheit stillen, auf das dieser das Unheil vom Land nimmt
  • Ihrer Gabe mit einer Gegengabe danken
  • In der modernen Form existiert das Opfern von Menschen bei Pogrome und Völkermorde



2.) Opferarten und Opferzwecke


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Allerdings ist wissenschaftlich umstritten, ob rituell getötete Menschen auch rituell verzehrt wurden.


Þ    Opferungen vollzog man auch bei der Weihe eines Gebäudes oder eines Kultplatzes. Aber es wurde auch nachgewiesen, dass auch bei gewöhnlichen Bauwerken manchmal Opferzeremonien abgehalten worden sind.

Nach chinesischen Legenden sollen Tausende Menschen in die chinesische Mauer eingemauert sein.


Þ    Umweltkatastrophen, wie zum Beispiel bei Dürre, Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen usw. sah man in früheren Zeiten als Zeichen des Zornes der Götter. Hierzu wurde geopfert um den Zorn der Götter zu besänftigen.


Þ    Im Zuge der Bildung der ersten Hochkulturen wurden Opferungen nach dem Tod eines Herrschers, Oberpriesters oder Heerführers abgehalten.

Die geopferten Menschen sollen im Jenseits dem toten Führer zu Diensten sein. Mongolische und mittelamerikanische Anführer nahmen den größten Teil ihres Hauswesens, einschließlich der Bediensteten und Konkubinen[1] mit auf die Jenseitsreise.


Þ    Aber auch für unterschiedlichste Weissagungen der Priester wurden Menschen geopfert. Die Priester versuchten die Zukunft aus Körperteilen erschlagener Gefangenen oder Sklaven zu lesen.

Laut Aufzeichnungen töteten die Kelten das Opfer mit dem Schwert und weissagten die Zukunft aus seinen Todeszuckungen.


3.) Herkunft


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Die älteste rituelle Tötung eines Urmenschen in Deutschland wird durch den 1933 in Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg) entdeckten Oberschädel einer Frau aus der Zeit vor etwa 300000 Jahren dokumentiert. Diesem so genannten "Steinheim-Menschen" ist von Zeitgenossen der Schädel eingeschlagen und danach vom Hals abgeschnitten worden.

Vermutlich hat man dann das Gehirn entnommen und anschließend gegessen.

Erst mit dem Beginn der Ackerbau-Religionen etablierten sich die Opferkulte. Dort wurden die Fruchtbarkeit des Landes und der Rhythmus der Jahreszeiten auf die segenbringende Opferung eines höchsten Gottes und dessen Neugeburt zurückgeführt. Antiken Quellen zufolge opferten viele Religionen Menschen.

Auch in den unterschiedlichsten europäischen Sagen kommt vor, dass zum Beispiel Drachen Menschen geopfert wurden.

Erzählungen von Opferungen in den versch. Stämmen wurden aber höchstwahrscheinlich übertrieben dargestellt, da sie meist von Feinden des bestimmten Stammes, niedergeschrieben wurden. Nach dem Einnehmen der Stämme wurde dann über die Religion des Volkes mehr bekannt.


4.) Menschenopferungen in versch. Kulturen


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4.2.) Kelten

Laut römischen Aufzeichnungen war der Brauch Menschen zu opfern unter den Kelten weit verbreitet. Caesar berichtet, dass die Gallier Körbe mit lebendigen Menschen füllten, um sie darin zu verbrennen. Die Druiden hatten die Opferung zu überwachen. Während des Aufstands gegen die römische Besetzung ließ die damalige Königin römische Gefangene als Opfer für die Götter an Pfähle nageln.

Es ist auch bekannt, dass verschiedene Götter verschiedene Opfer verlangten. Der Attiskult z.B. verlangte die Auswahl eines jungen Mannes, der für ein Jahr wie ein König verehrt und dann geopfert wurde, um eine gute Ernte zu gewährleisten. Die Opfer für Esus wurden erhängt, die für Taranis verbrannt, und die für Teutates ertränkt. Einige Ausgewählte nahmen ihre Opferung freiwillig hin.

Sowohl bei den Kelten und auch bei den Germanen wählte man des Öfteren ein Moor als Ort der Opferung aus. Aus Aufzeichnungen von Germanen ist bekannt, dass die Normannen ihre Gefangenen in Bäume hängten. Die weiteren Umstände sind aber unklar.

4.3.) Römisch-Griechische Antike

Die alten Griechen praktizierten Menschenopfer. Einige Hinweise deuten auf Opferungen anlässlich der Kronia (Erntefeiern des Kronos) und von Jungfrauen für Artemis. Eine im ganzen griechischen Raum verbreitete Form von Menschenopfer war auch der pharmakos. Nach römischen Quellen opferten die Phönizier und Karthager ihren Göttern Kinder.

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Normalerweise äscherten die Römer aber ihre Toten ein.

Nach Plinius wurden Menschenopfer durch einen Senatsbeschluss des Jahres 97 v. Chr. abgeschafft. Die meisten Rituale wurden in ein Tieropfer umgewandelt oder nur mehr symbolisch vollzogen. Nach der Ausbreitung des römischen Reiches beendeten die Römer die Menschenopfer und sie wurden für barbarisch erklärt.

4.4.) Amerika

Eine der bekanntesten Formen des Menschenopfers wurde während verschiedener präkolumbischer Kulturen Mittelamerikas und Südamerikas (Inkas, Azteken, Maya,..) vollzogen. Im Opferkult der Azteken wurde das Menschenopfer zu einem ungewöhnlich reich entwickelten Ritual.

Jährlich wurden 10.000 bis 20.000 Gefangene von den Azteken geopfert. Täglich wurde Huitzilopochtli ein Menschenopfer gebracht zur Unterstützung der Sonne bei ihrem Aufgang. Wenn man ihm, so der aztekische Glaube, kein Menschenblut opfert, wird die Welt vernichtet. Die Opferung von Huitzilopochtli soll wie folgt geschehen sein: Das Opfer wurde von vier Priestern auf einen hohen Steinblock ausgestreckt.

Ein fünfter Priester führte mit einem Steinmesser einen schnellen Längsschnitt über die Brust und durchtrennte Brustbein und Rippen. Das schlagende Herz wurde herausgerissen und der Sonne entgegengehalten. Die Abbilder der Götter wurden anschließend mit dem Blut getränkt

 

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Grafiken wurden automatisiert entfernt

Abbildung 1: Menschenopfermethode der Azteken (siehe Text)

Die Weihe des großen Tempels bei Tenochtitlan soll von der Opferung Tausender Menschen begleitet gewesen sein.


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