Menschenopfer
Inhaltsverzeichnis
1.) Menschenopfer. 1
2.)
Opferarten und Opferzwecke. 1
3.)
Herkunft 2
4.)
Menschenopferungen in versch. Kulturen. 3
4.1.)
China. 3
4.2.)
Kelten. 3
4.3.)
Römisch-Griechische Antike. 3
4.4.)
Amerika. 4
5.)
Christentum.. 5
6.)
Moderne Menschenopfer. 5
Menschenopfer sind
Opferungen von Menschen, meist im Rahmen einer Religion. Rituelle Tötungen
kommen in vielen alten Kulturen vor. Die Opfer wurden oft in prächtige Gewänder
gekleidet und mit Juwelen geschmückt, sollten also mit Ruhm und Ehre vor Gott
treten. Oft wurden sie wegen ihrer Jugend und Schönheit ausgewählt (Gott wollte
das Beste), dann ertränkt oder lebendig begraben, oder ihre Kehlen wurden
durchschnitten, so dass ihr Blut den Boden tränkte, damit er fruchtbar würde,
oder den Altar bespritzte. Auch die Kehlen von Stieren, Widdern und Ziegen
wurden rituell durchschnitten und ihr Blut auf dem Boden vergossen, um Gott
gnädig zu stimmen. Es wurde aber auch versucht eine Verbindung zwischen Gott
und jenen herzustellen, die seine Hilfe suchten. Die Gründe dafür sind sehr
vielseitig:
- Sie können einer
geglaubten Gottheit als Nahrung dienen
- Mit Opferungen
den Zorn von Gottheit stillen, auf das dieser das Unheil vom Land nimmt
- Ihrer Gabe mit
einer Gegengabe danken
- In der modernen
Form existiert das Opfern von Menschen bei Pogrome und Völkermorde
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umstritten, ob rituell getötete Menschen auch rituell verzehrt wurden.
Þ
Opferungen vollzog man auch bei der Weihe eines
Gebäudes oder eines Kultplatzes. Aber es wurde auch nachgewiesen, dass auch bei
gewöhnlichen Bauwerken manchmal Opferzeremonien abgehalten worden sind. Nach
chinesischen Legenden sollen Tausende Menschen in die chinesische Mauer
eingemauert sein.
Þ
Umweltkatastrophen, wie zum Beispiel bei Dürre,
Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen usw. sah man in früheren Zeiten
als Zeichen des Zornes der Götter. Hierzu wurde geopfert um den Zorn der Götter
zu besänftigen.
Þ
Im Zuge der Bildung der ersten Hochkulturen
wurden Opferungen nach dem Tod eines Herrschers, Oberpriesters oder
Heerführers abgehalten. Die geopferten Menschen sollen im Jenseits dem toten
Führer zu Diensten sein. Mongolische und mittelamerikanische Anführer nahmen
den größten Teil ihres Hauswesens, einschließlich der Bediensteten und
Konkubinen
mit auf die Jenseitsreise.
Þ
Aber auch für unterschiedlichste Weissagungen
der Priester wurden Menschen geopfert. Die Priester versuchten die Zukunft aus
Körperteilen erschlagener Gefangenen oder Sklaven zu lesen. Laut Aufzeichnungen
töteten die Kelten das Opfer mit dem Schwert und weissagten die Zukunft aus
seinen Todeszuckungen.
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Die älteste
rituelle Tötung eines Urmenschen in Deutschland wird durch den 1933 in
Steinheim an der Murr (Baden-Württemberg) entdeckten Oberschädel einer Frau aus
der Zeit vor etwa 300000 Jahren dokumentiert. Diesem so genannten
"Steinheim-Menschen" ist von Zeitgenossen der Schädel eingeschlagen
und danach vom Hals abgeschnitten worden. Vermutlich hat man dann das Gehirn
entnommen und anschließend gegessen.
Erst mit dem
Beginn der Ackerbau-Religionen etablierten sich die Opferkulte. Dort wurden die
Fruchtbarkeit des Landes und der Rhythmus der Jahreszeiten auf die segenbringende
Opferung eines höchsten Gottes und dessen Neugeburt zurückgeführt. Antiken
Quellen zufolge opferten viele Religionen Menschen. Auch in den unterschiedlichsten
europäischen Sagen kommt vor, dass zum Beispiel Drachen Menschen geopfert
wurden.
Erzählungen von
Opferungen in den versch. Stämmen wurden aber höchstwahrscheinlich übertrieben
dargestellt, da sie meist von Feinden des bestimmten Stammes, niedergeschrieben
wurden. Nach dem Einnehmen der Stämme wurde dann über die Religion des Volkes
mehr bekannt.
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Laut römischen
Aufzeichnungen war der Brauch Menschen zu opfern unter den Kelten weit
verbreitet. Caesar berichtet, dass die Gallier Körbe mit lebendigen Menschen
füllten, um sie darin zu verbrennen. Die Druiden hatten die Opferung zu
überwachen. Während des Aufstands gegen die römische Besetzung ließ die
damalige Königin römische Gefangene als Opfer für die Götter an Pfähle nageln.
Es ist auch bekannt, dass
verschiedene Götter verschiedene Opfer verlangten. Der Attiskult z.B. verlangte
die Auswahl eines jungen Mannes, der für ein Jahr wie ein König verehrt und
dann geopfert wurde, um eine gute Ernte zu gewährleisten. Die Opfer für Esus
wurden erhängt, die für Taranis verbrannt, und die für Teutates ertränkt.
Einige Ausgewählte nahmen ihre Opferung freiwillig hin. Sowohl bei den Kelten
und auch bei den Germanen wählte man des Öfteren ein Moor als Ort der Opferung
aus. Aus Aufzeichnungen von Germanen ist bekannt, dass die Normannen ihre
Gefangenen in Bäume hängten. Die weiteren Umstände sind aber unklar.
Die alten Griechen praktizierten
Menschenopfer. Einige Hinweise deuten auf Opferungen anlässlich der Kronia
(Erntefeiern des Kronos) und von Jungfrauen für Artemis. Eine im ganzen
griechischen Raum verbreitete Form von Menschenopfer war auch der pharmakos.
Nach römischen Quellen opferten die Phönizier und Karthager ihren Göttern
Kinder.
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äscherten die Römer aber ihre Toten ein.
Nach Plinius wurden Menschenopfer
durch einen Senatsbeschluss des Jahres 97 v. Chr. abgeschafft. Die meisten
Rituale wurden in ein Tieropfer umgewandelt oder nur mehr symbolisch vollzogen.
Nach der Ausbreitung des römischen Reiches beendeten die Römer die
Menschenopfer und sie wurden für barbarisch erklärt.
Eine der bekanntesten Formen des
Menschenopfers wurde während verschiedener präkolumbischer Kulturen
Mittelamerikas und Südamerikas (Inkas, Azteken, Maya,..) vollzogen. Im Opferkult
der Azteken wurde das Menschenopfer zu einem ungewöhnlich reich entwickelten
Ritual. Jährlich wurden 10.000 bis 20.000 Gefangene von den Azteken geopfert.
Täglich wurde Huitzilopochtli ein Menschenopfer gebracht zur Unterstützung der
Sonne bei ihrem Aufgang. Wenn man ihm, so der aztekische Glaube, kein
Menschenblut opfert, wird die Welt vernichtet. Die Opferung von Huitzilopochtli
soll wie folgt geschehen sein: Das Opfer wurde von vier Priestern auf einen
hohen Steinblock ausgestreckt. Ein fünfter Priester führte mit einem
Steinmesser einen schnellen Längsschnitt über die Brust und durchtrennte
Brustbein und Rippen. Das schlagende Herz wurde herausgerissen und der Sonne entgegengehalten.
Die Abbilder der Götter wurden anschließend mit dem Blut getränkt
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Abbildung 1: Menschenopfermethode der Azteken (siehe
Text)
Die Weihe des großen Tempels bei
Tenochtitlan soll von der Opferung Tausender Menschen begleitet gewesen sein.
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