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Megacities, Globalcities .docx

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Environmental Science
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Geo Sciences
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Universität Heidelberg
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2010
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Megacities, Globalcities

Inhalt

1 Einleitung. 1

2 Begriffsklärung. 1

2.1 Metropole. 1

2.2 „Megacity“. 4

2.3 Globalisierung. 5

2.4 „Global City“. 6

3 Historische Dimensionen von Megacities. 6

4 Eigenschaften von Megacities: 8

4.1 Demographische Primacy. 9

4.2 „Funktionale Primacy“. 11

4.3 Der informelle Sektor und Megacities. 12

5 Probleme von Megastädten in Entwicklungsländern. 13

6 Globalisierung, Megastädte, „global cities“. 16

6.1 „Weltstadt“ und „global city“: zur Forschungsgeschichte. 17

6.2 Empirische Erfassung „Global Network Connectivity“ nach der GaWC. 19

7 Beispiele. 20

7.1 Megastädte in Indien: Mumbai – Kalkutta – Delhi – Madras. 21

7.1.1 Nationalstaatliche Dominanz. 21

7.1.2 Polarisierung und Segmentierung der städtischen Gesellschaft in Mumbai 22

7.1.3 „Megacity“ Bombai, „global city“ Mumbai?. 22

7.2 Der informelle Sektor in einer Megastadt am Beispiel Dhaka, Bangladesh. 24

8 Schluss. 26

1          Einleitung

Die Megastadt an sich ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Phänomen der Entwicklungsländer geworden. Dort können Effekte der Globalisierung wie Fragmentierung und Marginalisierung in aller Deutlichkeit ausgemacht werden. Ein weiterer Begriff der im Zuge der Globalisierung immer wieder fällt ist der der „global city“.

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2          Begriffsklärung

Einige, der für das Thema „Megacities und Globalisierung“ bedeutenden Begriffe wie beispielsweise „Megacity“, „Globalisierung“ oder „Global City“ werden in der gegenwärtigen Forschung unterschiedlich definiert. Aus diesem Grunde wird dieser Arbeit ein einführendes Kapitel, in dem die wichtigsten dieser Begriffe in ihren unterschiedlichen Auslegungen kurz vorgestellt werden, vorangestellt.

Anschließend sollen dann, die für diese Hausarbeit gültigen Definitionen festgelegt werden.

2.1        Metropole

Da „Megacities“ im weiteren Sinne zuerst einmal besonders große Metropolen sind, soll hier kurz auf den Begriff der Metropole eingegangen werden. Aufbauend darauf wird im nächten Punkte dann der Begriff der „Megacity“ behandelt.

Der Begriff „Metropole“ hat in der Forschungsliteratur ein sehr unterschiedliches Verständnis gefunden. Bronger (2004) spricht von einer „babylonischen Sprachverwirrung“. Im Folgenden sollen die unterschiedlichen Aspekte des Begriffs kurz dargestellt werden:

-          Nomenklatorischer Gebrauch: Es kursieren etliche englische und deutsche Begriffe die den Begriff umschreiben, darunter „Metropolis“, „metropolitan city“, „metropolitan center“ oder einfach nur „Millionenstadt“. Die Problematik hierbei ist hauptsächlich, dass diese häufig undefiniert verwendet werden (Bronger 2004).

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-          Statistische Abgrenzung: Die Anzahl an Einwohnern ist wohl die wichtigste Größe zur Bestimmung einer Metropole. Doch auch hier gehen die Meinungen weit auseinander.

Von 87.000 für eine „metropolitan area“(Blotevogel/Hommel 1980, nach Bronger 2004) bis „12.500.000 an over“ für „metropolitan region“ (PD-UN 1966, nach Bronger 2004)

-          Struktur: Unter diesem Aspekt ist vor allem die Flächengröße der Stadt und daraus abgeleitet die Besiedelungsdichte, also die Anzahl der Bewohner pro Quadratkilometer entscheidend.

Auch hier variieren die Werte je nach Land und Autor sehr stark. Vor allem die Entscheidung ob nur die „Kernstadt“ oder auch das erweiterte Umland miteinbezogen wird kann erhebliche unterschiede bezüglich der Einwohnerzahlen bedeuten.

-          Funktion des Begriffs „Metropole“: Am weitesten verbreitet ist die Verbindung von „bedeutende Stadt“ mit einer Funktion X. Beispielsweise Wirtschafts- oder Kunstmetropole.

Eine Reihe von Autoren setzt den Begriff „Metropole“ auch mit Hauptstadt gleich (u.a Nuhn 1981, vgl. Bronger 2004). Weiterhin wird der Begriff auch als Synonym für „Weltstadt“ oder einfach nur als führende Stadt eines Landes verwendet.

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Nohlen sieht somit die Metropolen als „Ursachen für Entwicklungsdifferenzen“.

Diese knappe Ausführung zeigt wie vielschichtig der Begriff der „Metropole“ ist, und verdeutlicht zugleich, dass eine umfassende, allen Bereichen gerecht werdende Definition kaum möglich ist. Dies liegt auch daran, dass für ein umfassende Definition vor allem aus den sogenannten „Entwicklungsländern“ schlichtweg Daten fehlen.

Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass für die meisten Städte in diesen Ländern nicht einmal die Einwohnerzahl präzise ermittelt werden kann und zumeist auf Schätzungen beruht. Folglich muss sich die Definition auf bestimmte Abgrenzungskriterien beschränken.

Bronger (2004, S.14), dessen Definition für diese Hausarbeit gelten soll, definiert Metropolen nach zwei Gesichtspunkten, demographisch-strukturell und funktional.

-          Demographisch-strukturell: Mindestgröße von 1 Millionen Einwohner bezogen auf einen Gesamtraum mit der Dichte von mehr als 2000 Einwohner pro Quadratkilometer, mit monozentrischer Struktur.

-          Funktional: Über-Konzentration des politischen, administrativen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Einrichtungen bzw.

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Unter demographischer Primacy versteht Bronger (2004, S.13) einen hohen, in Entwicklungsländern noch rasch zunehmenden Anteil der Bevölkerung in einer oder wenigen Metropolen. Unter funktionaler Primacy versteht er eine ausgeprägte Dominanz der Metropolen in sämtlichen (Ausnahme: Landwirtschaft) Lebensbereichen: wirtschaftlich (Industrie, Handel), politisch-administrativ (Hauptstadtfunktion), verkehrstechnisch (Hafen, Flughafen) und sozial-kulturell (Gesundheits- und Bildungseinrichtungen).

Es ist in erster Linie die funktionale Primacy die die Sogwirkung, den sogenannten „pull-faktor“ der Metropole ausmacht und somit metropolitan gerichtete Binnenwanderung auslöst.

2.2        „Megacity“

Wie der Begriff der Metropole, so wird auch der Begriff der „Megacity“ nicht einheitlich verwendet. Die Abgrenzung zwischen Metropole und „Megacity“ erfolgt dabei rein quantitativ. Die Zahlenangaben ab wann nun von einer „Megacity“ gesprochen werden kann unterscheiden sich sehr stark voneinander.

Je nach Autor oder Organisation werden Städte mit mehr als 5 Mio. (Bronger 2004), mehr als 8 Mio. (UN 1993) oder mehr als 10 Mio. (UN 2005) Einwohnern zu dieser Kategorie gezählt (vgl. Zehner 2001, S.183). Bronger (2004) veranschlagt als zusätzliches Kriterium noch einen Mindestwert der Einwohnerdichte, der bei mindestens 2.000 EW/km2 liegen muss.


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