1 Einleitung
In
meiner Hausarbeit werde ich mich mit Medien und Lesekompetenz befassen und
dabei versuchen herauszufinden ob Medien und Lesekompetenz miteinander
konkurrieren oder ob sie eng miteinander zusammenhängen.
Ich beschränke mich
dabei auf zur Schule gehende Kinder und Jugendliche mit folgender
Fragestellung: Wie wirken sich Medien auf die Lesekompetenz von Kindern und
Jugendlichen aus? Wichtig ist dabei auf meine Unterscheidung zwischen herkömmlichen
Medien wie zum Beispiel dem Buch und den neuen Medien, zu denen ich den
Computer, das Internet, CD-Roms und E-Mails zähle, hinzuweisen. Um meine Frage
hinreichend beantworten zu können habe ich mir fünf Hypothesen gestellt:
1.
Immer mehr Kinder und Jugendliche verlieren die Lust am Lesen.
2. Es gibt den Trend zum Informationslesen; die
Lektüre von Sach- und Fachbüchern in der Freizeit hat zugenommen.
3. Die Art des Lesens verändert sich:
Konzentriertes und ausdauerndes Lesen nimmt ab; Bücher werden schneller und
immer häufiger kursorisch gelesen.
4. Vor allem Kinder und Jugendliche neigen stark
zu kursorischem Lesen.
5. PC-Nutzer lesen mehr Bücher als
Nicht-PC-Nutzer.
Verschiedene
Studien sollen mir dabei helfen die Hypothesen zu widerlegen oder ihnen
zuzustimmen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Die Kapitel
fünf und sechs werden sich auf den Bücherzugang und das Leseinteresse von
Kindern und Jugendlichen beziehen, um unter Anderem die erste Hypothese
darzustellen. Das Kapitel sieben, das den Titel meiner Arbeit trägt, befasst
sich primär damit wie Lehrer die Medien für sich nutzbar machen können, um an
die Lebenswelt der Schüler anzuknüpfen, damit sie einen Lesekompetenzzuwachs
erfahren bei gleichzeitiger Freude und Interesse am Lesen.
Die Zukunft des
Lebens in der Mediengesellschaft werde ich im achten Kapitel bearbeiten.
2 Lesekompetenz eine Definition
PISA
definiert die Lesekompetenz folgendermaßen: Der Rezipient soll in der Lage sein
geschriebene Texte verstehen zu können. Er soll sie nutzen und reflektieren, um
das eigene Wissen zu erweitern. Dadurch wird die Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben gesteigert. Die Lesekompetenz nach PISA geht über den Begriff des Lesens
weit hinaus. Unter Lesen wird umgangssprachlich (herkömmlich) das Verstehen der
sprachlich formulierten Gedanken, die schriftlich niedergelegt sind,
verstanden.
Die
Lesekompetenz der Rezipienten wird an dem aktiven und kritischen Umgang mit
Texten gemessen. Der Leser soll nicht einfach nur die Informationen aus dem
Text entnehmen, sondern mit der Textbedeutung arbeiten und sie konstruktiv für
sich nutzbar machen.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
PISA
unterscheidet drei Lesekompetenzstufen, die sich wie folgt differenzieren:
·
Kompetenzstufe I: zielgerichtetes Ermitteln
von Informationen in einem Text
·
Kompetenzstufe II: das Formulieren
textbezogener Interpretationen
·
Kompetenzstufe III: kritische Reflektion
und Bewertung des Textes
Die
Abstufung der verschiedenen Kompetenzstufen wurde vorgenommen, damit sich die
Leseschwächen und –stärken der Schüler besser differenzieren lässt und ein
internationaler Vergleich möglich ist (Deutsches PISA-Konsortium 2001).
3 Die Lesegewohnheiten
Im
Laufe der zivilisierten Gesellschaft haben sich die Lesegewohnheiten sehr
unterschiedlich entwickelt. Lesen hat heute viele unterschiedliche Funktionen
und Strukturen. Gute Beispiele sind das Lesen von Straßenkarten oder das Lesen
eines Romans. Wenn man während des Autofahrens in einer fremden Stadt eine
bestimmte Straße sucht, muss man schnell eine große Fülle von graphischen und
schriftlichen Informationen verarbeiten. Man muss die wesentlichen Fragmente
auswählen, um die richtige Route einschlagen zu können. Bei dieser Textsorte,
zu denen auch unter Anderem Reklame und Verkehrsschilder gehören, muss man sehr
schnell die auf dem Textträger vorhandene Information dekodieren. Während das
Lesen eines Romans die ganze Aufmerksamkeit auf die einzige Informationsquelle
konzentriert. Es erfordert eine höhere Konzentration, um eine eigene kohärente
Wissensstruktur aufbauen zu können. Beide Textsorten sind im Bezug zu den
Aufmerksamkeitsstrukturen völlig verschieden.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils! Darüber hinaus wird unter Anderem
das Lesen eines Krimis nicht als Ganzes gelesen. Es werden oftmals die ersten
15 Seiten und der Schluss gelesen. Man kann dann nicht mehr von der Dominanz
des Textes sprechen, vielmehr wird ein Text von Grafiken und/ oder Bildern
unterstützt (Bonfadelli/Bucher 2002, S.12/13).
4 Aufmerksamkeitsstrukturen beim Lesen
Durch
den starken Zuwachs von Medien haben sich die Lesegewohnheiten verändert. Eine
„zappende“ Aufmerksamkeit beim Erfassen von Texten und das schnelle
Herauspicken von sinnvoll erscheinender Information wird heute immer mehr
praktiziert. Aus den vielen Informationen werden die sinnvoll und wichtig
erscheinenden Fragmente herausgefiltert und zu einer eigenen Wahrheit
zusammengesetzt. Das Erfassen und Auswerten komplexer Texte wird für Schüler
zunehmend schwerer. Es fällt ihnen auch oft schwer strukturierte
Sinnzusammenhänge zu verstehen, weil sie zu wenig bis gar keine Übung im lesen
langer Informationsquellen haben. Die Verweilfristen pro Informationsquelle
werden kürzer. Dafür werden aber andere Lesekompetenzen aktiviert, die aber
nicht in PISA-Tests abgefragt bzw. verlangt werden. Das heißt, dass die
Messmethoden nur die Fähigkeit abfragen lange und gebündelte Textblöcke mit der
damit verbundenen längeren Aufmerksamkeit zu verstehen. Das stellt natürlich
dann die Auswertung und Vergleichbarkeit der Lesekompetenz von Schülern mit
Hilfe des PISA-Tests in Frage.
This paragraph has been concealed! Download the complete document for free! • Click on download to get complete and readable text • This is a free of charge document sharing network • First upload your own document, and you get a word document per email • No registration necessary, gratis Swap homeworks and notes at no charge! Gratis scripts for students and pupils!
5 Bücherzugang von Kindern und Jugendlichen
In
einer Schweizer Studie von 1997/98 wurden 1300 Kinder und Jugendliche nach
ihrem Bücherzugang und Lesezeiten befragt. Die Ergebnisse aus dieser Studie
sind, dass alle Kinder zwischen 6 und 16 Jahren einen Zugang zu Büchern haben.
Das zeigt die Selbstverständlichkeit des Buchbesitzes, manche greifen aber
nicht regelmäßig zu einem Buch. In den Kinderzimmern, zu denen ausdrücklich
keine Schulbücher zählen, sind auch viele Bücher vorhanden. Mädchen und Jungen
unterscheiden sich nach ihrem Besitz der Bücher nicht großartig. Vielmehr ist
das soziale Milieu der Kinder abhängig vom Besitz eigener Bücher.
Nach
der Frage welche Medien Schweizer Kinder überhaupt nutzen, liegen diese mit der
Benennung des Buches im internationalen Vergleich mit 90% weit vorne. Der
Durchschnittswert liegt bei 79%.
Für
die Lesezeit wurde ein Durchschnittsmaß gebildet. Für Fernsehen und auditive
Medien nehmen sich Kinder und Jugendliche dreimal so viel Zeit wie für das Buch,
welches bei 27 Minuten liegt. Dabei müssen aber noch sowohl die Geschlechter
als auch die Altersgruppen differenziert werden. Mädchen lesen im Schnitt 15
Minuten mehr als Jungen, wobei diese am meisten im 12. und 13. Lebensjahr
lesen. Danach nehmen die Lesezeiten ab und die Zeit, die sie mit den auditiven
Medien verbringen, zu. Mädchen verbringen ca. 7 Stunden und Jungen ca. 8
Stunden mit diesen Medien, wobei aber auf die zunehmende Parallelnutzung der
Medien hingewiesen werden muss.
|