Massenträgheitsbestimmung
durch Pendelversuch
1.
Einleitung
Im
Rahmen der Physik - Laborstunden sollen an Hand des Pendelversuchs die
Eigenschaften von Trägheitsmomenten verschiedener Körper und den Größen von
denen sie abhängen untersucht werden. Bei dem Versuch vom soll ein
Verständnis für den Begriff des Massenträgheitsmomentes erlangt werden.
Dazu
wurden Hammer, Zange und ein Tennisschläger mit unterschiedlicher
Aufhängungslänge als Pendel verwendet. Dabei wurden die Prüfgegenstände
Vertikal und Horizontal aufgehängt. Dieses Verständnis ist notwendig, da Massenträgheitsmomente
von Körpern und den Drehachsen wichtige Kenngrößen im Maschinenbau darstellen.
1.2
Theoretische Grundlagen
Das
Trägheitsmoment beschreibt in der Mechanik die Trägheit eines starren Körpers
gegenüber einer Änderung der Rotationsbewegungen. Das Trägheitsmoment hängt ab
von der Körperform, der Lage der Drehachse und der Massenverteilung.
Das
Massenträgheitsmoment ist die Kraft, die benötigt wird, einen Körper um eine beliebige
Drehachse zu beschleunigen. Je weiter dabei die Drehachse vom Schwerpunkt des
Körpers entfernt ist, desto schwerer lässt er sich in Drehung versetzen und
desto größer ist demnach das Massenträgheitsmoment.
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Bei einer geradlinigen Bewegung
ist die Kraft F, die zur Bewegung aufgebracht werden muss, abhängig von der
Masse m, die den Körper ausreichend beschreibt, sowie der gewünschten
Beschleunigung a. Diesen Zusammenhang beschreibt das folgende Gesetz:
Anderst
als bei einem Körper der eine geradlinige Bewegung ausführt und durch die
Gleichung F= m*a beschrieben werden kann, werden bei der Rotationsbewegung eines
Körpers andere Größen und eine andere Gleichung benötigt. Wichtige Größen wie
die Körperform, die Lage der Drehachse und die Massenverteilung tragen zur
genauen Bestimmung des Körpers bei. Aus diesen lässt sich dann das so genannte
Massenträgheitsmoment J errechnen.
Das Drehmoment M mit dem ein
Körper in Rotation versetzt wird, lässt sich nun über das Massenträgheitsmoment
JA, welches die Eigenschaften des Körpers um eine Drehachse A
beschreibt und die gewünschte Winkelbeschleunigung aw bestimmen.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
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Herleitung
der Schwingungsdauerformel:
Für die Rücktreibende Kraft einer
harmonischen Schwingung gilt:
Dabei ist gilt:
Eingesetzt
in die Schwingungsdauerformel
folgt:
(1)
Proportionalitätskonstante bei einem Pendel:
(2)
Daraus
folgt für die Schwingungsdauer:
(3)
Wird bei der Formel nun ein sehr
großer Achsabstand l im Verhältnis zum Massenträgheitsmoment JS
angenommen, so folgt:
(4)
Die
Formel für die Schwingungsdauer (3) wird nun wie folgt erweitert:
= (5)
Aus
dem Steinerschen Satz, sowie der Schwingungsdauer lässt sich das Massenträgheitsmoment
JS wie folgt bestimmen:
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