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„Aus einem glücklichen Arsch kommt ein fröhlicher Furz.“
„Die Lüge ist wie ein
Schneeball: Je länger man sie fortwälzt, je größer wird sie.“
„Strafe hasst man, aber die
Sünde liebt man.“
Im April 1521 wird Martin Luther auf dem Reichstag in
Worms (siehe Abbildung 1), unter Anwesenheit des Kaisers, aufgefordert zu widerrufen.
Doch Luther weigerte sich zu widerrufen, außer wenn ihn jemand aus der Bibel
heraus widerlegen würde. Nachdem er für „vogelfrei“ erklärt wurde, verhalf ihn
Kurfürst Friedrich der Weiße zur Flucht. Er brachte Luther auf die Wartburg,
von der aus Luther in nur elf Wochen das Neue Testament ins Neuhochdeutsche
übersetzte. 1524/25 brach ein Bauernaufstand auf, gegen den sich Luther
stellte, und die Obrigkeit aufgefordert hatte, die Aufständischen gnadenlos
niederzuwerfen. Im Zuge dieser Aufstände ist Luther immer mehr und mehr in
Vergessenheit geraten. Am 18. Februar 1546 starb Martin Luther, nach dem
Durchstehen von schweren Krankheiten, in seiner Geburtsstadt Eisleben.
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Abbildung 1: Martin
Luther vor dem Kaiser, 1521 am Wormser Reichstag
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„Wenn ich könnte, so würde ich ihn (den Juden)
niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“
Wie aus einigen Schriften über Martin Luther
hervorgeht, hatte Luther im höheren Alter eine extrem abneigende Haltung
gegenüber dem Judentum.
Nach Vorgedanken in der Antike begann sich im Zuge
der Kreuzzüge im 11. Jahrhundert die Judenfeindlichkeit zu verstärken. Bis zu
diesem Zeitpunkt sind Quellen über antijüdische Bewegungen eher spärlich
vorhanden. Die Juden gelangten zu dieser Zeit an die unterste Stufe in der
Gesellschaft. Besonders im Rheinland kam es zu schrecklichen Pogromen. Im Zuge
dieser Verfolgungen warfen die Christen den Juden größtenteils absurde
Anschuldigungen vor.
Þ Die Juden hätten den Tod Jesus Christus am
Kreuz zu verantworten
Þ Weiters wurde den Juden auch der so
genannte „Hostienfrevel“ unterstellt. Unter diesem Begriff verstanden die
Christen, dass die Juden in Kirchen eindrangen und Hostien stahlen. Demnach
sollten sie diese Hostien anschließend mit Nadeln durchstochen und zerstört haben,
um somit die Ermordung Jesus Christus symbolisch darzustellen.
Þ Ein weitere Mythos, der Mitauslöser des
Judenhasses war, war die so genannte „Ritualmord-Legende“. Hierbei wurde den
Juden folgendes angehängt: Sie sollten zu Ostern Christenknaben entführen,
kreuzigen und oder deren Blut trinken
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Doch oftmals waren sicherlich Missgunst,
Unzufriedenheit und Neid der ausschlaggebende Grund für die jüdischen Verfolgungen.
Anfang des 15. Jahrhunderts wurden Maßnahmen gegen
Juden beschlossen. Die Juden wurden in bestimmte Stadtviertel gepfercht und von
der übrigen Stadt ausgegrenzt àGhettos. Nach den Kreuzzügen machte den
Juden die Ausbreitung der Kaufmannsgilden schwer zu schaffen. Diese Gilden haben
dadurch die wirtschaftliche Vormachtstellung der Juden im Mittelalter
gebrochen. Fortan waren die Juden nur noch im Pfandleihgewerbe und im
Trödelhandel tätig. Der so genannte „Wucher der Juden“ ist ebenfalls stark
kritisiert worden. Die oftmals sehr reichen Juden verborgten Geld und verlangten
nach Rückgabe hohe Zinszahlungen. Weiters wurden sie durch das Kanonische
Kirchenrecht ausgegrenzt. Vor und speziell im Verlauf des 15. Jahrhundert wurden
die Juden aus allen möglichen Ländern vertrieben und in Spanien verfolgt. 1492
wurde eine europaweite Welle des Antisemitismus ausgelöst, welche im Zuge der Inquisition
ihren Höhepunkt erreichte.
§ 1290: Vertreibung der Juden aus England
und Frankreich
§ 1349: Pogrome und Morde in Thüringen
(Gotha, Eisenach, Frankenhausen, Erfurt)
§ 1496: Vertreibung der Juden aus Österreich
§ 1506: Verbrennung der führenden Juden in
Moskau
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