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Martin Luther und sein Bezug zu Juden und Hexen .doc

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Social Science
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Religious Studies
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BRG Viktring Klagenfurt
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2006
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Martin Luther und sein Bezug
zu Juden und Hexen




1. Kurzbiografie Luthers. 3

2. Martin Luther und sein Verhältnis zu den Juden. 5

Warum war Martin Luther ein Idol für Hitler?. 5

2.1. Stellung der Juden im Mittelalter 5

2.1.1. Antijüdische Maßnahmen. 6

2.2. Anfängliche Einstellung Luthers Juden gegenüber 7

2.2.1. Die „Jüdische Antwort“ auf Luthers Engagement für sie. 8

2.3. Luthers Umbruch. 8

Urteilte über die Synagogen der Juden: 9

Luthers Sicht des Judentums 9

2.4. Anschuldigungen über die Juden. 10

2.5. Luther über Juden in weiteren Dokumenten und Schriften 10

2.5.1. Kontakt Luthers mit Werken über Juden. 11

2.5.2. Hebräerbriefvorlesung. 11

2.5.3. Operationes in Psalmos. 12

2.5.4. Schrift: „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“. 12

2.5.6. Brief an die Königin von Ungarn. 14

2.5.7. Die Thola-Episode (1525/26) 15

2.5.8. Taufe eines jüdischen Mädchens. 16

2.5.9. Brief an Josel (= Josef) von Rosheim.. 16

2.5.10. Brief: „Wider die Sabbather an einen guten Freund“. 17

2.5.11. Schlüsselwerk Luthers: „Von den Juden und ihren Lügen“. 18

2.5.12. Vom Schem Hamphoras und vom Geschlecht Christi 21

2.5.13. Von den letzten Worten Davids. 22

2.5.14. Vermahnung wider die Juden. 22

2.6. Zusammenfassend: Kritikpunkte Luthers in Bezug zu Juden. 23

2.7. Konklusion: Juden. 26

3. Martin Luther und sein Verhältnis zu den Hexen. 27

3.1. Hexen ?. 27

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3.3. Hexen aus der Sicht Luthers. 28

3.4. Begriffsdefinition: Aberglaube. 29

3.5. Luthers Definition der Hexerei 29

3.6. Luthers Werk über Hexen. 30

3.7. Alle einer Meinung ?. 31

3.8. Schlussfolgerung. 32

3.9. Konklusion: Hexen. 33

2.7. Anhang: Juden. 34

2.7.1. Zu Judenverbrennung: Neptunbrunnen. 34

2.7.2. Tetragramm.. 34

2.7.3. Katharina von Bora. 34

2.7.4. Judensau. 35

2.7.5. Sodom und Gomorrha 36

3.8. Anhang: Hexen. 37

3.8.1. Der Hexenhammer. 37

3.8.2. Walpurgisnacht 38

6. Quellenverzeichnis. 39

1. Kurzbiografie Luthers


Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben (Sachsen-Anhalt) geboren. 1501 besuchte Luther ein Grundstudium in Erfurt, wo er später die Magisterwürde erwarb. Sein Leben veränderte sich blitzartig, als er am 2. Juli 1505, nach einem Besuch bei seinen Eltern, nach Hause spazierte.

Er kam in ein Unwetter und wurde daraufhin fast von einem Blitz getroffen, angeblich sollte dieser Blitz einen Freund Luthers getroffen haben. Er hatte solche Todesängste, dass er schwur, dass er, wenn er dieses Gewitter überleben würde, ein Mönch zu wird. Nur wenige Tage später verwirklichte Luther seinen Schwur und trat daraufhin ins Erfurter Kloster der Augustiner-Eremiten ein.

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„Aus einem glücklichen Arsch kommt ein fröhlicher Furz.“

„Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man sie fortwälzt, je größer wird sie.“


„Strafe hasst man, aber die Sünde liebt man.“




Im April 1521 wird Martin Luther auf dem Reichstag in Worms (siehe Abbildung 1), unter Anwesenheit des Kaisers, aufgefordert zu widerrufen. Doch Luther weigerte sich zu widerrufen, außer wenn ihn jemand aus der Bibel heraus widerlegen würde.

Nachdem er für „vogelfrei“ erklärt wurde, verhalf ihn Kurfürst Friedrich der Weiße zur Flucht. Er brachte Luther auf die Wartburg, von der aus Luther in nur elf Wochen das Neue Testament ins Neuhochdeutsche übersetzte. 1524/25 brach ein Bauernaufstand auf, gegen den sich Luther stellte, und die Obrigkeit aufgefordert hatte, die Aufständischen gnadenlos niederzuwerfen.

Im Zuge dieser Aufstände ist Luther immer mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Am 18. Februar 1546 starb Martin Luther, nach dem Durchstehen von schweren Krankheiten, in seiner Geburtsstadt Eisleben.




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Abbildung 1: Martin Luther vor dem Kaiser, 1521 am Wormser Reichstag




2. Martin Luther und sein Verhältnis zu den Juden

 

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„Wenn ich könnte, so würde ich ihn (den Juden) niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“

Wie aus einigen Schriften über Martin Luther hervorgeht, hatte Luther im höheren Alter eine extrem abneigende Haltung gegenüber dem Judentum.

2.1. Stellung der Juden im Mittelalter


Nach Vorgedanken in der Antike begann sich im Zuge der Kreuzzüge im 11. Jahrhundert die Judenfeindlichkeit zu verstärken. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Quellen über antijüdische Bewegungen eher spärlich vorhanden. Die Juden gelangten zu dieser Zeit an die unterste Stufe in der Gesellschaft.

Besonders im Rheinland kam es zu schrecklichen Pogromen. Im Zuge dieser Verfolgungen warfen die Christen den Juden größtenteils absurde Anschuldigungen vor.

Þ    Die Juden hätten den Tod Jesus Christus am Kreuz zu verantworten

Þ    Weiters wurde den Juden auch der so genannte „Hostienfrevel“ unterstellt.

Unter diesem Begriff verstanden die Christen, dass die Juden in Kirchen eindrangen und Hostien stahlen. Demnach sollten sie diese Hostien anschließend mit Nadeln durchstochen und zerstört haben, um somit die Ermordung Jesus Christus symbolisch darzustellen.

Þ    Ein weitere Mythos, der Mitauslöser des Judenhasses war, war die so genannte „Ritualmord-Legende“.

Hierbei wurde den Juden folgendes angehängt: Sie sollten zu Ostern Christenknaben entführen, kreuzigen und oder deren Blut trinken

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Doch oftmals waren sicherlich Missgunst, Unzufriedenheit und Neid der ausschlaggebende Grund für die jüdischen Verfolgungen.

2.1.1. Antijüdische Maßnahmen


Anfang des 15. Jahrhunderts wurden Maßnahmen gegen Juden beschlossen. Die Juden wurden in bestimmte Stadtviertel gepfercht und von der übrigen Stadt ausgegrenzt àGhettos.

Nach den Kreuzzügen machte den Juden die Ausbreitung der Kaufmannsgilden schwer zu schaffen. Diese Gilden haben dadurch die wirtschaftliche Vormachtstellung der Juden im Mittelalter gebrochen. Fortan waren die Juden nur noch im Pfandleihgewerbe und im Trödelhandel tätig. Der so genannte „Wucher der Juden“ ist ebenfalls stark kritisiert worden.

Die oftmals sehr reichen Juden verborgten Geld und verlangten nach Rückgabe hohe Zinszahlungen. Weiters wurden sie durch das Kanonische Kirchenrecht ausgegrenzt. Vor und speziell im Verlauf des 15. Jahrhundert wurden die Juden aus allen möglichen Ländern vertrieben und in Spanien verfolgt. 1492 wurde eine europaweite Welle des Antisemitismus ausgelöst, welche im Zuge der Inquisition ihren Höhepunkt erreichte.

§  1290: Vertreibung der Juden aus England und Frankreich

§  1349: Pogrome und Morde in Thüringen (Gotha, Eisenach, Frankenhausen, Erfurt)

§  1496: Vertreibung der Juden aus Österreich

§  1506: Verbrennung der führenden Juden in Moskau

 

2.2. Anfängliche Einstellung Luthers Juden gegenüber



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