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Maria Montessori und ihre Sicht von Bildung und Schule (Page 2).doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Educational Science / Pedagogy
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Term paper
University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2008
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Educational Science / Pedagogy

Erziehungsstile
Erziehungsstile 1. Vorwort Nach den einleitenden Definitionen, werde ich die verschiedenen Erziehungsstile nach Kurt Lewin und Glen Elder beschreiben. Die weiteren Kapitel allerdings, spezialisi

„Wir können nicht eine Gesellschaft, die droht in Trümmer zu zerfallen, mit Menschen aufrechterhalten, die nur darauf vorbereitet sind, sich ihren Lebensunterhalt durch einen Beruf zu verdienen: es werden Menschen benötigt.“

(Klein-Landeck, Michael: Freie Arbeit bei Maria Montessori und Peter Petersen. Münster: LIT 1997. (= Impulse der Reformpädagogik. 1) S. 29)

3.    Maria Montessori: konkrete Umsetzung ihrer Pädagogik

            Die ersten Schulen

Das erste Kinderhaus gründete Maria Montessori 1907. Um 1920 wurde dann die erste Schule im deutschsprachigen Raum errichtet. Diese wurde allerdings bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs verboten, was nicht der Einzelfall war. So ist die Montessori-Erziehung auch in vielen totalitären Staaten, wie z.B. Russland oder Italien, verboten worden.

Vor allem zwei Faktoren unterscheidet die Montessori-Schule von der herkömmlichen Realschule:

            Zeitlicher Ablauf

Normalerweise besuchen die Kinder vom 6. bis zum 10. Lebensjahr die Volksschule und wechseln dann in die Hauptschule oder ins Gymnasium, das sie dann mit dem 14. Lebensjahr beenden.

In einer Montessori-Schule allerdings, bleiben die Kinder vom 6. bis zum 14. Lebensjahr im gleichen Schultyp. Ihnen bleibt somit ein Wechsel und eine Entscheidung bis sie 14 Jahre alt sind erspart.

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            Form der Ausbildung

Die Montessori-Pädagogik geht davon aus, dass jedes Kind anders ist. Dies bedeutet wiederum, dass nicht jedes Kind zu jeder Zeit gleichermaßen aufnahmefähig ist. Daher findet der Frontalunterricht, wie er aus vielen herkömmlichen Schulen bekannt ist, nicht statt, sondern es wird auf eine individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes eingegangen.

Die Lehrer geben den Kindern nicht vor, was und wie sie lernen müssen, sondern sie werden dahingehend erzogen, sich ihre Materialen selbst zu suchen. Dadurch entsteht eine gesteigerte Motivation, die auch zu einer höheren Konzentration führt.

4.3.1. Wegfall des Lehrrahmens

Ein anderer wesentlicher Unterschied ist der Wegfall des Lehrrahmens. Es wird nicht vorgegeben in welcher Schulstufe welcher Lerninhalt behandelt wird. Die Kinder teilen sich das selbst ein, je nachdem wie schnell bzw. langsam sie lernen.

Ziel ist es nur, dass die Kinder die die Montessori-Schule mit 14 Jahren verlassen auf gleichem Bildungsniveau sind, wie ihre gleichaltrigen Kollegen die eine „normale“ Schule besucht haben. Da allerdings der fixe Lehrplan wegfällt, ist das Wechseln auf eine herkömmliche Schule fast unmöglich.

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4.3.2. Fachraumprinzip

Um diese Ideen wirklich umsetzten zu können, braucht es ein gewisses Systems. Damit alles ohne Probleme funktioniert, gibt es das so genannte „Fachraumprinzip“.

In jedem Klassenraum sind die Materialien einer Fächergruppe für die betreffende Jahrgangsstufe zu finden. So gehen die Kinder, je nach dem was sie machen wollen, entweder in den Mathematik oder Sprachen-Raum und wählen das Material, mit dem sie arbeiten wollen, selbst aus. Ist eine Arbeit erledigt, so wird sie in einem Schülerheft eingetragen.

Jedes Lernmaterial ist aber nur einmal vorhanden. Dies ist wiederum förderlich für die sozialen Kompetenzen des Kindes. Wenn also das gewünschte Material nicht frei ist, kann das Kind das Andere um Zustimmung fragen, den Stoff gemeinsam zu erarbeiten, oder sonst muss es sich ein anderes Material suchen mit dem es arbeiten kann.

Der Unterricht findet den ganzen Tag in Freiarbeit statt, außer es sind Projekte in Arbeit.

Damit aber die Kinder nun nicht ganz sich selbst überlassen sind, findet natürlich immer eine kleine Gruppenpräsentation der LehrerInnen statt, indem sie den Schülern mögliche Wege vorstellen, wie sie mit den Materialen arbeiten können.

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Macht ein Schüler längere Zeit keinen Lernfortschritt, bespricht der Lehrer das mit ihm, um herauszufinden ob der Schüler vielleicht eine längere Pause braucht, oder ob es einfach nur Hilfe benötigt.

4.3.3. Noten

Noten, wie wir sie kennen, kommen in dieser Form nicht vor. Die Lehrer formulieren eine individuelle Beurteilung, welche sofort in ein Pensenbuch (= Dokumentationsheft) eingetragen werden. Die Lehrenden gehen ausführlich auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernfortschritte ihrer Schüler ein.

Besonders beachtet werden dabei die Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen. So ist nicht der Wissenstand, sondern die Gesamtentwicklung entscheidend.

4.    Nachwort

Ich hoffe, ich konnte einen guten Einblick über Maria Montessoris Grundideen und die konkrete Umsetzung in der heutigen Zeit geben. Es ist natürlich schwer auf alle Bereiche genau einzugehen.

Durch die Recherchen zu meiner Arbeit, konnte ich einen sehr guten Einblick in diese Thematik gewinnen und bin auch davon überzeugt, dass die Montessori-Schulen eine sehr gute Alternative zu normalen Schulen sind.

Natürlich bedarf diese Form des Unterrichts sehr viel Aufwand, aber es sollte doch wichtiger sein, dass die Kinder sich in der Schule wohl fühlen und gerne lernen. Denn nur wer gern lernt, lernt fürs Leben!


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