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„Die Verbreitung der Mangroven
reicht vom äquatorialen Kerngebiet bis an die Grenze der warm – gemäßigten
Zone. Die nördlichsten Fundorte liegen auf der Nordhalbkugel im Golf von Aqaba
und im Persisch – Arabischen Golf sowie auf den Bermuda – Inseln, auf der
Südhalbkugel bei 37°S auf der Nordhalbkugel von Neuseeland und bei 29°S in
Brasilien.“
Die
Mangrovengewächse sind aber nicht nur an den schlammigen Küsten der
Schwemmländer, sondern auch auf Korallen und Abrasionsküsten anzutreffen. Die
Pflanzen an den oben genannten Abrasionsküsten sind gezwungen ihre Wurzeln in
Löchern und Spalten des Gesteins zu zwängen, da sich hier kein oder nur wenig
Schlamm absetzt. Diese Mangroven werden als Riffmangroven bezeichnet und weisen
auf Grund der mangelnden Wurzelungsmöglichkeiten eine mangelhafte Kronenbildung
auf.
Des
Weiteren werden die Mangroven auch nach regional – ökologischen Kriterien
eingeteilt. So lassen sich drei verschiedene Mangrovenwald – Typen
unterscheiden.
1. Die Küstenmangroven, welche an
flachen Küsten wachsen und lediglich bei Regen einen Süßwasserzufluss erfahren.
2. Die Flussmündungsmangroven können im
Deltabereich von Flüssen ausgedehnt vertreten sein.
3. Die Riff – Mangroven siedeln sich
auf den aus dem Wasser tauchenden toten Korallenriffen an. Sie haben aber eine
geringere Bedeutung im Vergleich zu den anderen beiden Mangrovenwald – Typen.
Durch diese Einteilung
entsteht eine Zonierung der Mangroven entlang der Meeresküste aufgrund des
zunehmenden Salzgehaltes.
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Abb.1:
Zonierung einer Mangrove an der ostafrikanischen Küste.
Die Abbildung 1 zeigt
die Zonierung verschiedener Mangroven. Durch die periodische Austrocknung wird
am meeresfernsten Punkt die höchste Salzkonzentration gemessen. Durch die
unterschiedlichsten Konzentrationen der Blattzellsäfte und der Bodenlösungen,
besetzen die vier Mangrovengattungen charakteristische Zonen entlang des durch
die Meeresspiegelschwankenden erzeugten Gradienten.
Die Abbildung 2 zeigt einen
Querschnitt durch einen Flussarm im Mangrovengebiet. Bild I zeigt den
Ebbezustand, bei dem die Mangroven trocken liegen, da sich das Wasser nur im
Flussbett befindet. Wie oben erwähnt, werden die Mangroven zweimal am Tag
überflutet indem Seewasser ins Flussbett dringt. Dieser Prozess wird als Flut
bezeichnet, wobei der Wasserspiegel steigt und die Mangroven überschwemmt
werden.
Schließlich kommt der Flutstrom
zum Stillstand und durch die Stauung setzen sich die im Wasser befindenden
Sedimente ab. Da der Abfluss sich ruhig vollzieht, hat die Flut nicht die
nötige Transportkraft, um die Partikel abzuführen. Durch die Anhäufung von
Sedimenten entsteht ein jährliches Bodenwachstum von 15-36mm.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Abb.2:
Schematisches Profil durch einen Flussarm im Mangrovengebiet, I bei Ebbe und II
bei Flut
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Mangrovenbäume
bilden keine systematisch einheitliche Gruppe, sondern gehören
unterschiedlichen Familien der Bedecktsamigen Pflanzen
(Magnoliophyta) an.
Wichtige
Taxa:
Weitere
Gattungen/Arten:
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Die Stelzwurzeln sind ein
charakteristisches Merkmal der Rhizophora – Arten. Sie fungieren als
Stütze im Schlick des Gezeitenbereiches. Die Rhizophora zeigt eine
homorhize Bewurzelung. Anstelle einer Primärwurzel treten homorhize Wurzeln
anfangs aus der Basis des Hypokotyls, später aus höheren Teilen wie Epikotoyl,
Stamm und sogar aus den Ästen heraus.
Als Beispiel für
Stelzwurzeln soll Rhizophora conjugata dienen. Die Bildung von
Stelzwurzeln beginnt im unteren Drittel und zeigt einen bogenförmigern Verlauf
(Vergleich Abb.3). Anfänglich wachsen die Stelzwurzeln senkrecht. Wenn sie
durch den positiv wirkenden Geotropismus den Boden erreicht haben, ändern sie das
geotropische Verhalten. Die Orientierung erfolgt zur Seite, was als plagitrope
Richtung beschrieben wird. Die darauf folgende Verzweigung setzt erst ein, wenn
die Spitze in das Substrat eingedrungen ist. Karsten (Vgl. Troll) stellt ein
Absterben der Spitzenregion fest, demnach geht die Hauptwurzelspitze zugrunde, während
die Bildungsstoffe an früher abzweigenden Nebenwurzlern zugeführt werden.
Grafiken wurden automatisiert entfernt
Abb.3:
Stelzwurzeln der Roten Mangrove
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