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Mangroven .doc

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Natural Science
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Biomedical Sciences
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Humboldt-Universität zu Berlin
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2006
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Mangroven

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung. 2

1.1 Vorkommen und Einteilung. 2

1.2 Zonierung einer Mangrove an der ostafrikanischen Meeresküste 4

1.3 Bodenaufhöhung. 4

1.4 Artenübersicht - Systematik. 5

2. Metamorphosen der Wurzelorgane. 6

2.1 Stelzwurzeln.. 6

2.2 Negativ - geotropische Luftwurzeln (Bleistiftwurzel). 7

2.3 Wurzelkniee. 9

2.4 Wurzelknorren.. 10

3. Anpassung an Salzkonzentrationen.. 10

4. Fortpflanzung. 11

5. Wunderwelt Mangroven.. 13

5.1 Ökosystem Mangroven.. 13

5.1 Nutzung der Mangrovenwälder. 13

5.2 Bedrohung der Mangrovenwälder. 14

6. Literaturverzeichnis. 16


1.  Einleitung

 

„Als am 26. Dezember 2004 der Tsunami die Ufer Südostasiens überrollte, riss er alles mit, was ihm im Weg stand. Mehr als 200.000 Menschen starben durch die Monsterwelle. Glück im Unglück hatten diejenigen, die sich an einer bewaldeten Küste aufhielten, denn vor allem die Mangroven bremsten die Wucht des anrollenden Wassers.“[1] Was sind eigentlich Mangroven? Und warum bremsen sie die Kraft der Flut?

Mangrovengewächse sind Gehölzformationen, die entlang tropischer, seltener subtropischer Flachküsten anzutreffen sind. Die im subtropischen Bereich strauchigen, im tropischen Bereich oft bis zu 20 m hohen Baumgesellschaften werden zweimal am Tag von Salzwasser bis zum Kronenbereich überflutet.

Weitere Faktoren mit der sich Mangroven auseinander setzen müssen, sind:

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1.1 Vorkommen und Einteilung

„Die Verbreitung der Mangroven reicht vom äquatorialen Kerngebiet bis an die Grenze der warm – gemäßigten Zone. Die nördlichsten Fundorte liegen auf der Nordhalbkugel im Golf von Aqaba und im Persisch – Arabischen Golf sowie auf den Bermuda – Inseln, auf der Südhalbkugel bei 37°S auf der Nordhalbkugel von Neuseeland und bei 29°S in Brasilien.“[2]

Die Mangrovengewächse sind aber nicht nur an den schlammigen Küsten der Schwemmländer, sondern auch auf Korallen und Abrasionsküsten anzutreffen. Die Pflanzen an den oben genannten Abrasionsküsten sind gezwungen ihre Wurzeln in Löchern und Spalten des Gesteins zu zwängen, da sich hier kein oder nur wenig Schlamm absetzt.

Diese Mangroven werden als Riffmangroven bezeichnet und weisen auf Grund der mangelnden Wurzelungsmöglichkeiten eine mangelhafte Kronenbildung auf.[3]

Des Weiteren werden die Mangroven auch nach regional – ökologischen Kriterien eingeteilt. So lassen sich drei verschiedene Mangrovenwald – Typen unterscheiden.

1.   Die Küstenmangroven, welche an flachen Küsten wachsen und lediglich bei Regen einen Süßwasserzufluss erfahren.

2.   Die Flussmündungsmangroven können im Deltabereich von Flüssen ausgedehnt vertreten sein.

3.   Die Riff – Mangroven siedeln sich auf den aus dem Wasser tauchenden toten Korallenriffen an.

Sie haben aber eine geringere Bedeutung im Vergleich zu den anderen beiden Mangrovenwald – Typen.[4]

Durch diese Einteilung entsteht eine Zonierung der Mangroven entlang der Meeresküste aufgrund des zunehmenden Salzgehaltes.

1.2 Zonierung einer Mangrove an der ostafrikanischen Meeresküste

 

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Abb.1: Zonierung einer Mangrove an der ostafrikanischen Küste. [5]

Die Abbildung 1 zeigt die Zonierung verschiedener Mangroven. Durch die periodische Austrocknung wird am meeresfernsten Punkt die höchste Salzkonzentration gemessen. Durch die unterschiedlichsten Konzentrationen der Blattzellsäfte und der Bodenlösungen, besetzen die vier Mangrovengattungen charakteristische Zonen entlang des durch die Meeresspiegelschwankenden erzeugten Gradienten.

1.3 Bodenaufhöhung

Die Abbildung 2 zeigt einen Querschnitt durch einen Flussarm im Mangrovengebiet. Bild I zeigt den Ebbezustand, bei dem die Mangroven trocken liegen, da sich das Wasser nur im Flussbett befindet.

Wie oben erwähnt, werden die Mangroven zweimal am Tag überflutet indem Seewasser ins Flussbett dringt. Dieser Prozess wird als Flut bezeichnet, wobei der Wasserspiegel steigt und die Mangroven überschwemmt werden.

Schließlich kommt der Flutstrom zum Stillstand und durch die Stauung setzen sich die im Wasser befindenden Sedimente ab. Da der Abfluss sich ruhig vollzieht, hat die Flut nicht die nötige Transportkraft, um die Partikel abzuführen.

Durch die Anhäufung von Sedimenten entsteht ein jährliches Bodenwachstum von 15-36mm.[6]


Grafiken wurden automatisiert entfernt

 

Abb.2: Schematisches Profil durch einen Flussarm im Mangrovengebiet, I bei Ebbe und II bei Flut[7]

 

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1.4 Artenübersicht - Systematik

Mangrovenbäume bilden keine systematisch einheitliche Gruppe, sondern gehören unterschiedlichen Familien der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta) an.[8]

Wichtige Taxa:

Weitere Gattungen/Arten:

2.  Metamorphosen der Wurzelorgane

 

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2.1 Stelzwurzeln

 

Die Stelzwurzeln sind ein charakteristisches Merkmal der Rhizophora – Arten. Sie fungieren als Stütze im Schlick des Gezeitenbereiches. Die Rhizophora zeigt eine homorhize Bewurzelung.

Anstelle einer Primärwurzel treten homorhize Wurzeln anfangs aus der Basis des Hypokotyls, später aus höheren Teilen wie Epikotoyl, Stamm und sogar aus den Ästen heraus.[10]

Als Beispiel für Stelzwurzeln soll Rhizophora conjugata dienen. Die Bildung von Stelzwurzeln beginnt im unteren Drittel und zeigt einen bogenförmigern Verlauf (Vergleich Abb.3).

Anfänglich wachsen die Stelzwurzeln senkrecht. Wenn sie durch den positiv wirkenden Geotropismus den Boden erreicht haben, ändern sie das geotropische Verhalten. Die Orientierung erfolgt zur Seite, was als plagitrope Richtung beschrieben wird. Die darauf folgende Verzweigung setzt erst ein, wenn die Spitze in das Substrat eingedrungen ist.

Karsten (Vgl. Troll) stellt ein Absterben der Spitzenregion fest, demnach geht die Hauptwurzelspitze zugrunde, während die Bildungsstoffe an früher abzweigenden Nebenwurzlern zugeführt werden.[11]


Grafiken wurden automatisiert entfernt

Abb.3: Stelzwurzeln der Roten Mangrove[12]

2.2 Negativ - geotropische Luftwurzeln (Bleistiftwurzel)

 


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