Märchen als Mittel der Sprachförderung bei Kindern im
Schulkindergarten
Diplomarbeit
zur Diplomprüfung
an der Fachhochschule Münster,
Fachbereich Sozialwesen
vorgelegt am: 20.10.1993 von: Kerstin Glang
Studiengang: Sozialpädagogik
Betreuer: Prof. Dr. Wolfram Viehweg
Zweitprüfer: Prof. Dr. Norbert Rath
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
6
1. Der Schulkindergarten
7
1.1. Einleitung 8
1.2. Die
Konzeption des Schulkindergartens 10
1.2.1. Die
Ganzheitlichkeit der Pädagogik 10
1.2.2. Das
ganzheitliche Lernen des Kindes 11
1.3. Rahmenbedingungen
für die Arbeit im Schulkindergarten 13
1.3.1. Die
Lernumwelt 13
1.3.2. Die
Organisation 15
1.4. Die
Bildungs- und Lernbereiche 16
1.4.1. Musikerziehung
16
1.4.2. Kunst-
und Textilgestaltung 20
1.4.3. Bewegungserziehung
25
1.4.4. Sprache 31
1.4.5. Hinführung
zu den Kulturtechniken 45
1.4.5.1. Schreiben
und Lesen 45
1.4.5.1.1. Schreiben 45
1.4.5.1.2. Lesen 46
1.4.5.2. Mathematik 59
1.4.6. Sachbegegnung
65
1.4.7. Verkehrserziehung
74
1.4.8. Die religiöse
Erziehung 83
1.5. Elternarbeit 84
2. Die
Entwicklung der Sprache des
Kindes 85
2.1. Rahmenbedingungen
für den
Spracherwerb 86
2.2. Sprache und
Denken 89
2.2.1. Primat
des Denkens gegenüber der
Sprache
89
2.2.2. Sprache
und Denken beeinflussen sich
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2.2.3. Sprache
determiniert das Denken 90
2.3. Phasen des
Spracherwerbs 91
2.3.1. Das
Säuglingsalter 91
2.3.2. Das
Kleinkindalter 93
2.3.3. Das
jüngere Vorschulkind 94
3. Grundsätze
und Methoden der
sprachlichen Förderung 95
3.1. Die
zentrale Bedeutung der
sprachlichen Förderung 95
3.2. Die
Erzieherin als sprachliches Vorbild 97
3.2.1. Die
Sprachnorm 97
3.2.2. Die
Sprachstandsdiagnose 97
3.2.3. Die
Sprachverwendung der Erzieherin
als Instrument der sprachlichen
Förderung
98
3.3. Die
sprachliche Verwertung
kindgemäßer Medien und Aktivitäten 101
4. Der Einsatz
von Märchen als Mittel der Sprachförderung bei Kindern im Schulkindergarten 105
4.1. Die
Strukturplanung 106
4.1.1. Anthropogene
Voraussetzungen 106
4.1.2. Sozial -
kulturelle Voraussetzungen 108
4.2. Die
Verlaufsplanung / Zielsetzung 110
5. Die Kinder-
und Hausmärchen der
Brüder Grimm 112
5.1. Die
Entstehungsgeschichte der
Volksmärchen 112
5.1.1. Wie das
Märchen zum Kindermärchen
wurde 114
5.2. Merkmale,
an denen man das Märchen
erkennt
115
5.2.1. Eindimensionalität
116
5.2.2. Flächenhaftigkeit
116
5.2.3. Abstrakter
Stil 117
5.2.4. Isolation
und Allverbundenheit 119
5.2.5. Sublimation
und Welthaltigkeit 121
5.2.6. Formelhaftigkeit
und Dreizahl 122
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5.3.1. Zur
Phantasieförderung 124
5.3.2. Zur
Problembewältigung 124
5.3.3. Zu
denVorbildern 125
6. Die Auswahl
der verwendeten Märchen 126
6.1. Die
Lernziele 127
6.1.1. Methodische
Überlegungen 127
6.1.2. Medien 128
6.2. Durchführung
128
6.3. Auswertung
/ Reflexion 154
Literaturverzeichnis 156
Anhang 162
Vorwort
Im Zusammenhang mit meinem Praktikum in einem
Schulkindergarten habe ich festgestellt, daß der sprachlichen Förderung bei Kindern
im Schulkindergarten besondere Aufmerksamkeit und Beachtung geschenkt werden
sollte.
Aus diesem Grunde gingen meine Überlegungen im
Hinblick auf meine Diplomarbeit schon in die Richtung der Sprachförderung.
Mein Interesse an Märchen und die Ermutigung von Herrn
Prof. Dr. Viehweg haben mich dann dazu gebracht, mich mit den "Märchen als
Mittel der Sprachförderung bei Kindern im Schulkindergarten" im Rahmen
meiner Diplomarbeit intensiver zu beschäftigen.
Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe,
daß meine Ausarbeitungen den Lesern dieser Arbeit als Anregung und
Hilfestellung für ihre eigene Arbeit mit Kindern dienlich sein können.
1. Der Schulkindergarten
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Schulkindergarten, S.5)
1.1. Einleitung
Schon vor dem ersten Weltkrieg wurden Förder- bzw.
Vorbereitungsgruppen für schulpflichtige, aber noch nicht schulreife Kinder
angeboten. Der Begriff Schulkindergarten hat sich, als einer unter vielen
(Fröbelklasse, Reifungsklasse, Vorbereitungsklasse, Vermittlungsgruppe,u.a.),
bis heute durchgesetzt.
Die Arbeit des Schulkindergarten unterscheidet sich
insofern von der Grundschule, als daß die Kinder im Schulkindergarten die
Fähigkeiten, die als Grundlage oder Voraussetzung für die erste Grundschulkasse
gelten, hier erst spielerisch erlernen und begreifen sollen.
Der Schulkindergarten stellt also eine
Vermittlungsfunktion zwischen der ich- bezogenen Erlebnisweise eines Kleinkindes
und der mehr sach- und wir- bezogenen Erlebnisweise eines Schulkindes dar.
Im Schulkindergarten sollen mit therapeutischen und
propädeutischen (vorbereitenden) Mitteln die körperliche, geistige und soziale
Reifung des Kindes gefördert werden:
- Einübung sozialer Verhaltensweise (richtiges
Verhältnis in und zu der Gruppe sowie gegenseitige Akzeptanz von anderen
etnischen Gruppen und Behinderten)
- Befähigung zur Selbständigkeit und -tätigkeit
- Entwicklung einer gesunden Motivationsfähigkeit
- Training motorischer Fähigkeiten
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- Aktivierung der Neugier, des Interesses, der
Fragehaltung, der Eigeninitiative und Kreativität
- Hinführung zur Differenzierung von Wahrnehmungen im
optischen und akustischen Bereich, zur Konzentration, zur Sprache sowie zum
richtigen Sprachgebrauch, Erweiterung der Sprachkompetenz vor allem bei
ausländischen Kindern
[U. Franke, G. Ulischberger-Willgeroth, (Hrsg.),
Bildungsplan für Schulkindergärten, S.5]
Empirischen Untersuchungen entsprechend sind zwischen
7% und 12% aller schulpflichtigen Kinder noch nicht schulfähig. (aus: ebda,
S.6)
Bei diesem Prozentsatz muß man sagen, daß es besonders
wichtig geworden ist, dem Schulkindergarten als Verbindungsstück zwischen
vorschulischer Erziehung (Kindergarten) und Grundschule eine größere und
wichtigere Rolle zuzuschreiben, da diese Einrichtung jenen Kindern eine
erfolgreiche schulische Laufbahn eröffnet.
1.2. Das Konzept des Schulkindergartens
Die Kinder im Schulkindergarten sollen in einem
Zeitraum von etwa 9 bis 11 Monaten (1 Schuljahr) darauf vorbereitet werden, den
schulischen Alltag zu bewältigen.
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