Merkmale der Mädchenlieder:
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wird auch niedere Minne genannt
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es steht nicht mehr die adlige frouwe im Mittelpunkt, sondern ein unverheiratetes Mädchen
ohne
soziale Auszeichnung
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Erotik rückt in den Vordergrund
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neues Ideal ist die gegenseitige, erfüllte Liebe
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Bindung zwischen Ritter und Dame ist wie im donauländischen Minnesang
wechselseitig:
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Ritter verehrt Dame, die von aller Zuneigung nicht unberührt bleibt
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Frau verweigert sich nicht, sondern gibt den Werben des Mannes nach
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im Allgemeinen hat der Minnesänger um die Gunst einer Frau geworben, die
entweder dem
gleichen
oder einem niederen Stand angehörte
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Schönheit und Besitz sind nicht mehr vorrangig
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vor allem beim einfachen Volk der Dörfer vertreten, da sie an den Höfen des
Adels
unbeliebt
waren
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war im Auge der Adligen & Geistlichen unedel und bäuerlich
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schließt auch die körperliche Vereinigung der Liebenden außerhalb der Ehe ein
und dient
keinem
höfischen Zweck
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die Frau folgt ihren persönlichen Neigungen, ohne damit sich selbst oder den
Ritter einen
gesellschaftlichen, politischen
oder wirtschaftlichen Vorteil zu schaffen
Nemt, frouwe, disen kranz
Überlieferung:
- Hs. A bietet die fünf Strophen aufeinanderfolgend
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Hs. C trägt erst bei einer zweiten Durchsicht Strophen IV und V nach
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in Hs. E fehlt Strophe IV
1.
Strophe: - der männliche Sprecher berichtet von einem beglückenden
Zusammentreffen
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die Frau wird mit frouwe, ir angesprochen, ist aber keine verheiratete Adlige,
sondern maget, also nicht
verheiratet und nicht von hohem
2.
Strophe: - wird von Wapnewski als Frauenstrophe bezeichnet, Erwiderung der maget,
sie
bietet ihren schapel und das Blumenbrechen an
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dagegen spricht die Überlieferung von II, 1 in A, C, E als Frouwe ir sît sô
wol
getân
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das aller beste schapel ist jenes, für das die Blumen gemeinsam gepflückt
werden
3.
Strophe: - Annahme des Kranzes
Strophe
1-3 Pastourellenszene
4.
Strophe: - die unio bildet sich im Erleben des Mannes ab: Lachen vor Glück;
Liebesvereinigung
in freier Natur
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Wendung, Erwachen aus dem Traum
5.
Strophe: - das Erzähler-Ich sucht nach dem Mädchen in der Wirklichkeit in der
Situation
des
Tanzes
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Zeitwechsel des Liedes aus der Erzählervergangenheit in die
Aufführungsgegenwart
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‚Ringkomposition’ – auf den Liedschluss Owe,
gesaehe ichs under kranze! folgt
wieder der Liedanfang Nemt, frouwe, disen kranz!