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Mädchenlied: Nemt frouwe disen kranz .doc

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Faculty
Human Science
Discipline
German
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University, School
Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2007
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Hartmann von Aue
Kurzreferat: HARTMANN VON AUE Von den Dichtern des Mittelalters ist nichts Fundiertes erhalten; Informationen über ihr Leben erfährt man hauptsächlich aus schriftlichen Werken. Daher sind ihre


Mittelalterlicher Literaturbetrieb, Heinrich von Veldeke: Eneit
MITTELALTERLICHER LITERATURBETRIEB Gönner und Auftraggeber (im Handapparat: J. Bumke. Höfische Literatur S. 595-783, S. 638-677) Die mittelalterliche Literatur konnte nicht ohne Auftraggebe

Merkmale der Mädchenlieder:

- wird auch niedere Minne genannt

- es steht nicht mehr die adlige frouwe im Mittelpunkt, sondern ein unverheiratetes Mädchen

ohne soziale Auszeichnung

- Erotik rückt in den Vordergrund

- neues Ideal ist die gegenseitige, erfüllte Liebe

- Bindung zwischen Ritter und Dame ist wie im donauländischen Minnesang wechselseitig:

- Ritter verehrt Dame, die von aller Zuneigung nicht unberührt bleibt

- Frau verweigert sich nicht, sondern gibt den Werben des Mannes nach

- im Allgemeinen hat der Minnesänger um die Gunst einer Frau geworben, die entweder dem

gleichen oder einem niederen Stand angehörte

- Schönheit und Besitz sind nicht mehr vorrangig

- vor allem beim einfachen Volk der Dörfer vertreten, da sie an den Höfen des Adels

unbeliebt waren

- war im Auge der Adligen & Geistlichen unedel und bäuerlich

- schließt auch die körperliche Vereinigung der Liebenden außerhalb der Ehe ein und dient

keinem höfischen Zweck

- die Frau folgt ihren persönlichen Neigungen, ohne damit sich selbst oder den Ritter einen

gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Vorteil zu schaffen

Nemt, frouwe, disen kranz

Überlieferung: - Hs. A bietet die fünf Strophen aufeinanderfolgend

- Hs. C trägt erst bei einer zweiten Durchsicht Strophen IV und V nach

-         in Hs. E fehlt Strophe IV

 

 

1. Strophe: - der männliche Sprecher berichtet von einem beglückenden Zusammentreffen

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Mädchenlied: Nemt frouwe disen kranz.doc
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- die Frau wird mit frouwe, ir angesprochen, ist aber keine verheiratete Adlige,

sondern maget, also nicht verheiratet und nicht von hohem

2. Strophe: - wird von Wapnewski als Frauenstrophe bezeichnet, Erwiderung der maget,

sie bietet ihren schapel und das Blumenbrechen an

- dagegen spricht die Überlieferung von II, 1 in A, C, E als Frouwe ir sît sô

wol getân

- das aller beste schapel ist jenes, für das die Blumen gemeinsam gepflückt

werden

3. Strophe: - Annahme des Kranzes

Strophe 1-3 Pastourellenszene

4. Strophe: - die unio bildet sich im Erleben des Mannes ab: Lachen vor Glück;

Liebesvereinigung in freier Natur

- Wendung, Erwachen aus dem Traum

5. Strophe: - das Erzähler-Ich sucht nach dem Mädchen in der Wirklichkeit in der Situation

des Tanzes

- Zeitwechsel des Liedes aus der Erzählervergangenheit in die

Aufführungsgegenwart

- ‚Ringkomposition’ – auf den Liedschluss Owe, gesaehe ichs under kranze! folgt

wieder der Liedanfang Nemt, frouwe, disen kranz!


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