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LSD - Wirkung, Behandlung mittels LSD, Auswirkung auf Spiritualität/Gesellschaft .doc

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Faculty
Social Science
Discipline
Psychology
Document category
Final thesis
University, School
AHS Gymnasium Purkersdorf
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2010
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LSD – Auswirkungen und Verwendung

SPEZIALGEBIET PSYCHOLOGIE & PHILOSOPHIE

Psychologische Wirkung und Risiken

 

LSD ist die Abkürzung für Lysergsäurediethylamid, welches 1938 erstmals vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann synthetisiert wurde. Er stellte es aus der namengebenden Lysergsäure her, die in dem, typischerweise auf Roggen wachsenden Pilz Mutterkorn vorkommt.

LSD ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene. Unter dem Begriff der Halluzinogene werden sehr unterschiedliche psychoaktive Substanzen zusammengefasst. Das gemeinsame Merkmal dieser Stoffe liegt darin, dass sie tiefgreifende psychische- und Wahrnehmungsveränderungen hervorrufen können.

Charakteristisch ist dabei ein stark verfremdendes Erleben von Raum und Zeit sowie Gefühle und des Selbst.

LSD zählt zudem zu den Psychedelischen Drogen (Psychedelika), eine Untergruppe der Halluzinogene, zu der unter Anderem auch Psilocybin und Meskalin gehören.

Der Begriff „psychedelisch“ bezeichnet einen manchmal tranceartigen Rausch- oder Meditations-Zustand bzw. eine Veränderung des Bewusstseins und der Sinne, die oft auch als "bewusstseinserweiternd" beschrieben wird.

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Der Begriff und wurde 1956 vom britischen Psychiater Humphry Osmond, in Zusammenarbeit mit dem britischen Schriftsteller Aldous Huxley geprägt. Beide Männer suchten nach einem Wort für eine neue Art von Drogenwirkung auf die Seele.

LSD ist somit das Halluzinogen bzw. Psychedelikum schlechthin. Seine Effekte variieren jedoch stark von Person zu Person, von Trip (drogeninduzierten Rausch) zu Trip und selbst während einem einzelnen Trip ist es sehr wahrscheinlich, dass die Effekte sich ändern.

Abhängig ist dies von einer Vielzahl an Faktoren, unter anderem:

v Dosierung

§  25 - 50 Mikrogramm: Schwellendosis um erste leichte körperliche und schwache psychische Effekte zu spüren

§  50 - 150 Mikrogramm: heute üblicherweise auf „Partys“ eingesetzte Dosierung

§  300-500 Mikrogramm: Während den 60ern bevorzugte Dosierung

§  300-800 Mikrogramm: Hohe bei psychedelischen Therapien eingesetzte Dosierung[1]

§  Eine letale Dosierung konnte nicht genau ermittelt werden, sie wird auf 14000 Mikrogramm geschätzt.

Tierversuche lassen vermuten, dass das Verhältnis von Wirkdosis zu letaler Dosis beim Menschen bei etwa 1:1000 liegt; da her die tausendfache Dosis einer wirksamen Dosis würde beim Menschen zu tödlichen Vergiftungen führen (zum Vergleich: bei Alkohol und Nikotin liegt dieser Wert bei etwa 1:8). [2]

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v Frühere Erfahrungen mit ähnlichen Substanzen bzw. Situationen

v Set (mentale Verfassung): die jeweilige Grundstimmung, Gemütsverfassung, den Gedanken und der Erwartungshaltung des Konsumenten zum Zeitpunkt des Trips, aber auch in den Wochen bzw.

Monaten davor.

v Setting (Umgebung): es macht einen großen Unterschied in welcher Umgebung man sich zum Zeitpunkt des Trips befindet: das Kennen und die Atmosphäre des Raumes, das Wetter, aber auch die Relation zu den anwesenden Personen

Die am häufigsten auftretenden Auswirkungen können in folgende Gruppen unterteilt werden, die allgemein als außergewöhnliche Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustände beschrieben werden können:

v Halluzinationen: Diese können ebenfalls unterteilt werden in:

§  Illusionen: ein real vorhandener Sachverhalt wird uminterpretiert und verändert wahrgenommen.

Dabei scheint zum Beispiel ein Gegenstand sich zu bewegen oder es werden Gesichter in irregulären Mustern wahrgenommen

§  Synästhesien: eine Überlagerungen der Sinne, z.B. werden Töne in bestimmten Farben gesehen oder gefühlt und umgekehrt.

§  Pseudohalluzinationen: es werden Dinge bzw.

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§  Echte Halluzinationen: das Sehen, Hören, Schmecken, usw. , von Dingen, ohne dass eine Reizgrundlage vorliegt.

Das bedeutet zum Beispiel, dass physikalisch nicht nachweisbare Objekte gesehen, oder Stimmen gehört werden, ohne dass jemand spricht.

Echte Halluzinationen treten bei einem LSD-Rausch im Gegensatz zu Pseudohalluzinationen nur sehr selten auf.

v „Ozeanische Selbstentgrenzung“: beschreibt die Erfahrungen des „Eins-seins“ mit sich und der Welt. (näher erklärt im Unterpunkt „Auswirkung auf Spiritualität und Kreativität“)

v „angstvolle Ich-Auflösung“: beschreibt den Verlust von Fähigkeiten des normalen Zustandes wie Selbstkontrolle, Urteilsfähigkeit und Realitätskontrolle.

Dazu gehören unter anderem:

§  Gefühl des Bedroht- und Gequält-seins

§  Gefühl, eine fremdgesteuerte Marionette zu sein

§  Angst, aus diesem Zustand nicht mehr herauszukommen

Die Risiken beim LSD-Konsum liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind im Wesentlichen von den obengenannten Faktoren abhängig. Die häufigsten Risiken und Nebenwirkungen sind hier aufgelistet:

v  Erhöhte Unfallgefahr durch Selbstkontrolle- und Realitätsverlust

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Schreikrämpfe, Paranoia oder Todesangst auswirken können.

v  Drogeninduzierte Psychose („Hängenbleiben“): In seltenen Fällen kann LSD eine latent vorhandene Psychose auslösen, die unter Umständen unheilbar ist.

Hierbei handelt es sich um eine mentale Störung, bei der die Konsumenten nach einem LSD-Trip nicht völlig in die Realität zurückkehren. Ihre Wahrnehmung normalisiert sich nicht mehr richtig, d.h. sie ernüchtern nicht wieder, sondern geraten in eine länger anhaltende oder auch chronische psychische Veränderung/Störung der Wahrnehmung und des Denkens,

v  Bildung einer Modellpsychose: bezeichnet psychoseähnliche Erfahrungen während des Trips.

Im Unterschied zur Psychose ist sich der Konsument in der Regel bewusst, dass die veränderte Wahrnehmung willentlich und durch die Substanz herbeigeführt wurde.

Diese psychomimetische (eine Psychose nachahmend) Wirkung wurde genutzt, um dem Psychiater Einblick in den Geistes- und Bewusstseinszustand eines an einer Psychose Erkrankten zu ermöglichen. (näher erklärt im Unterpunkt „Psychotherapeutische Behandlung mittels LSD“)

 

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