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Literaturepochen .doc

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German
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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German

Der verlorene Sohn
DER VERLORENE SOHN Der Kampf eines Kindes um Liebe und Anerkennung Autor: Dave Pelzer Verlag: Wilhelm Heyne Verlag Herausgabe: Auf Deutsch im Jahr 2001 in München Erzählform: ICH-Form Thematik: Kinde


Die Entdeckung der Langsamkeit
Sten Nadolny Die Entdeckung der Langsamkeit Kernaussagen Der Roman spielt im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert in England zur Zeit der In-dustrialisierun­g. Innerhalb von wenigen Generationen


Termini
VO -Einführung in die Germanistische Mediävistik WS 2008/2009 Dr. Karin Kranich-Hofbauer Terminiliste (nach VO 12) VO Datum Terminus Definition VO2 15.10.2008 Mediävistik Le

Literaturepochen

Zeitraum

Informationen/Inhalte

Die deutschsprachige Literatur im frühen Mittelalter

770–910 und

1060–1170

Drei bestimmende Elemente:

o   das Germanische (für gemeinsame Identität bewusst eingesetzt von Karl dem Großen, einziges literarisches Zeugnis: Das Hildebrandslied)

o   das Christliche (Literatur im Dienst der christlichen Lehre, lateinische Texte werden ins Deutsche übersetzt)

o   das „Heidnische“

Die Literatur des hohen Mittelalters

1170–1250

o   neue Gesellschaftsschicht: die Ritter

o   Minnegesang (Reinmar von Hagenau, Walter von der Vogelweide) mit optimistischem Weltbild

o   Sorge um das Reich

o   Nibelungenlied

Die Dichtung des Spätmittelalters

1250–1450

o   Veränderung im sozialen Leben

o   Abstieg des Rittertums

o   Aufschwung der Städte (Seuchen)

o   Erfindung der Feuerwaffen

o   Betont religiöse Literatur

o   Alltagsthemen aufgegriffen

o   Kein optimistisches Weltbild mehr

Renaissance, Humanismus, Reformation

1450–1600

o   Erneuerung der Künste/Wissenschaften/Politik & Religion

o   Vorbild: Antike

o   Eroberung Konstantinopels

o   Flucht der Gelehrten nach Italien (Ausgangspunkt Humanismus und Renaissance)

o   Erfindung des Buchdrucks (Verbreitung der Literatur)

o   Neue Funktion der Literatur: politisches Kampfmittel, Unterhaltung, Belehrung, neue Bürgerschicht

o   Übersetzung der Bibel durch Luther

o   -> Neuhochdeutsche Schriftsprache

Die Literatur des Barock

1600–1720

o   30 jähriger Krieg

o   Kampf um die Reinheit der deutschen Sprache

o   Schaffen von deutscher Literatur

o   „Dichtung ist in gewissen Grenzen erlernbar“

o   Lyrik: Darstellung der Vergänglichkeit des Glücks, der Liebe, des Lebens und der Kriegsgrauen

o   Gedichtformen: Sonett und Epigramm

o   Lyrik: Spiel mit der Sprache

o   Dramatische Dichtung dient Fürstenlob

o   Mystische Literatur

o   Roman: 1. höfischer Roman (Fürstenlob) , 2. Schelmenroman (Leben der unteren Schicht), 3. Schäferroman (Flucht in die Idylle)

Die Literatur der Aufklärung

1720–1770

o   Betonung des vernünftigen Denkens

o   Kant: „Was ist Aufklärung?“

o   Staat ist nicht Eigentum des Herrschers, sondern beruht auf Vertrag (Rousseau „ Le contrat social“)

o   Überwindung des Aberglaubens

o   Grundlage: Rationalismus, Empirismus & Kampf gegen die Trugbilder

o   Literatur im Dienst der Aufklärung

o   Kampf gegen Ignoranz und Vorurteil

o   Betonung der Vernunft

o   Erdbeben von Lissabon: erschüttert Glauben der Berechenbarkeit der Natur

o   Schärfster Kritiker des Optimismus: Voltaire

Sturm und Drang

1770–1785/90

o   Infragestellen des vernunftbetonten Handelns

o   Von Goethe, Schiller

o   Leiten-lassen von Gefühlen als Verstand

o   Leben in Einklang mit der Natur

o   Keine Dichtungsregeln

o   Symbolfigur: Prometheus

o   Entdeckung anderer Epochen (Mittelalter)

o   Entdeckung von anderen Kulturen, sozialer Schichten

o   Gattung der Erlebnislyrik

o   Lyrik: polit- und sozialkritische Themen

o   Dramen: orientieren sich an Shakespeare

o   Fortsetzung des bürgerlichen Trauerspiels

o   Besonderes Motiv: Thema der Kindsmörderin

Die „Weimarer Klassik“

1786/1794–

1805/1832

o   Bedeutet „vorbildhaft“

o   Vorbild: Antike

o   Beschäftigung mit der Antike

o   Offenere kulturelle Atmosphäre

o   Klassische Literatur: Menschliches Maß und Humanität

o   Einfluss von Immanuel Kant

o   Goethes/Schillers Dramen: Spannung zwischen Einzelnen und dessen Umwelt (Iphigenie,etc.)

o   Goethes „Faust“

o   Literarische „Außenseiter“: Jean Paul, Hölderlin, Kleist

o   Missbrauch der Ideen der Klassik für politische Zwecke

Die Romantik

1795–1835

o   Überschreitung des Verstandes

o   Aufhebung der Trennung zwischen Wissenschaft, Künsten, Religionen

o   Platz für das Wunderbare, Mystische

o   Ich-Philosophie Fichtes

o   Früh-, Hoch- und Spätromantik

o   Hinwendung zum dtsch. Mittelalter

o   Schwarze Romantik, spukhaftes, gruseliges

o   Frauen als Autorinnen wenig akzeptiert

Das Biedermeier und die Literatur des Vormärz

1820–1848

o   Niederlage Napoleons

o   Industrialisierung

o   Revolution von 1830–1848: Krieg gegen Ungerechtigkeit

o   In Österreich dominierend: Biedermeierliteratur

o   Harmonisierung/Ausgleich

o   Kritik an: Materialismus, Mangel an Demokratie, Zensur

o   Vormärz: offensiv in der Kritik

o   Goethes Tod als Befreiung empfunden

o   Romantisches wird abgelehnt

o   1. Soziales Drama der dtsch. Literatur: „Woyzeck“ von Georg Büchner

o   Erstmalige intensive Auseinandersetzung mit den USA durch die dtsch. Literatur

Der poetische Realismus

1850–1900

o   Bürgertum von poetischer Entwicklung und der Demokratie enttäuscht.

o   Literatur: Verhältnisse nicht oder kaum veränderbar

o   Schopenhauer, Darwin beeinflussen die Literatur

o   Wilhelm Busch, Rosegger, Theodor Storm

o   Stellung der Frau in der Gesellschaft (aktuelles Thema in dieser Zeit) -> 1. Bemühung der Emanzipation

Der Naturalismus

1885–1900

o   Große wirtschaftliche und technische Fortschritte

o   Verschärfung der Kluft zwischen Arm und Reich

o   Dichtung: Kernthema Soziale Frage

o   Auf der Seite der Schwachen

o   Philosophisch einflussreich: Darwins Lehre

o   Poltische Einflüsse: Karl Marx, Friedrich Engels

o   Kunst = Natur – x (x soll möglich klein sein!)

Symbolismus, Impressionismus, Fin de siècle, Wiener Moderne

1890–1920

o   Viele literarische Richtungen

o   Nebenbei Realismus, Naturalismus

o   L’art pour l’art-Prinzip

o   Ästhetizismus, mit philosophischer Grundlage bei Nietzsche

o   Literarisches Vorbild: u.a Oscar Wilde

o   Sprachskepsis, Verstummen

o   Psychoanalyse Sigmund Freuds (Es-Ich – ÜberIch)

o   Schnitzlers „Reigen“, „Leutnant Gustl“

o   Dichtung: Einbringung von Inneren Monolog

o   Rilke, Karl Kraus

o   „Kaffeehausliteratur“, Peter Altenberg

Expressionismus und Dadaismus

1910–1920/25

o   neuer Mensch nach WK I

o   friedlich, solidarisch, opferbereit

o   Dramatik, Lyrik bevorzugt

o   Weltverbesserungsgedichte

o   Stadt wichtiges Motiv der Dichtung (erstmals)

o   Herausragende österreichische Dichter: Franz Kafka, Georg Trakl

o   Dadaismus: Sprachzerstörung, Provokation

o   „Wiener Gruppe“ (Vorbild: Dadaisten)

Literatur zwischen 1925 und 1945

1925–1945

o   Totalitäre Ideologien: Ablehnung oder Befürwortung

o   Weg vom Expressionismus

o   Bertolt Brechts „Episches Theater“: Publikum soll rational denken und handeln (Verfremdungseffekt)

o   Aufdeckung der Brutalität der Gesellschaft gegenüber der Schwachen u. Frauen durch das Volkstheater (Ödön von Horváth)

o   Roman: Trauma des WK I

o   Wehmut des Untergangs der Habsburger-Monarchie

o   Umformung des Romans zu einer umfassenden Zeit- und Gesellschaftsanalyse

o   Elias Canetti: „Masse und Macht“

o   Justizpalastbrand 1927

o   Autoren/innen werden von NS-Diktatur verbannt und scheitern

Literatur zwischen 1945 und 1968

1945–1968

o   WK II, Ermordung, atomare Bedrohung bestimmen die Thematik der Literatur

o   Frage nach Neubeginn nach dem Krieg und NS-Diktatur

o   „Kahlschlag“ & „Trümmerliteratur“ beschreiben die Situation der Literatur

o   Problem für Literatur: kann man geschehene Gräuel überhaupt sprachlich darstellen bzw. verharmlosen?

o   60er Jahre: Beschäftigung mit Nachkriegsgesellschaft

o   Frage nach der Individualität in der Gesellschaft von Max Frisch

o   Schweizer Literatur erreicht weltliterarischen Rang

o   Wiener Gruppe: Kritik an der Sprache

o   Sonderstellung: Literatur der DDR

Die Gegenwartsliteratur mit Österreichschwerpunkt

1968 bis heute

o   Inwieweit is Literatur gesellschaftlich wirksam bzw. notwendig?

o   Literatur kann höchstens zur Klarheit führen über Schreibenden selbst (Peter Handke u.a)

o   Grazer Forum Stadtpark: Kontroverse über Effizienz des Dichtens

o   Sprachkritik wichtiges Anliegen (u.a Wittgenstein)

o   „Frauenliteratur“ macht aufmerksam auf Missstände, vor allem Stellung de Frau (u.a. Jelinek)

o   Problematik sozialer Benachteiligung wird angesprochen

o   Dominantes Thema: Arbeitswelt und Elternbeziehung

o   „Schockdrama“ (Peter Turrini, Werner Schwab)

o   Minidramen

o   Literatur der sprachlichen Minderheiten, Migranten/innen -> neue Sichtweise auf Österreichs Eigenart

o   Lust am Erzählen, Krimis, mythische Erzählungen, Reiseromane, postmoderne Werke

o   Digitale Literatur, Internetbuchhandel, Entwicklung von freier Internetliteratur


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