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Literaturepochen
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Zeitraum
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Informationen/Inhalte
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Die deutschsprachige Literatur im frühen Mittelalter
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770–910 und
1060–1170
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Drei bestimmende Elemente:
o
das Germanische (für gemeinsame Identität bewusst eingesetzt
von Karl dem Großen, einziges literarisches Zeugnis: Das Hildebrandslied)
o
das Christliche (Literatur im Dienst der christlichen Lehre,
lateinische Texte werden ins Deutsche übersetzt)
o
das „Heidnische“
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Die Literatur des hohen Mittelalters
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1170–1250
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o
neue Gesellschaftsschicht: die Ritter
o
Minnegesang (Reinmar von Hagenau, Walter von der Vogelweide)
mit optimistischem Weltbild
o
Sorge um das Reich
o
Nibelungenlied
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Die Dichtung des Spätmittelalters
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1250–1450
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o
Veränderung im sozialen Leben
o
Abstieg des Rittertums
o
Aufschwung der Städte (Seuchen)
o
Erfindung der Feuerwaffen
o
Betont religiöse Literatur
o
Alltagsthemen aufgegriffen
o
Kein optimistisches Weltbild mehr
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Renaissance, Humanismus, Reformation
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1450–1600
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o
Erneuerung der Künste/Wissenschaften/Politik & Religion
o
Vorbild: Antike
o
Eroberung Konstantinopels
o
Flucht der Gelehrten nach Italien (Ausgangspunkt Humanismus und
Renaissance)
o
Erfindung des Buchdrucks (Verbreitung der Literatur)
o
Neue Funktion der Literatur: politisches Kampfmittel,
Unterhaltung, Belehrung, neue Bürgerschicht
o
Übersetzung der Bibel durch Luther
o
-> Neuhochdeutsche Schriftsprache
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Die Literatur des Barock
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1600–1720
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o
30 jähriger Krieg
o
Kampf um die Reinheit der deutschen Sprache
o
Schaffen von deutscher Literatur
o
„Dichtung ist in gewissen Grenzen erlernbar“
o
Lyrik: Darstellung der Vergänglichkeit des Glücks, der Liebe,
des Lebens und der Kriegsgrauen
o
Gedichtformen: Sonett und Epigramm
o
Lyrik: Spiel mit der Sprache
o
Dramatische Dichtung dient Fürstenlob
o
Mystische Literatur
o
Roman: 1. höfischer Roman (Fürstenlob) , 2. Schelmenroman
(Leben der unteren Schicht), 3. Schäferroman (Flucht in die Idylle)
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Die Literatur der Aufklärung
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1720–1770
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o
Betonung des vernünftigen Denkens
o
Kant: „Was ist Aufklärung?“
o
Staat ist nicht Eigentum des Herrschers, sondern beruht auf
Vertrag (Rousseau „ Le contrat social“)
o
Überwindung des Aberglaubens
o
Grundlage: Rationalismus, Empirismus & Kampf gegen die
Trugbilder
o
Literatur im Dienst der Aufklärung
o
Kampf gegen Ignoranz und Vorurteil
o
Betonung der Vernunft
o
Erdbeben von Lissabon: erschüttert Glauben der Berechenbarkeit
der Natur
o
Schärfster Kritiker des Optimismus: Voltaire
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Sturm und Drang
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1770–1785/90
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o
Infragestellen des vernunftbetonten Handelns
o
Von Goethe, Schiller
o
Leiten-lassen von Gefühlen als Verstand
o
Leben in Einklang mit der Natur
o
Keine Dichtungsregeln
o
Symbolfigur: Prometheus
o
Entdeckung anderer Epochen (Mittelalter)
o
Entdeckung von anderen Kulturen, sozialer Schichten
o
Gattung der Erlebnislyrik
o
Lyrik: polit- und sozialkritische Themen
o
Dramen: orientieren sich an Shakespeare
o
Fortsetzung des bürgerlichen Trauerspiels
o
Besonderes Motiv: Thema der Kindsmörderin
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Die „Weimarer Klassik“
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1786/1794–
1805/1832
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o
Bedeutet „vorbildhaft“
o
Vorbild: Antike
o
Beschäftigung mit der Antike
o
Offenere kulturelle Atmosphäre
o
Klassische Literatur: Menschliches Maß und Humanität
o
Einfluss von Immanuel Kant
o
Goethes/Schillers Dramen: Spannung zwischen Einzelnen und
dessen Umwelt (Iphigenie,etc.)
o
Goethes „Faust“
o
Literarische „Außenseiter“: Jean Paul, Hölderlin, Kleist
o
Missbrauch der Ideen der Klassik für politische Zwecke
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Die Romantik
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1795–1835
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o
Überschreitung des Verstandes
o
Aufhebung der Trennung zwischen Wissenschaft, Künsten,
Religionen
o
Platz für das Wunderbare, Mystische
o
Ich-Philosophie Fichtes
o
Früh-, Hoch- und Spätromantik
o
Hinwendung zum dtsch. Mittelalter
o
Schwarze Romantik, spukhaftes, gruseliges
o
Frauen als Autorinnen wenig akzeptiert
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Das Biedermeier und die Literatur des Vormärz
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1820–1848
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o
Niederlage Napoleons
o
Industrialisierung
o
Revolution von 1830–1848: Krieg gegen Ungerechtigkeit
o
In Österreich dominierend: Biedermeierliteratur
o
Harmonisierung/Ausgleich
o
Kritik an: Materialismus, Mangel an Demokratie, Zensur
o
Vormärz: offensiv in der Kritik
o
Goethes Tod als Befreiung empfunden
o
Romantisches wird abgelehnt
o
1. Soziales Drama der dtsch. Literatur: „Woyzeck“ von Georg
Büchner
o
Erstmalige intensive Auseinandersetzung mit den USA durch die
dtsch. Literatur
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Der poetische Realismus
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1850–1900
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o
Bürgertum von poetischer Entwicklung und der Demokratie
enttäuscht.
o
Literatur: Verhältnisse nicht oder kaum veränderbar
o
Schopenhauer, Darwin beeinflussen die Literatur
o
Wilhelm Busch, Rosegger, Theodor Storm
o
Stellung der Frau in der Gesellschaft (aktuelles Thema in
dieser Zeit) -> 1. Bemühung der Emanzipation
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Der Naturalismus
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1885–1900
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o
Große wirtschaftliche und technische Fortschritte
o
Verschärfung der Kluft zwischen Arm und Reich
o
Dichtung: Kernthema Soziale Frage
o
Auf der Seite der Schwachen
o
Philosophisch einflussreich: Darwins Lehre
o
Poltische Einflüsse: Karl Marx, Friedrich Engels
o
Kunst = Natur – x (x soll möglich klein sein!)
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Symbolismus, Impressionismus, Fin
de siècle, Wiener Moderne
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1890–1920
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o
Viele literarische Richtungen
o
Nebenbei Realismus, Naturalismus
o
L’art pour l’art-Prinzip
o
Ästhetizismus, mit philosophischer Grundlage bei Nietzsche
o
Literarisches Vorbild: u.a Oscar Wilde
o
Sprachskepsis, Verstummen
o
Psychoanalyse Sigmund Freuds (Es-Ich – ÜberIch)
o
Schnitzlers „Reigen“, „Leutnant Gustl“
o
Dichtung: Einbringung von Inneren Monolog
o
Rilke, Karl Kraus
o
„Kaffeehausliteratur“, Peter Altenberg
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Expressionismus und Dadaismus
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1910–1920/25
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o
neuer Mensch nach WK I
o
friedlich, solidarisch, opferbereit
o
Dramatik, Lyrik bevorzugt
o
Weltverbesserungsgedichte
o
Stadt wichtiges Motiv der Dichtung (erstmals)
o
Herausragende österreichische Dichter: Franz Kafka, Georg Trakl
o
Dadaismus: Sprachzerstörung, Provokation
o
„Wiener Gruppe“ (Vorbild: Dadaisten)
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Literatur zwischen 1925 und 1945
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1925–1945
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o
Totalitäre Ideologien: Ablehnung oder Befürwortung
o
Weg vom Expressionismus
o
Bertolt Brechts „Episches Theater“: Publikum soll rational
denken und handeln (Verfremdungseffekt)
o
Aufdeckung der Brutalität der Gesellschaft gegenüber der
Schwachen u. Frauen durch das Volkstheater (Ödön von Horváth)
o
Roman: Trauma des WK I
o
Wehmut des Untergangs der Habsburger-Monarchie
o
Umformung des Romans zu einer umfassenden Zeit- und
Gesellschaftsanalyse
o
Elias Canetti: „Masse und Macht“
o
Justizpalastbrand 1927
o
Autoren/innen werden von NS-Diktatur verbannt und scheitern
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Literatur zwischen 1945 und 1968
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1945–1968
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o
WK II, Ermordung, atomare Bedrohung bestimmen die Thematik der
Literatur
o
Frage nach Neubeginn nach dem Krieg und NS-Diktatur
o
„Kahlschlag“ & „Trümmerliteratur“ beschreiben die Situation
der Literatur
o
Problem für Literatur: kann man geschehene Gräuel überhaupt
sprachlich darstellen bzw. verharmlosen?
o
60er Jahre: Beschäftigung mit Nachkriegsgesellschaft
o
Frage nach der Individualität in der Gesellschaft von Max Frisch
o
Schweizer Literatur erreicht weltliterarischen Rang
o
Wiener Gruppe: Kritik an der Sprache
o
Sonderstellung: Literatur der DDR
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Die Gegenwartsliteratur mit Österreichschwerpunkt
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1968 bis heute
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o
Inwieweit is Literatur gesellschaftlich wirksam bzw. notwendig?
o
Literatur kann höchstens zur Klarheit führen über Schreibenden
selbst (Peter Handke u.a)
o
Grazer Forum Stadtpark: Kontroverse über Effizienz des Dichtens
o
Sprachkritik wichtiges Anliegen (u.a Wittgenstein)
o
„Frauenliteratur“ macht aufmerksam auf Missstände, vor allem
Stellung de Frau (u.a. Jelinek)
o
Problematik sozialer Benachteiligung wird angesprochen
o
Dominantes Thema: Arbeitswelt und Elternbeziehung
o
„Schockdrama“ (Peter Turrini, Werner Schwab)
o
Minidramen
o
Literatur der sprachlichen Minderheiten, Migranten/innen ->
neue Sichtweise auf Österreichs Eigenart
o
Lust am Erzählen, Krimis, mythische Erzählungen, Reiseromane,
postmoderne Werke
o
Digitale Literatur, Internetbuchhandel, Entwicklung von freier
Internetliteratur
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