KS Wissenschaftliches­ Arbeiten Dr. Margarethe Payer SS09 Der von Kürenberg: Das Falkenlied Inhaltsverzeichnis­ Vorwort.. 3 1. Der von Kürenberg.. 3 2. Überlieferung.. 4 3. Das Gedicht
Sportsprache Name: Doris Claudia Mader Matrikelnummer: 0610906 Lehrveranstaltung:­ Sprache und Gesellschaft Vortragender: Dr. Christian Braun Inhaltsverzeichnis­ Inhaltsverzeichnis&
Walther von der Vogelweide Lange swîgen des hât ich gedâht Inhalt Einleitung 1. Leben 2. Werk 2.1. Minnesang 2.2. Sangspruchdichtung­ 2.3. Religöse Dichtung, Alterslyrik 3. Lange swîg
Literarische Texte in unterschiedlichen Fassungen Aufgabe 1: Begeben Sie sich auf die Suche nach einem literarischen Werk (Epik, Lyrik, Dramatik), das in verschiedenen Fassungen vorliegt. Vergleich
Die Epochalisierung der Literatur ist
typisch deutsch. Österreich weicht jedoch in vielem ab (Wirtschafts- und
sozialgeschichtliche Abweichung). Die österreichische Entwicklung ist anders
und wird z. T. als mindere Qualität gehandelt. Ästhetischer Maßstab ist die
Klassik.
Das österreichische Spaßtheater im 18. Jh. – Altwiener
Volkskomödie
Entwickelte sich unter einem
bestimmten Aufklärungsmodell, das sich vom dt. unterschied. Von Joseph II.
sollte die Aufklärung per Erlass verordnet werden → in Österreich vom Kaiser verordnet,
detruierte Aufklärung von Joseph II. und Beamten gegen Adel und Klerus,
ordnungspolitische Zwecke. In Deutschland von den bürgerlichen Schichten
getragen.
Die Traditionen des Altwiener
Spaßtheaters sollten verboten werden (ab 1750). Das Spaßtheater ist nicht
staatskritisch und wird ab diesem Zeitpunkt staatskritisch.
Das Anti-Aufklärerische am Spaßtheater
Joseph von Sonnenfels war die rechte
Hand von Joseph II und Maria Theresia. Das Theater wurde als (Abend-) Schule
des Volkes gesehen – im Spaßtheater ging es um die reine Unvernunft, um puren
Spaß. Es ist für heutige Begriffe obszön, Körperlichkeit, Sex,..
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Das Theaterpublikum in Österreich
veränderte dann aber den Geschmack in Bezug auf das Spaßtheater (anders als in
DL). Österreich hält länger am Spaßtheater fest. Das Volk wollte ‚action’ auf
der Bühne.
Der Hanswurst ist als alte obszöne Figur zu betrachten. Die neuere
Figur (weniger obszön) ist der Kasperl. Er ist eine lustige Figur; Motiv des
Geldes; Motiv des Mannes, der nur an Geld, Essen und Frauen denkt. Die Kasperl-Tradition
wuchert in Wien weiter und führt zu Raimund und Nestroy und dem neueren Volkstheater.
Österreich vor 1848: Josephinismus
(= von Joseph bestimmte Aufklärung) war von langer Dauer; antiklerikal,
vernunftbetont.
Nach den napoleonischen Kriegen
herrscht Friedhofsruhe, keine Parteien, keine Diskussionen.
Joseph Gottfried Säumer: Reiseschriftsteller;
lebte zu Beginn des 19. Jh. Über die öffentlichen Anliegen wird in Wien nichts
geäußert ® keiner spricht über die Politik.
Der
Alltag ist geprägt von sozialem Elende (Hungersnot, Taglöhner, Kinderarbeit,
Vorzensur).
Vorzensur im Bildungswesen:
-Verboten ist alles, was gegen den Kaiser,
die Dynastie oder fremde Staatsverwaltungen ist (Missvergnügen und Unruhe).
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-Bei jeder Aufführung gab es einen
Zensor.
-Es gibt Unterschiede zwischen vorgelegter
und gespielter Fassung.
So konnte man Zensur umgehen (von Nestroy wurde ein
Stück verboten). Ex tempore (= Stehgreifspiel). Die Musik konnte, wenn es
damals geschickt inszeniert wurde, kritisieren.
Formen des Theaters:
- Wandertheater: Die Form des
Theaters im damaligen Österreich war das Wandertheater (®
die alten, obszönen Traditionen wurden am ehesten dort erhalten).
- Burgtheater (damals:
Hofburgtheater "Theater nächst der Burg"): Es war wie heute staatlich
durchfinanziert, für höfische Kreise, Oberschicht.
Shakespeare – Spanisches Theater des
goldenen Zeitalters – Weimarer Klassik. Dort musste nicht viel zensuriert
werden. Vielfach wurde auch auf Französisch gespielt.
-Kärntnertortheater: damals schon lange Tradition,
kleinbürgerliches Publikum, Vergnügungstheater, Posse.
-Vorstadtbühnen: in den 70er und 80er Jahren
gegründetK & K privilegiert, von Krone genehmigt bzw. aufgeführt, , nach
der Josephinischen Gewerbefreiheit, auf kommerziellen Gewinn aus; übrig ist das
Theater in der Josephstadt, Theater in der Leopoldstadt ( war von 1820 bis 1840
am wichtigsten; wurde eine Zeit lang von Carl geleitet ®
Carltheater), Theater an der Wieden (privat geführt und auf finanziellen Erfolg
ausgerichtet; vor allem Rührstücke - man wollte die Menschen rühren ®
Liebesgeschichten - und Schaustücke - zielen darauf ab, das Auge und das Ohr zu
befriedigen ® Maschinenkomödie: viel Musik, Gesang
und Tanz).
Salondramen (= Konversationslustspiel ®
Dramensprache, Entfaltung von Esprit), Nestroy baut darauf auf.
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Wiener Komödie:
Dramaturgie beruht auf Typen (bei Eduard
von Bauernfeld)
Posse: Possenautoren – die großen Drei (Gleich,
Meisl, Bäuerle). Bei den Possenautoren werden die Figuren nicht sehr stark
individualisiert.
Zauberstück und Lokalstück (Schwerpunkt
der Komik: Wiedererkennungseffekt der Lokalitäten)
Besserungsstück: komödiantische Analogie zum
Bildungs- und Entwicklungsroman, moralische Katharsis einer Person (vgl. „Lumpazivagabundus“).
Mythologische Karikatur
Ferdinand Jakob Raimund
eigentlich Raimann; nur 46 Jahre alt
geworden; unglücklicher Mensch; konnte sich seine Wünsche nie erfüllen ®
hypochondrisch; Selbstmord: vorher wurde er von einem tollwütigen Hund gebissen
"Der Bauer als Millionär", romantisches Originalzaubermärchen,
wurde mit Gesang 1826 uraufgeführt
Das Besondere an Raimund:
-Gattungsbezeichnung! R. mischt die
unterschiedlichen Gattungen des Volkstheaters durcheinander – Zauberstück,
Posse,..
-er legt sein moral. Engagement in die
Stücke hinein
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Innerhalb Österreichs gab es in den
1840-er Jahren die erste große Kapitalisierung ® zum ersten Mal
floriert der Spekulationskapitalismus. Dies wird als Vordringen eines stark
materiellen Prinzips ins Leben betrachtet.
Raimund ist ein großer Gegner des
Materialismus. Bei ihm sind ein individuell-ethischer Appell und biedermeierliche
Resignationsethik vorherrschend.
„Der Alpenkönig und der Menschenfeind":
1829 uraufgeführt im Carltheater; das
erfolgreichste Stück von Raimund
Thematische Vorbilder waren
Shakespeare und Molières "Der Menschenfeind".
Stellt Typus dar: Menschenfeind,
lebenswahre Beobachtungen ® zwei Krankheiten: Hypochondrie und
Misanthropie; die Geisterwelt tritt in den Hintergrund
Der Alpenkönig ist nicht mehr
"deus ex machina" sondern "zweites Ich" und somit
sozusagen Spiegel des Menschenfeindes; Rappelkopf: Misanthrop (Argwohn,
Verfolgungswahn; wittert nur Verfolgung, flieht in Einsamkeit des Waldes);
Alpenkönig verwandelt sich in Rappelkopf und zeigt sein Verhalten auf;
inszeniert die Spiegelung des Ich und bewirkt dadurch Selbsterkenntnis und
Katharsis; Selbsterkenntnis →
Heilung →
Psychoanalyse; auch ein Besserungsstück; Gemütskrankheit wird gezeigt
Nach einigen Misserfolgen wandte Raimund
sich wieder dem Besserungsstück zu: